Eingang zum Medienhaus

VORTRAG & FILM: Medien im Krieg

Datum: 22.04.2015 | Zeit: 20:00 Uhr | Ort: Medienhaus Hannover

in Zusammenarbeit mit dem NLQ Hildesheim.

Manipulation durch die Medien bezeichnet eine einseitige und/oder verzerrte Darstellung von Fakten durch Journalisten und Nachrichtenproduzenten. Die Manipulation erfolgt meist schon durch eine einseitige Vorauswahl eines Themas und oft durch die Art der Bericht­erstattung in den Massenmedien. Dadurch entsteht eine verzerrte Wahrnehmung beim Rezipienten. Die Medienmanipulation wird abgegrenzt von der Fälschung, also zum Beispiel der nachträglichen Manipulation von Fotografien oder Videos oder dem Erfinden von Interviews.

Referent: Malte Daniljuk, Berlin (Kommunikationswissenschaftler)

Berichte über Politik im Ausland stellen die Medien vor besondere Herausforderungen.

Im Ausland Korrespondenten zu unterhalten, ist teuer, die Produktion relativ aufwendig.

Gerade wenn, wie in den letzten Jahren, die außenpolitischen Konflikte zunehmen, steigt jedoch das Interesse des Publikums.
Andererseits nimmt die Polarisierung und Emotionalisierung der Debatte zu.

Zwei Drittel der Deutschen sagen, sie seien „stark“ oder „sehr stark“ an internationaler Politik interessiert. Trotzdem fiel der Anteil der außenpolitischen Berichterstattung in deutschen Medien über Jahrzehnte. Mit den neuen Krisen um Europa herum, im Irak, in Libyen und Syrien, sowie zuletzt in der Ukraine, greift das Publikum jedoch selbst immer stärker in die öffentliche Debatte ein, was auch die neuen Netzmedien ermöglichen. Im vergangenen Jahr kam insbesondere Kritik an der Ukraine-Berichterstattung der deutschen Medien auf. Der Vorwurf lautet vielerorts, sie würden eine parteiische Bericht­erstattung im Sinne der NATO betreiben.

Was ist dran, an der Kritik? Der Kommunikationswissenschaftler Malte Daniljuk diskutiert Aspekte der Mediensystems, die dazu beitragen, dass Berichte in vielen Medien gleich lautend ausfallen und präsentiert Gegenstrategien für ein mündiges Publikum.

Film: „Lauffeuer“ von Ulrich Heyden, Marco Benson und leftvision über die Brandan­griffe auf das Gewerkschaftshaus in Odessa zu Beginn des ukrainischen Bürgerkrieges, die Rolle von Ultranationalen, der Polizei und Politik im Post-sowjetischen Raum.
Dies ist eine Dokumentation über ein Schlüsselereignis des ukrainischen Bürgerkrieges und eine Stadt die dadurch zerrissen wurde. Anschließend offene Diskussion.

Eintritt frei!

 
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Veranstaltungsort:
Medienhaus Hannover
Schwarzer Bär 6
30449 Hannover

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