Klinikum Siloah

Lachen auf Französisch: Ein Streifzug durch die Geschichte der französischen Karikatur

Datum: 03.08.2016 | Zeit: 19:00 Uhr | Ort: Krankenhaus Siloah

Referentin: Gisela Vetter-Liebenow
Moderation: Bernd Schönhofer
Ort: Konferenzzentrum

Die Karikatur in Frankreich hat eine lange Tradition: Bereits in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts spiegelte Jacques Callot in seinen grotesk überzeichneten Figuren der Commedia dell’Arte die Vielfalt menschlicher Maskeraden und deckte mit seiner Folge Les Misères et les Malheurs de la Guerre die grausamen Kriegsfolgen auf.

Um 1800 wird die Karikatur zu einer politischen Waffe und Napoleon zur beliebtesten Zielscheibe. Parallel erfreut sich die Gesellschaftssatire großer Beliebtheit mit unterhaltsamen Serien zu Mode, zu Sitten und Gebräuchen.

Mit La Caricature und Le Charivari läutete Frankreich um 1830 die Epoche der satirischen Zeitschriften ein. Künstler wie Grandville und vor allem Honoré Daumier karikierten die Gesellschaft und – soweit es in den Grenzen der Zensur möglich war – die Politik und ihre Repräsentanten.

In der Tradition von Künstlern wie Honoré Daumier stehen heute die Zeichner von Charlie Hebdo mit ihren politischen und gesellschaftskritischen Blättern. Doch die französische Karikatur hat auch im 20. und 21. Jahrhundert viele Facetten: Sie reicht von Albert Dubouts vergnüglichen Katastrophen bis zur frechen, subversiven Komik eines Tomi Ungerer, sie kennt ebenso den stillen, heiter-melancholischen Humor eines Jean Jacques Sempé wie die phantastische Welt Roland Topors oder die unterhaltsamen Gesellschaftssatiren von Claire Brétecher.

 
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Veranstaltungsort:
Krankenhaus Siloah
Roesebeckstraße 15
30449 Hannover

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