Der barmherzige Samariter

Kinder-Musical „Der barmherzige Samariter“

Datum: 30.09.2016 - 02.10.2016 | Zeit: 11:00 Uhr | Ort: St. Martinskirche

Der barmherzige Samariter17. Kinderchor-Festival in St. Martin – Linden
für Kinder von 5 – 12 Jahren
30. September – 2. Oktober 2016

„Der barmherzige Samariter“

Diese gemeinhin als Gleichnis bezeichnete Beispielerzählung Jesu aus dem Lukasevangelium 10,27-32 ist der Kerne der christlichen Ethik und wohl jedem gläubigen Christen als auch der großen Schar der Ethik- und Kulturchristen bekannt.

Das gleichnamige Kinder-Musical von Jochen Rieger erarbeiten in 1,5 Tagen der Kinderchor der St. Martins-Gemeinde in Linden unter der Leitung unserer Kantorin Annette Samse und der Dipl.-Musikpädagogin Christine Etzold zusammen mit angemeldeten externen ca. 40 Kindern.
Sie werden begleitet von einer kleinen Band.

Die biblische Geschichte:
Nach einem kurzen religiösen Disput fragt ein Schriftgelehrte Jesus, wer denn sein Nächster sei. Daraufhin entfaltet Jesus die Beispielerzählung:

Ein Mann auf dem Weg von Jerusalem hinab nach Jericho geriet unter die Räuber, die ihn ausplünderten und schwerverletzt liegen ließen. Ein vorüberkommender Priester sah ihn und ging weiter, ebenso ignorierte ihn ein Levit (ebenfalls ein geistlicher Würdenträger der Juden). Schließlich sah ihn ein Samaritaner, erbarmte sich, versorgte seine Wunden und transportierte ihn auf seinem Reittier zur Herberge, wo er den Wirt am folgenden Morgen bezahlte und mit der weiteren Pflege beauftragte, verbunden mit der Zusage seiner Wiederkehr und der Erstattung weiterer Kosten.

Anschließend fragt Jesus, wer von den dreien dem Überfallenen der Nächste gewesen sei. Der Schriftgelehrte erkennt den Sachverhalt und antwortet, dass es der Samaritaner gewesen sei. Daraufhin fordert Jesus ihn auf, ebenso wie jener zu handeln.

Die Geschichte spielt an einem realen Ort: auf dem beschwerlichen, etwa 27 km langen, öden Teilstück des damaligen Haupthandelsweges zwischen Afrika und Asien, der zwischen Jerusalem im Gebirge und Jericho im Jordantal liegt. Der Abstieg über mehr als 1000 Höhenmeter machte es Händlern schwer und Räubern leicht. Dennoch wurde der Weg viel genutzt. Für Priester gab es in der Thora die Vorschrift, dass sie sich nicht an der Leiche eines Stammesgenossen verunreinigen durften, abgesehen von den nächsten Verwandten. Wenn der Mann tot gewesen wäre, hätte sich der Priester durch eine Berührung wegen Verstoßes gegen dieses Gebot entweiht.
Der Levit war ebenfalls auf dem Weg hinab nach Jericho. Eine allfällige Berührung eines Toten hätte für ihn nach der Thora sieben Tage Tame (rituelle Unreinheit) bedeutet, er hätte also am Ziel seines Weges in seiner Heimat keine rituellen Handlungen vornehmen dürfen.

Die Samaritaner wurden von den damaligen Juden einerseits als religiöse Verwandte betrachtet, aber auch mit den synkretistischen Abkömmlingen des Nordreichs gleichgesetzt, als Feinde angesehen und zutiefst verachtet.

Ausgerechnet so ein Samariter hat dem Verwundeten entscheidend geholfen und ihm vermutlich das Leben gerettet.

So, wie mein Vater im 2. Weltkrieg als hochrangiger beratender Chirurg der 2. Panzerarmee jeden Verwundeten operiert hat, egal, ob er eine Wehrmachtsuniform oder die eines Rotarmisten trug.

Der deutsche Chirurg Peter Bamm hat seine Kriegserinnerungen an die Ostfront in dem ergreifenden Buch „Die unsichtbare Flagge“ festgehalten. Dort finden sich gleichartige Begebenheiten echten Samaritertums in der Wehrmacht an der Ostfront.

Ich habe seit Jahren die erfrischenden Aufführungen als Abschluß der Kinderchor-Festivals in St. Martin gesehen und mich immer wieder daran erfreut. Ich kann jedem nur nahelegen, sich die Aufführung am
1. Oktober 16 Uhr in der St. Martinskirche u,/o. am 2. Oktober 11 Uhr in der Paul-Gerhard-Kirche in Badenstedt anzusehen.

Proben:
Fr., 30.9. 15-18 Uhr u. Sa., 1.10., 9,30-15 Uhr in St. Martin
So., 2.10. 9 Uhr in der Paul-Gerhard-Kirche in Badenstedt

Aufführungen:
in St. Martin 1.10., 16h – in Paul Gerhard 2.10., 11 Uhr
Der Eintritt ist frei; um einen Spende wird gebeten.

Anmeldung (bis 19.9.):
Annette Samse (Kirchenkreiskantorin): Tel. 52 58 72-Fax: 95 24 747
Christine Etzold (Dipl.-Musikpädagogin) Tel. 47 11 88 – Fax. 21 59 864
Gemeindebüro St. Martin Tel. 92 45 331 – Fax. 92 45 342
e-Post: kg.martin.hannover@evlka.de
Kostenbeitrag: €16,- (jedes weitere Geschwisterkind €10,-)
Veranstalter: Amtsbereich Hannover-Mitte

Das Festival wird unterstützt durch den Förderverein für die Kirchenmusik in St. Martin

Autor: Dr. Gunter Berndt – Vorstandsmitglied im Förderverein für die Kirchenmusik in St. Martin
Grafik: Alexander Paul – http://alex-portfolio.bplaced.net

 
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Veranstaltungsort:
St. Martinskirche
Kirchstraße 19
30449 Hannover

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