Eröffnung “Die Nacht”, Malereien und Zeichnungen von Miro Niklewicz

Datum: 05.09.2014 | Zeit: 20:00 Uhr | Ort: Galeria Lunar

Der Künstler Miro Niklewicz wurde in Danzig (Polen) geboren, lebt und arbeitet aber schon seit mehreren Jahren in Hannover. Niklewicz ist ein ausgewiesener Kosmopolit und sieht sich als Maler humanistischer Prägung und als Mensch, der jegliche ideologische, religiöse oder politische Zwänge kategorisch ablehnt, vor allem in der politischen Pflicht.

In seinen warnenden und mahnenden Bildern, in denen er mit kritischem Blick auf bedrohliche aktuelle politische Strömungen und beunruhigende gesellschaftliche Tendenzen hinweist, kommt genau das deutlich zum Ausdruck. Daher kann der Ausstellungstitel „Die Nacht“ durchaus als Allegorie verstanden werden. Denn in ihm treffen zwei konstituierende Motive für Niklewicz’s Schaffen zueinander. Zum einen ist da ein feiner kulturpessimistischer Ansatz, zum anderen aber auch immer der Funken Hoffnung auf Erlösung, auf das Licht am Ende der Nacht, wenn sich zum Beispiel in einem seiner Bilder der Einstein und Obama gleichzeitig im Bildraum aufhalten und die Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik personalisieren. Ob es immer zum Guten ist? Niklewicz begegnet der Frage mit ausgesprochener Skepsis. Dennoch glaubt er aller Hinweise auf politische und gesellschaftliche Missstände zum Trotz letztendlich dann doch an das Vernunftwesen Mensch. Formal steht Niklewicz dabei durchaus in der Tradition von Malern wie Kokoschka, Chagall oder der deutschen Expressionisten. Als einen weiteren Einfluss auf seine Kunst ist ebenfalls seine Tätigkeit als Kirchenrestaurator zu erwähnen sowie zahlreiche Reisen nach Spanien, die besonders in seinen Zeichnungen zum Thema Spanien in den letzten Jahren ihren bildnerischen Ausdruck gefunden haben. Miro Niklewicz hat über viele Jahre seinen eigenen Stil entwickelt. Gleichzeitig lässt er sich aber keiner gängigen Richtung zuordnen, wobei er der Prämisse treu bleibt, dass jegliche Form von Kunst frei sein muss, ohne Wenn und Aber. Sie ist für ihn die universelle Sprache par excellence für das Wir-Gefühl der Völker. Logischerweise bezieht Niklewicz diese Sichtweise auch auf das Sein des Menschen als Individuum, eine Maxime, die er durch die sich verdunkelnden globalen Aussichten in einem menschenverachtenden spätkapitalistischen System für jeden Einzelnen von uns mehr denn je bedroht sieht.

Die in der Ausstellung „Die Nacht“ präsentierten Bilder und Zeichnungen sollen genau diese Position verdeutlichen. Die Ausstellung ist jeweils samstags und sonntags, von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet und endet am Freitag, 10.10.14, ab 20 Uhr, mit einer Finissage

 
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Veranstaltungsort:
Galeria Lunar
Kötnerholzweg 51
30451 Hannover

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