Champion Jack Dupree & Lousiana Red Memory Night

Datum: 27.02.2015 | Zeit: 20:00 Uhr | Ort: Kulturzentrum Faust

Champion Jack Dupree & Lousiana Red Memory Night
Champion Jack Dupree & Lousiana Red Memory Night

Session mit Big Brandy and Friends. Special Guests: Der Gospel-Chor Swinging Church

EINLASS / BEGINN: 19:00 Uhr / 20:00 Uhr
EINTRITT: VVK: 8,- Euro / AK: 10,- Euro
ORT: Warenannahme

Eine liebgewonnene Tradition lebt auf: Bis 2013 wurde jedes Jahr in der Pupille, dem ehemaligen Stammlokal des weltberühmten Musikers Champion Jack Dupree, eine Memory Night zu seinem Gedenken veranstaltet. Federführend war dafür der Gastwirt Abdel, der mit Dupree befreundet war und regelmäßig zu dessen Todestag diverse Blues-, Jazz- und Rock-Musiker in seinem Lokal auftreten ließ. Schon seit längerer Zeit existiert zudem ein Freundeskreis von Musikern und Musik-Interessierten, die Dupree zum Teil noch persönlich kannten und an den bisherigen Memory Nights mitgewirkt haben.

Leider ist die Pupille nach über dreißig Jahren seit Juni 2013 geschlossen. Da Abdel die Memory Night weiterhin durchführen möchte, wurde als neuer Veranstaltungsort die Faust gewonnen.
Die Memory Night 2014 gilt auch dem Gedenken an den anderen Musiker, den Hannover nicht vergessen darf: Lousiana Red. Er war mit Dupree eng befreundet und spielte mit ihm zusammen viele Male in der Pupille. Just als Lousiana Red 2012 an der Memory Night für Dupree teilnehmen wollte, ist er verstorben.
Initiatoren der Memory Night 2014: Abdel Berchid und Freunde der Pupille

Champion Jack Dupree

William Thomas Dupree, besser bekannt als Champion Jack Dupree, war ein renommierter Blues- und Boogie-Woogie-Sänger und Pianist. Sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt. Er wurde irgendwann zwischen 1908 und 1910 in New Orleans geboren. Seine Eltern starben in einem Feuer, das vom rassistischen Ku Klux Klan gelegt wurde. Als kleines Kind wurde er deshalb in New Orleans in einem Heim für farbige Waisen untergebracht.

Blues-Spielen lernte Dupree bei dem Barrelhouse-Pianisten Willie in der “Drive ‘em down” Hall. 1930 zog er nach Chicago, anschließend nach Detroit. 1935 betätigte er sich als Boxer in Indianapolis und absolvierte über 100 Kämpfe. 1940 begann er in Chicago zusätzlich Schallplatten aufzunehmen. Sein mitreißender Song “Junker’s Blues” wurde später zum Debut-Stück von Fats Domino. Nach zwei Jahren japanischer Kriegsgefangenschaft widmete sich Dupree dann nur noch der Blues-Musik. Um 1950 machte Dupree viele Aufnahmen in New York, oft zusammen mit Brownie McGhee. Mit “Walking the Blues” landete er 1955 einen Hit. In den 1960er- und 1970er-Jahren lebte er in England und machte dort unter anderem Aufnahmen mit Eric Clapton und John Mayall.
Dupree war verheiratet und hat drei Töchter. In den späten 1970er-Jahren zog er nach Hannover. Von hier aus tourte er durch Europa und die Welt. So kam er 1990 nach 36 Jahren auch das erste Mal wieder nach New Orleans. Hier nahm er das Album “Back Home In New Orleans” auf. An Krebs erkrankt verstarb Duprre 1992 in Hannover, wo er mittlerweile allein gelebt hatte und alltäglich mit seinem großen schwarzen Hund spazieren gegangen war. Auf seinen Wunsch hin wurde seine Asche über das Meer verstreut.

 
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Veranstaltungsort:
Kulturzentrum Faust
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

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