Iris Schmitt: "Freunde"

Ausstellungseröffnung: Malereien und Zeichnungen von Iris Schmitt

Datum: 22.03.2017 | Zeit: 10:00 Uhr | Ort: Kulturzentrum Faust

Iris Schmitt: "Freunde"
Iris Schmitt: „Freunde“

Iris Schmitt absolvierte ihr Studium 2008 als Meisterschülerin in Hannover und arbeitet seitdem erfolgreich als Porträt-Malerin und Zeichnerin. Arbeitet sie jedoch frei, untersucht Iris Schmitt in ihren Zeichnungen und Malereien die dialektische Lücke zwischen Vorstellung und Wirklichkeit. Wie es ist und wie es nach Iris Schmitt sein sollte, dies ist das Thema ihrer Kunst. Geht es nach der Künstlerin, so müssen dem Universum anscheinend beim Soll-Ist-Abgleich einige kleine Fehler unterlaufen sein. Und genau auf diese Fehler will die Malerin, wenn sie sie schon nicht beheben kann, aufmerksam machen. Iris Schmitt findet Fehler gut, sofern man damit konstruktiv umgeht – und das tut sie. Deshalb baut sie liebend gerne absichtlich Fehler in ihre Arbeiten ein. Denn: wenn die Schöpfung schon nicht perfekt ist, brauchen es ihre Bilder auch nicht sein. Sie begreift die Welt als unfertig und ihre Bilder sind es auch: real und abstrakt und unvollständig.

Iris Schmitt: "Wohnwagen"
Iris Schmitt: „Wohnwagen“

Die schöne heile Welt löst sich in ihren Arbeiten ins Nichts auf und nichts langweilt Schmitt mehr als Dinge, die “nur schön” sind. Eines ihrer großformatigen Bilder heißt zum Beispiel “Schlafende Kontinente”, wo sie nicht gemalt, sondern nur angedeutet hat, wie sich eine Frau vom Balkon stürzt, um sich das Leben zu nehmen. Darauf angesprochen, bestreitet Iris Schmitt den Suizid. Die Frau mache bloß Pause. Die Malerin will wachrütteln und gleichzeitig zum Einschlafen aufrufen: “Wo gearbeitet wird, muss auch geschlafen werden!” Das leuchtet ein. So bereitet sich in ihren Bildern die Rationalität ihr Ende selbst. Abstürzende Menschen, Gescheiterte, Zivilisationsopfer, Neurotiker bevölkern ihre Bilder, wohin man auch blickt, und die Welt des bloßen Scheins wird unerbittlich aufs Korn genommen und ironisiert. Die dabei eingesetzten Farben werden, wenn es sein muss, von Iris Schmitt bewusst verdünnt, um sie verlaufen zu lassen. Schließlich wollen die ja auch leben.

Iris Schmitt: "Marlene"
Iris Schmitt: „Marlene“

ÖFFNUNGSZEITEN: täglich von 10 bis 18 Uhr,
bei Abendveranstaltungen in der Warenannahme durchgehend geöffnet
EINTRITT: frei
ORT: Der Nachbarin Café

 
Lade Karte ...

Veranstaltungsort:
Kulturzentrum Faust
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover

Kategorien:


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


* Durch das Anhaken der Checkbox erklären Sie sich mit der Speicherung und Verabeitung Ihrer Daten durch diese Webseite einverstanden.

*

Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO