Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss

Shuttlebus zum Schützenfest?!

Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss
Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss
Nach Presseberichten will die Ratsmehrheit aus sPD, Grünen und FDP zum Schützenfest einen Pendelbus zwischen einem Parkplatz auf dem Hanomag Gelände und dem Schützenplatz einrichten.

Die Stadtbahnverbindung zwischen Linden-Süd und Schützenplatz wäre zu kompliziert, sagte dazu FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Allein diese Aussage zeigt schon wie Absurd der Antrag ist. Wann bitteschön ist dieser Herr das letzte Mal mit der Bahn gefahren?

Zunächst mal besteht überhaupt kein Bedarf daran diese Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Schon als Dreikäsehoch konnte ich den Weg vom Fischerhof zum Schützenfest mit Opa problemlos bewältigen (laut Google unglaubliche 1,5 Kilometer). Sicherlich gibt es auch den einen oder anderen Mitbürger der nicht so gut zu Fuss ist. Für den hat die Üstra gleich drei Bahnlinien uns eine Buslinie im Angebot. Entweder entlang der Ritter-Brüning-Straße zum Waterlooplatz oder mit dem Bus zum Stadion. Natürlich verkürzt das den Fussweg nur unwesendlich. Möchte man vielleicht einen Drive-In am Schützenplatz etablieren? Oder wie im Serengetipark gleich mit dem Bus über den Platz fahren?

Mein Fazit: Ein weiterer Beweis dafür wie Weltfremd die Politik schon auf kommunaler Ebene geworden ist. Herr lass Hirn regnen!

Achim Brandau

Nachbarschaftsinitiave Linden-Nord

Maßnahmenvorschlag der Nachbarschaftsinitiave Linden-Nord (NIL) zum Thema Partytourismus

Bereits vor der Anhörung zum Thema Partytourismus in Linden-Nord bei der letzten Sitzung des Bezirksrates Linden-Limmer hat die Nachbarschaftsinitiave Linden-Nord (NIL) einen Vorschlag für einen Maßnahmenkatalog erarbeitet.

Vorschläge für Maßnahmen

Nachbarschaftsinitiave Linden-NordWir appellieren an die Stadt, den Anwohnern zu helfen ihr gesetzlich verankertes Recht auf Nachtruhe und Sonntagsruhe* durchzusetzen, sowie tagsüber mehr Ruhe zu bekommen, um deren Gesundheit zu schützen. Lärm macht nachweislich krank. **

Im Bebauungsplan ist Linden als Wohnviertel ausgewiesen. Hier wohnen Menschen, die zum größten Teil arbeiten, Steuern zahlen und wählen. Zum Arbeiten muss man ausgeruht sein, sonst ist
man nicht leistungsfähig. Und um ausgeruht zu sein, muss man nachts schlafen können.

Viele Partygänger sehen Linden aber als eine einzige ständige Partyzone, mit den entsprechenden
Folgen, die unsere Lebensqualität immer stärker einschränken.
Das können und müssen wir nicht länger aushalten.
Wir bitten die Stadt, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen.

Das hauptsächlich betroffene und von uns mit der Unterschriftenaktion abgedeckte Gebiet erstreckt sich von der Limmerstraße bis zur FAUST, dem nördlichen Ihme- und Leineufer, westlich
bis zur Pfarrlandstraße/Dornröschenbrücke und östlich bis zur Kochstraße. Die „Haupteinflugschneise“ für die Partygäste der FAUST ist die Nedderfeldstraße, aber auch die
Parallelstraßen werden reichlich mit Lärm versorgt.

Folgende Maßnahmen erscheinen uns nach jahrelanger Erfahrung mit unzulänglichen Versuchen, die Lage in den Griff zu bekommen, erforderlich:

1. Von der Stadt eingesetzte Ordnungskräfte müssen auf die lärmende Klientel in diesem Gebiet einwirken. Das gilt auch für private Outdoor-Parties am Ihme-/Leineufer bis unter
dem Bremer Damm (Nähe Sport-Uni).

Die Arbeit der Polizei war in den letzten Jahren wenig effektiv (langfristiger Personalmangel,
Straftaten und Unfälle gehen vor Ordnungswidrigkeiten, teilweise mangelnde Sachkenntnis und
mangelndes Verständnis der Beamten für die Problematik) und es ist keine Besserung in Sicht.

2. Partygänger, die sich nicht leise unterhalten, grölen, Flaschen und Böller werfen, in Hauseingänge urinieren und Müll hinterlassen, müssen angesprochen und verwarnt werden,
bei Wiederholung müssen Personalien festgestellt werden und je nach Sachverhalt Platzverweise und/oder Anzeigen folgen. Es wäre sinnvoll, die Ordnungskräfte mit Fahrrädern auszustatten, damit sie mehr Runden drehen und in dem relativ großen Gebiet die Lärmgruppen schneller erreichen können. ***

3. Tage und Zeiten für Ordnungskräfte:
Im Sommer ist (außer vielleicht bei starkem Unwetter) an allen Wochentagen tagsüber und nachts mit erheblichem Lärm zu rechnen. Gebraucht werden die Ordnungskräfte daher auf jeden Fall im Sommer täglich von 16.00-8.00 Uhr und im Winter grundsätzlich in allen Nächten, in denen FAUST-Parties stattfinden (regelmäßig jeden Freitag, Samstag und Mittwoch, gelegentlich auch an anderen Wochentagen (z.B. Erstsemester-Parties am Donnerstag, 19.10., Halloween-Parties am Montag 30.10., jeweils ab 23.00 Uhr) Die FAUST-Parties dauern von 23.00 oder 24.00 Uhr bis 6.00 oder sogar 8.00 Uhr morgens. Outdoor-Parties an Ihme und Leine waren auch schon bei nur 10 Grad noch zu vernehmen.

4. Generelles Verbot der Nutzung von aufgestellten und tragbaren elektronischen Musikanlagen und von Trommeln im Outdoor-Bereich.
Mehrfache Verwarnungen (Bässe raus, leiser) haben seit Jahren nichts gebracht und nur zu stundenlangen Verzögerungen und noch mehr Polizeieinsätzen geführt. Private Outdoor-Parties mit elektronischen Musikanlagen müssen daher sofort nach Sichtung aufgelöst werden. Aber auch Geräte von Einzelpersonen können nicht geduldet werden. Das Verbot muss auch kleine tragbare Musikanlagen umfassen, denn die neueren Modelle haben auch schon eine erstaunliche Reichweite (vor allem die Bässe) und sind in letzter Zeit immer häufiger anzutreffen.
Auch vor 22.00 Uhr können Bässe und laute Musik extrem belastend sein. Die Parks und Wiesen sollten zur Naherholung und nicht für Parties/Musikbeschallung dienen. Es muss nach ca. 15 Minuten nochmal überprüft werden, ob die Musikanlage wirklich aus ist, sonst muss sie konfisziert werden. Personalien müssen aufgenommen werden, um Wiederholungstäter festzustellen und ggf. spürbare Ordnungsgelder verhängen zu können.

5. An der Ecke Nedderfeldstraße/Walter-Ballhause-Straße müssen während der Parties der FAUST Ordnungskräfte stationiert sein.

6. Große Schilder an den meistfrequentierten Punkten
Um z.B. die Limmernden und die FAUST-Gäste auf das Recht der Anwohner auf Nachtruhe aufmerksam zu machen und um auf die Illegalität der privaten Techno-Parties und das Verbot aller Musikanlagen und Trommeln hinzuweisen sollen ergänzend zu anderen Maßnahmen entsprechende großflächige Schilder aufgestellt werden.
1. auf der Limmerstraße,
2. an der Ecke Nedderfeldstraße/Walter-Ballhause-Straße
3. an der Ecke Nedderfeldstraße/Elisenstraße
4. am nördlichen Ihmeufer in der Nähe vom Strandleben und dem Glockseebahnhof
5. auf der nördlichen Uferseite der Leine gegenüber vom Gretchen, dem Biergarten der FAUST,
6. an der Dornröschenbrücke

7. Jährlich nur drei Outdoor-Großveranstaltungen
In Zukunft sollen nur das Fährmannsfest, das 1. Mai-Fest der FAUST und das Limmerstraßenfest genehmigt werden. Für diese sollte es anwohnerfreundliche Auflagen geben, deren Einhaltung dann auch überprüft wird. Das Limmerstraßenfest sollte nur bis 19.00 Uhr gehen und weniger Bühnen haben, da es von Jahr zu Jahr lauter wird.
Es sollten keine zusätzlichen Outdoor-Veranstaltungen auf der FAUST-Wiese und im Außenbereich des FAUST-Geländes genehmigt werden, wenn sie mit Lärm (z.B. durch elektronisch verstärkte
Musik, Trommeln) einhergehen. ****

8. Auflage an die FAUST durch wirksame bauliche Veränderungen sicherzustellen, dass keine Musik, insbesondere keine Bässe mehr nach außen dringen.

9. Offenlegung der Öffnungszeiten, Auflagen (z.B. bezüglich der Anzahl der Toiletten) etc. von FAUST, Kneipen und Kiosken mit offiziellen und inoffizellen Außenflächen und die
Überprüfung der Einhaltung der Auflagen.
Die Offenlegung hilft den Anwohnern, ein eventuelles Fehlverhalten der Betreiber zu beurteilen.

10. Konzept zur Reinigung und Müllentsorgung am Wochenende
Die Stadt muss in Zusammenarbeit mit aha ein Konzept zur Reinigung und Müllentsorgung am Wochenende (Samstags- und Sonntagsreinigung) erarbeiten, damit nicht die Anwohner und Ladenbesitzer den Müll und die Exkremente der Lärmtouristen beseitigen müssen. Auf der Limmerstraße und auch an anderen Stellen werden größere Mülleimer mit Deckel benötigt. *****

11. Es muss grundsätzliche spürbare und nachhaltige Veränderungen geben, die von der Stadt öffentlich in den Medien angekündigt und vertreten werden, damit sie allen bekannt sind und ernst genommen werden. Die Partygänger dürfen nicht mehr glauben, dass man in Linden jederzeit machen kann, was man will und, dass die Anwohner wegziehen müssen, wenn ihnen das
nicht gefällt.

12. Die Stadt soll keine weitere Werbung für den Lärmtourismus in Linden machen, z.B. in eventueller Kooperation mit Presse und Reiseführern.

13. Die Stadt soll den AStA auffordern, bei den Einführungsveranstaltungen für Erstsemester die Studierenden nicht mehr explizit durch Linden zu führen.

14. Wir brauchen einen festen Ansprechpartner bei der Stadt (und eine Vertretung für Krankheit und Urlaub), für Fragen bei Problemen, der ggf. das Anliegen an die entsprechende Stelle weiterleitet, damit wir nicht jedes Mal erst herausfinden müssen, wer wofür zuständig ist. Des weiteren ist eine Telefonnummer notwendig, unter der ein „Lärmbeauftragter“ der Stadt
(oder ggf. von einer Security-Firma) auch nachts und an den Wochenenden erreichbar ist, um Hinweise auf Lärmereignisse entgegenzunehmen.

15. Fristsetzung zur Überprüfung und Evaluierung der Maßnahmen:
Wenn innerhalb einer noch festzulegenden Frist keine spürbare Besserung eintreten sollte, müssen weitere verstärkte Maßnahmen erfolgen, wie z.B. Einschränkungen der Kneipen- und KioskÖffnungszeiten, der Zeiten des Alkoholausschanks und der Partyzeiten in der FAUST.
Ein geeignetes Instrument zur Evaluierung muss noch gefunden werden. ******

16. Bei der Besprechung der Art und Durchführung geeigneter Maßnahmen soll die NIL mit eingebunden werden.
Wir werden durch den Partytourismus gezwungen sehr viel Zeit und Kraft zu investieren, die wir lieber anderweitig nutzen würden. Das machen wir ganz sicher nicht aus Langeweile, sondern aus Verzweiflung. Wir erwarten, dass unser Anliegen endlich ernst genommen wird und die Stadt geeignete nachhaltige Maßnahmen ergreift. Argumente im Sinne von „das ist nun mal so in Linden“ und „das muss man aushalten oder wegziehen“ lehnen wir ab.

Wir haben ein Recht auf Nachtruhe und werden uns nicht mehr beschwichtigen oder entmutigen lassen. Es ist nicht einzusehen, warum hunderte Anwohner ihre Gesundheit für den „Spaß“ einiger rücksichtsloser Partygänger opfern sollen.


Ergänzende Anmerkungen zu den Vorschlägen der NIL:

*Neben der Nachtruhe ab 22.00 Uhr gibt es auch noch die Sonntagsruhe. Rasenmähen ist am Sonntag nicht erlaubt, aber den Lindenern werden an Sonntagen häufige laute Musikveranstaltungen zugemutet. Am Wochenende arbeiten zwar die meisten Menschen nicht, aber sie müssen sich am Wochenende von der Arbeit erholen können. Gleiches gilt für Schulkinder. Es wäre auch schön, wenn z.B. die Senioren aus der Wohnanlage am Ihme-Ufer wieder wenigstens sonntags in Ruhe auf ihren Balkonen sitzen oder in den Grünanlagen spazierengehen könnten, ohne von Bassanlagen bedröhnt zu werden. Für Viele ist es das einzige erreichbare Naherholungsgebiet, in dem sie sich aber leider kaum noch erholen können.

**Herz- und Kreislaufaktivitäten verstärken sich bei Lärm, auch wenn der Betroffene schläft. Schlafmangel beeinträchtigt das Immunsystem und fördert dadurch Krankheiten. Dass der damit verbundene Stress gesundheitsgefährdend ist, versteht sich von selbst.
Die tiefen Bässe, die eine Reichweite von bis zu 800 Metern haben, sind besonders belastend, selbst wenn sie nicht übermäßig laut sind. Die Resonanzen im Körper, die bei tiefen Frequenzen auftreten, sind auch mit Ohrstöpseln nicht zu eliminieren.
Auch durch häufige Böller verursachte Schocks sind sehr belastend, ganz besonders für Senioren in der Wohnanlage und im Pflegeheim, aber auch für Kinder und Haustiere.
Es ist auch sicher nicht gesundheitsfördernd, dass die Anwohner sich ständig selbst um die Lärmbekämpfung kümmern müssen, speziell mitten in der Nacht, und man drei bis fünf Mal in stündlichen Abständen bei der Polizei anrufen muss, bevor – wenn man Glück hat – in den frühen Morgenstunden etwas Ruhe einkehrt. Es ist nicht zumutbar, dass die Anwohner erst schwierige Bedingungen erfüllen müssen, bevor ihnen geholfen wird. So sollen sie z.B. mitten in der Nacht, wenn sie geweckt werden, Lärmprotokolle schreiben, bei der Polizei anrufen, genau sagen, wo der Lärm herkommt, von der Polizei nachts unzweckmäßiger Weise Besuch bekommen usw..
Die oft geforderten Messungen in Dezibel machen auch nur in der Nähe der Lärmquelle Sinn. Wenn es um die Bässe geht, kann der Dezibelwert noch im Rahmen sein, der stetige dumpfe Rhythmus wird aber noch hunderte Meter weiter gehört bzw. gefühlt.

***Die Ordnungskräfte sollten zu Fuß oder besser noch mit dem Fahrrad unterwegs sein, da Polizeibeamte z.B. private Outdoor-Parties oft nicht gefunden haben, weil sie immer erst an jeder Straßenecke den Wagen ausstellen und aussteigen müssten um die Lärmquelle zu orten. Das dauert zu lange. Außerdem fallen die Ordnungskräfte zu Fuß oder auf dem Fahrrad nicht so schnell auf wie ein Streifenwagen, z.B. auch wenn Partygänger Flaschen und Böller werfen.

****Falls ein besonderes kulturelles Interesse besteht, kann man auch mal andere, lärmunterversorgte Stadtteile damit beglücken. Es muss ja nicht alles in einem dicht besiedelten Wohngebiet und noch dazu in der Nähe einer Seniorenwohnanlage mit angeschlossenem Pflegeheim stattfinden.

***** Wenn es am Wochenende mal etwas weniger Dreck gibt, liegt es daran, dass Anwohner am Wochenende im Stadtteil Müll sammeln gehen. Das ist lobenswert, aber auf Dauer keine Lösung und den Anwohnern nicht zumutbar.

******Die im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum neuen Sicherheitskonzept angedachten Formate Bürgerpanel, Online-Dialog und Diskussionsveranstaltungen werden wahrscheinlich überwiegend von Jüngeren wahrgenommen und sicher auch von vielen Partygängern, Gastronomen etc.. Die Ergebnisse bilden dann möglicherweise hauptsächlich denjenigen Teil der Anwohnerschaft ab, der ein Interesse an der Fortsetzung des Lärms hat und/oder daran verdient und nicht den Teil der Anwohnerschaft, der sich gestört fühlt. Daher sehen wir diese o. g. Formate als kritisch an.

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Vom Arbeiterkiez zur Partymeile

Hannover Linden – ein Stadtteil voller Lebenskünstler konnte man im Merian 2012 lesen. „Linden ist eine städtische Insel, rau und pulsierend, umrahmt von Schnellstraßen und den Flüssen Leine und Ihme, mit Eigensinn und Lokalpatriotismus“ heißt es in dem Artikel. So weit mag das stimmen, nur viele Lindener beklagen das sich Linden immer mehr in eine falsche Richtung wandelt. Laut und schmutzig war Linden wohl schon immer, doch seit sich hier bei jedem Wetter die Partytouristen einfinden und hemmungslos feiern, ist das Fass am überlaufen.
Hannover Linden ein Stadtteil im WandelHaben sich die Partygänger von FAUST und Béi Chéz Heinz früher gesitteter benommen? Wohl eher nicht, nur das jetzt auch noch das viel gepriesene Limmern in Hannover Linden dazu gekommen ist. Da wird schon den Erstis eines Studienjahrgangs gesagt, dass man in Linden mal so richtig die Sau rauslassen kann. Was das für Blüten das treibt, davon kann fast jeder Stadtteilbewohner ein Lied von singen.

Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär
Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär

Partyzone Hannover Linden

Natürlich lädt der Stadtteil zum Feiern ein. Hannover-Linden ist die erste Adresse der Landeshauptstadt für eine alternative Club, Bar und Kneipenszene. Neben dem Faustgelände gibt es besonders am Schwarzen Bär, Lindener Markt und rund um das Béi Chéz Heinz am Fössebad regelmäßig klagen der Anwohner wegen lautstarker Partygänger. Einige Probleme, wie zum Beispiel der berühmt berüchtigte Prosecco-Donnerstag am Lindener Marktplatz, sind sicherlich hausgemacht. Es gibt aber auch Initiativen, um dem entgegen zu wirken. Sei es mit Appellen wie „Bitte nehmt Rücksicht auf die Nachbarn!“ oder einer Sicherheitsstreife auf der Limmerstraße.

Heinz bleibt HeinzHeinz bleibt Heinz, oder lieber nicht?

Der negative Eindruck bleibt trotz aller Bemühungen. Fragt man nach einer Petition für den Erhalt des Béi Chéz Heinz erhält man fast durchweg positive Reaktionen, außer es handelt sich um direkte Anwohner der Wege zum Club.

Das daran nicht der Betreiber schuld ist sehen die Meisten ein. Auch das mit der Schließung des Chéz Heinz das Problem nur verlagert wird ist klar. Mir den Kneipen und Clubs hat man zumindest einen Ansprechpartner, wenn es um Lärmbelästigung geht.

Limmern ohne Regeln!

Das sieht beim Limmern anders aus. Hier bleibt dem genervten Anwohner, wenn nicht gerade mal der angesprochene Sicherheitsdienst für Ruhe sorgt, nur der Anruf bei der Polizei. Eine direkte Ansprache führt häufig nur zu Gesprächen die mit dem Tenor enden: „Das ist doch Linden hier, zieh doch weg“! Nicht wenige haben das inzwischen auch gemacht. Beim Stammtisch im Lorberg haben wir letztens festgestellt, dass keiner am Tisch mehr in Linden wohnt.

Trotz dieser Problematik steigen die Immobilienpreise stetig. Für Verkäufer natürlich eine gute Sache, ist man auf Wohnungssuche sieht das komplett anders aus. Es stellt sich die Frage wieviel Gentrifizierung verträgt der Stadtteil, bis das besondere Flair verschwunden ist.

Limmerstraßenfest 2017 - Das Stadtteilfest in Hannover Linden
Limmerstraßenfest 2017 – Das Stadtteilfest in Hannover Linden

Höher, schneller, weiter …

Wie soll es weiter gehen? Deisterstraßenfest, Limmerstraßenfest, Fährmannsfest, Limmer Live, Weihnachtsmarkt, Ahrbergfest, Scillablütenfest, … Immer mehr und größere Events?

Ob ein Etat von 30.000 € für das nächste Limmerstraßenfest um noch mehr Besucher anzulocken wirklich sinnvoll ist? Gleichzeitig klagt der Veranstalter über mangelnde Unterstützung und noch dazu wird wer nicht mitmachen will als Schmarotzer bezeichnet, wie bei der HAZ nachzulesen ist. Gute Lindener Kultur ist das nicht! Das Limmerstraßenfest war mal ein Fest in Linden für Linden. Man flanierte die Einkaufsmeile entlang und traf sich hier mit vielen Bekannten an den Ständen der Vereine. Dazu zwei bis drei Bühnen mit Musik und ein paar Würstchen und Bierbuden. Wer mehr Aktion wollte, ging zum Schützenfest auf dem Küchengarten. Braucht es wirklich solche Besuchermassen wie in den letzten Jahren? Profitieren die Geschäfte davon oder verdient nur die Gastronomie? Wäre nicht vielleicht weniger wieder mehr?

Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg
Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg

Ein positives Beispiel gefällig? Weihnachtsmarkt auf dem Lindener Berg! Eine einmalige Atmosphäre mit wenig Aufwand vom Lindener Turmbiergarten organisiert. Dafür werden die kleinen Blockhütten auf dem Gelände an soziale Einrichtungen vergeben, die sich dort vorstellen und ihren Etat aufbessern können. Etwas Kleinkunst und weihnachtliche Musik dazu und fertig ist die vorweihnachtliche gemütliche Stimmung.

Wohin soll also die Reise gehen? Immer größere Events und den Linden-Hype auf die Spitze treiben oder lieber wieder an alte Lindener Traditionen anknüpfen? Ist die Stadt gefordert ein Nachtkonzept für Linden nach dem Vorbild des Raschplatzes zu entwickeln?

Limmerstraßenfest 2017

Limmerstraßenfest 2017

Limmerstraßenfest 2017In diesem Jahr stand das „Limmerstraßenfest“ auf der Kippe, da zunächst nicht genügend Händler und Gastronomen das Fest unterstützen wollten. Doch mittlerweile machen 60 Geschäftsleute mit. Zudem ist durch Sponsoren und Spender ein Geldbetrag im Gegenwert von 30 Läden zusammengekommen. Die Finanzierung ist somit gesichert.

So wird am kommenden Samstag, 2. September die Limmerstraße noch bunter und belebter als sonst sein: Zum „Limmerstraßenfest“ werden wieder bis zu 15.000 Besucher erwartet, die von 12 bis 21 Uhr über die autofreie Hauptstraße in Linden-Nord bummeln, die Spezialitäten der Gastronomen genießen, in den Angeboten der Einzelhändler stöbern und sich am vielfältigen Kulturprogramm erfreuen.

Parallel findet wie immer das Lindener Schützenfest statt. Zu den Highlights gehört der traditionelle Festumzug der Vereine der Interessen-Gemeinschaft Lindener Schützen. Begleitet vom Fanfarenkorps Hannover, dem Spielmannszug Lühnde und dem Trompeter-Showcorps Leinegarde marschieren die Schützen gegen 16 Uhr über die Limmerstraße.

Der 12. Volkslauf des TSV Limmer e.V. beginnt um 12 Uhr mit dem Schnupperlauf für Kinder an der Pfarrlandstraße. Um 13 Uhr starten die Läufer und Nordic Walker.

Viele Vereine, Initiativen und Parteien präsentieren sich auf der Limmerstraße. In der Offensteinstraße lädt der TSV Victoria Linden e.V. zu Rugby, Bier und Kaffee ein. Der Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V. feiert das 25-jährige Bestehen seines Standorts in der Viktoriastraße mit einem Tag der offenen Tür von 14 bis 18 Uhr sowie einem Café und vielen Ständen befreundeter Vereine und Initiativen.

Im Karree Pfarrlandstraße/Offensteinstraße wird für Kinder viel geboten, zum Beispiel Bungee-Trampolin, Karussell und Wasserbälle, Schminktische, Basteln und Fische fangen. Mit dabei sind die GFA Gesellschaft zur Förderung ausländischer Jugendlicher e.V., das Spielhaus des Caritasverbandes Hannover e.V., der Fährmanns Kinderfest Verein e.V., das Kulturbüro des Freizeitheim Lindens und viele andere. Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. an der Pfarrlandstraße kann das Behinderten-WC genutzt werden und die Handicap-Lotsen des Fährmannsfestes stehen zur Verfügung.

Entlang der Limmerstraße gibt es sechs Musikszenen, die für abwechslungsreiche Unterhaltung sorgen.

Auf der Béi Chéz Heinz-Bühne in der Nähe des Küchengartenplatzes treten Chango Square (15 Uhr, Rock), UrSolar (16 Uhr, Alternative, Funk), Tintengraben (17 Uhr, Folk, Pop) und Joe Electric (18 Uhr, Rock) auf. Im Anschluss laden Karaoke-Kid Karl & Engelgert zu ihrer mittlerweile fast legendären Schnauzbartkaraokeshow ein. Bei Jaqueline wird zum DJ-Set getafelt und mit vielen Bekannten gefeiert.

Zwischen Rossmann und der Andreas Apotheke hat die Faust-Bühne ihren Standort. Ihr Programm beginnt um 13 Uhr mit der Peace Development Crew (Reggae/Dancehall), gefolgt von Yunus (14:30 Uhr, Bratschen-Rap), Kofi Obonu (16 Uhr, African Dance & Drumming), Mickey‘s Candy (17 Uhr, Soul und Funk) und René Wermke (19:30 Uhr, One Man Blues Band).

Bei der Henri Backstube Langrehr vis-à-vis vom Lindenblatt spielt im Bier- und Kaffeegarten das Duo Die Hellblauen Schlagermusik für Jung und Alt.

Eliseneck BühneAuf Hardys Bühne an der Albertstraße treten ab 14 Uhr im Zweistundenrhythmus The Daisies (Rock-Punk-Cover), Fabricio And His Famous Family (Hits der 50er bis 70er als Punk ‘n‘ Roll) und The Automatic Heroes (Funk) auf. Danach legt DJ Dag auf.

An der Nedderfeldstraße unterhält die Red Six Live Band von 16 bis 21 Uhr auf der Frosch-Bühne mit Rock, Pop und Soul. Tanzen kann man an der Leinaustraße bei den Trionauten mit DJ-Sets vom Weidendamm.

Vor der Kreuzung Köthnerholzweg steht die Fährmanns-Bühne, wo Siawa (14:30 Uhr, Hip-Hop/Rap), Leif Libero (17 Uhr, Rock-Pop) und The Bigos (19 Uhr, Rock-Pop) auftreten. Zwischendurch legen die DJs des „Hannover tanzt draußen“-Kollektivs auf: Dirty Frequenz (13 Uhr), Ericson (15:30 Uhr), Alex von Asow (18 Uhr) und Tommy San (20:30 Uhr).

Lindener Schützenfest auf dem Küchengarten

49. Lindener Schützen- und Volksfest

Lindener Schützenfest auf dem Küchengarten
Lindener Schützenfest auf dem Küchengarten

Das 49. Schützen- und Volksfest der Interessen-Gemeinschaft Lindener Schützen e.V. findet in der Zeit vom 01.09. bis zum 03.09.2017 auf dem Areal „Am Küchengarten“ in Hannover-Linden statt.

Wir haben wieder versucht, ein attraktives und abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Besonderes Highlight wird auch in diesem Jahr wieder der Ausmarsch am Samstag, den 02.09.2017, sein.

Die Eröffnung ist am Freitag, den 01.09.2017 um 19:30 Uhr in unserem Festzelt mit Bieranstich. Im Anschluss an die Eröffnung werden die Lindener Könige 2017 proklamiert.

Unser Festumzug findet am Sonnabend, 02.09.2017 ab 16:00 Uhr statt. Unter anderem werden wir musikalisch wieder von einigen hervorragenden Musikvereinen aus nah und fern unterstützt:

  • Fanfarenkorps Hannover von 1973 e.V. aus Hannover
  • Spielmannszug Lühnde e.V. aus Algermissen
  • Trompeter-Showcorps Leinegarde aus Neustadt am Rbge.
Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=Y6kEzVCCdbg

Wir bitten Gastvereine (nach Voranmeldung bis zum 30.08.2017), sich auf dem Festplatz „Am Küchengarten“ bis spätestens um 15:00 Uhr einzufinden, damit unsere Festleitung die Gastvereine und Gruppen in die Zugfolge einordnen kann. Die Zugaufstellung wird vor Beginn des Festmarsches von unserer Festleitung ausgehändigt.

Das Festessen findet am Sonntag, den 03.09.2017 um 12:45 Uhr statt. Auch hier sehen wir Anmeldungen bis zum 30.08.2017 mit Freuden entgegen.

Als Menü wird in diesem Jahr gereicht:

Bouillonsuppe mit Einlage, Rinderroulade, Gemüseplatte, Salzkartoffeln
(Preis: 14,00 Euro einschließlich Mehrwertsteuer und Bedienung)

Festprogramm

Freitag, 01.09.2017
14:00 Uhr Beginn des Familientages, ermäßigte Preise
16:00 Uhr Aktivitäten im Festzelt und Rundgang über den Festplatz mit den Kindern
17:00 Uhr Treffen der Lindener Schützen auf dem Festplatz
19:30 Uhr Eröffnung des Festes im Festzelt
Proklamation der Lindener Könige
Ausgabe der Ehrenpreise vom Mannschaftsschießen
21:00 Uhr Unterhaltungsprogramm
Tanz im Festzelt bis ??? Uhr mit DJ Gutschi

Lindener Volks- und Schützenfest
Lindener Volks- und Schützenfest

Samstag, 02.09.2017
14:30 Uhr Treffen der Vereine und Gastvereine auf dem Festplatz
16:00 Uhr Festmarsch durch Linden u. a. mit:
– Spielmannszug Lühnde e.V., Algermissen
– Fanfarenkorps Hannover, Hannover
– Trompeter-Showcorps Leinegarde, Neustadt
anschl. Spiel der Musikzüge im Zelt
Tanz im Festzelt bis ??? Uhr mit DJ Gutschi

Sonntag, 03.09.2017
12:00 Uhr Frühschoppen
12:00 Uhr Gästeschießen
12:30 Uhr Treffen der Teilnehmer zum Festessen
12:45 Uhr Festessen im Festzelt
Ausgabe der Ehrenpreise vom Gäste- und Pokalschießen
16:00 Uhr Unterhaltungsprogramm
gemeinsame Kaffeetafel der Damen und Herren der Lindener Vereine und Gäste
18:00 Uhr Treffen der Lindener Schützen zum Ausklang
Tanz im Festzelt bis ??? Uhr mit DJ Gutschi

Kommunaler Seniorenservice (KSH)

Informationen am Mittwoch: „Sehvermögen schützen – Lebensqualität erhalten. Sinnvolle Vorsorge für die Augen“

Senioren-Service-Zentrum
Senioren-Service-Zentrum

In der Reihe „Informationen am Mittwoch“ des Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH) geht es am 5. April (Mittwoch) um 15 Uhr im Veranstaltungszentrum, Ihmepassage 5 (Eingang über Blumenauer Straße), Raum 238, in einem Vortrag mit anschließenden Gesprächen um das Thema „Sehvermögen schützen – Lebensqualität erhalten. Sinnvolle Vorsorge für die Augen“.

Sehbehinderung und Erblindung sind selten, treten aber ab dem 60. Lebensjahr spürbar häufiger auf. Dabei sind meist nur vier Erkrankungen die Ursache:

  • Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
  • Grüner Star (Glaukom)
  • Diabetische Netzhauterkrankung
  • Grauer Star (Cataract)

Alle sind “zum Guten“ beeinflussbar, wenn sie rechtzeitig entdeckt und behandelt werden. Wer die Erkrankungen kennt und weiß, wie er mit ihnen umgehen sollte, kann sein Sehvermögen besser schützen und so dazu beitragen, seine Lebensqualität zu erhalten. Dieser Vortrag vermittelt die wichtigsten Kenntnisse und bietet reichlich Gelegenheit zu fragen.

Referent ist der Augenarzt Dr. Daniel Kaufmann.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist gegen 17 Uhr beendet. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 168-45195 des KSH erhältlich.

Lindener Schützenfest auf dem Küchengarten

Die Lindener Schützen feiern ihr 48. Lindener Schützen- und Volksfest

Lindener Schützenfest auf dem Küchengarten
Lindener Schützenfest auf dem Küchengarten

Das 48. Schützen- und Volksfest der Interessen-Gemeinschaft Lindener Schützen e.V. findet in der Zeit vom 02.09. bis zum 04.09.2016 auf dem Areal „Am Küchengarten“ in Hannover-Linden statt.

Wir haben wieder versucht, ein attraktives und abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Besonderes Highlight wird auch in diesem Jahr wieder der Ausmarsch am Samstag, den 03.09.2016, sein.

Die Eröffnung ist am Freitag, den 02.09.2016 um 19:30 Uhr in unserem Festzelt mit Bieranstich. Im Anschluss an die Eröffnung werden die Lindener Könige 2013 proklamiert.

Unser Festumzug findet am Sonnabend, 03.09.2016 ab 16:00 Uhr statt. Unter anderem werden wir musikalisch wieder von einigen hervorragenden Musikvereinen aus nah und fern unterstützt:

  • Fanfarenkorps Hannover von 1973 e.V. aus Hannover
  • Spielmannszug Lühnde e.V. aus Algermissen
  • Fanfarencorps Vahrenheide von 1983 e.V. aus Hannover
Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=mwCPmHrL0l0

Wir bitten Gastvereine (nach Voranmeldung bis zum 25.08.2016), sich auf dem Festplatz „Am Küchengarten“ bis spätestens um 15:00 Uhr einzufinden, damit unsere Festleitung die Gastvereine und Gruppen in die Zugfolge einordnen kann. Die Zugaufstellung wird vor Beginn des Festmarsches von unserer Festleitung ausgehändigt.

Das Festessen findet am Sonntag, den 03.09.2016 um 12:45 Uhr statt. Auch hier sehen wir Anmeldungen bis zum 25.08.2016 mit Freuden entgegen.

Als Menü wird in diesem Jahr gereicht: Bouillonsuppe mit Einlage, Rinderroulade, Gemüseplatte, Salzkartoffeln
(Preis: 14,00 Euro einschließlich Mehrwertsteuer und Bedienung)

„Falsche Polizeibeamte“ versuchen vergeblich ihr Glück bei Seniorinnen

Die Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter! Am späten Mittwochabend, 03.08.2016, haben „Angehörige einer Sonderkommission (SoKo)“ versucht, mit dieser Masche bei zwei Seniorinnen aus Kirchrode und Linden-Mitte an persönliche Daten zu kommen – vergeblich.

Gegen 21:45 Uhr klingelte das Telefon einer 73-Jährigen in Linden-Mitte. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus, erklärte „Angehöriger einer SoKo“ zu sein und gegen eine Rumändenbande zu ermitteln. Im weiteren Verlauf berichtete er, bei der Festnahme zweier Rumänen in einem Notizbuch die Daten der Seniorin gefunden zu haben. Der falsche Ermittler gaukelte dann der Dame vor, dass man sie schützen müsse und versuchte, durch geschicktes Nachfragen zu ihren Finanzen, ihrem Wohnort, etc. an Informationen zu gelangen. Durch das Misstrauen der 73-Jährigen blieb es bei dem Telefonat.

Nur wenig später, gegen 22:30 Uhr, erhielt eine 81-Jährige in Kirchrode einen ähnlichen Anruf. Hier meldete sich der falsche Polizist mit „Oberkommissar Thomas Schwarz“, gab sich als Mitarbeiter der „SoKo Rumänien“ aus und erklärte, in der Waterloostraße 2 zu arbeiten. Auch hier blieb es glücklicherweise bei dem Telefonat.

So oder so ähnlich versuchen Täter trickreich an persönliche Daten zu kommen, ihre „Opfer“ zu einer Geldübergabe zu überreden oder auch dazu, größere Geldbeträge ins Ausland zu transferieren.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:

Machen Sie am Telefon keine Angaben zu ihrem Vermögen, ihren Kontoverbindungen oder zu anderen persönlichen Daten – Polizeibeamte erfragen solche Daten nie am Telefon!

Gehen Sie keinesfalls auf Geldforderungen oder die Übergabe von Wertgegenständen ein!

Setzen Sie sich mit ihrer örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung, wenn Sie einen Anruf von einem mutmaßlichen Polizisten erhalten haben oder wählen Sie den Notruf. /st, schie

12-Uhr-Mittags - Matthias Lehmann

InterRegionale 2016 auch in der Wasserstadt

12-Uhr-Mittags - Matthias Lehmann
12-Uhr-Mittags – Matthias Lehmann

Die Region Hannover wird zum Ausstellungsraum.

Der Bildhauer Matthias Lehmann verwandelt das Areal der zukünftigen Wasserstadt in Limmer in eine begehbare Sonnenuhr. Der Titel „12 Uhr Mittags“ verweist sowohl auf den gleichnamigen Westernklassiker als auch auf die karge, prärieartige Sandwüste des ehemaligen Industriegeländes.

Kunst(Bus)Tour (Vernissage) am Sonntag, 12. Juni 2016, 8 Uhr (ganztägig)
Treffpunkt: Großer Garten 5a (Parkplätze am TUS Marathon/Herrenhäuser Gärten), Hannover
Orte: Die Route führt zu allen Ausstellungsorten
Leitung: Thomas Kaestle
Dauer: ganztägig; Kosten: 29,80 € pro Pers. inkl. Verpflegung
Aktuelle Informationen: www.intraregionale.org

Ausstellungsdauer: Sonntag, 12 Juni bis Freitag, 30. September 2016
Orte: Wasserstadt Limmer (Hannover), Benther Berg (Ronnenberg), Hermannshof Völksen (Springe), Zechenpark (Barsinghausen), Badeinsel Steinhude (Wunstorf), Totes Moor (Neustadt), Leinemarsch Poggenhagen (Neustadt), Schützenplatz Resse (Wedemark), Wiese am Stadtrand (Burgwedel), Wietzepark (Langenhagen)

Gesucht wurden elf Künstlerinnen und Künstler für elf Kunstinstallationen an elf Kunstorten von elf Kunstinstitutionen. Grund ist die „IntraRegionale 2016“, ein bisher einmaliges Landschaftskunstprojekt in der Region Hannover. Für die Verwirklichung dieses Projektes haben sich nun erstmals seit ihrem Bestehen zehn Kunstvereine und eine städtische Galerie zusammengeschlossen, um von Juni bis September 2016 temporäre Installationen unter freiem Himmel zu zeigen. „Die IntraRegionale wird aktuelle, hochkarätige Positionen der internationalen Landschaftskunst präsentieren, deren Strahlkraft weit über die Region Hannover hinaus gehen wird“, verspricht Projektleiter Frank Nordiek vom Atelier LandArt. Das Kunstprojekt ist eingebunden in das Programm 2016 der „Gartenregion Hannover“.

Die Auswahl der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erfolgte in drei Stufen. Nach einem internationalen „Call for artists“ am 1. Oktober 2015 hat ein juriertes Auswahlwahlverfahren stattgefunden. Aus über 200 eingegangenen Bewerbungen hat eine Jury, bestehend aus Vertretern der elf beteiligten Kunstinstitutionen, 33 Künstlerinnen und Künstler anhand von Referenzarbeiten ausgewählt, die danach aufgefordert waren, in den nächsten Monaten konkrete Entwürfe für ausgewählte Naturräume einzureichen. Die Bewerbungen erreichten Hannover nicht nur aus dem europäischen Ausland wie Österreich, Frankreich, England, Holland oder Dänemark, sondern auch aus den USA, Chile, Kolumbien, Brasilien und China. „Wir sind positiv überrascht von der hohen künstlerischen Qualität der eingesandten Arbeiten“, freut sich Projektleiter Frank Nordiek vom Atelier LandArt. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Künstler sei für die Jury der eindeutige Bezug der Referenzobjekte zu der sie umgebenden Landschaft gewesen. Thema oder zu verwendende Materialien hätten dagegen keine Rolle gespielt.

In einem zweiten jurierten Auswahlprozess im März 2016 wurden dann von den 33 eingereichten Entwürfen schließlich elf ausgewählt, die jetzt an elf verschiedenen Orten aufgebaut werden. Vom Deister über die Leineaue bis hin zum Steinhuder Meer wird sich in den Sommermonaten die Region Hannover in einen naturnahen Erlebnisraum verwandeln. Elf Land-Art-Objekte laden dann den Besucher zu einer kulturellen Entdeckungsreise der ganz besonderen Art ein. So werden unter anderem in der Stadt Hannover die Herrenhäuser Gärten und in Barsinghausen das Bullerbachtal oder der renaturierte Zechenpark aus der Zeit des Steinkohlebergbaus zum Kunstschauplatz werden.

„Die IntraRegionale 2016 leistet einen besonderen Beitrag zu unserem Jahres-Motto ‚Landschaftserlebnisse‘ im Rahmen der Gartenregion Hannover. Die Kulturlandschaft unserer Region mit ihren vielfältigen naturräumlichen Gegebenheiten, ihrer Schönheit und Einzigartigkeit wird durch die hochkarätigen Kunstobjekte in besonderer Weise zur Geltung gebracht“, betont Prof. Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat und Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover.

Die Stiftung Niedersachsen als weiterer Förderer des Kunstprojektes überzeuge neben der inhaltlichen Konzeption ebenfalls die dezentrale Ausrichtung, die den Charakter der flächenmäßig großen Kulturlandschaft der Region Hannover hervorhebe. „Die internationale Ausschreibung und der Auswahlprozess lassen elf künstlerisch anspruchsvolle Installationen erwarten. Die Wahl von Landschaftsräumen als Ausstellungsorte stärkt die Position und Entwicklung der Gartenregion Hannover“, ergänzt Dr. Tabea Golgath von der Stiftung Niedersachsen.
„Zudem ist die Vernetzung mit zehn weiteren Kunstvereinen der Region eine große Chance für die Stärkung der Kultur in der Region. Gerade die ehrenamtlich agierenden Kunstvereine bekommen durch dieses Projekt die Möglichkeit einer breiten Darstellung in der Öffentlichkeit“, ergänzt Eckhart Lies vom Verein Kunst und Begegnung Hermannhof und erhofft sich auch für die Zukunft einen regen Austausch unter allen Projektbeteiligten.

Den Austausch untereinander findet auch Anja Römisch, Geschäftsführerin Stiftung Kulturregion Hannover, wichtig: „Die IntraRegionale ist zweifellos ein besonderes Projekt in der Kunstlandschaft der Region Hannover, da es kleine und große, urbane und ländliche, haupt- und ehrenamtlich geführte Kunstvereine erstmals in einem gemeinsamen Projekt miteinander vernetzt. Wir sind schon sehr gespannt auf die endgültige Auswahl der künstlerischen Positionen durch die Jury. Erst dadurch wird sichtbar und erahnbar, wie sich Kunst und ausgewählte Landschaftsräume in ein spannendes Wechselspiel begeben werden. Das Projekt liegt uns am Herzen und wir begleiten es daher mit besonderem Interesse.“

Auch die Nord/LB Kulturstiftung fördert die IntraRegionale 2016 als innovatives Projekt der Landschaftskunst, das erstmalig in der Region Hannover stattfindet, unterschiedliche Standorte und Kulturinstitutionen miteinander verbindet und ihren Besuchern zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten bietet.

Eröffnet wird die IntraRegionale 2016 mit einer gemeinschaftlich ausgerichteten Vernissage aller elf beteiligten Kunstvereine am 12. Juni 2016. Bis September 2016 wird während der dreimonatigen Landschafts-Kunstausstellung ein buntes Programm mit Fahrradtouren, Kunstpicknicks, Werk- und Künstlergesprächen, Bustouren, Diskussionsforen, Führungen und Workshops die Besucher zum Mitmachen und Miterleben einladen.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Region Hannover, der Stiftung Kulturregion, der Stiftung Niedersachsen und der Nord/LB Kulturstiftung.

Die Veranstalter der IntraRegionale 2016 sind:
Imago-Kunstverein Wedemark e.V. (Bissendorf), www.imago-kunstverein.de
KIK e.V. – Kunst in Kontakt (Hannover), www.kik-hannover.de
KulturGut Poggenhagen e.V. (Neustadt a. Rbge.), www.kulturgut-poggenhagen.de
Kunstraum Benther Berg e.V. (Ronnenberg), www.kunstraum-benther-berg.de
Kunst und Begegnung Hermannhof e.V. (Springe-Völksen), www.hermannshof.de
Kunstverein Barsinghausen e.V., www.kunstverein.baschex.de
Kunstverein Burgwedel/Isernhagen e.V., www.kunstverein-bwi.de
Kunstverein Langenhagen e.V., www.kunstverein-langenhagen.de
Kunstverein Neustadt a.Rbge. e.V., www.kunstverein-neustadt.de
Meerkunstraum e.V. (Wunstorf-Steinhude), www.meerkunstraum.de
Städtische Galerie Lehrte, www.lehrte.de

Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss

Lindener Volks- und Schützenfest

Lindener Volks- und Schützenfest
Lindener Volks- und Schützenfest

Im Jubiläumsjahr zu 900 Jahren Linden 2015 fand das Lindener Volks- und Schützenfest bereits zum 47. mal statt.

Die Nachkriegsgeschichte des Lindener Volks- und Schützenfestes beginnt im Jahr 1969. Unter Führung der Freihand-Schützengesellschaft Linden von 1906 e.V. wurde das 1. Lindener Schützen- und Volksfest vom 22. bis zum 24. August 1969 auf dem neu gestalteten Festplatz an der Steigerthalstraße organisiert.

Auf den Küchengartenplatz zog man 1996 um. Seitdem ist das Fest am zentralen Platz von Linden aus dem Festkalender nicht mehr wegzudenken.

In der Regel ergänzt das Limmerstraßenfest am jeweiligen Samstag den Festbetrieb und vom Küchengarten bis zum Kötnerholzweg wird gefeiert.

Programm des Lindener Volks- und Schützenfest

Freitag

Am Freitag ist traditionell Familientag mit ermäßigten Preisen für die Fahrgeschäfte. Es gibt Aktivitäten im Festzelt und einen Rundgang über den Festplatz mit den Kindern. Am Abend wird die Eröffnung des Festes im Festzelt mit anschl. Proklamation der Lindener Könige begangen. Das anschließende Unterhaltungsprogramm zieht zunehmen auch jüngere Lindener an.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=36qabNXKgGI

Samstag

Am Samstag findet der Höhepunkt eines jeden Schützenfestes statt. Der Festumzug zieht um ca. 16:00 Uhr vom Festplatz durch den Stadtteil. Mit Spielmannszügen geht es auch über die Limmerstraße entlang des bunten Treibens des Limmerstraßenfestes. Anschließend spielen die Musikzüge im Festzelt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=mwCPmHrL0l0

Sonntag

Der Sonntag beginnt um 12:00 Uhr mit dem Frühschoppen und dem Gästeschießen. Im Anschluß laden die Schützen zum Festessen und zur großen Kaffeetafel ein bevor am Abend das Fest ausklingt.

Seite 1 von 612345...Letzte »