Ausstellung: Neue Wurzeln

Ausstellung: Neue Wurzeln

Ausstellung: Neue Wurzeln
Ausstellung: Neue Wurzeln
MiSO-Netzwerk Hannover präsentiert Wanderausstellung

Kunsthalle Faust – 8. bis zum 21. Juni 2017

„29 Geschichten über Menschen, die in Hannover heimisch wurden“. So der Untertitel einer Wanderausstellung mit Texten von Katharina Sieckmann und Fotos von Micha Neugebauer, die vom 8. bis zum 21. Juni in der Kunsthalle Faust zu sehen ist. Die Ausstellung ist ein Projekt des hannoverschen Vereins MiSO, dem MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk. In dem 2010 gegründeten Netzwerk sind bisher 36 Projekte, Vereine und Initiativen zusammengeschlossen.

Die Porträts erzählen Geschichten von Männern und Frauen, die von den Migrantenselbstorganisationen in Hannover für die Ausstellung ausgewählt wurden. „29 Lebensläufe, die in Zeiten von politischem Rechtsruck, von Ignoranz und Aggressivität im Alltag gegenüber den sogenannten „FREMDEN“ aufhorchen lassen“, so MiSO: „Sie sollen eine Einladung an alle sein, ihre Komfortzone zu verlassen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und für sich zu relativieren, auf welch hohem Niveau in unserer Gesellschaft oft geklagt wird.“

www.miso-netzwerk.de

Das neue Vorstandsteam bei FAUST

Faust-Vorstand erhält Verstärkung

Das neue Vorstandsteam bei FAUST
Das neue Vorstandsteam bei FAUST
Große Mehrheit für Wiederwahl. Koralia Sekler neugewählt. Auszeichnung für Felix Landerer

Auf seiner Mitgliederversammlung am 14. März 2017 hat der Verein für Fabrikumnutzung und Stadtteilkultur (Faust e.V.) seinen Vorstand für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Von den Mitgliedern mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden Ingrid Lange, ehemalige hannoversche Bürgermeisterin, Chau Lam, Leiter des Vietnam-Zentrums Hannover und Vorstandsmitglied im Niedersächsischen Integrationsrat sowie der langjährige Faust-Mitarbeiter und Veranstaltungsleiter Jens Niezel.

Den Vorstand künftig verstärken wird Koralia Sekler, die erstmals für den Faust-Vorstand kandidierte und ebenfalls eine sehr deutliche Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhielt. Sekler befasst sich hauptberuflich mit jugendhilfepolitischen Themen. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit vielen Jahren im Bereich der Migration und Integration von Menschen mit Migrationsbiografien. Als Kuratorin des Gesellschaftsfonds Zusammenleben der Landeshauptstadt Hannover trägt sie konstruktiv zur Umsetzung des Lokalen Integrationsplans unserer Stadt bei. Sie ist Mitglied des Rundfunkrates des Norddeutschen Rundfunks und sitzt seinem Programmausschuss vor.

Koralia Sekler zeigte sich voller Tatendrang für Ihre neue Aufgabe: „Die Faust ist für mich kein klassisches Kulturzentrum. Die Geschichte des Ortes, die dort gelebte Vielfalt und Anerkennungskultur prägen seine Mitglieder und seine Besucherinnen und Besucher. Ich freue mich darauf, einen persönlichen Beitrag zu diesem vielfältigen Angebot leisten zu können.“ Für Ingrid Lange bedeutet die Vorstandsarbeit bei Faust auch Netzwerkarbeit: „Ich knüpfe vielfältige Verbindungen zu meiner ehrenamtlichen Arbeit im Lenkungskreis des ‚Runden Tisches für Gleichberechtigung gegen Rassismus’ und zur Vorstandsarbeit im Ausschuss ‚Soziale Verantwortung, diakonisches Handeln und ethische Grundsatzfragen’ im Stadtkirchentag Hannover.“ Chau Lam betonte die Bedeutung nachhaltiger interkultureller Arbeit: „Integration und die interkulturelle Öffnung sind keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess zwischen den Einheimischen und den Migranten. Wir wollen die Vielfalt stärken und leben. Denn Vielfalt ist Zukunft“.

Im Vorfeld der Wahl haben Geschäftsführer Hans-Michael Krüger und der Vorstand das abgelaufene Geschäftsjahr resümiert und ein positives Fazit gezogen. 2016 war geprägt durch das 25-jährige Jubiläum des Kulturzentrums, die Wiedereröffnung des Kesselhauses Linden und eine vielfältige und erfolgreiche Projektarbeit, so zum Beispiel zum Tag der Menschenrechte 2016. Die erfolgte Umgestaltung der Kunsthalle Faust, die nun mehrere Monate im Jahr als Tanzhalle genutzt werden kann, gestaltete sich ebenfalls sehr positiv. Die Kooperation mit Felix Landerer und Company sei hervorragend, so Geschäftsführer Krüger. Landerer & Company werden am kommenden Montag, dem 27. März, im Kulturzentrum Faust für ihre offenen Proben zum Tanztheaterstück „Revolte!“ mit dem Kulturpreis „pro visio“ der Stiftung Kulturregion Hannover ausgezeichnet. Das Jahr 2016 schloss mit einem ausgeglichenen Haushalt. Der Haushaltsplan für 2017 sieht einen Gewinn von 10.000 Euro vor, er wurde einstimmig verabschiedet.

In einem Buchbinde-Workshop haben Teilnehmer die während des Projekts entstandenen Texte als Bücher gebunden

Ausstellung „Zwischen Heimat und Fremde“ ab Januar in der Stadtbibliothek Linden

In einem Buchbinde-Workshop haben Teilnehmer die während des Projekts entstandenen Texte als Bücher gebunden
In einem Buchbinde-Workshop haben Teilnehmer die während des Projekts entstandenen Texte als Bücher gebunden

Ergebnisse des Projekts vom Netzwerk Lebenskunst für Bewohner und Geflüchtete

Geflüchtete, die in Linden ein neues Zuhause gefunden haben, Migranten, die seit vielen Jahren hier leben, und Bewohner, die vor rund 70 Jahren Erfahrungen mit Flucht machten, haben seit Sommer in individuellen Erzählgesprächen von ihren Lebenswegen berichtet. Autorin Maria Eilers hat daraus biografische Texte geschrieben.

Ab 13. Januar und bis Ende Februar 2017 zeigt die Stadtbibliothek Linden die auf Bannern gedruckten Texte sowie Fotos vom Verlauf des Projektes „Reichtum der Vielfalt – seinen Ort finden“, das vom Netzwerk Lebenskunst e.V. initiiert wurde. Am ersten Ausstellungstag gibt es um 18 Uhr eine Lesung der berührenden Geschichten und zudem tragen Projektteilnehmer Lieder vor, die in einem Musikworkshop entstanden sind.

60 Exemplare wurden hergestellt
60 Exemplare wurden hergestellt

Bei einer Feier zum 15-jährigen Bestehen des Netzwerks Lebenskunst im November gab es bereits eine Premiere für die Sänger, die zusammen mit Musiker Hendrik Rieger die Songs geschrieben, vertont und einstudiert hatten. Eindrucksvoll bewegend wirkten die Texte aus den Schreibwerkstätten, Erzählwerkstätten und Erzählgesprächen als sie von Schauspielerin Sybille Dordell vorgetragen wurden. An dem Abend waren auch die 60 Bücher zu sehen, die Projektteilnehmer in einem Buchbinde-Workshop mit ihren Texten nach Anleitung durch Laura von Joolen hergestellt hatten.

Durch das Erzählen oder das Schreiben von Texten ermöglichte das Projekt ein kreatives Verarbeiten der Flucht, des Ankommens und des Alltags. Die Begegnungen der Generationen und vieler Kulturen sollen das Gemeinschaftsgefühl in Linden-Süd stärken und das Zugehörigkeitsgefühl der Geflüchteten fördern.

Unterstützer des ersten Moduls „Erzähl mir, was dich bewegt“ des Projekts „Reichtum der Vielfalt“ sind Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, Bezirksrat Linden-Limmer, Integrationsbeirat Linden-Limmer, LindenLimmerStiftung, Klosterkammer, Dr. Buhmann Stiftung und der Quartiersfond Linden-Süd.

Regionales Interkulturforum „Cross Culture“ in Hannover

Kulturministerin: „Andere Perspektiven einnehmen und dem vermeintlich Fremden Raum geben“

Wie wirkt sich der größer werdende Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund auf das Angebot und die Nachfrage kultureller Angebote aus? Und welchen Beitrag kann und soll die Kultur für gesellschaftliche Teilhabe leisten? Über diese und weitere Fragen diskutierten die mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem regionalen Interkulturforum „Cross Culture“, das hat heute in Kooperation mit dem Kulturzentrum Faust in Hannover stattgefunden hat. Nach Osnabrück und Oldenburg ist Hannover der dritte Veranstaltungsort.

„Mit der heutigen Veranstaltung wollen wir gemeinsam nach Wegen suchen, wie wir die Herausforderungen einer postmigrantischen Gesellschaft im Bereich Kunst und Kultur stemmen können. Denn gerade Kunst und Kultur eignen sich in besonderem Maße als Aushandlungsort zur Beantwortung der Frage, wie wir mit einander leben wollen. Denn es ist das Wesen der Künste, andere Perspektiven einzunehmen und dem vermeintlich Fremden Raum zu geben“, sagte die Niedersächsische Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić heute.

Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen verändern eine Gesellschaft: Welche Folgen und Entwicklungen sind mit einer bunter werdenden Gesellschaft für die niedersächsischen Kulturinstitutionen verbunden? Um den Austausch zwischen Kulturverantwortlichen und Kulturschaffenden, Vertreterinnen und Vertretern von Migrantenselbstorganisationen sowie Künstlerinnen und Künstlern weiter voranzutreiben, hat Kulturministerin Heinen-Kljajić die Veranstaltungsreihe „Cross Culture“ Anfang des Jahres ins Leben gerufen. Die Reihe der regionalen Interkulturforen soll den Austausch handelnder Akteure intensivieren, Synergieeffekte schaffen und gemeinsam eine Diskussion über die Rolle der Kultur und notwendige Veränderungen im Kulturbetrieb weiter voran treiben.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch Graphic Recording von der Illustratorin Tanja Föhr, die Gesamtmoderation übernahm Kenan Kolat aus Berlin.

Am 7. September wird das das regionale Interkulturforum in Göttingen in Kooperation mit dem Kulturzentrum musa e. V. stattfinden.

DKP Hannover

Hannover hat ein Naziproblem!

DKP HannoverAm Abend des 27. Februar wurden Mitglieder der DKP nach einer Veranstaltung im DKP-Büro in Linden-Süd von drei vermummten Tätern überfallen, teilweise verletzt und massiv beleidigt. Die Angreifer ordnen wir der faschistischen Szene Hannovers zu. Der Angriff setzt eine Reihe von Übergriffen und Anschlägen der Nazis auf politische, insbesondere antifaschistische und antirassistische Organisationen und Aktivisten in den letzten Monaten fort. Im Februar wurde der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Sven-Christian Kindler, von einem Nazi auf offener Straße angegangen. Im Januar wurden bei einem Anschlag die Scheiben des DKP-Büros eingeschlagen, nachdem Ende letzten Jahres die Büros der Grünen, der FDP und der Umweltschutzorganisation Janun attackiert worden waren. Ebenfalls im Dezember 2013 wurde ein hungerstreikender Asylbewerber in der Innenstadt von Mitgliedern der verbotenen Naziorganisation „Besseres Hannover“ – nach Informationen der HAZ u.a. von Patrick K. – angegriffen.
Der 20-jährige Patrick K. gilt als Tatverdächtiger im Rahmen einer Anschlagsserie in Pattensen auf Parteibüros, einen Dönerimbiss, eine Gedenktafel für die von Nazis zerstörte Synagoge sowie einen „Stolperstein“ für den letzten Rabbiner von Pattensen.

Wir fordern die Polizei auf, die Täter des Übergriffs vom letzten Donnerstag aus der Hannoverschen Naziszene zu ermitteln und festzunehmen.

Wir lassen uns vom Straßenterror der Nazis nicht einschüchtern sondern setzen uns weiterhin aktiv gegen Rechts ein. Wir rufen alle Antifaschistinnenen, alle Demokraten auf, den Kampf gegen die Faschisten in Hannover zu verstärken. Alle Parteien, Gewerkschaften, Verbände und Vereine, die sich für ein demokratisches und weltoffenes Hannover einsetzen, müssen jetzt ein klares Zeichen setzen. Den Nazis darf kein Fußbreit überlassen werden!

Die Angriffserie der letzten Monate ist kein Zufall. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Reorganisation der Hannoverschen Naziszene. Die DKP begrüßte das 2012 erfolgte Verbot von „Besseres Hannover“ und fordert eine konsequente Umsetzung des Verbots. Allerdings wird nun auch deutlich, wo die Grenzen eines einzelnen Verbots liegen, wenn den Nazis nicht auf allen Ebenen Einhalt geboten wird. Die Nazis nutzen das Thor-Steinar-Geschäft in der Podbielskistraße als Anlaufpunkt und Ersatz für ihre verbotene Organisation. Dass das Geschäft trotz massiver, monatelanger Proteste von Vereinen, Anwohnern, Schülerinnenn und Schülern, Eltern, Gewerkschaften, antifaschistischen Organisationen und Parteien weiterhin besteht, ist skandalös.

Wir fordern, den Thor-Steinar-Laden sofort zu schließen!

Wenn es juristische Hürden gibt, einen Naziladen zu schließen, dann müssen diese beseitigt werden. Die Parteien SPD, CDU, Grüne haben es in der Hand: Sie könnten Nazieinrichtungen dieser Art schließen, wenn auf Bundes- und Landesebene der politische Wille da wäre.

Die Nazis werden ermuntert, wenn Politiker etablierter Parteien wie Thilo Sarrazin (SPD), der „Hannoveraner“ oder der AfD gegen Flüchtlinge hetzen, sie in „nützliche“ und „nutzlose“ einteilen und abschieben. Sie werden ermuntert, wenn Konzertveranstalter wie das Capitol kein Problem damit haben, nationalistische und völkische Bands wie „Frei.Wild“ vor tausenden Besuchern spielen zu lassen. Den Nazis wird geholfen, wenn „Rechtsextremismus“ und „Linksextremismus“ gleichgesetzt, und Antifaschisten damit diffamiert werden. Und schließlich werden Nazis ermuntert, weil aus dem NSU-Skandal keine Lehren gezogen werden und der „Verfassungssschutz“ nicht nur weitermachen kann wie bisher, sondern seine Kompetenzen sogar noch ausgebaut werden (wie etwa mit dem „Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum“).

Wir fordern, Nazis nicht länger zu ihrem Straßenterror gegen Migrantinnen und Migranten, Linke und andere Demokraten zu ermuntern, sondern sie politisch zu isolieren. Wir rufen unsere Kollegen und Mitbürger dazu auf, sich den Nazis entgegenzustellen – am Arbeitsplatz, in der Schule, an der Uni, in der Nachbarschaft, im Stadtteil, in ganz Hannover. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

PM: Deutsche Kommunistische Partei Hannover

Hannover Linden

Lebensart Linden

Lebensart LindenLinden ist ein Stadtteil von Hannover. Aber Linden ist anders. Kein anderer Stadtteil der Landeshauptstadt hat sich ein so individuelles Image bewahrt wie die ehemalige Stadt Linden. Viele „Einheimische“ fühlen sich auch heute eher als Lindener denn als Hannoveraner. Wobei es nicht weiter schwer ist dazuzugehören. In manchem Dorf muss man schon mal mehrere Generationen ansässig sein, um als Einheimischer akzeptiert zu werden. In Linden reicht es schon aus sich mit dem Stadtteil zu identifizieren, um dazuzugehören. Lebensart Linden eben.

Jeder mag nach seinem Geschmack Leben und glücklich sein. Das klappt auch in Zeiten der sogenannten Gentrifizierung immer noch ganz gut. Hier Leben Familien, Studierte, Migranten, Lebenskünstler und auch Arbeitslose weitgehend friedlich nebeneinander her. Gerade diese Mischung macht den Stadtteil lebenswert und das kulturelle Leben so Vielfältig.

Limmern = Lebensart Linden

Sind im Sommer die Straßen in der Südstadt oder der List am Abend wie ausgestorben, kommt man auf der Limmerstraße im Herzen von Linden in eine ganz andere Welt. Dort pulsiert fast rund um die Uhr das Leben. Nicht immer zur Freude der Anwohner vielleicht aber trotzdem viel schöner als die menschenleeren Straßen in anderen Stadtteilen. Auch dieses Phänomen des Limmerns gehört zur Lebensart Linden. Das dies auch Auswärtige anzieht ist bringt zwar auch Probleme mit sich wird aber dafür gerne in Kauf genommen.

Der Berg ruft

Neben der Limmerstraße geht der Lindener auch gerne auf den Berg. Mit 89 Metern über N.N. ist der Lindener Berg zwar nicht mehr die höchste aber wohl die schönste Erhebung im Stadtgebiet. Neben den Kleingärten, dem Jazzclub und dem Mittwoch:Theater lockt im Frühjahr die Scillablüte oder an lauen Sommerabenden der Turmbiergarten. Der Berg ruft eben!

Seien Sie also herzlich Eingeladen den schönsten Stadtteil der Welt zu erkunden. Auf eigene Faust bieten sich dafür zum Beispiel verschiedene Stadtrundgänge an. Kommen Sie einfach mal vorbei und entdecken Sie für sich die Lebensart Linden.

Lindenspiegel Februar 1999

Linden History: Vor 15 Jahren im Lindenspiegel

Lindenspiegel Februar 1999
Lindenspiegel Februar 1999

Titelthema der Ausgabe 02-1999 des Lindenspiegel

Der niedersächsische Landtag hat es tatsächlich getan: Gnadenlos wurde über den erklärten Bürgerwillen hinweg entschieden

Trotz vieler Demonstrationen von Tausenden von Bürgern wurde ein Sparplan, der Kindergärten, Eltern, Kinder, Studenten, Schüler, Polizisten, Beamte und viele mehr hart treffen wird, von der Landesregierung beschlossen.

Einstimmig stellten sich am 20.1. die SPD-Landespolitiker hinter die Sparpläne der Landesregierung. Auf Antrag von CDU und Grüne/Bündnis 90 mußten sich jedoch alle Politiker persönlich outen: Die Abstimmung wurde mittels Einzelabfragen durchgeführt, so daß jeder Anwesende hörte, wer wie stimmte. Beschlossen wurde so das Wegfallen der landesweiten Vorschriften für Raumgröße und Anzahl der Erzieher je Kindergruppe. Festgeschrieben wurde lediglich, daß “in der Regel” 25 Kinder in einer Gruppe zusammengefasst werden sollen. Landeszuschüsse für Kitas gibt es nur für Kommunen, die sehr geringe Steuereinnahmen haben.

Die weiteren Themen:

  • Das Musiktheater BAD schließt
    Nach über 15 Jahren alternativer Musikkultur gab das Musiktheater BAD jetzt mit großer Wehmut bekannt, daß es in seiner bisherigen Form zum 27. 2. 1999 geschlossen wird. So wird das Februar-Programm das Letzte in seiner altgewohnten Form sein. Es setzt sozusagen einen Schlußpunkt unter eine ganze Ära von tausenden von Konzert- und Disco-Veranstaltungen, die sich vor allem den Musikrichtungen verschrieben hatten, die sich abseits des Mainstreams etablieren konnten. Wer also noch einmal das BAD in seiner alten Form erleben möchte, sollte die Chance nutzen und dem Bad nochmals einen Besuch abstatten.
  • Jugendliche protestieren: Wir wollen endlich unsere Skaterbahn !
    Die Jugendlichen vom Jugendtreff Domino sind sauer – seit Monaten warten sie vergeblich auf einen Skaterplatz im Umfeld der Bethlehem-Kirche.
  • Nun kommt sie doch: Die Linie 17
    Die von vielen Anwohnern und Unternehmern befürchtete ersatzlose Abschaffung der Linien 3 und 7 wird nicht stattfinden. Ab 30. Mai wird die Linie 3 und 7 ab Stadionbrücke über die neu ausgebaute Legionsbrücke direkt in die Tunnelstation Waterloo fahren. Damit der Schwarze Bär nicht von Ricklingen “abgehängt” wird und weiterhin direkt erreichbar bleibt, wird vorerst probeweise für ein Jahr die Linie 17 von der Wallensteinstraße über den Schwarzen Bären und Goetheplatz zum Aegi fahren.
  • Velberstraße: Parkhaus für 4,62 Millionen geplant
    160 PKWs soll das geplante mechanische Parkhaus an der Velberstraße aufnehmen können. Die Fahrer können ihren PKW dann auf einem neuen Seitenstreifen der Velberstraße in einer Einfahrtbox einparken, von wo das Fahrzeug mechanisch in das Innere des Parkhauses transportiert wird. Das Betreten des Parkhauses ist dabei nicht notwendig.
  • Ab April Bio-Tonnenflut auf Lindens Straßen ?
    Ab April 1999 werden in Linden und Limmer die braunen Bio-Tonnen aufgestellt. Darin wird kompostierbarer Bio-Müll gesammelt und vierzehntägig abgeholt. Gleichzeitig werden die grauen Restmülltonnen nur noch einmal pro Woche geleert. Durch die Einführung der Bio-Tonnen droht Lindens Fußwegen eine Tonnenflut.
  • Zoff im Bezirksrat:
    Bezirksrat verabschiedet Resolution zum Staatsangehörigkeitsrecht für Migranten
    Der Bezirksrat beschloß in seiner Sitzung am 27.1. eine Resolution für eine Reform des Staatsbürgerrechts und für eine doppelte Staatsbürgerschaft. Verurteilt wurde von SPD B90/Die Grünen und PDS die CDU/CSU-Kampangne gegen die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft. Die CDU-Fraktion verließ daraufhin geschlossen die Sitzung.

Auch noch Interessant:
FAUST hat seine Internet-Seiten komplett neu überarbeitet. Unter der Adresse http://www.comlink.apc.org/ faust sind Infos zum Verein, NutzerInnen, Geschichte, zu Parkmöglichkeiten und vieles mehr abrufbar.

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TET-Fest

Das TET-Fest zum Jahr des Pferdes (GIÁP NGỌ)

TET-FestVietnamesisches Neujahrsfest mit Musik, Tanz und kulinarischen Spezialitäten

DATUM: 02.02.2014
EINLASS / BEGINN: 15:00 Uhr / 15:30 Uhr
EINTRITT: frei
ORT: Kulturzentrum FAUST / Warenannahme

In Vietnam zählt man die Jahre nicht nur nach dem Sonnenkalender wie in Europa, sondern auch nach dem Mondkalender. Das Jahr beginnt jeweils mit dem TET-Fest. Das vietnamesische Neujahrsfest ist aber auch außerhalb des eigenen Landes die wichtigste Tradition der Vietnamesen und findet einige Wochen nach dem europäischen Neujahrsfest statt. Es wird mit Freunden, Verwandten und benachbarten Familien gefeiert.

In Vietnam ist das TET-Fest der Tag, an dem die Menschen nach vielen Tagen schwerer Arbeit Zeit haben, sich auszuruhen, die Schulden vom letzten Jahr abzurechnen und ein neues Jahr mit Fröhlichkeit und Wohlstand zu erwarten. Das Neujahrsfest ist aber auch der Tag, an dem man älteren Menschen ein gutes glückliches neues Jahr wünscht, Geschenke überreicht und den Kindern symbolisch kleines Geld schenkt. Außerdem ist das Neujahrsfest die Gelegenheit für alle, schöne, vornehme Kleidung anzuziehen. Vietnamesen haben häufig die Meinung, wenn ein neues Jahr beginnt, dann wird alles neu, entsprechende Bedeutung hat das Neujahrsfest. Gefeiert wird mit vielfältigen musikalischen Darbietungen, Karaoke-Musik und kulinarischen Spezialitäten aus Vietnam.

TET-FestLinden-Limmer fällt in Hannover auf Grund der Bevölkerungszusammensetzung eine besondere Rolle bei der Integration zu. Der Verein Vietnam-Zentrum-Hannover e.V. versteht sich in diesem Sinn im Stadtteil als Teil der Willkommenskultur und interkulturell integrativ aktiver Partner der Bürgergesellschaft. Er hat es sich deshalb zur Aufgabe gesetzt, das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Milieus, Gleichberechtigung und Chancengleichheit und den gegenseitigen Austausch und gemeinsame Lernprozesse zu unterstützen, insbesondere zwischen Bürgerinnen und Bürgern mit vietnamesischen Migrationshintergrund und der Stadtteilbevölkerung.

Das TET-Fest ermöglicht sowohl den Migranten und Migrantinnen in Linden-Limmer, ihre eigenen kulturellen Hintergründe einzubringen, als auch den Bürgerinnen und Bürgern ohne Migrationshintergrund dies in ungezwungener Atmosphäre als kulturelle Bereicherung zu erfahren.

Erstes Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland

Faust auf dem Weg zum größten interkulturellenZentrum der Region Hannover

Erstes Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland
Erstes Treffen der
Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen
Netzwerke Deutschland

Erstes Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland auf dem Faust-Gelände vom 10. bis 11. Januar 2014

Das Gelände des Kulturzentrums Faust in Hannover-Linden entwickelt sich unter der Federführung des Kulturzentrums Faust e.V. und des Vereins Kargah e.V. zunehmend zum größten und wichtigsten interkulturellenZentrum der Stadt und Region Hannover. Bestes Beispiel dafür ist das gemeinsam initiierte MiSO-Netzwerk Hannover e.V., das auf dem Faust-Gelände seit dem 18. November 2013 mit einer eigenen Zentrale vertreten ist und nicht weniger als 28 Mitgliedsorganisationen zählt. Durch die Vernetzung untereinander, die Interessenvertretung gegenüber politischen Instanzen und das außergewöhnliche Engagement für die Gestaltung einer authentischen und pluralistischen Gesellschaft ist die MigrantInnen-Selbst-Organisation MiSO ein nachhaltiges Markenzeichen und bundesweites Vorbild geworden. Und MiSO ist nicht zuletzt Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland (BaMinD).

Erster bundesweiter Austausch der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland auf dem Faust-Gelände
Am 10. und 11. Januar 2014 kam es in der Zentrale des MiSo-Netzwerkes nunmehr zum ersten bundesweiten Austausch und Vernetzungs-Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland. Über zwei Tage wurden von Vertretern aus lokalen Netzwerken aus fünf Bundesländern die Ausrichtung der Bundesarbeitsgemeinschaft und ihre zukünftigen Aktivitäten abgestimmt und der Ausbau des Netzwerkes nachhaltig vorangetrieben. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass die Stärke dieser Struktur vor allem in den „kommunal vernetzten Aktivitäten und der interkulturellen, vielfältigen Zusammensetzung der beteiligten Mitgliedsvereine“ liegt. Nicht zuletzt diese engvernetze Vielfältigkeit ermögliche erst „nachhaltige Synergie-Effekte und einen fruchtbaren Ideen- und Interessen-Austausch untereinander, von dem alle Netzwerkpartner gemeinsam profitieren können“, betont Faust-Veranstaltungs- und Projektleiter Hans-Michael Krüger, der im Rahmen des Kulturzentrums maßgeblich für den Bereich Soziokultur verantwortlich zeichnet.
Anwesend waren neben dem MiSO-Netzwerk Hannover e.V. für Niedersachsen auch das Forum der Kulturen Stuttgart e.V. aus Baden-Württemberg, die Interkulturelle Begegnungsstätte e.V. aus Schleswig-Holstein, der VMDO e.V. aus Nordrhein-Westfalen und der MR e.V.aus Berlin-Brandenburg.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft MigrantInnen Netzwerke Deutschland (BaMinD) ist ein Zusammenschluss von lokalen und regionalen Netzwerken von MigrantInnen-Organisationen. Das Netzwerk befindet sich derzeit in der aktiven Aufbauphase und wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

Integrationsarbeit als kulturelle Schlüsselstelle in der Stadt-Gesellschaft – Das Angebot auf dem Faust-Gelände im Überblick:

MiSO Hannover e.V. – Zentrale und Knotenpunkt
Am 18.November 2013 wurden feierlich die MiSO-Zentrale und der MiSO-Knotenpunkt auf dem Faust-Gelände eröffnet. Mitten im Herzen von Linden bietet das MiSO-Netzwerk in freundlichen und hellen Räumen eine neue zentrale Anlaufstelle – nicht nur – für Migrantinnen und Migranten.
www.misonetz.de

Welt in Hannover – Das interkulturelle Online-Netzwerk
„Welt in Hannover“ ist eine mehrsprachige und interkulturelle Website, die zum Ziel hat, der kulturellen und sprachlichen Vielfalt unserer Stadtgesellschaft einen Raum im Netz zu schaffen und diesen kontinuierlich auszubauen und weiterzuentwickeln. Sie trägt maßgeblich dazu bei, Gleichstellung und Integration in Stadt und Region auf die nächste Stufe zu heben. Die Website fördert Vernetzung, indem sie eine vielschichtige Plattform für aktuelle Informationen aus den Gemeinden und Stadtteilen bietet.Im Zentrum steht der interkulturelle Veranstaltungskalender. Darüber hinaus informiert „Welt in Hannover“ über Bildungs- und Beratungsangebote nicht nur für Menschen mit Migrationshintergrund und beinhaltet einen informativen Nachrichten- und Journal-Bereich.
Das Welt in Hannover-Team besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Faust e.V. und Kargah e.V. sowie Ehrenamtlichen der Mitgliederorganisationen des MiSO-Netzwerks Hannover e.V. Im Januar 2014 ist die interkulturelle Website Welt-in-Hannover.de mit zunächst elf Sprachen online gegangen.Schirmherrin ist die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf.
www.welt-in-hannover.de

Kargah e.V.
Kargah e.V. wurde bereits 1980 als Selbsthilfeverein durch Exil-IranerInnen, die sich gegenseitig Hilfe und Unterstützung bei Alltagsproblemen gaben, gegründet. Er ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein für interkulturelle Kommunikation, Flüchtlings- und Migrationsarbeit und seit 1986 als eingetragener Verein beim Amtsgericht Hannover registriert.
www.kargah.de

Weitere Angebote für Migrantinnen und Migranten auf dem Faust-Gelände
Neben zahlreichen Bildungs- und Sprachangeboten für Migrantinnen und Migranten bietet das Faust-Gelände auch Asylberatung und Beratung für von Männergewalt betroffene Migrantinnen (in deutsch, persisch, türkisch, vietnamesisch, arabisch, englisch, französisch und russisch). Zudem sind seit vielen Jahren das „Flüchtlingsbüro“ mit der „Beratungsstelle für MigrantInnen und Flüchtlinge“, der „Beratungsstelle für Menschen ohne Papiere“ sowie der „Medizinischen Flüchtlingsberatung“ und das „Krisentelefon gegen Zwangsheirat“ auf dem Gelände von Hannovers größtem Kulturzentrum beheimatet. Insgesamt können Besucherinnen und Besucher Angebote von 14 Vereinen aus dem Migrationsbereich nutzen und in Anspruch nehmen.
Das Kulturzentrum Faust selber bietet insgesamt nahezu 30 Vereinen und Gruppen ein kreatives und nachhaltig produktives „Dach über dem Kopf“.

weitere Infos zu allen Vereinen und Bildungsangeboten unter:
www.kulturzentrum-faust.de

Blick auf Linden-Nord

Linden-Nord

Limmerstraße
Limmerstraße

Am lebhaftesten ist es in Linden-Nord rund um die Limmerstraße, der Hauptachse des Stadtteils. Entlang der Straße gibt es viele Kneipen, Cafés, Läden und Kioske sowie das 1908 gegründete Apollokino der Familie ter Horst – das älteste Vorstadtkino Deutschlands. In ihm entdeckte der spätere Cinemaxx-Gründer Hans-Joachim Flebbe zunächst sein Hobby und begann als Filmvorführer seine Karriere. Des Weiteren gibt es in Linden-Nord das Kulturzentrum FAUST mit dem Bürgerfunk radio flora.

Der Stadtteil Linden-Nord ist multikulturell geprägt. Neben Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation, häufig aus der Türkei, leben hier wegen der Nähe zur Universität und Fachhochschule viele Studierende.

Freizeitheim Linden
Freizeitheim Linden

Das Freizeitheim Linden ist kultureller Mittelpunkt der im Stadtteil geborenen „Alt-Lindener“. Arbeitervereinigungen und Interessenverbände ehemaliger Werker tauschen sich hier aus und feiern jährliche Stadtteilfeste. Im Seitengebäude befindet sich die beliebte und geräumige Stadtteilbibliothek mit großer Kinder- und Jugendabteilung, die auch die Literaturversorgung Limmers, Ahlems, Davenstedts etc. sichert. Bethlehemkirche und Gerhard-Uhlhorn-Kirche gehören zur Ev.-luth. Kirchengemeinde Linden-Nord, die St.-Benno-Kirche zur katholischen Gemeinde. In der Fössestraße befindet sich eine Moschee des Türkischen Kulturzentrums.

Seit August 1983 findet alljährlich am Mündungsufer der Ihme das Fährmannsfest statt, ein Kinder- und Kulturfest. Das Fest ist nach der Fähre benannt, die einst Linden mit Hannover verband. Auf der Dornröschenbrücke, die den Stadtteil mit der angrenzenden Nordstadt verbindet, findet jährlich eine Gemüseschlacht statt.

Beleuchtetes Heizkraftwerk Linden
Beleuchtetes Heizkraftwerk Linden

Im August 1962 ging das von den Stadtwerken Hannover betriebene Heizkraftwerk Linden ans Netz. Das Kraftwerk arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung und stellt über die Stromerzeugung hinaus die Ausgangsbasis für das rund 280 Kilometer umfassende Fernwärmenetz Hannovers dar (Stand: 2007). Die als Primärenergie benötigte Kohle wurde bis 1990 per Bahn vom Lindener Hafen bezogen. Ab dem Verladeterminal in der Fössestraße gelangte sie auf unterirdischen Förderbändern in das Kraftwerk. Sporadisch wurde auch Öl verfeuert, das über die Verbindung Mittellandkanal–Leine–Ihme angeliefert wurde. Im Jahr 1990 wurde das Kraftwerk auf Erdgasfeuerung umgestellt. Wegen der drei Kesselhäuser mit den hohen Schornsteinen hat das Werk den Spitznamen „Die drei warmen Brüder von Linden“. Nach Abschluss von Entkernungs- und Modernisierungsmaßnahmen wurde im Jahr 1998 eine Gas- und Dampf-(GuD)-Turbinenanlage in Betrieb genommen.

In Linden-Nord wurde eine der ersten Fahrradstraßen Hannovers eingerichtet.

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