Post am Lindener Markt

Was wird aus der Post am Lindener Markt?

Post am Lindener Markt
Post am Lindener Markt
Das Gebäude der Post am Lindener Marktplatz wird zur Zeit von der Firma Henschel Immobilien zum Kauf angeboten.

Der Mietvertrag mit der Post ist gekündigt, so dass dann die Erdgeschoßfläche entkernt wird und nach den individuellen Vorstellungen des zukünftigen Nutzers umgebaut wird. Die gesamte Erdgeschoßfläche mit ca. 1.330 m² wird in zwei Ladeneinheiten unterteilt – 500 m² und 800 m². Im Rahmen dieser Umbaumaßnahmen werden auch die Fassade und die Fensterflächen umgestaltet.

Nachzulesen unter:
http://portal.immobilienscout24.de/expose/98663330/99108943/4/1?sid=gmus8rne8k7hag7l4tdqug28v6

Centrum am Lindener Marktplatz

Außenbewirtschaftung des „Centrum“ in Hannover-Linden nach 22.00 Uhr bleibt verboten

Centrum am Lindener Marktplatz
Centrum am Lindener Marktplatz

Betreiber hat keinen Erfolg mit Eilantrag gegen Sperrzeitanordnung der Stadt

Die Antragstellerin betreibt seit Beginn des Jahres die im Erdgeschoss des Gebäudes Lindener Marktplatz 3 in Hannover gelegene Gaststätte Centrum, zu der eine im Hochsommer max. 135 m² große bewirtschaftete Außenfläche gehört. Für die Gaststättennutzung im Gebäude erteilte die Antragsgegnerin im Jahr 2008 eine Baugenehmigung, nach der ein Gaststättenbetrieb von 8:00 bis 22:00 Uhr genehmigt ist. Für die Bewirtschaftung der auf der öffentlichen Verkehrsfläche des Lindener Marktplatzes gelegenen Außenfläche erteilt die Antragsgegnerin jährlich Sondernutzungserlaubnisse; zuletzt unter dem 29.05.17 für den Zeitraum vom 01.04. bis 30.09.17 für Flächen zwischen 15 und 135 m². Der dem Rechtsvorgänger der Antragstellerin im Jahr 2010 erteilten Gaststättenerlaubnis war aus Lärmschutzgründen eine Sperrzeitauflage für die Freifläche von täglich 22:00 bis 6:00 Uhr beigefügt, die nach Inkrafttreten des Niedersächsischen Gaststättengesetzes zunächst fort galt. Auf Lärmbeschwerden einiger Anwohner führte die Antragsgegnerin bereits im Jahr 2016 an mehreren Tagen Kontrollen durch. Dabei stellte sie fest, dass im Eingangsbereich des Centrum und am Nachtwächterbrunnen auch nach 22:00 Uhr noch zahlreiche Partygäste lauthals feierten, die sich mit Flaschenbier, aber auch mit im Centrum ausgeschenktem Bier und Prosecco versorgt hatten. Auch nach dem Betreiberwechsel – der Geschäftsführer blieb derselbe – zu Anfang dieses Jahres kam es zu Lärmbeschwerden der Anwohner. Bei Kontrollen am 15.05., am 14.06. und am 19.06. saßen noch weit nach 22:00 Uhr zwischen 18 und 41 Personen an den Außentischen des Centrum.

Mit Verfügung vom 26.06.17 untersagte die Antragsgegnerin der Antragstellerin daraufhin unter Anordnung der sofortigen Vollziehung und Androhung eines Zwangsgeldes, ihre Freifläche zwischen 22:00 und 6:00 Uhr zu bewirtschaften, und ordnete an, die Möblierung der Freifläche bis spätestens 22:15 Uhr von der Freifläche zu entfernen und so zu sichern, dass sie von Unbefugten nicht auf die Verkehrsfläche verbracht werden kann.

Den dagegen gerichteten Antrag auf vorläufigen gerichtlichen Rechtsschutz hat die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts mit Beschluss vom heutigen Tage abgelehnt. Es sei bereits das Rechtsschutzbedürfnis zweifelhaft. Denn die im Jahr 2008 erteilte Baugenehmigung ermögliche ohnehin nur einen Tagesbetrieb der Gaststätte bis 22:00 Uhr. Ein über 22:00 Uhr hinaus weitergehender Betrieb der Gaststätte sei 2008 und auch später nicht zur Genehmigung gestellt worden. An dieser durch den Rechtsvorgänger der Antragstellerin erfolgten eingeschränkten Angabe des Nutzungsumfangs müsse sich die Antragstellerin festhalten lassen. Diese sei nach der auch für sie geltenden Baugenehmigung daher nicht berechtigt, die Gaststätte Centrum noch nach 22:00 Uhr zu betreiben und zwar weder in den Innenräumen noch auf der Außenbewirtschaftungsfläche.

Im Übrigen sei die von der Antragsgegnerin gemäß §§ 24, 22 Abs. 1 BImSchG erlassene Sperrzeitanordnung rechtmäßig. Diese Normen seien neben dem Nds. Gaststättengesetz anwendbar. Der von den Gästen der Außenbewirtschaftung nach 22:00 Uhr verursachte Lärm sei nach summarischer Prüfung als schädliche Umwelteinwirkung i. S. d. § 3 Abs. 1 und 2 BImSchG einzustufen. Denn er sei in der von der Antragsgegnerin gemessenen bzw. errechneten Lautstärke geeignet, zumindest erhebliche Belästigungen für die Nachbarschaft des Lindener Marktplatzes herbeizuführen. Die Umgebung der Außenbewirtschaftung sei als faktisches allgemeines Wohngebiet einzustufen. Nach Nr. 6.1 d) TA-Lärm liege der Nachtrichtwert somit grundsätzlich bei 40 dB(A). Dieser Wert könne nach einer Prognoseberechnung der Antragsgegnerin bereits nicht eingehalten werden, wenn sich in 25 m Entfernung nur 10 Personen „gehoben“ unterhielten. Die Außengastronomie der Antragstellerin biete jedoch weitaus mehr Personen Platz und sei auch tatsächlich stärker frequentiert. Zu beachten sei zudem, dass nach allgemeiner Lebenserfahrung mit steigendem Alkoholpegel die Lautstärke der geführten Gespräche die einer „gehobenen“ Unterhaltung weit übersteigen dürfte. Der Vortrag der Antragstellerin, das Verzehren von Getränken verursache keinen Lärm, es sei denn man „schlürfe laut“, und ihre Gäste unterhielten sich stets nur in Zimmerlautstärke, sei lebensfremd, wenn nicht gar absurd. Weiter ins Gewicht falle die besondere Lästigkeit und Störeignung des nachts von einer Außenbewirtschaftung ausgehenden Lärms, weil er wesentlich vom Verhalten der Gäste abhänge, das vom Gaststättenbetreiber nicht verlässlich gesteuert werden könne. Es handele sich nicht um gleichförmigen Lärm, sondern um Geräusche, die – wenn auch möglicherweise ohne Informationsgehalt – unterschiedlich, wechselnd in ihrer Höhe und Intensität, mit signifikanten Spitzen, impulshaltig und plötzlich zu hören sein können. Der nächtliche Lärm der Außenbewirtschaftung ab 22:00 Uhr werde von der ohnehin vorhandenen Lärmbelastung nicht verdeckt. Um diese Nachtzeit sei die Verkehrsbelastung längst zurückgegangen, die Läden seien geschlossen und auch Märkte fänden nicht mehr statt. Der Lärm der Außengastronomie gehe damit kaum mehr unter und belaste gerade die Zeiträume, zu denen die Nachbarschaft ein besonderes Bedürfnis nach Ruhe und Erholung habe. Ermessensfehler seien nicht ersichtlich. Zwar sei die Außenbewirtschaftung der Antragstellerin nicht die einzige nächtliche Lärmquelle auf dem Lindener Marktplatz. Die gegenüber der Antragstellerin ausgesprochene Anordnung sei jedoch geeignet, entscheidend zur Lärmminderung beizutragen, und verstoße nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz.

Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde zum Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.
Az. 4 B 6199/17

Mit Fürsten, Färber, Fabrikanten durch Linden

Stadtteilrundgang: Fürsten, Färber, Fabrikanten

Stattreisen im Einsatz
Stattreisen im Einsatz

Linden ist ein Stadtteil mit Geschichte, in dem sich der Übergang von der Aristokratie zur Industrialisierung gut darstellen lässt. Dort gab es mit Beginn der Industrialisierung einige Fabriken, die teils noch heute erhalten sind. Linden ist aber nicht nur ein Arbeiterviertel, sondern es gibt dort auch noch erhaltende Villen (z. B. Stephanus Villa), den von Alten-Park mit altem Baumbestand sowie Straßenzüge, in denen die Spuren der Geschichte vorhanden sind (Weberstraße). Die Geschichte Lindens präsentiert Stattreisen in einem Theaterspaziergang „Fürsten, Färber, Fabrikanten“ und macht die Gegensätze deutlich, die das Profil von Linden ausmachen. Ganz nebenbei entdeckt das Publikum schöne Ecken und Hinterhöfe (Beethovenstraße, Charlottenstraße), die nicht jeder kennt.
Die Initiatoren haben eine Geschichte mit teils authentischen Figuren (Gräfin, Weberin, Hanomag-Direktor) entwickelt, in der die Zeit um 1912 mit ihren sozialen Gegensätzen atmosphärisch dargestellt wird. Der Direktor von der Hanomag, der auf der Suche nach billigen Arbeitskräften ist und keinen Zweifel daran lässt, wer das Sagen hat. Oder die verhärmte Weberin, die nicht weiß, wie sie sich und ihre Kinder durchbringen soll. Sie schildert ihren beklemmenden Arbeits-Alltag in der Weberstraße, in der es wenig Hoffnung und reichlich Alkohol gab. Oder die Gräfin von Alten, die mit dem Direktor von der Hanomag durch ihren Park flaniert, sie hatte früher dort ihr Schloss, das jedoch im Zweiten Weltkrieg vollständig abgebrannt ist.

Mit Fürsten, Färber, Fabrikanten durch Linden
Mit Fürsten, Färber, Fabrikanten durch Linden

Bei dem Theaterspaziergang geht es um Heiteres, Besinnliches und Nachdenkliches, es geht aber auch um das unbekannte Linden, um wenig bekannte Ecken und Hinterhöfe. Bei den Darstellungen wird die Straße zur Bühne und das Publikum kann, wenn es will, mitagieren. Es gibt viel zu lachen, aber manchmal bleibt einem auch das Lachen im Halse stecken. Der Theaterspaziergang reißt geschichtliche Daten nur an, sie werden nicht vertieft, es geht mehr um das Erleben, wie die Menschen damals gelebt und gefühlt haben. Besonders beeindruckend sind die Kostüme, die von Susanne Mech sehr detailgetreu anhand von Bildern geschneidert wurden. Großes Kompliment auch an die Schauspieler, die auf sehr hohem Niveau ihre unterschiedlichen Rollen überzeugend spielen. Wer mehr über Linden erfahren möchte, wer hautnah erleben will, wie die Menschen damals gelebt, gefühlt und gedacht haben, der ist bei diesem Theaterspaziergang genau richtig.

Termine: So. 11.6, So. 13.8, So. 27.8, Sa. 24.9, jeweils 17 Uhr, So. 22.10, 14 Uhr
Dauer: 1,5 Stunden.
Treff: Lindener Marktplatz, Nachtwächterbrunnen
Endpunkt: Ahrberg-Viertel
Kosten: 16 Euro

www.stattreisen-hannover.de

Alle Termine für die vielen Stadtteilrundgänge finden Sie im Veranstaltungskalender.

QiGong bei der SG 74

SG 74 wieder in Linden – Offene QiGong-Kurse in der GS Am Lindener Markt

QiGong bei der SG 74
QiGong bei der SG 74
Prävention und Regulation von Körper, Geist und Seele

Die SG 74 kehrt nach über 75 Jahren nach Linden zurück, zumindest mit einem Qigong-Angebot. Ganz in der Nähe ihres Gründungsortes als Männerturnverein Linden von 1874 bietet siein der Halle II (oben) der Grundschule Am Lindener Mark QiGong-Training mit Simone Hettling (Qigong-Trainerin für Daoyin Yang Sheng Gong) an.

Der Abend beginnt um 20.30 Uhr mit stillem QiGong, dann folgt das eigentliche Training zur Stabilisierung des gesamten Bewegungsapparates, der Wirbelsäule, des Beckens und der Gelenke. Am Ende gibt es einen Entspannungsteil mit yogaähnlichen Übungen. QiGong ist für Körper, Geist und Seele gleichermaßen gesund und für jedes Alter geeignet. Die Lebensenergie wird aktiviert. Die sanften, fließenden Bewegungen stärken und dehnen den gesamten Körper, der Geist wird ruhig und alles kommt ins fließen.

Durch die fachgerechte Anleitung lernt jedes Gruppenmitglied seine persönlichen Grenzen kennen und kann dadurch selbst bestimmen, wie intensiv das Training sein soll. Jeder kann für sich eine neue Erfahrung mache und ist ganz herzlich eingeladen in das Training hineinzuschnuppern.

Termin: Montags 20.30 – 22.00 Uhr
Ort: Halle II (oben) der GS Am Lindener Markt, Davenstedter Straße 14, 30449 Linden-Mitte

Information: SG 74, Tel. 717298 oder e-mail info@sg74.de

Zeugen halten flüchtigen Handtaschenräuber fest

Gestern Abend (11.05.2017), gegen 19:45 Uhr, hat ein 22-Jähriger an der Haasemannstraße eine 72-Jährige geschlagen und ihre Handtasche geraubt. Auf seiner anschließenden Flucht ist der mutmaßliche Räuber von Zeugen verfolgt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden.

Die Seniorin hatte gerade ihr Fahrrad in den Keller ihres Wohnhauses geschoben, als sie plötzlich einen Mann hinter sich wahrnahm. Dieser forderte ihre Handtasche und zog daran. Die 72-Jährige wehrte sich gegen den Angreifer, der ihr daraufhin ins Gesicht schlug, die Tasche entriss und flüchtete. Während die Dame die Verfolgung aufnahm, rief sie um Hilfe. Mehrere Zeugen vor einem Lokal an der Haasemannstraße bemerkten das Geschehen und unterstützten sie bei der Verfolgung des Tatverdächtigen. Ein 25-Jähriger konnte den Mann schließlich am Lindener Marktplatz stellen, wo er wenig später von Polizeibeamten festgenommen wurde. Bei der Durchsuchung des Räubers fanden die Polizisten ein Messer und Marihuana. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen des schweren Raubes ermittelt. Ein Haftrichter ordnete Untersuchungshaft für den 22-Jährigen an. Die geraubte Handtasche hatten die couragierten Verfolger des Täters zwischenzeitlich sichern können und übergaben diese noch vor Ort an die Seniorin. /pfe, st

Kulturdezernent Harald Härke und der Nachtwächter Melchior von Stattreisen

Brunnensaison am Nachtwächter-Brunnen auf dem Lindener Marktplatz eröffnet

Kulturdezernent Harald Härke und der Nachtwächter Melchior von Stattreisen
Kulturdezernent Harald Härke und der Nachtwächter Melchior von Stattreisen

Und sie sprudeln wieder – nach und nach wer-den die hannoverschen Brunnen jetzt in Betrieb genommen. Kulturdezernent Harald Härke hat die diesjährige Brunnensaison heute (24. April) am Nachtwächter-Brunnen auf dem Lindener Marktplatz eröffnet. Jährlich investiert die Stadt rund 140.000 Euro für den Brunnenbetrieb – Strom, Wasser und die bauliche Unterhaltung.

Im Anschluss werden heute noch folgende Brunnen in der Innenstadt angestellt:

  • Duve-Brunnen am Leibnizufer
  • „Die Liegende“ am Georgsplatz
  • „Leute im Regen“ in der Großen Packhofstraße
  • Postbrunnen in der Rosenstraße
  • Brunnen in der Grupenstraße
  • Oskar-Winter-Brunnen am Holzmarkt
  • Hase-Brunnen am Alten Rathaus
  • Klaus-Bahlsen-Brunnen auf dem Trammplatz

Geplant ist, dass bis Ende April mit Ausnahme der Trinkwasserbrunnen nahezu alle Brunnen angestellt werden.

Von den 61 städtischen Brunnen bleiben zunächst abgeschaltet:

  • Gänseliesel-Brunnen am Steintor (wird saniert)
  • Klagesmarkt-Brunnen (wird technisch saniert)
  • Lüders Brunnen in der List (Verkehrssicherheit wird wiederhergestellt)
  • Schlossbrunnen (wird saniert)
Trinkwasserbrunnen auf dem Küchengarten (2006)
Trinkwasserbrunnen auf dem Küchengarten (2006)

Trinkwasserbrunnen

Die elf Trinkwasserbrunnen an folgenden Orten und Plätzen werden traditionell erst nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) in Betrieb genommen.

  • Am Bache
  • Oesterleyplatz
  • Fiedelerplatz
  • Bonifatiusplatz
  • Plauener Straße
  • Sallplatz
  • Am Küchengarten/Ecke Haasemannstraße
  • Sahlkampmarkt/Ecke Elmstraße
  • Herrenhäuser Markt
  • Velvetplatz
  • Davenstedter Markt

Zum Nachtwächter-Brunnen:

Der Nachtwächter-Brunnen ist auf dem Lindener Marktplatz zu finden und wird von der Bronzenen Figur eines Nachtwächters mit Hund, Hellebarde, Laterne und Horn geziert.

Die Geschichte des Nachtwächter-Brunnens ist eng verknüpft mit der des Oscar-Winter-Brunnens am Holzmarkt und dem ehemaligen Gutenberg-Brunnen vor dem Neuen Rathaus.

Im Jahre 1895 wurde ein neuer Brunnen für den Holzmarkt gesucht. Insgesamt wurden 35 verschiedene Brunnenmodelle im Rahmen einer Ausstellung im Museum August Kestner vorgeschlagen. Letztlich fiel die Entscheidung für den Holzmarkt auf den Entwurf des Oscar-Winter-Brunnens, der nach seiner Ausfertigung ein Jahr später der Öffentlichkeit übergeben wurde. Unter den eingereichten Vorschlägen befand sich jedoch noch ein weiteres Modell, das Begeisterung hervorrief – ein Brunnen mit dem Titel „Der Thürmer“. Vermutlich sollte der Brunnen an den alten Turmwächter der Marktkirche in der Altstadt Hannovers erinnern. Besonders der damalige Senator Stephanus setzte sich für den Bau des Brunnens ein. Schon im Winter 1895 hatten Bürger und Firmen die erforderlichen knapp 16.000 Mark gespendet. Kaum ein Jahr später konnte der „Nachtwächter-Brunnen“ mit einem Festakt im September 1896 eingeweiht werden. 1914 wurde der Nachtwächter-Brunnen dann auf seinen endgültigen Platz versetzt.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Skulptur des Nachtwächters im Zuge der „Ablieferungspflicht“ für die Rohstoff-Sammlungen zur Einschmelzung und Nutzung zu militärischen Zwecke abgebaut. Glücklicherweise kam es nie zur Einschmelzung des Nachtwächters, lediglich die ehemals am Brunnen angebrachten Symbole für die Nacht – der Kater und die Fledermäuse – blieben verschwunden. Doch als der Nachtwächter mit seinem Hund 1949 wieder zurückkam, war sein alter Sockel zerstört.

Aber nicht nur die Nachtwächterfigur, sondern zahlreiche weitere Brunnen fielen der Materialsammlung im Zweiten Weltkrieg anheim, darunter auch die Figur des Gutenberg-Brunnens. Der übrig gebliebene Brunnensockel der Gutenbergfigur wurde nun nicht mehr benötigt.

Der Sockel wurde auf den Lindener Marktplatz versetzt und fand seine neue Verwendung für den Nachtwächter und seinen Hund, sodass 1950 der Nachtwächter wieder an seinen alten Standort zurückkehren konnte.

Heute erinnern nur noch die vier Löcher, an denen ursprünglich das Widmungsschild von Heinrich Ebhardt, dem Stifter des Gutenberg-Brunnens, befestigt war, an die Zeit, als der Sockel noch die Gutenbergfigur trug.

Falkenstraße

Zwei Verletzte bei Unfall am Lindener Markt

FalkenstraßeHeute Vormittag, 21.03.2017, gegen 10:10 Uhr, ist eine 75-jährige Fußgängerin an der Falkenstraße (Linden-Mitte) von einem Radfahrer erfasst und schwer verletzt worden. Der 43-Jährige hat eine leichte Verletzung davongetragen.

Nach Angaben der Beteiligten und Zeugen hatte der Hannoveraner mit seinem Zweirad den getrennten Geh- und Radweg der Falkenstraße in Richtung Deisterstraße befahren.

Etwa in Höhe der Stadtbahnhaltestelle Lindener Marktplatz wechselte die Laatzenerin unvermittelt und ohne auf den Verkehr zu achten vom Geh- auf den Radweg.

Durch den anschließenden Zusammenstoß stürzte die Seniorin zu Boden – sie musste aufgrund der hierbei erlittenen, schweren Verletzungen von einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert werden.

Der 43-Jährige wurde lediglich leicht verletzt und konnte seine Fahrt ohne ärztliche Behandlung fortsetzen. Ein Schaden an dem Fahrrad entstand nicht. /zim, st

Scillablüte auf dem Lindener Berg

Scillablütenfest Hannover 2017

Scillablüte auf dem Lindener Berg
Scillablüte auf dem Lindener Berg

Scillablüten-Fest auf dem Lindener Berg findet am Sonntag, den 02.04.2017 statt

Es wird wieder ein buntes Programm aller Initiativen auf dem Berg geben. Auch rund um den Lindener Markt bis hin zur Deisterstraße und Limmerstraße haben viele Geschäfte geöffnet. In Linden-Mitte ist ein kulturelles Rahmenprogrammm geplant.

Die Scilla siberica, der Sibirische Blaustern, fängt jetzt schon an einigen Stellen auf dem Lindener Bergfriedhof an zu blühen und wird in den nächsten Tagen täglich mehr werden.

Die „Bergleute“ vom Lindener Berg laden am 02.04.2017 von 12-18 Uhr zum Scillablüten-Fest ein, das zusammen mit einem Tag der offenen Tür auf dem Lindener Berg gefeiert wird.

Ein Kultur-Programm veranstaltet der Verein Quartier im Küchengartenpavillon und auf dem Bergfriedhof. Zudem lädt das „Gipfeltreffen“ mit der Martinskirche, Linden 07, Villa Osmers, Jazz-Club Hannover, Mittwoch-Theater, Sternwarte, Lindener Turm, Botanischer Schulgarten und dem Kindermuseum zum Tag der offenen Tür ein. Auch hier werden neben Besichtigungen auch Führungen und ein Kulturprogramm angeboten.

Programm des Scillablütenfestes auf dem Lindener Berg am 02.04.2017

Auf dem Lindener Berg: Blaue Luftballons weisen den Weg (Aktion vom Lindener Turm)

Zentraler Info-Stand von Quartier e.V.: vor dem Wasserhochbehälter im Wagen des Lindenspiegel und von Linden entdecken

Ausblick vom Turm der Martinskirche
Ausblick vom Turm der Martinskirche

St. Martinskirche:
14 bis 17 Uhr: Kirche und Turm geöffnet
Kaffee & Kuchen
15 Uhr Kirchenführung

SV Linden 07:
Gastronomie Lindener Bergterrasse, Getränke und Gegrilltes.
Stand mit Waffeln und Infos über Vereine sowie ein kleiner Basar

Villa Osmers:
13 bis 17 Uhr: Die Zahnarztpraxis veranstaltet einen Tag der offenen Tür für Jung und Alt mit Zähne basteln, Zähne bemalen, einem Glücksrad für Kinder und Informationen für Erwachsene

Jazz-Club Hannover:
Von 12 bis 17 Uhr geöffnet
Live-Jazz von 13 bis 17 Uhr mit Emigrant Acoustic Band
Getränke, Kaffee und Kuchen.

Mittwoch-Theater:
Theatercafé von 14 bis 17 Uhr geöffnet
Waffelbacken, Kinderschminken
14, 15 und 16 Uhr Lesung: Kindlich, tiefgründig, weise, verschmitzt. Texte von Christian Morgenstern (Gerd Zietlow) Führungen durch das Theater

Teleskop in der Sternwarte
Teleskop in der Sternwarte

Sternwarte / Auf dem Wasserhochbehälter:
14 bis 16 Uhr Besichtigung, Sonnenbeobachtung, Ausblick vom Wasserhochbehälter

Die Sternwarte hat zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr zur Sonnenbeobachtung geöffnet.

Alle Besucher sind dazu eingeladen, vom höchsten natürlichen Punkt Hannovers aus die Stadt und das Umland zu überblicken. Bei guter Sicht lässt sich sogar der Brocken in über 80 Kilometern Entfernung am Horizont entdecken!

Bei klarem Himmel mit Sonnenschein können alle Besucher außerdem einen einmaligen Blick auf den uns nächsten Stern, die Sonne, werfen. Unsere Teleskope sind mit Spezialfiltern ausgestattet, die Ihnen die Sonne in einem ganz neuen Licht zeigen werden.

Ausblick von der Sternwarte
Ausblick von der Sternwarte

Dieses Jahr gibt es auf dem Wasserhochbehälter, der die Sternwarte beherbergt, außerdem eine Ausstellung des Quartier e.V. zur Lindener Geschichte bis 1920.

Malerei von Ulrich Barth im KüchengartenpavillonLindener Turm:
ab 11 Uhr Gastronomie

Bergfriedhof:
Der Blaustern blüht auf den meisten Flächen des Bergfriedhofs
Lyrik am Wegesrand (Tafeln mit Texten, ausgesucht von Marie Dettmer)

Küchengartenpavillon / Quartier e.V.:
Geöffnet von 11 bis 18 Uhr
Ausstellung von Uli Barth, um 14 Eröffnung
Infos zur Geschichte des Küchengartens und Küchengartenpavillons

Kapelle
Kapelle

Friedhofskapelle:
Ausstellung von Quartier e.V. zur Geschichte des Küchengartens und Küchengartenpavillons
Lesungen von Günter Müller:
13.30 Uhr: Von unsaanen & wenanders. Was war da los in der Zeit als die Limmer noch der Brodwech war?
14.30 Uhr: Waaste agentlich wie se ßpräöchen? Ein literarischer Sprachkurs über den fast vergessenen Lindener Dialekt, auch zum Mitmachen.

Friedhofsbrunnen/ Friedhof:
13 Uhr: Posaunenchor der St.Martinskirche
15 und 16 Uhr: Duo Carsten Bethmann (Saxofon) und Sigga Giltz (Percussion), Walking Act
15.30 und 16.30 Uhr: Duo RabRubin (Katja Arff und Andreas Baum) spielen ausgewählte Traditionals

Botanischer Schulgarten:
Geöffnet von 12 bis 17 Uhr, Infos und Beratung
12 bis 17 Uhr: Imkerei Angela Vogel im Botanischen Schulgarten, Informationen rund um die Honigbiene und Stadtimkerei, kleine Bastelarbeiten

Achtung anziehend - geheimnisvolle KräfteKindermuseum Zinnober (Badenstedter Straße 48):
geöffnet von 11 bis 17 Uhr, Infos und Ausstellung „Achtung anziehend – geheimnisvolle Kräfte“

Anfahrt und Parkplätze:

Bitte kommen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln:

  • mit der Stadtbahn Linie 9, Haltestelle Lindener Markt oder Nieschlagstraße
  • oder mit Bus Linie 200 (Gegenrichtung: 100), Haltestelle St. Martinskirche oder Zur Sternwarte

Auf dem oberen Lindener Berg wird die Straße Am Lindener Berge am Sonntag, den 2.4.2017 von 12 bis 18 Uhr ab dem Parkplatz bei SV Linden 07 bis zum Christel-Keppler-Weg für den Autoverkehr gesperrt!

Parkplätze für Autos gibt es an der Überfahrt am Westschnellweg, am Steinbruch, am Christel-Keppler-Weg und vor allem an der Badenstedter Straße.

Hinweis für die Gäste:

Bitte wahren Sie beim Rundgang über den Bergfriedhof die Würde des Friedhofs! Bleiben Sie außerdem bitte auf den Wegen und betreten Sie bitte nicht die Wiesen, Sie zerstören sonst die Blausterne!

Quartier e.V. und Lindener Gipfeltreffen sind erreichbar unter Tel. 0160-96754410.
www.quartier-ev.de


„Das blaue Wunder“ – das Lindener Stadtfest zur Scillablüte
Sonntag, 2. April 2017 von 13 bis 20 Uhr
und verkaufsoffener Sonntag mit geöffneten Geschäften von 13 bis 18 Uhr

Das blaue Wunder - Küchengarten
Das blaue Wunder – Küchengarten

In diesem Jahr ist erstmalig der Bürgerverein Lebendiges Linden e.V. der Veranstalter des Festes „Das blaue Wunder“, das am Sonntag, den 2. April in der Zeit von 13 bis 20 Uhr stattfinden wird. Der Quartier e.V. wird, so hoffen die Veranstalter, zeitgleich, wie im vergangen Jahr, zum „Scillablütenfest“ einladen, so der Frühling rechtzeitig die Scilla Sibirica blühen lässt.

Dazu werden viele Einzelhandels- und Lebensmittelgeschäfte in ganz Linden zum verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet haben, die von den drei Lindener Standortgemeinschaften Aktion Limmerstraße e.V., LindenGut e.V. und DeisterKiez e.V. vertreten werden.

Das blaue Wunder“ ist das große Stadtfest Lindens, das entlang der Lindener Einkaufsstraßen und auf den schönen Plätzen mit zahlreichen Kulturspots aufwartet:

Emanuel Nicolas
Emanuel Nicolas

In der Limmerstraße beim „Lindenstübchen“ treten unter anderem The Bigos (Cover) und Betriebsblind (Hip-Hop) auf, beim „Stubenwechsel“ wird eine Bluessession stattfinden und beim „Fischers“ werden die Singer/Songwriter Emanuel Nicolas und Shaniqua spielen. Das UJZ Glocksee verkauft in der Nähe der Andrea Apotheke Muffins und bringt eine Buttonmaschine mit, Tänzer vom Swing Salon Linden laden zum Mitmachen beim Lindy Hop ein und DJ Drecka legt auf.

Am Küchengartenplatz wird das Kinder- und Blumenfest gefeiert. Auf die jungen Besucher warten Bungeetrampolin, Wasserbälle und ein Irrgarten während die Erwachsenen sich an Blumendekorationen und den Straßenmusikanten Crepes Sucette erfreuen können.

PlatzDa Aktion
PlatzDa Aktion

Zum ersten Mal ist die Stephanusstraße autofrei. Statt Fahrzeugen haben amüsante Kunst-Happenings des Projekts PlatzDa! an der Kreuzung Gartenallee/Stephanusstraße Vorfahrt. Die Zukunftswerkstatt Ihmezentrum, die Bauteilbörse Glocksee und das Partei Bündnis Grundeinkommen präsentieren sich auf der Straße und das Kundalini Yoga Zentrum Bliss bietet einen Meditationsperformance unter freiem Himmel an.

Beim Blauen Wunder, dem verkaufsoffenen Sonntag in Linden am 02.04.2017, ist die Stephanusstraße und der Lindener Markt FUSSGÄNGERZONE. Die PlatzDa!-Initiative fragt sich: WARUM bleibt das eigentlich nicht den ganzen Sommer über so und lädt ein zu Das Wunder beim Wunder: Auf die Straßen, fertig, los.

Auf der Hauptbühne am Lindener Markt werden die Reggae-Band Peace Development Crew, die Akustik-Cover-Combo Brittpop und die Rock-Coverband Hard ‘n‘ Blue auftreten sowie Keyboarder Lutz Krajenski mit Sänger und Percussionist Robbie Smith.

Lutz Krajenski
Lutz Krajenski

Über die Egestroffstraße kommt man zum Pariser Platz, der seinem Namen alle Ehre machen soll, denn hier ist Mode und Kunst zu sehen. Auf der kleinen Bühne gibt es Straßenmusik, Grooviges, Bluesiges und Hip-Hop mit Hangdrum, Lindener Groove Orchester, Frank Zappa  Tribute und Ranios & Rayk.

In der Falkenstraße zeigt die „Galerie Falkenberg“ Bilder ihrer Künstler, bei der Gaststätte  „Falkeneck“ geben die DJs El Batos, Sonder und Flood ihre Livesets zum Besten.

Am Schwarzen Bär werden Freunde von Electrobeats von den DJs KaramK und Psytek unterhalten werden. Um die Ecke im Medienhaus Hannover werden unter anderem Kurzfilme von Hildesheimer Studenten und der Kultfilm „Lindenlied“ gezeigt. In der benachbarten „Galerie BOHAI“ es gibt „offene Wände“ und es werden Singer/Songwriter zu hören sein.

Tom Vieth
Tom Vieth

In der Deisterstraße 13 hat die „ADAD Galerie“ geöffnet und im „Kulturpalast“ tritt das Jazz-Duo Däubler-Bernsmann auf.

Der Blues Corner in der Weberstraße beweist: Mississippi liegt mitten in Linden. Heartburn Billy & The Burning Harz sowie Tom Vieth & Friends spielen originellen Hillbilly beziehungsweise feinsten Chicago Blues. Um die Bühne herum bieten Foodtrucks und Bierstände kulinarische Genüsse.

Ein außergewöhnliches Kunstprojekt wird der Graffiti-Parcours werden: Sechs Graffitikünstler, die jeweils nur eine Sprayfarbe zur Verfügung haben, besprühen sechs große Leinwände. Nach 20 Minuten wechseln die Künstler zur nächsten Leinwand und führen das Werk des Vorgängers fort.

Mit dem Wettbewerb „Das blauste Schaufenster“ sollen die schönsten Schaufensterdekorationen prämiert werden. Besucher des Stadtfestes können Fotos ihres Lieblingsschaufensters einsenden und fürs Mitmachen bei der Abstimmung ebenfalls Preise gewinnen.

Wer alle Kulturspots besuchen möchte, folgt am besten dem „Fanfarenzug Alt-Linden von 1964“, der an dem Tag zweimal durch Linden ziehen wird.

Leckere Speisen und Getränke erwarten die Besucher überall, denn jede Bühne und jeder Kulturspot hat einen Gastronomiepartner, der für das leibliche Wohl sorgt.

Linie 10 in der Limmerstraße

Hochbahnsteige auf der Limmerstraße werden „zügig“ realisiert

Entwurf Hochbahnsteig Küchengarten
Entwurf Hochbahnsteig Küchengarten

Schon 2020 und 2021 wird es auf der Limmerstraße barrierefrei. Zumindest die Haltestelle Leinaustraße. Über den Standort der Haltestelle Küchengarten soll jetzt erneut diskutiert werden. Wenn man bedenkt, das die Diskussion um Hoch- oder Niederflur bereits 2009 stattfand würde ich bei diesem Zeitplan das Wort zügig nicht gerade gebrauchen.

Auch das jetzt erneut über den Platz für den Hochbahnsteig am Küchengarten diskutiert wird, ist nicht nachvollziehbar. Es gab doch schon eine praktikable Lösung, für die auch bereits ein Entwurf fertig war. Warum muss jetzt das Ganze wieder von vorne durchgekaut werden? Weder in der Limmerstraße noch auf der Spinnereibrücke will jemand einen Hochbahnsteig. Wie ein Hochbahnsteig auf der Limmerstraße aussehen könnte, habe ich bereits 2010 visualisiert. Von den Haltestellen Ungerstraße, Lindener Markt und Nieschlagstraße ist in dem Zusammenhang leider keine Rede. Von Planungssicherheit für den Stadtteil sind wir damit also noch weit entfernt.

Vielleicht war die Forderung der Grünen 2009 doch nicht so schlecht.

ab

Pressemitteilung der Stadt Hannover dazu:

Stadt und Region bestätigen Zeitplan für Stadtbahnausbau

Angesichts der Diskussion um die Fertigstellungstermine beim Bau der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße stellen die Landeshauptstadt und die Region Hannover klar, dass beide Hochbahnsteige ohne Verzögerungen realisiert werden sollen. Ziel sei eine Inbetriebnahme in den Jahren 2020 und 2021, erklärten Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau nach Gesprächen mit der Infra und den Fachdezernaten von Stadt und Region.

Voraussetzung sei, dass politische Beschlüsse und Festlegungen auf konkrete Standorte für die Haltestellen „Am Küchengarten“ und „Leinaustraße“ vorliegen. „Für beide Standorte sind solche Entscheidungen in diesem Jahr möglich“, sagte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

Hochbahnsteig Leinaustraße kommt 2020

Zum Hochbahnsteig Leinaustraße sollen ab März/April 2017 die politischen Gremien von Landeshauptstadt und Region beteiligt werden, darunter auch der Stadtbezirksrat Linden-Limmer. Von der politischen Entscheidung bis zur Realisierung sind rund drei Jahre für Planung, Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren zu veranschlagen. Für die Leinaustraße wäre somit eine Eröffnung Ende 2020 realistisch.

In Kürze erneuter Runder Tisch für Hochbahnsteig Küchengarten

Für den Hochbahnsteig Küchengarten gibt es drei Standortvarianten: eine am Ende der Fußgängerzone, eine im Kurvenbogen zur Spinnereibrücke und eine auf der Spinnereibrücke. Die bisherige Vorzugslösung im Kurvenbogen, die aus dem „Runden Tisch Limmerstraße“ entstanden ist, zeigte im Rahmen der Detailplanung erhebliche verkehrstechnische Probleme.

Daher werde noch im Frühjahr 2017 erneut ein Runder Tisch einberufen, sagte Franz. Dort sollen die Vor- und Nachteile erläutert und eine konsensfähige Vorzugslösung entwickelt werden. Nach einem Beschluss der politischen Gremien wird ebenfalls mit rund drei Jahren bis zur Eröffnung gerechnet, die voraussichtlich 2021 realistisch ist.

„Für die Projekte in der Limmerstraße habe wir jetzt einen realistischen Zeitplan. Es ist wichtig, dass es für den Stadtteil Planungssicherheit gibt. Alle Beteiligten wollen gemeinsam möglichst koordiniert vorgehen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Fünf neue Hochbahnsteige pro Jahr

Regionspräsident Hauke Jagau ergänzte: „So viel wie jetzt ist zuletzt vor der EXPO 2000 in den Ausbau der Hochbahnsteige investiert worden. Wir realisieren jetzt fünf statt zwei Bahnsteige pro Jahr. Das ist finanziell, bautechnisch und verkehrstechnisch an der Obergrenze und lässt sich nicht beliebig weiter aufstocken.“

Bereits eingeleitet wurde das Planfeststellungsverfahren für den Hochbahnsteig „Wunstorfer Straße“ in Limmer, der nach den Planungen im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Hier wurden die erhöhten Anforderungen an die Verkehrssicherheit durch die direkte Nachbarschaft zum neuen Gymnasium in Limmer berücksichtigt.

Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?

PlatzDa für Linden-Mitte

Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?
Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?

Am 09.02.17 fand im Lindener Rathaus eine Diskussionsrunde zum Thema „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?“ statt. Der Saal war voll. Aus Trier kam Professor Heiner Monheim mit der Bahn und dem Rad. Daneben auf dem Podium Daniel Gardemin von den Grünen, die CDU-Regionsabgeordnete Katrin Göllinger und Astrid Ries Inhaberin von HutUp.

An diesem Abend und auch im Anschluss an die Veranstaltung entstand eine kontrovers geführte Diskussion, die sich letztlich auf den Kernpunkt Pro und Kontra Autoverkehr zuspitzt. Auf die Frage ob eine Verkehrsberuhigung am Lindener Marktplatz für einen persönlich mehr Lebensqualität bedeutet hoben sich auf jeden Fall sehr viele Hände. In Opposition dazu befanden sich die Vertreter der großen Volksparteien SPD und CDU auf dem Podium und im Publikum die weiterhin eher auf dem Standpunkt freie Fahrt für frei Bürger zu stehen scheinen.

Punkt 1: Die Geschäfte müssen mit dem Auto erreichbar bleiben

Dazu hatten wir im letzten Jahr einen, wenn auch unfreiwilligen, Probelauf. Im Sommer wurde der gesamte Kreuzungsbereich des Lindener Marktplatzes wegen der Gleiserneuerung der Üstra gesperrt. Eine Durchfahrt war in allen Richtungen nicht möglich. Als Anwohner fand ich diese Situation einfach nur traumhaft. Auf der Stephanusstraße und auch auf der Falkenstraße konnte man unbeschwert Rad fahren und auch viel problemloser die Straße kreuzen. Was ist aber nun mit den Geschäften? Wir betreiben einen Stoffladen limetrees in der Posthornstraße, die durch die Baustelle plötzlich zur Sackgasse wurde. Hat es dem Geschäft geschadet? Nein! In diesen Sommermonaten hatten wir weit mehr Umsatz wie in den letzten Jahren am Schwarzen Bär. Viele Kunden hatten sich bereits im Vorfeld informiert und haben trotzdem zu uns gefunden. Auch andere Geschäftsleute fanden die verkehrsberuhigte Situation sehr schön und hatten damit kein Problem. Es scheint das auch zu diesem Thema Frau Ries nicht für alle Geschäftsleute in Linden-Mitte spricht.

Man kann sicherlich eine Lösung finden, die den Durchgangsverkehr stoppt, den zum Lindener Marktplatz kommenden Kunden aber weiterhin durchlässt.

Auf dem Podium: Astrid Ries, Katrin Göllinger, Daniel Gardemin und Heiner Monheim (vlnr)
Auf dem Podium: Astrid Ries, Katrin Göllinger, Daniel Gardemin und Heiner Monheim (vlnr)

Punkt 2: Parkplätze auf dem Lindener Markt

Wir haben uns für den neuen Standort Posthornstraße entschieden obwohl am Dienstag und Samstag auf dem Platz nicht geparkt werden kann. Gerade der Wochenmarkt dürfte für viele Geschäfte ein positiver Grund sein sich dort anzusiedeln. Gerade am Samstag ist die Parksituation am Lindener Markt schwierig. Trotzdem kommen viele Kunden auch von weit her und finden einen Parkplatz. Der Samstag ist hier wie auch anderswo der umsatzstärkste Tag der Woche. Wenn dies allein an der Parksituation festgemacht würde, müsste es in Linden-Mitte anders sein. Darüber hinaus haben wir den Standort auch gewählt, weil wir eigene Parkplätze anbieten können. Dafür muss man dann als Ladeninhaber eben bezahlen.

Auch für Privatleute gibt es ausreichend Parkplätze im Stadtteil. Nur kostenlos sind diese eben nicht. Außerdem ist auch Teilauto eine gute Alternative zum eigenen Wagen. Da ist der Parkplatz gleich inklusive und auch sonst hat man keinerlei Stress mit dem lieben Automobil.

Das im Winter auch noch die Poller zum für den Autoverkehr gesperrten Teil heraus genommen werden ist ein Unding. Auf Nachfrage beim Ordnungsamt wurde geantwortet, dass die Poller sonst einfrieren könnten und dann zum Wochenmarkt nicht entfernt werden können. Das hat zur Folge das es Autofahrer gibt, die aus der  Schwalenberger Straße quer über den Platz fahren. Also am Weihnachtsbaum im nächsten Jahr immer schön auf den kreuzenden Verkehr achten!

Punkt 3: Durchgangsverkehr

Die Stephanusstraße wird zu einem nicht unerheblichen Teil einfach als Abkürzung benutzt. Vom Küchengarten könnte man auch über Schwarzer Bär und Falkenstraße bzw. Deisterstraße zum Ziel kommen. Über die Stepanhusstraße ist es aber kürzer.
Schon beim Umbau des Küchengartenplatzes war die Bürgerbeteiligung für eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich. Alles, was daraus resultierte, ist die Aufpflasterung am Anfang der Stephanusstraße die diesen Zweck überhaupt nicht erfüllt. Als Erklärung dafür musste ich mir seinerzeit sagen lassen, dass eine Aufpflasterung wie beispielsweise an der Einmündung Minister-Stüve-Straße am Schwarzen Bär auch Sicherheitsgründen nicht machbar ist. Denn der Bus fährt kurz vor der Haltestelle über diesen Huckel und dadurch könnten die Fahrgäste die bereits stehen gefährdet werden. Nachdem die Umgestaltung fertig war, wurde aber auch die Haltestelle verlegt. Eine Fehlplanung oder nur eine plumpe Ausrede?

Weitere Berichte:

Fazit:

Die große Sperrung im letzten Sommer hat gezeigt, dass der Marktplatz durch eine Verkehrsberuhigung deutlich an Lebensqualität gewinnen kann. Wenn es schon mit Baustelle schöner ist, wie wird es dann erst ohne sein?

Parkplätze für auswärtige Gäste gibt es genug. Wie bereits auf der Veranstaltung vorgeschlagen könnte das Ihemzentrum auch als Stadtteilparkhaus dienen.

Wer als Anwohner nicht ständig auf Parkplatzsuche gehen will dem bleiben nur drei Varianten. Umstieg auf Carsharing, einen Stellplatz mieten oder den Wohnort wechseln. Ein Grundrecht auf kostenlose Parkplätze vor dem Haus gibt es in Deutschland zum Glück noch nicht.

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