Titelbild LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen

Anderthalb Dekaden sind voll: der neue Lindenkalender für 2019 ist da!

Titelbild LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen
Titelbild LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen

LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen

Seit Anfang der nuller Jahre fotografiert Ralf Hansen auf seinen Streifzügen durch Linden den einst eigenständigen Stadtteil in schwarzweiss. Dabei entstehen nicht nur historische Dokumente, sondern atmosphärische Einblicke in die lindener Lebenswelten. Nun liegt mit LINDEN 2019 bereits der fünfzehnte Kalender dieser Langzeitserie vor. Das war im Herbst 2004 allerhöchstens ein fixe Idee. Zwar stellte sich gleich nach Hansens erstem Lindenkalender die Frage, wie lange ist dieses Thema interessant, dass es aber anderthalb Dekaden werden war nicht vorstellbar. Inzwischen sind aus der Serie neben den Kalendern auch zwei Bildbände gemeinsam mit den Textern Hans-Jörg Hennecke (Linden lebt!, in 2006, ausverkauft) und Kersten Flenter (Linden,.. in 2015) entstanden, die auch sprachlich die lindener Lebenswelten und deren Veränderungen kritisch beäugen.

Lindenkalender 2019 - Alle Seiten in der Übersicht
Lindenkalender 2019 – Alle Seiten in der Übersicht

Nun also LINDEN 2019, zwölf mal Linden in Schwarzweiß / 14 Seiten / 42 x 30 cm / Kalendarium / Mondkalender / Termine / 20,- €
Der Titel zeigt einen sehr seltenen Blick über ein verschneites Linden, mit drei (!) rauchenden Schloten des Heizkraftwerks am Horizont..
Im Innenteil finden sich Fotografien der FAUST, Lindener Volkspark und Markt, ein paar markante Ecken in Linden-Nord und diesmal sogar einen kleinen Seitensprung über die Fösse nach Limmer hin. Auf die Natureisbahn im Fössebad; sicher eins der schönsten Ereignisse in 2018.

Kaufbar ist LINDEN 2019 mit freundlicher Unterstützung im

  • Lindender Weinladen, Limmerstraße 11
  • Blumenhaus Unverblümt, Limmerstraße 59
  • Sebs Bikeshop, Haasemannstraße 10
  • Im Exil, Nieschlagstraße 1
  • Buchhandlung Decius, Falkenstraße 10
  • Buchhandlung Annabee, Stephanusstraße 12
  • Buchhandlung ArteP, Limmerstraße 85

… ein Besuch der Geschäfte lohnt sich immer; nicht nur zum Kalenderkauf!

www.atelier-hansen.de

Limmerstraße

Plätze, Parks & Co. – Öffentliche Räume – nachts!

Limmerstraße
Limmerstraße

Termin: 30.10.2018, 18:00 – 21:00 Uhr
Veranstaltungsort: Üstra Remise, Goethestraße 19 (barrierefrei, Hintereingang nutzen!)

Öffentliche Räume werden von einem Großteil der Öffentlichkeit nur tagsüber wahrgenommen. Aber auch nachts ist einiges los im öffentlichen Raum Hannovers: es wird gefeiert, gelebt, gearbeitet, abgehangen, sich berauscht, übernachtet und vieles mehr….

Einige nächtliche Aktivitäten führen zu Konflikten mit Anliegern, andere sind Ausdruck sozialer menschlicher Probleme und auch wirtschaftliche Interessen spielen nachts eine Rolle.

Im Zuge der Initiative Sicherheit und Ordnung der Stadt Hannover wird ein Ordnungsdienst eingesetzt um auch abends bis 22:00 Uhr zu patrouillieren und die Einhaltung von Regeln zu kontrollieren und bei Ordnungswidrigkeiten einzugreifen. In einigen anderen Städten mit aktivem Nachtleben wie Amsterdam, Zürich aber auch Mannheim gibt es zusätzlich Nachtbürgermeister um die Anliegen der nachtaktiven Gesellschaft gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten, um Kompromisse auszuhandeln und zu vermitteln.

Das Bürgerbüro Stadtentwicklung wagt einen Blick auf dieses Gemengelage in der Stadt bei Nacht. Unsere Gäste sind Rainer Müller-Brandes (Diakoniepastor), Simone Beer (KlubNetz Hannover e.V.) und Axel von der Ohe (Finanz- und Ordnungsdezernent der Stadt Hannover).

In der Diskussion im Fischbowl-Format haben die Anwesenden selbst die Möglichkeit das Podium mit ihren Statements zu bereichern.

Abschließend gibt es einen kleinen Rundgang durch Hannovers öffentliche Räume nachts.

www.bbs-hannover.de

Schwere Körperverletzung auf der Limmerstraße um 15 Uhr!

Update:

11.10.2018 – 40-Jähriger nach Auseinandersetzung an der Limmerstraße verstorben

Der am Montagnachmittag (08.10.2018) bei einer Auseinandersetzung an der Limmerstraße im Stadtteil Linden-Nord lebensgefährlich verletzte Mann aus Laatzen ist heute Nachmittag in einer Klinik seinen Verletzungen erlegen. /now, pu

10.10.2018 – Polizei und StA ermitteln nach Auseinandersetzung an der Limmerstraße wegen eines versuchten Tötungsdelikts

Am Montagnachmittag (08.10.2018) kam es an der Limmerstraße im Stadtteil Linden-Nord zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 28 Jahre alten Mann sowie einem 40-jährigen Fußgänger. Vorausgegangen war dabei ein Konflikt zwischen den beiden, da der 28-jährige Fahrradfahrer offenbar dem die Straße überquerenden Fußgänger ausweichen musste. Im weiteren Verlauf schlug der Zweiradfahrer mehrfach auf den Mann ein und fügte ihm lebensgefährliche Verletzungen zu. Der Zustand des 40-Jährigen ist weiterhin kritisch (wir haben berichtet).

Aufgrund weitergehender Untersuchungen ermitteln StA und Polizei nun gegen den 28 Jahre alten Hannoveraner wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Beamte nahmen den Tatverdächtigen Mittwochvormittag an seiner Wohnanschrift im Stadtteil Linden-Nord fest.

Auf Antrag der StA Hannover wurde er heute einem Richter vorgeführt – dieser erließ Haftbefehl. /now, st


40-Jähriger schwebt nach gefährlicher Körperverletzung in Lebensgefahr

Montagnachmittag (08.10.2018) ist es an der Limmerstraße im Stadtteil Linden-Nord zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern (28 und 40 Jahre alt) gekommen. Dabei hat der ältere Kontrahent lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der 28 Jahre alte Hannoveraner kurz nach 15:00 Uhr mit seinem Fahrrad auf der Limmerstraße in Richtung Küchengarten unterwegs. Zeitgleich überquerte der 40-jährige Fußgänger die Limmerstraße in Höhe der Nedderfeldstraße, weshalb der Zweiradfahrer offenbar ausweichen musste. Im weiteren Verlauf kam es zwischen den beiden Männern zu einer Rangelei. Anschließend trennten sich die Kontrahenten, um wenige Meter entfernt erneut aufeinander zu treffen. Dabei schlug der 28-Jährige mehrfach auf den Fußgänger ein, der dadurch stürzte und sich lebensgefährliche Verletzungen zuzog. Eine alarmierte Polizistin sowie ein Passant leisteten bis zum Eintreffen eines Rettungswagens Erste Hilfe. Anschließend wurde der 40 Jahre alte Laatzener unter notärztlicher Begleitung in eine Klinik transportiert – sein Zustand ist derzeit kritisch.

Gegen den Angreifer – er wurde vor Ort vorläufig festgenommen – ermitteln die Beamten nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover konnte er die Wache aufgrund fehlender Haftgründe wieder verlassen. /now

Vielleicht einfach mal die eigenen Forderungen bei den Funktionsträgern der Partei in Linden-Limmer umsetzten

DIE PARTEI macht eine Party zur Demo und verhöhnt damit die Anwohner

Vielleicht einfach mal die eigenen Forderungen bei den Funktionsträgern der Partei in Linden-Limmer umsetzten
Vielleicht einfach mal die eigenen Forderungen bei den Funktionsträgern der Partei in Linden-Limmer umsetzten

Auszug aus dem aktuellen Lindenspiegel:
Die Partei Die PARTEI solidaristiert sich mit der betroffenen Bevölkerung: Für ein exzessbefreites, ordentliches und vor allem ruhiges Linden

Im Zuge des Kampfes gegen die andauernde Lärmbelästigung, veranstaltete der Kreisverband Region Hannover der Partei Die PARTEI am Samstag, dem 11. August, erneut eine Demo gegen Ruhestörung, um unüberhörbar auf diese Problematik im Stadtteil Linden aufmerksam zu machen.

„Wo andere Parteien nur unentwegt reden, da geben wir, was die Bewohner Lindens wirklich wollen: Stille“, so die ersten Worte der Eröffnungsrede von Cathi Gutwerk, Vorstandsmitglied für Agit- Prop, die damit auch die Forderungen der Nachbarschaftsinitiative Linden-Nord (NIL) aufgreift.

Danach startete der Demozug aus gut 50 Personen, untermalt von ätzender Musik und unterstützt von Tuba und Saxophone, über die Limmerstraße. Irritierenderweise wurden die lärmenden Forderungen nach „Ruhe! Ruhe! Ruhe!“ und „NIL wieder Partys!“ oft von noch mehr Lärm seitens der Anwohner und Partyterroristen begleitet, was natürlich gar nicht im Sinne der eigentlichen Demo war. Schockiert über diese Reaktionen macht Jasmin Grobleben, Vertreterin im Stadtbezirksrat Linden-Limmer, deutlich: „Es ist frappierend zu sehen, wie viele AnwohnerInnen uns anfeuerten, lauter zu werden, anstatt sich des eigentlichen Problems bewusst zu werden. Doch auch wenn große Teile der Lindener Bevölkerung scheinbar kein Problem mit Lärm haben, stellt das unser Vorhaben nicht in Frage. Wir werden ein ruhiges Linden durchsetzen!“

Am Béi Chéz Heinz angekommen, das als Wahrzeichen ausufernder Lärmbelästigung bekannt ist, berichtet der Vorstandsvorsitzende Julian Klippert darüber, welche Maßnahmen im Kampf für die Ruhe geplant sind: „Abschreckende Bilder beispielsweise funktionieren doch auch auf Zigarettenschachteln sehr gut. Die Welt muss sehen, was Lärm den Lindenern antut, um zu verstehen, was es bedeutet ein übermüdeter Anwohner zu sein.“ Das ist allerdings nur ein Ausschnitt aus einem ganzen Katalog, der ruhige Nächte garantieren soll.

So oder so: Der Stadtteil muss sich endlich wieder zum Guten wandeln, und die PARTEI wird sich auch weiterhin für ein exzessbefreites, ordentliches und vor allem ruhiges Linden stark machen!


Fazit:

Eigentlich hatte DIE PARTEI bei mir einige Sympathiepunkte gesammelt. Zum Beispiel als es um den Erhalt des Fössefreibades ging. Bei dem Thema nahm es die Satirepartei Ernst, was der Bürger vor Ort sich wünscht. Scheinbar wohl doch leider nur eine Eintagsfliege. Mit der jetzt bereits zweiten Spaßdemo hat DIE PARTEI wohl auch einige Anwohner in Linden verprellt. Die Kluft zwischen Anwohnern und feiernden Besuchern im Stadtteil wird durch derartige Aktionen sicherlich auch nicht kleiner. Schade um eine politische Alternative im Stadtteil!

Achim Brandau

Lindenspiegel 09-2018

Lindenspiegel September 2018

Lindenspiegel 09-2018
Titelthema
Dieses Jahr kein Limmerstraßenfest: Lindens größte Straßenparty macht Pause

Man hatte sich schon daran gewöhnt: Zu Beginn des Septembers – zusammen mit dem Lindener Volksund Schützenfest – verwandelte sich die Limmerstraße in eine riesige Partymeile, die selbst von den Stadtbahnen gemieden und stattdessen mit Bussen umfahren wurde. In den vergangenen sechs Jahren hatte die Firma Linden Outdoor von Fährmannsfest-Veranstalter Peter Holik das Straßenfest zusammen mit der Standortgemeinschaft Aktion Limmerstraße organisiert.
Hier bahnt sich nun ein Generationswechsel an. Damit geht auch eine andere Unternehmerkultur einher. Das einst von Peter Holik beabsichtigte Gemeinschaftsgefühl, das „Wir sind Linden“, scheint mehr in den Hintergrund zu treten, der Blick für die Allgemeinheit mehr dem Focus auf die Einzelinteressen zu weichen. Holik nennt das „Den Blick nur auf die Tageskasse richten statt auf die Imagepflege des Stadtteils“. Er selbst betont, er habe sich immer als Mediator zwischen den einzelnen Interessengruppen bei den Standortmitgliedern gesehen.

weiterlesen im aktuellen Lindenspiegel …

Die weiteren Themen:

  • Wohnen: Kein Privileg nur für Reiche
  • Schützen feiern: Party auf dem Küchengarten Seite
  • Daheimtipps: Entdeckertag in der Region

Kein Hochbahnsteig auf der Limmerstraße

Diskussionen um Hochbahnsteige auf der Limmerstraße reissen nicht ab

Hannover wehrt sich - Kein Hochbahnsteig auf der Limmerstraße
Hannover wehrt sich – Kein Hochbahnsteig auf der Limmerstraße

Seit mindestens 2009 wird über den Ausbau der Hochbahnsteige in der Limmerstraße für die D-Linie diskutiert. Hochflur- oder Niederflur, Tunnel oder Oberirdisch waren seitdem die Fragen. Einige Entscheidungen sind inzwischen gefallen und in Beton gefasst worden. Die Region hat sich gegen die Niederflurlösung und auch gegen einen Tunnel entschieden.

Niederflurvariante

Das Ergebnis war, dass beide Systeme grundsätzlich machbar sind. Insgesamt bewertete der Arbeitskreis das Hochflursystem aufgrund der Wirtschaftlichkeit, der verkehrlichen Flexibilität sowie anhand der schnelleren Realisierbarkeit als sinnvollere Lösung für Hannover. Die politischen Gremien folgten schließlich dem Ergebnis des Arbeitskreis. Die Regionsversammlung entschied schließlich mit Drucksache Nr. 371 (III) BDs am 18.06.2012, die Strecke im Hochflursystem auszubauen.

weitere Details siehe: https://www.infra-hannover.de/zehnsiebzehn/#toggle-id-6

Eine schnellere Realisierbarkeit für das Hochflursystem. Ein interessantes Argument. Wenn man bedenkt das man für Niederflur nur neue Bahnen anschaffen muss und innerhalb kürzester Zeit eine fast barrierefreie Variante gahabt hätte.

Tunnellösung

Die von Region und Stadt vorgeschlagene oberirdische Lösung für die neue D-Linie ist die kostengünstigste und wirtschaftlichste Variante. Der Bau eines Tunnels würde mindestens 130 Mio. Euro kosten, auf Grund der geringeren Wirtschaftlichkeit ist eine Förderung durch Bund und Land nicht sichergestellt. Ein Tunnel würde nur zwei unterirdische Stationen erhalten (Steintor und Raschplatz), der Bereich Ernst-August-Platz würde vom Stadtbahnnetz abgehängt.

weitere Details siehe: https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Mobilit%C3%A4t/Bus-Bahn/Aktuelle-Meldungen/Fragen-und-Antworten-zur-neuen-D-Linie

Stand der Dinge

Seit 2015 werden die Pläne für die Innenstadt in Beton gegossen. Dabei kam es schon jetzt zu diversen Ungereimtheiten und Planungsfehlern. Auch BIU und VCD befassten sich mit dem Thema und kamen zu interessanten Lösungen.

Interessant für die weiteren Planungen auf der Limmerstraße ist zum Beispiel die Aussage, dass ein Hochbahnsteig auf dem Ernst-August-Platz aus städtebaulichen Gründen nicht möglich ist.

Das es auf der neuen Streckenführung in Richtung Raschplatz zu Verkehrsproblemen vor der Ernst-August-Galerie kommen könnte sollte den Planern bekannt gewesen sein. Trotzdem wurde diese Streckenführung umgesetzt. Was dies für Konsequenzen hat, konnte bereits mehrfach beobachtet werden, als die Linie 10 durch den A-Tunnel fahren musste, weil das Verkehrsaufkommen an dieser Stelle zum Beispiel im Weihnachtsgeschäft zu groß wurde.

Diskussion um die Hochbahnsteige Limmerstraße

Ich mache Platz für die Hochbahnsteige Limmerstraße
Ich mache Platz für die Hochbahnsteige Limmerstraße

Bereits 2010 zeigten die Grünen während des Limmerstraßenfestes mit einem Hochbahnsteig auf Probe, welche Konsequenzen dies vor Ort hat. Mehrere Runde Tische und viele Diskussionen in Bezirksrat und anderen Gremien folgten. Letztlich entschied die Region sich für eine Variante, die so nicht von der Mehrheit der an den Diskussionen Beteiligten gewollt ist.

Alternativen

Die Niederflurbahnen sind vom Tisch seit in der City Strecke mit Hochbahnsteigen zubetoniert wird. Eine Tunnellösung, die bis zum Westschnellweg reicht, wie sie von einigen Initiativen gefordert wird, ist doch sehr unrealistisch. Das es einen barrierefreien Ausbau geben muss steht außer Frage. Es gibt aber auch Ausbauvarianten, die die Limmerstraße nicht so verschandeln.

Die Visualisierungen aus 2012 zeigen eine Haltestelle Küchengarten für die die Fläche der ehemaligen Rampe zur Fußgängerbrücke genutzt wird und eine Haltestelle Kötnerholzweg die ein Stück in Richtung stadtauswärts wandert.

Warum die politischen Entscheider sich jetzt für eine andere Ausbauvariante entschieden haben, bleibt unklar. So ist die Entscheidung für den Standort des Stadtbahn-Hochbahnsteiges an der Leinaustraße von der sPD einhellig begrüßt worden.

Achim Brandau

Räumung der Limmerstraße 98 im Juni 2011

Mein Quartier Linden

Quartier e.V. und Freizeitheim stellen unter dem Motto „Mein Quartier Linden“ in Vorträgen und Rundgängen Linden vor.
Dabei richtet sich das Angebot vor allem an Neulindener*innen und Interessierte, aber auch an fortgeschrittene Lindenexpert*innen.

Die nächsten Veranstaltungen:

Mauer an der Wachsbleiche mit vielen Fossilien
Mauer an der Wachsbleiche mit vielen Fossilien

Donnerstag, den 23.08.2018, 17.00 Uhr
Besichtigung: Fossilienfunde vom Lindener Berg und Umgebung (geowissenschaftliche Sammlungen)
Einführung in die „Sammlung Struckmann“ und ihrem Oberjura-Schwerpunkt, also 155 Millionen Jahre alten Fossilien vom „Westrand Hannovers (Linden, Ahlem, u.a.)“:
Vor etwa 155 Millionen Jahren im Oberen Jura erstreckte sich in Niedersachsen ein warmes, tropisches Flachmeer, dessen Überbleibsel in Form von mächtigen Kalksteinablagerungen im späten 19. Jahrhundert am Westrand von Hannover abgebaut wurden. Der Landwirtschafts-Assessor und Privatsammler Carl Struckmann sammelte in dieser Zeit eifrig die Fossilien dieser Gesteine, die noch heute beredt Zeugnis dieser Zeit ablegen. So finden sich darin Reste von fossilen Riff-Fischen ebenso wie von großen Meereskrokodilen, zahlreiche Muscheln, Schnecken, Seeigel und Brachiopoden sowie natürlich die Korallen der kleinen Riffe.
Der Großteil des Struckmann’schen Sammlungskonvoluts wird vom Niedersächsischen Landesmuseum Hannover verwahrt, das in Linden eine Liegenschaft unterhält. In der anderthalbstündigen Führung direkt im Magazin der geowissenschaftlichen Sektion zeigt die Fachbereichsleiterin und Geologin Dr. Annette Richter persönlich einige dieser fossilen Schätze und erläutert ihre Bedeutung für die Paläontologie.
Leitung Dr. Annette Richter. Ort: Fössestraße 99. Dauer: ca. 90 Minuten
Teilnehmer*innenzahl begrenzt, Anmeldung erforderlich: verein@quartier-ev.de

Dienstag, 28.8.2018, 19.00 Uhr
Die hannoversche Arbeiterbewegung im Weltkrieg (1914-1918)
1918: Novemberrevolution in Hannover!?

Fragen zur Geschichte der hannoverschen Arbeiterbewegung
Vor hundert Jahren, im Herbst 1918, bricht angesichts der militärischen Niederlage im Weltkrieg die politische Herrschaft von Adel, Militär und Wirtschaft in Deutschland zusammen. Als Folge der „Novemberrevolution“ bilden SPD und USPD die erste Regierung der neuen Republik. Die im Januar 1919 gewählte Nationalversammlung begründet eine bürgerlich-parlamentarische Demokratie. SPD und Gewerkschaften hoffen auf Mehrheiten für soziale Reformen, verlieren aber bald an Einfluss. Schrittweise werden die Institutionen der Republik von Gegnern der Demokratie erobert.
Die Geschichte der SPD und der Freien Gewerkschaften in Hannover, ihre Haltung zum „Burgfrieden“ während des Weltkriegs, ihr politisches Handeln in der Zeit der „Novemberrevolution“ und ihr Eintreten für den Bestand der Weimarer Republik stehen im Mittelpunkt von drei Vorträgen des Historikers Dr. Peter Schulze im Küchengartenpavillon.

Räumung der Limmerstraße 98 im Juni 2011
Räumung der Limmerstraße 98 im Juni 2011

Freitag, den 31.8.2018 um 17 Uhr
Linden – von unten bis oben
Rundgang von der Leineniederung zum Lindener Berg: Industrien und Mietshäuser, Abrisse und Sanierungen, Steinernes und Grünes.
Führung mit Dr. Sid Auffarth. Treffpunkt Dornröschenbrücke, Dauer ca. 2 bis 2,5 Std.

Donnerstag, den 6.9.2018 um 19 Uhr
„Das ist unser Haus“. Zehn Jahre Hausbesetzungen in Linden, List und anderswo (1971-81)
Vom praktischen Handeln und utopistischen Zielen.
Vortrag Dr. Sid Auffarth, Freizeitheim Linden, Stadtteilarchiv

Weitere Informationen finden Sie auf der Internet-Seite des Vereins unter www.quartier-ev.de.

Mehr als 2 Monate ohne Telefon

Umzugsdrama: O2 strapaziert Nerven von Lindenerin

Mehr als 2 Monate ohne Telefon
Mehr als 2 Monate ohne Telefon

O2 ist in den letzten Monaten immer wieder wegen einem schlechten Kundenservice in der Kritik. Offenbar leider zurecht, wie eine Kundin aus Linden feststellen musste. Ein einfacher Umzug entwickelte sich im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Kommunikationsdebakel.

Das Szenario: Offenbar kein Anschluss möglich …

Claudia D. (Name von der Redaktion geändert) ist Kundin von O2. Sie hat dort einen Festnetz- und einen Handyvertrag auch im O2 Mobilfunknetz. Als Sie vor einigen Wochen eine neue Wohnung in Linden bezog, teilte sie das rechtzeitig dem Unternehmen mit. Anfang Mai sollte sie den neuen Anschluss nutzen können. Doch es kam anders. Mehrere Termine kamen nicht zustande, die Hotline war nur schwer erreichbar, alles andere als freundlich und zeigte sich immer wieder vom Thema überfordert. Es entwickelte sich ein regelrechtes Drama über zwei Monate, in denen Claudia D. nicht telefonieren und surfen konnte.

Erschwerend kam hinzu, dass über einen längeren Zeitraum drei Mobilfunkmasten von O2 in und um Linden herum wegen technischer Arbeiten außer Betrieb waren. Daher konnte die Kundin nur unregelmäßig auf das instabile Mobilfunknetz ausweichen. Diese technischen Schwierigkeiten hatte das Unternehmen gegenüber dem Online-Magazin telespiegel aus Linden bestätigt.

O2: Neue Runde, neues Glück – oder Pech?

Es kam jedoch noch härter: Beim nächsten Termin stellte der Techniker fest, dass ein Kabel defekt war. Ein anderer Kollege müsse eines legen. Da Claudia D. diesen kaum erreichen konnte und keine kurzfristigen Termine frei waren, ließ sie das Kabel auf eigene Kosten von einem Elektriker legen. Dennoch musste ein Techniker von O2 dieses danach anschließen.

Nun entwickelte sich ein teilweise grotesk anmutender Verlauf. Immer wieder kamen Technikertermine nicht zustande. Diese ignorierten offenbar die erforderliche Anwesenheit vor Ort und stellten die Leistung per Fernwartung anbieterseitig bereit. Somit war die Leitung für O2 funktionsfähig, obwohl der Anschluss nicht installiert war.

Als Claudia D. aus Frust den O2-Shop auf der Limmerstraße aufsuchte, wurde sie zu den Kollegen am Kröpke verwiesen, denn in Linden seien nach Aussage des dortigen Mitarbeiters nur Neuverträge möglich. In der City hatte sie mehr Glück. Ein Mitarbeiter zeigte sich trotz seiner Nichtzuständigkeit hilfsbereit und unterstützte sie. Dennoch dauerte der Fall weitere Wochen und viele nervenaufreibende Anrufe, in denen Mitarbeiter teilweise behaupteten, der Anschluss sei fehlerfrei oder sie müsse den Router neu starten, oder einfach genervt auflegten. Parallel platzten weitere Termine. Service sieht anders aus.

Am Ende gibt es eine Gutschrift

Nach mehr als zwei Monaten war es dann endlich soweit. Der Techniker erschien und konnte in wenigen Minuten das vollbringen, was Claudia D. sich wünschte: Er legte einen funktionsfähigen Anschluss. Als der telespiegel kritische Fragen an O2 richtete, zeigte sich das Unternehmen nach dem desolaten Kundenservice doch noch etwas &Kulanz&: Es ersetzte nicht nur die abgebuchte Gebühr für den nicht gelegten Anschluss, sondern packte die gleiche Summe noch einmal als Gutschrift oben drauf. Warum der einfache Anschluss eines Kabels aber so viele Nerven kostet und satter zwei Monate dauert, bleibt ein Geheimnis von O2.

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Biobäckerei Doppelkorn

Doppelkorn sucht neue Räumlichkeiten

Biobäckerei DoppelkornNach der gelungenen Rettung steht der Biobäckerei Doppelkorn jetzt die nächste Hürde vor der Nase. Der langjährige Mietvertrag für den Laden auf der Limmerstraße wurde gekündigt. Jetzt sucht das Team nach neuen Räumlichkeiten.

Infoflyer:

Wir brauchen deine Hilfe!

Im letzten Jahr ging die traditionsreiche Vollkornbäckerei Doppelkorn unter äußerst dubiosen Umständen in die Insolvenz. Der Betrieb ruhte: drei Monate lang Ungewissheit und kein Geld für die Mitarbeiter/-innen, keine Backwaren für Linden und ganz Hannover.

Aber gleichzeitig erfuhren wir eine unglaubliche Verbundenheit unserer vielen Kunden und Freunde, die wir in zahlreichen Solidaritätsbekundungen und Hilfsangeboten erleben konnten.
Dann schließlich die Rettung. Der Betrieb wurde von Friedrich Dieter übernommen und wieder an den Start gebracht. Erleichterung, Übernahme aller Beschäftigten, Sicherheit, Neuanfang, Sachverstand, Wiederaufbau.

Seit Oktober backen wir also wieder. In der alten, 2009 bezogenen Backstube in Laatzen-Rethen unsere Klassiker wie das Korn-an‘-Korn oder das Dinkelsaftbrot. Natürlich in Handarbeit, natürlich Bio. Wie früher, aber mit neuer Ökokontrolle und mit neuer Bioland-Zertifizierung. Und seither verkaufen wir wieder.

Aber schon bald vielleicht nicht mehr in Linden!

Hier in der Limmerstraße hat 1984 alles mit Doppelkorn angefangen. Alle Höhen und Tiefen der alternativen Ökobäckerei hat die Besitzerin dieser Immobilie begleitet. Mit Sachverstand für die Backbranche, Sinn für Tradition und Verbundenheit zu den langjährigen Mitarbeitern. Doch jetzt hat sie unseren Mietvertrag zu Ende September gekündigt, einem neuen Pächter den Zuschlag gegeben und setzt uns vor die Tür.

Liegt’s am Geld des neuen Pächters, liegt’s am zu unspektakulären, zu langsamen Wiederaufbau? Daran, dass noch nicht alle geliebten Produkte wieder da und dringend gesuchte Mitarbeiter/-innen gefunden sind?

Wir finden Tradition und Verbundenheit sieht anders aus. Und wir finden, Doppelkorn muss in Linden bleiben.

Deshalb bitten wir dich um deine Hilfe. Wir brauchen dringend ein neues Ladengeschäft im Stadtteil, damit Doppelkorn in Linden nicht verschwindet.

Bitte melde dich mit deinem Hinweis, deinem Tipp oder Deinem Angebot. Gleich hier im Laden oder über info@doppelkorn-biobaeckerei.de.

Wir finden, Doppelkorn gehört zu Linden!

Dein Team von Doppelkorn

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Gleisbauarbeiten Linie 10: Ersatzverkehr ab „Wunstorfer Straße“

Zwischen Samstag, 30. Juni, Betriebsbeginn, bis Sonntag, 8. Juli, Betriebsschluss, fährt die Linie 10 wegen Gleisbauarbeiten nur bis zur neu eingerichteten Ersatzhaltestelle in der Limmerstraße (vor dem Freizeitheim Linden). Zwischen dieser Ersatzhaltestelle und dem Endpunkt „Ahlem“ wird ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Der SEV bedient alle regulären Haltestellen der Linie 10.

Zwei Haltestellen werden jedoch verlegt:
Die Haltestelle „Wunstorfer Straße“ wird in der Zimmermannstraße an der RegioBus-Haltestelle Linie 700 eingerichtet, die Haltestelle „Harenberger Straße“ Richtung Ahlem befindet sich in der Harenberger Straße vor der Spangenbergstraße.