Buslinie 100 und 200: Busse fahren eine Umleitung am Lindener Berg

Die Busse der Linien 100 und 200 fahren am Sonntag, 21. Juni 2015, von 7 Uhr bis 18 Uhr eine Umleitung im Bereich Lindener Berg. Grund dafür ist die Velo Challenge 2015.

Die Linie 100 fährt ab der Haltestelle „Charlottenstraße“ über die Deisterstraße zu der Haltestelle „Schwarzer Bär“ und weiter zur Haltestelle „Am Küchengarten“. Die Haltestellen „Deisterplatz/Bornumer Straße“, „Sporlederweg“, „Zur Sternwarte“, „An der Martinskirche“, „Nieschlagstraße“ und „Lindener Marktplatz“ entfallen ersatzlos.

Die Linie 200 fährt über die Falkenstraße zu der Haltestelle „Schwarzer Bär“ und weiter zur Haltestelle „Charlottenstraße“. Die Haltestellen „Nieschlagstraße“, „An der Martinskirche“, „Zur Sternwarte“, „Sporlederweg“ und „Deisterplatz/Bornumer Straße“ entfallen auch hier ersatzlos.

Linden-Limmer 2030 – Die SPD talkt im TAK

In diesem Jahr feiern wir 900 Jahre Linden. Mehr als nur ein Grund, um die vielen verschiedenen Perspektiven, die es über und aus Linden gibt an einem Tisch zusammenzubringen und über die Vergangenheit, aber auch über die Zukunft, des sich immer wieder neu zu erfindenden Stadtteils zu sprechen.

Die SPD Linden-Limmer in Kooperation mit dem Theater am Küchengarten „TAK“, wird am 26.4.2015, von 16:00 bis 18:00 Uhr, im Theater am Küchengarten, Am Küchengarten 3, eine offene Diskussionsveranstaltung gestalten und mit alteingesessenen Linderinnen und Lindner über die Entwicklung von Linden sprechen. Unter der Moderation von Kirsten Meyer (SPD-Linden-Limmer) werden Antonio “Toto“ Veneziano (Besitzer der Pizzeria Salerno auf der Fössestraße), Nils Wintering (Leiter und Geschäftsführer des TAK) und Christine Kastning (Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion der Stadt Hannover) über ihre Perspektiven zur Entwicklung des Stadtteils debattieren.

Gäste sind herzlichst zum mitdiskutieren eingeladen.

Wann un Wo: Sonntag, 26. April 2015 um 16:00 Uhr im TAK

Heizkraftwerk im Bau 1961

enercity-Kurzfilm zum Kohletunnel und historische Fotos zum Bau des HKW Linden

Heizkraftwerk im Bau 1961
Heizkraftwerk im Bau 1961
Seit Jahrzehnten liegt er im Verborgenen und Gerüchte kursieren über ihn: gement ist der unterirdische Kohletunnel, durch den das Heizkraftwerk Linden bis 1990 mit Kohle aus dem Verladeterminal zwischen Rampen- und Fössestraße versorgt wurde.

Wegen der innerstädtischen Lage des Kraftwerks verlief die Anlieferung relativ diskret und direkt am Kraftwerk sogar unsichtbar. Vom Verladeterminal gelangten von 1962 bis 1990 rund fünf Millionen Tonnen Steinkohle durch den Tunnel unterirdisch zum Kraftwerk. Förderbänder transportierten die Kohle zu den Kesselhäusern hinter der Elisenstraße. Das enercity-Heizkraftwerk Linden mit seinen drei Kesselhäusern prägt das Stadtbild. 1962 ging das Heizkraftwerk ans Netz. In Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt es umweltfreundlich Strom und Wärme. Hier in Linden begann der Aufbau des Fernwärmenetzes für Hannover. Bis 1990 wurde das Heizkraftwerk mit Kohle betrieben.

Kurzfilm bietet Einblicke

Als das Heizkraftwerk Linden 1990 von Kohle auf Erdgas umgestellt wurde, verlor der Kohletunnel seine Funktion. Da aus Sicherheitsgründen Begehungen des seit langem stillgelegten Tunnels nicht mehr möglich sind, soll der enercity-Kurzfilm mittelbar weiterhin Einblicke in dieses „Mysterium“ gewähren.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtube.com/watch?v=sBNrK_r2V8I

Ein Preview der Rohfassung des Film wurde Ende Februar beim Erzählcafé des Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V. gezeigt. Für den Abend mit dem Titel „Nachkriegs-Lebenswege zwischen Küchengarten und Wittekindstraße“ wurden eigens historische Fotos aus der Bauphase des HKW Anfang der 60er Jahre aufbereitet. Auch diese Fotos sind unter www.enercity.de/kohletunnel in einer online-Bildergalerie zu sehen.

Die ersten Blausterne sind schon da

Scillablütenfest 2015

Die ersten Blausterne sind schon da
Die ersten Blausterne sind schon da

Sonntag, den 29.3.2015 von 12 –18 Uhr

Die Scilla siberica, der Sibirische Blaustern, beginnt allmählich, die Wiesen des Lindener Bergfriedhofs mit seinem Blau zu färben , so dass wir hoffen, dass sich in den nächsten Tagen der ganze Bergfriedhof in ein blaues Blütenmeer verwandeln wird.

Zum Scillablütenfest bietet Quartier e.V. wieder Besichtigungen und ein Kulturprogramm auf dem Lindener Bergfriedhof an. Dieses Jahr steht das Programm im Zeichen der 900-Jahr-Feier Lindens mit Lesung, Schauspiel und zwei Ausstellungen.

Die Projekte des Lindener Berges (Lindener Gipfeltreffen) beteiligen sich mit Besichtigungen, Gastronomie und Kulturprogramm.
Beginn des Programms um i.d.R. 12 Uhr (bis 18 Uhr)

Vor dem Wasserhochbehälter werden wir einen Informationswagen (Lindenspiegel) aufbauen, in dem auch die Programmhinweise zum Fest und Materialien über den Lindener Berg erhältlich sind.

„Werde Bergstempler!“
Wie im letzten Jahr wird es dieses Jahr wieder einen „Bergpass“ für Jung und Alt geben. Bei dreizehn Projekten sind Stempelstationen in der Zeit von 14 bis 17 Uhr vorhanden, an denen es von KünstlerInnen gestaltete Stempel mit Motiven der Projekte gibt und die in einen „Bergpass“ gestempelt werden können. Ausgabestellen der Pässe sind die St.Martinskirche und die zentrale Quartier-Stempelstation am Friedhofseingang. Wer alle Stempel in seinem Pass hat, erhält an der Zentralstation einen Zusatzstempel und kann an einer Verlosung teilnehmen.

Scillablütenfest-Programm 2015

Eintritt wird nicht erhoben.

Auf dem Lindener Berg
Blaue Luftballons weisen den Weg (Aktion vom Lindener Turm)
Info-Pavillon von Quartier e.V. vor dem Wasserhochbehälterstand
14 – 17 Uhr: „Stempelaktion“ „Werde Bergstempler – hol Dir den Stempelpass!“, insgesamt 13 Stempel bei den Projekten. Zentrale vor Haupteingang Bergfriedhof (Quartier e.V./ Lindener Gipfeltreffen)
Voraussichtlich Infostand Kindermuseum Zinnober am Haupteingang des Friedhofes

St. Martinskirche
14 bis 17 Uhr: Kirchen- und Turmöffnung
15 Uhr: Orgelführung: Erläuterungen zur Ott-Orgel und zur Truhenorgel
16 Uhr: Kirchenführung durch den Oesterlen-Bau von 1957
Kaffee und Kuchen

SV Linden 07
Gastronomie Lindener Bergterrasse

Jazz-Club Hannover
Von 12 – 18 Uhr geöffnet
Live-Jazz von 13 – 17 Uhr
Getränke, kleine Snacks und Kuchen.

Mittwoch-Theater
Von 14 – 17 Uhr geöffnet
Die Lesung : „Der Lenz verschiebt seine Premiere“ findet um 14.15, 15.15 und 16.15 Uhr statt.
Führungen durch die Räume des Theaters : um 14.50, 15.50 und 16.50 Uhr ( jeweils 10-15 min.)
Theatercafé geöffnet von 14.30 -17.00 Uhr

Sternwarte/ Auf dem Wasserhochbehälter
14 – 16 Uhr Besichtigung, Sonnenbeobachtung
Ausblick vom Wasserhochbehälter,
Quartier-Ausstellung zur Lindener Geschichte bis 1920

Lindener Turm
Gastronomie

Kleingärtnerverein Linden
Kolonieheim Lindener Alpen: Gastronomie (Grillen)

Funkamateure auf dem Lindener Berg
12:00 – 17 Uhr Morsediplom für Kinder …und unter dem Motto „Amateurfunk – Brücke in die Welt“ Infos über den internationalen Amateurfunkdienst als Hobby und als Hilfe in Notsituationen. Besichtigung der Station in vollem Betrieb.-Die Funkamateure nehmen an einem internationalen Wettbewerb teil.

Quartier e.V. / Küchengartenpavillon
Geöffnet von 12 – 18 Uhr
Ausstellung „!Drachen! – fröhlich, frech und liebenswert“ Zeichnungen von Edith Meyfarth, Assemblagen und Objekte von plabilio
15.30 Uhr: Gruppe Theaterwahn mit einer theatralischen Lindener -Revue

Bergfriedhof
Der Blaustern blüht auf den meisten Flächen des Bergfriedhofes.
Lyrik am Wegesrand (Tafeln mit Texten, ausgesucht von Marie Dettmer).

Friedhofskapelle
13 und 15 Uhr: Lesung zur Lindener Sprache mit Günter Müller: „Waaste aagentlich wie se
ßpräöchen?“
Ausstellung von Quartier e.V. „Geschichte des Lindener Berges“

Botanischer Schulgarten
Geöffnet von 10.30 bis 17..30 Uhr, Infos und Beratung

Kindermuseum Zinnober
Voraussichtlich Infostand vor dem Haupteingang des Friedhofs
Im Kindermuseum 11 – 17 Uhr: „Touch the Music“ – Musik mit allen Sinnen erfahren

Anfahrt und Parkplätze:

Bitte kommen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Parkplätze für Autos gibt es an der Überfahrt am Westschnellweg, am Steinbruch, am Christel-Keppler-Weg und vor allem an der Badenstedter Straße.
Die Straße Am Lindener Berge wird am Sonntag, den 29.3.2015 vom Vormittag bis 19 Uhr ab Parkplatz bei SV Linden 07 bis Christel-Keppler-Weg für den Autoverkehr gesperrt.

Hinweis für die Gäste:

Wenn Sie den Friedhof betreten, achten Sie bitte die Würde des Friedhofs. Bleiben Sie außerdem bitte auf den Wegen und betreten Sie bitte nicht die Wiesen, Sie zerstören sonst die Blausterne!

Aktuelle Infos gibt es über die Internet-Seiten:
www.quartier-ev.de oder www.kuechengartenpavillon.de

Quartier e.V. wird institutionell gefördert durch die Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung&Qualifizierung.

Fukushima mahnt! – AKW Grohnde abschalten!

Ein Anti-AKW-Benefiz der Regionalkonferenz Grohnde. Live mit Bad Nenndorf Boys, Peace Development Crew u.a.

Bad Nenndorf Boys
Bad Nenndorf Boys

TERMIN: Samstag, 14.03.2015
EINLASS / BEGINN: 10:00 Uhr / 11:00 Uhr
EINTRITT: 15,- Euro Solidaritätsbeitrag
ORT: Kulturzentrum FAUST / Warenannahme

Anlässlich des 4.Jahrestages der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima veranstaltet die Regionalkonferenz “AKW Grohnde abschalten” einen Tag mit aktuellen Infos aus Japan, Beiträgen zum Atommüll-Desaster in Deutschland und der Klage gegen das Land Niedersachsen. Abends endet das Benefiz mit einem Live-Konzert. Auch für kleinere Gäste ist gesorgt.

Programm:

11.00 Uhr
Lagebericht Fukushima
Dr. Angelika Claußen (IPPNW)

13.00 Uhr
Fukushima/Grohnde-Kundgebung am Küchengarten

14.30 Uhr
Bestandsaufnahme Atommüll-AG Schacht Konrad

16.30 Uhr
Klagen gegen das AKW Grohnde
Ein Bericht des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

Peace Development Crew
Peace Development Crew

19.00 Uhr
Live-Konzert mit Bad Nenndorf Boys, Peace DC u.a.
Bad Nenndorf Boys (Ska-Punk)
Die Bad Nenndorf Boys veredeln mitreißende Ska-Rythmen mit einer gehörigen Prise Punkrock, schreiben ihren Songs melodiöses Herzblut ein, und wenn man sie auf die Bühne lässt, kracht es gewaltig. Seit 2002 musiziert sich die niedersächsische Ska-Punk-Kapelle mit ihren deutschen Texten quer durch die Republik. Ihre energiegelandenen Live-Auftritte sind mittlerweile legendär.

Peace Development Crew (Finest Reggae Outta Hannover)
Mit neuen Songs und neuer Besetzung ist die Peace Development Crew frischer denn je auf der Bühne. Die Reggae- und Dancehall-Band aus Hannover sorgt für fette Grooves, tiefen Bass und gute Vibes, bis die Dancehall kocht.

www.kulturzentrum-faust.de

Egon Kuhn mit Bezirksbürgermeister Grube bei der Ausstellungseröffung im Küchengartenpavillon

Egon Kuhn 50 Jahre in Linden

Egon Kuhn mit Bezirksbürgermeister Grube bei der Ausstellungseröffung im Küchengartenpavillon
Egon Kuhn mit
Bezirksbürgermeister Grube

Linden wird ja dieses Jahr 900 Jahre alt. Immerhin auch schon 50 Jahre wirkt – wohl wie kein anderer Lindener – Egon Kuhn in Linden.

Am 15.3.1965 begann die Arbeit des gebürtigen Osnabrückers in Linden als Leiter des Freizeitheim Linden. Bekannt wurde das Freizeitheim durch seine Stadtteilkulturarbeit mit seinen Fannystraßen-Kinderschützenfesten/ Lindener Butjerfesten oder mit der Aufarbeitung der Lindener Geschichte, die vor allem eine Geschichte der Arbeiterbewegung war. Auch die Geschichtswerkstatt und das Archiv zur Lindener Geschichte sind über Hannover hinaus bekannt.
Egon Leben war aber nicht nur das Freizeitheim.

1992 ging Egon Kuhn in Rente, war aber, keinen wundert es, noch aktiver als zuvor: bei Lebendiges Linden, in der AGLV Linden oder in der Otto Brenner Akademie, natürlich im Archiv und und …

Am Sonntag, den 15.3.2015 will der Verein Quartier zusammen mit Egon Kuhn an seine 50 Jahre in Linden erinnern: von 15 bis 17 Uhr in der sog. Wanne des FZH Linden.

Bilder von der Austellungseröffung – Egon Kuhn Lindener Butjer im Küchengartenpavillon

Dabei geht es auch um die Anfänge des Freizeitheim Linden. Deshalb wird der Film der GFS von Heinz Koberg aus dem Jahr 1962: „Sinnvolle Freizeit“ über das FZH Linden gezeigt.
Und natürlich geht es um Egon Kuhn und seine 50 Jahre in Linden, über die er wie immer unterhaltsam und ausführlich Auskunft geben wird.

Gastredner können zu Wort kommen – und auch kleine Überraschungen gehören zum Programm.

Geschichten aus der Lindener Geschichte - Heft 4

Geschichten aus der Lindener Geschichte – Heft 4

Geschichten aus der Lindener Geschichte - Heft 4Der vierte Teil der Geschichten aus der Lindener Geschichte hat etwas länger auf sich warten lassen. Dies aber nicht ohne Grund. Heft Nummer 4 behandelt die Zeit zwischen 1933 und 1945 in Linden.

Es gibt vermutlich keine Phase der deutschen Geschichte, die von Historikern derart intensiv erforscht worden ist, wie die Jahre zwischen 1933 und 1945. Schaut man allerdings nach Linden, drängt sich der Eindruck auf, als sei die Zeit des Nationalsozialismus – zumindest partiell – aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt. Widerstand lautet, von wenigen Ausnahmen abgesehen, das beherrschende Thema der Geschichtsaufarbeitung im Stadtteil – so, als ob der NS-Staat und seine Ideologie in Linden keinerlei Widerhall gefunden hätten, als ob die NS-Diktatur dem Stadtteil von außen gleichsam übergestülpt worden sei.

Tatsache ist, dass die vorliegenden Veröffentlichungen zur NS-Geschichte kaum vertiefende Erkenntnisse zu einer Aufarbeitung der Frage beisteuern können, auf welche Resonanz die NSIdeologie im Stadtteil traf und in welchen Handlungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung sich die NS-Herrschaft widerspiegelte – kurz: worin das „braune Linden“ (Arndt) letztlich seinen Ausdruck fand. Das, was zwischen 1933 und 1945 in Linden geschah, bleibt vor diesem Hintergrund seltsam schemenhaft. Ein Dunkel, das aufzuhellen, einen weiter gefassten Weg des Zugangs nahelegt.

Wie der Historiker Detlef Schmiechen- Ackermann 2007 in einem Vortrag im Niedersächsischen Landtag dargelegt hat, ist für den Zeitraum zwischen der Machtübertragung an Adolf Hitler und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Gesamttendenz zweifelsfrei eine „wachsende Zustimmung der deutschen Bevölkerung gegenüber dem Nationalsozialismus“ erkennbar. Gleichzeitig jedoch könne für die Zeit vor 1933 zumindest für einzelne Regionen und Milieus – Schmiechen-Ackermann benennt in diesem Zusammenhang etwa die Arbeiterschaft und die katholisch geprägte Bevölkerung in der niedersächsischen Diaspora – eine ablehnende Haltung gegenüber der NS-Bewegung nachgewiesen werden. Beide „weltanschaulich geprägten Gesinnungsgemeinschaften“, so der Autor, verfügten über tief verwurzelte Milieubindungen, die es ihnen – wenigsten in der Anfangsphase des Regimes – ermöglicht hätten, aktiv Widerstand zu leisten oder sich zumindest gegen die Ideologie des NS-Staates abzuschirmen. Angesichts einer sich zunehmend stabilisierenden Diktatur seien jedoch auch diese Milieus nach und nach anfälliger geworden, sei an den Rändern der jeweiligen Milieukerne eine wachsende Zustimmung mit dem NS-Regime erkennbar geworden.

Bereits in seinem Buch Nationalsozialismus und Arbeitermilieu hatte Schmiechen-Ackermannn nachgewiesen, dass die These von der Immunität der Arbeiterschaft in den Jahren zwischen 1933 und 1945 nicht haltbar ist. Eine in oppositioneller Ablehnung des Nationalsozialismus vereinte Arbeiterschaft, so der Autor, existierte nicht – auch wenn für die industrielle Arbeiterschaft „durchaus vielfältige und im Vergleich mit anderen Bevölkerungsgruppen relativ umfangreiche Formen der alltäglichen Verweigerung bis hin zur handfesten Opposition und zum organisierten Widerstand nachweisbar“ seien.

Die vorliegende Broschüre ist in Teilen der Versuch, die von Schmiechen- Ackermann formulierten Thesen mit Leben zu füllen. Der Versuch, sich auf der Basis des zur Verfügung stehenden Materials der Frage anzunähern, in welchem Ausmaß die Bevölkerung Lindens der Ideologie des Nationalsozialismus erlegen gewesen ist bzw. wie weit sie sich der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entziehen konnte. Eine dem Thema gerecht werdende intensive wissenschaftliche Forschung – dies vorausgeschickt – kann im Rahmen dieser Broschüre nicht geleistet werden. Was sie leisten kann, ist, das vorliegende Material – Mosaiksteinchen gleich – zu einem groben Bild zusammenzufügen.

Inhalt:

Seite 5 – Seltsam schemenhaft
Das „braune Linden“ – Versuch einer Annäherung

Seite 7 – Permanenter Bürgerkrieg
Die „Eroberung“ des Arbeiterstadtteils Linden durch die Nationalsozialisten

Seite 15 – Einbruch ins Milieu
Linden zwischen Widerstand, Anpassung und aktiver Parteinahme

Seite 23 – Der Ideologie nicht erlegen
Aktiver Widerstand, Nonkonformität und Verweigerung

Seite 29 – Alltag unter dem Hakenkreuz
Die Lindener erleben Gleichschaltung, Indoktrination, Bespitzelung und Denunziation

Seite 39 – Entmenschlichung und Vernichtung
Linden im Angesicht von Verfolgung, Deportation und Zwangsarbeit

Seite 51 – „Dies alles hat es auch in Linden gegeben“
Ein Gespräch mit der Historikerin Janet Freifrau von Stillfried über das Thema Zwangsarbeit

Seite 55 – Dem Ende entgegen
Linden zwischen Bombenkrieg und Neubeginn

Für 4,00 Euro erhältlich bei:

  • Annabee, Stephanusstraße 12-14
  • ArteP Buchladen, Limmerstraße 85
  • Antiquariat Wilder, Limmerstraße 60
  • Decius, Falkenstraße 10
  • Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4
  • Küchengartenpavillion, Am Lindener Berge 44
  • Lindener Buchhandlung, Limmerstraße 43
  • Maro Schreibwaren (Wolf’s), Limmerstraße 41

oder Online unter www.limetrees.de

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Treffpunkt vor dem TAK

Stadtrundgang durch Linden: „Eine Köstlichkeit“

Treffpunkt vor dem TAK
Treffpunkt vor dem TAK

Eine Portion hervorragender Stadtteilführung, eine Prise Sonnenschein, ein gutes Pfund Leckereien, eine ordentliche Menge Gespür für die richtigen Lokalitäten und eine Handvoll Spaß machten diese drei Stunden zu einer Köstlichkeit.

So beschreibt eine Teilnehmerin den Stadtteilrundgang von eat-the-world.com durch Linden. Eigentlich ist dem nichts mehr hinzuzufügen! So ist es auch nicht verwunderlich das die Touren hoch frequentiert und schnell ausgebucht sind.

Die Touren starten am Küchengarten und führen durch Linden-Mitte bis nach Linden-Süd in den Deisterkiez. Auf dem Weg erfahren Sie allerlei über die Geschichte und Architektur des „Schönsten Stadtteils der Welt“. Ganz nebenbei bekommen Sie darüber hinaus auch noch interessante Einblicke in die örtliche Gastronomie. Auf dem Weg durch den Stadtteil werden verschiedene kulinarische Spezialitäten probiert und ausgewählte Restaurant-Tipps für den nächsten Besuch gegeben.

eat-the-world.comWer jetzt Lust auf Linden bekommen hat sollte schnell einen Rundgang buchen. Bis Juni 2015 sind schon viele Touren ausgebucht aber besonders am Freitag findet man immer noch freie Termine.

Lassen Sie sich Linden nicht entgehen: Mediterran, originell, schick und hip, vor allem aber immer in Bewegung.

Alle Termine für die Touren durch Linden und weitere Stadtteile von Hannover finden Sie unter www.eat-the-world.com.

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„Damenwahl“ im TAK

„DAMENWAHL …UND ES GIBT SIE DOCH! FRAUEN IM KABARETT.“
DIE SONDERAKTION DES TAK RICHTET DEN SCHEINWERFER AUF DIE KABARETTISTINNEN.

DamenwahlFür das Frühjahr 2015 startet das Theater am Küchengarten die Aktion „Damenwahl …und es gibt sie doch! Frauen im Kabarett“. Das TAK will mit der Damenwahl besondere Aufmerksamkeit für die Vielfalt und Bandbreite der deutschen Kabarettistinnen schaffen und damit das leidige Vorurteil loswerden, Frauen hätten nur zu „Frauenthemen“ etwas zu sagen. Im Rahmen der Sonderaktion können vergünstigte Damenwahl-Tickets direkt beim TAK erworben werden.

Auf der Bühne des Theaters am Küchengarten finden in der Saison Januar bis Juni 2015 insgesamt 100 Auftritte statt. Elf davon werden von Kabarettistinnen bestritten, der Rest von ihren männlichen Kollegen oder gemischten Duos und Gruppen. Keine glänzende Quote, und doch ein guter Durchschnitt für die Männerdomäne Kabarett. Während sich Frauen im Bereich Comedy leichter einen Namen zu machen scheinen, werden Kabarettistinnen, besonders im politischen Kabarett, immer noch als Ausnahme gehandelt. Dabei haben Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts entscheidend zur Entstehung, Entwicklung und Popularisierung des gesamten Kabaretts in Deutschland beigetragen – einige der größten Kabarettstars der Vorkriegszeit waren Kabarettistinnen. Warum Frauen, wie in den meisten Bereichen, auch im Kabarett und seiner Geschichtsschreibung nur Nebenrollen spielen, hat viele Gründe. Einer davon ist die Annahme, Frauen hätten ausschließlich „Frauenthemen“ drauf und seien somit nur für weibliches Publikum interessant– während Vorstellungen männlicher Kabarettisten von allen Geschlechtern ohne Weiteres besucht werden.

Mit der Aktion „Damenwahl …und es gibt sie doch! Frauen im Kabarett“ will das Theater am Küchengarten darauf aufmerksam machen, dass es weit mehr als eine Handvoll deutsche Kabarettistinnen gibt. Und vor allen Dingen darauf, dass die Kabarettistinnen thematisch und stilistisch vielfältig aufgestellt sind und spitze Pointen genauso sicher liefern wie ihre männlichen Kollegen.

Um einen zusätzlichen Anreiz für das Publikum zu schaffen, sich selbst von der Bandbreite und Qualität der Kabarettistinnen zu überzeugen, werden im Rahmen der Damenwahl vergünstige Eintrittskarten ausgegeben. Wer zwei oder mehr Vorstellungen der Damenwahl-Aktion besucht, erhält auf jede dieser Karten eine Ermäßigung von 3,- €. Nur solange der Vorrat reicht und nur direkt im TAK-Foyer, unter 0511 445562 oder karten@tak-hannover.de zu kaufen (Mo.- Sa., 14-19 Uhr).

Die Vorstellungen der „Damenwahl“-Aktion:

Anka Zink „Leben in vollen Zügen“
21. Januar & 30. Mai, 20 Uhr
Ein kabarettistischer Höhenflug mit komödiantischen Zügen über das Reisen und die Freiheit.

Katie Freudenschuss „Bis Hollywood is eh zu weit“
3. Februar, 20 Uhr
Der Schritt von süßer Melancholie zu scharfer Ironie liegt bei Sängerin und Pianistin Katie
Freudenschuss oftmals nur einen Akkord entfernt.

Liese-Lotte Lübke „Bloß Liese“
7. März, 20 Uhr
Die Newcomerin am Klavier, die mit Unschuldsmiene gerne darüber hinwegtäuscht, dass sie es
faustdick hinter den Ohren hat.

Luise Kinseher „Ruhe bewahren“
20. März, 20 Uhr
Publikum unterhalten, saumäßig lustig sein, Klimawandel aufhalten, Mama anrufen, passenden
Mann finden, fürs Alter vorsorgen. Und natürlich dabei auch noch Ruhe bewahren!

Anny Hartmann „Ist das Politik oder kann das weg?“
27. März, 20 Uhr
Die klassischen Nachrichten driften immer mehr in den Boulevard ab – worüber lohnt es sich noch
aufzuregen? Anny Hartmann bringt unbequem und gesellschaftskritisch, das aber mit viel Humor Licht ins Dunkle.

Evi Niessner „Evi chante Piaf“
9. April, 20 Uhr
Einfach göttlich! Mit der außergeöhnlichen Hommage „Chanson Divine“ lässt Evi Niessner die Seele
der dramatischen und glanzvollen Zeit der Piaf wieder auferstehen.

Barbara Kuster „Die eiserne Lady“
10. April, 20 Uhr
Der nächste Bundespräsident wird eine Frau! Und gefühlt ist sie es bereits: Denn Barbara Kuster ist die
Eiserne Lady, nachdem sich dieses weich gespühlte Land sehnt.

Fräulein Nina „Die frontale Filosofie“
14. April, 20 Uhr
Sie ist alles: Alleinstehende Sängerin, nachdenkliche Kabarettistin, wortwitzige Autorin. Parole:
„Richtig geht anders!“ Schwer zu fassen, aber gut zu[m] Erkennen.

Monika Blankenberg „Die Zeit ist reif! ICH auch!“
23. April, 20 Uhr
Monika Blankenberg sorgt mit rheinischem Temperament, spitzer Zunge und einer Riesenportion
Humor für Stimmung in irrwitzigen Zeiten.

Simone Solga, „Im Auftrag Ihrer Kanzlerin“
6. & 7. Mai, 20 Uhr
Simone Solga kratzt nicht… sie schlägt zu! Ein Abend der doppelbödigen Unterhaltung, des
schonungslosen Miteinanders und der harmonischen Konflikte.

Helene Mierscheid „Sex, Drugs & Hexenschuss“
14. Mai, 20 Uhr
Helene Mierscheids politische Pointen landen mitten im Regierungsviertel, und das kann ein paar
gründliche Erschütterungen vertragen!

Heizkraftwerk im Bau 1961

Nachkriegs-Lebenswege zwischen Küchengarten und Wittekindstraße

Gemeinsam mit dem „Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V.“ lädt enercity am Freitag, 27. Februar 2015, um 18:30 Uhr zum Podiumsgespräch ins Heizkraftwerk Linden ein.

Wir blicken zurück auf das Alltagsleben im Linden der Nachkriegszeit und der Wirtschaftswunderjahre. Menschen, die in den 1950er Jahren im Straßenkarree Rampenstraße – Dieckbornstraße – Wittekindstraße aufgewachsen sind, werden als Zeitzeugen über die damaligen Verhältnisse und ihre späteren Lebenswege berichten. Mit auf dem Podium ist auch das Netzwerk-Mitglied Dierk Schäfer. Er ist auf dem Foto aus dem Jahre 1950 auf dem Trümmergrundstück an der Rampenstraße der Junge links unten (das Foto entstand dort, wo jetzt – wieder – das hoch aufragende Torhaus mit Zugang zum Innenhof steht. Das Vorgängergebäude war im 2. Weltkrieg bei einem Bombenangriff zerstört worden).

Zu diesem Anlass zeigt enercity auch die Vorabversion eines Kurzfilms zum Kohletunnel. Die anliefernden Kohlezüge sind den Zeitzeugen noch in lebendiger Erinnerung. Durch den Tunnel gelangte bis Anfang der 90er Jahre der Brennstoff für das Kraftwerk vom Verladeterminal Fössestraße aus unterirdisch ins Heizkraftwerk. Da aus Sicherheitsgründen Begehungen in den Tunnel nicht mehr möglich sind, soll der 4-minütige Film mittelbar weiterhin Einblicke gewähren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos (begrenztes Platzangebot).

Treffpunkt für Interessierte ist:

Freitag, 27. Februar 2015, um 18:30 Uhr (pünktlich)
Heizkraftwerk Linden
Eingang Elisenstraße
30451 Hannover

Stadtbahn-Haltestelle Küchengarten (ca. 100 m Fußweg von dort)

Ende der Veranstaltung gegen 20:30 Uhr