Street Art Spurensuche

Ty?!sch Hannover, im Rahmen dieser Sonderausstellung des Historischen Museums, führt Heike Rhein Interessierte durch Lindens Straßen um am Wegesrand Kleines und Großes aus der Street Art zu entdecken. Dabei möchte sie die verschiedenen Ausdrucksformen der KünstlerInnen einem breiten Publikum zugängig machen.

Treffpunkt ist am 11.06.2017 um 15 Uhr vor dem TAK am Küchengarten.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

www.kulturtaeschchen.de

Auf den Spuren von Adam Seide

„Es ist nur eine Reise“

Auf den Spuren von Adam Seide
Auf den Spuren von Adam Seide
5. Literarischer Erkundungsgang in Linden auf den Spuren von Adam Seide

Auf die Spur von Adam Seide und seinem alter ego „Lampenschirm“ aus seinem letzten Roman in Linden begibt sich die Initiative „Lebensraum Linden“ (www.lebensraum-linden.de) wieder am 17. Juni. „Es ist nur eine Reise“ lautet zum 5. mal das Motto des literarischen Erkundungsganges mit dem Lindener Autor Günter Müller.

Adam Seide (1929 – 2004) war weit über Hannover hinaus bekannt als Autor, Kunst- und Theaterkritiker, Herausgeber und Galerist. Geboren 1929 in Linden, eröffnete er 1958 im Alten Lindener Rathaus eine der ersten privaten Galerien in Hannover, die als Treffpunkt der damaligen Kunstszene galt. Parallel dazu entstanden die „Schriften aus der Galerie Seide“. 2000 erschien der erste Band „… es ist nur eine Reise …“ seiner unvollendeten Lindener Trilogie „Drei alte Maler“.

Treffpunkt ist am Alten Rathaus Linden um 14 Uhr. Vom Standort der ehemaligen Galerie Seide aus geht der Erkundungsgang entlang der Orte des Romans auf den Lindener Berg. Unterwegs liest Günter Müller aus dem Roman „…es ist nur eine Reise…“ und aus eigenen Texten zu Adam Seide. Seinen Abschluss findet der Spaziergang in Küchengartenpavillon mit weiteren Texten von und über Adam Seide sowie beim Austausch im „Lindener Turm“.

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Projekt der Initiative „Lebensraum Linden“ wird gefördert vom der Hannoverschen Volksbank und der Linden-Limmer-Stiftung.

Termin: 17.06.17, 14 Uhr
Treffpunkt: Altes Rathaus Linden, Ecke Deisterstraße – Auestraße

www.lebensraum-linden.de

Kulturdezernent Harald Härke und der Nachtwächter Melchior von Stattreisen

Brunnensaison am Nachtwächter-Brunnen auf dem Lindener Marktplatz eröffnet

Kulturdezernent Harald Härke und der Nachtwächter Melchior von Stattreisen
Kulturdezernent Harald Härke und der Nachtwächter Melchior von Stattreisen

Und sie sprudeln wieder – nach und nach wer-den die hannoverschen Brunnen jetzt in Betrieb genommen. Kulturdezernent Harald Härke hat die diesjährige Brunnensaison heute (24. April) am Nachtwächter-Brunnen auf dem Lindener Marktplatz eröffnet. Jährlich investiert die Stadt rund 140.000 Euro für den Brunnenbetrieb – Strom, Wasser und die bauliche Unterhaltung.

Im Anschluss werden heute noch folgende Brunnen in der Innenstadt angestellt:

  • Duve-Brunnen am Leibnizufer
  • „Die Liegende“ am Georgsplatz
  • „Leute im Regen“ in der Großen Packhofstraße
  • Postbrunnen in der Rosenstraße
  • Brunnen in der Grupenstraße
  • Oskar-Winter-Brunnen am Holzmarkt
  • Hase-Brunnen am Alten Rathaus
  • Klaus-Bahlsen-Brunnen auf dem Trammplatz

Geplant ist, dass bis Ende April mit Ausnahme der Trinkwasserbrunnen nahezu alle Brunnen angestellt werden.

Von den 61 städtischen Brunnen bleiben zunächst abgeschaltet:

  • Gänseliesel-Brunnen am Steintor (wird saniert)
  • Klagesmarkt-Brunnen (wird technisch saniert)
  • Lüders Brunnen in der List (Verkehrssicherheit wird wiederhergestellt)
  • Schlossbrunnen (wird saniert)
Trinkwasserbrunnen auf dem Küchengarten (2006)
Trinkwasserbrunnen auf dem Küchengarten (2006)

Trinkwasserbrunnen

Die elf Trinkwasserbrunnen an folgenden Orten und Plätzen werden traditionell erst nach den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) in Betrieb genommen.

  • Am Bache
  • Oesterleyplatz
  • Fiedelerplatz
  • Bonifatiusplatz
  • Plauener Straße
  • Sallplatz
  • Am Küchengarten/Ecke Haasemannstraße
  • Sahlkampmarkt/Ecke Elmstraße
  • Herrenhäuser Markt
  • Velvetplatz
  • Davenstedter Markt

Zum Nachtwächter-Brunnen:

Der Nachtwächter-Brunnen ist auf dem Lindener Marktplatz zu finden und wird von der Bronzenen Figur eines Nachtwächters mit Hund, Hellebarde, Laterne und Horn geziert.

Die Geschichte des Nachtwächter-Brunnens ist eng verknüpft mit der des Oscar-Winter-Brunnens am Holzmarkt und dem ehemaligen Gutenberg-Brunnen vor dem Neuen Rathaus.

Im Jahre 1895 wurde ein neuer Brunnen für den Holzmarkt gesucht. Insgesamt wurden 35 verschiedene Brunnenmodelle im Rahmen einer Ausstellung im Museum August Kestner vorgeschlagen. Letztlich fiel die Entscheidung für den Holzmarkt auf den Entwurf des Oscar-Winter-Brunnens, der nach seiner Ausfertigung ein Jahr später der Öffentlichkeit übergeben wurde. Unter den eingereichten Vorschlägen befand sich jedoch noch ein weiteres Modell, das Begeisterung hervorrief – ein Brunnen mit dem Titel „Der Thürmer“. Vermutlich sollte der Brunnen an den alten Turmwächter der Marktkirche in der Altstadt Hannovers erinnern. Besonders der damalige Senator Stephanus setzte sich für den Bau des Brunnens ein. Schon im Winter 1895 hatten Bürger und Firmen die erforderlichen knapp 16.000 Mark gespendet. Kaum ein Jahr später konnte der „Nachtwächter-Brunnen“ mit einem Festakt im September 1896 eingeweiht werden. 1914 wurde der Nachtwächter-Brunnen dann auf seinen endgültigen Platz versetzt.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Skulptur des Nachtwächters im Zuge der „Ablieferungspflicht“ für die Rohstoff-Sammlungen zur Einschmelzung und Nutzung zu militärischen Zwecke abgebaut. Glücklicherweise kam es nie zur Einschmelzung des Nachtwächters, lediglich die ehemals am Brunnen angebrachten Symbole für die Nacht – der Kater und die Fledermäuse – blieben verschwunden. Doch als der Nachtwächter mit seinem Hund 1949 wieder zurückkam, war sein alter Sockel zerstört.

Aber nicht nur die Nachtwächterfigur, sondern zahlreiche weitere Brunnen fielen der Materialsammlung im Zweiten Weltkrieg anheim, darunter auch die Figur des Gutenberg-Brunnens. Der übrig gebliebene Brunnensockel der Gutenbergfigur wurde nun nicht mehr benötigt.

Der Sockel wurde auf den Lindener Marktplatz versetzt und fand seine neue Verwendung für den Nachtwächter und seinen Hund, sodass 1950 der Nachtwächter wieder an seinen alten Standort zurückkehren konnte.

Heute erinnern nur noch die vier Löcher, an denen ursprünglich das Widmungsschild von Heinrich Ebhardt, dem Stifter des Gutenberg-Brunnens, befestigt war, an die Zeit, als der Sockel noch die Gutenbergfigur trug.

Küchengartenpavillon

Lesung „Gerächter Zorn“ von Barbara Schlüter

Sonntag, 23.4.2017 um 17 Uhr im Küchengartenpavillon

„Gerächter Zorn“
Der dritte historische Roman von Hannoveraner Autorin Barbara Schlüter stellt Linden ins Zentrum des Geschehens. Die Verhältnisse in der Arbeiterstadt Linden sind katastrophal – arm, dreckig und im Wohnraum völlig beengt geht es in Hannovers benachbarter Industriestadt zu. Es prallen Welten aufeinander, als die Zwillinge Elsa und Emilie aus dem behüteten Hause der von Elßtorffs beschließen, die Arbeit der Diakonisse zu unterstützen, denn die scheint selbst am Ende ihrer Kräfte. Medizinstudent Heinrich von Elßtorff und der „rote Fuchs“ Cord Breuer sind ebenfalls entsetzt über die gesundheitsgefährdenden Bedingungen in den Fabriken. Was können die jungen Leute tun, die die Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen wollen? Zunächst verhindern einige glückliche Fügungen Schlimmeres. Ganz zuletzt ist es jedoch einmal mehr an Elsa, beherzt einzugreifen …

„Lindener Blut ist keine Buttermilch!“
Nach „Vergiftete Liebe“ (2012) und „Verheimlichte Liebe“ (2014) blickt Barbara Schlüter im dritten Roman um die Hannoveraner Architektenfamilie gen Linden und erzählt vor allem vom Leben der Arbeiterinnen in den 1890er Jahren.

Barbara Schlüter ist seit 35 Jahren selbstständige Kommunikationstrainerin, Coach und Managementberaterin. Als wissenschaftliche Assistentin (damals Barbara Kroemer) am Historischen Seminar der Universität Hannover bot sie als Erste Veranstaltungen zum Thema „Frauen in der Geschichte“ an. Mit ihrem Sachbuch „Rhetorik für Frauen“ (1987) hat sie Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet. Sie lebt nach Stationen auf den Kanarischen Inseln und im Rheinland wieder in ihrer Heimatstadt Hannover. Mehr Infos: www.dr.b-schlueter.de

Der Eintritt ist frei.

Küchengartenpavillon
Am Lindener Berge 44
30449 Hannover
www.quartier-ev.de

Quartier e.V. wird institutionell durch die Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung gefördert.

Gemeinsam zum Derbysieg

Derby bleibt bis auf zwei Zwischenfälle friedlich

Gemeinsam zum Derbysieg - Bitte nicht wieder!
Gemeinsam zum Derbysieg – Bitte nicht wieder!

Die gesamte Bereitschaftspolizei aus Niedersachsen musste am Sonnabend dafür sorgen das sich sogenannte Fußballfans aus Hannover und Braunschweig nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen.

Bereits um 8:00 Uhr trafen sich die Hannoveraner am Küchengarten. Leider!!! Für viele Lindener kein schöner Morgen. Über mehrere Stunden kreiste ein Polizeihubschrauber über Linden-Mitte. Dazu durfte man sich – Zitat: Übelste Nazisprüche von den Scheiß-Nazi-Touristen anhören. Als sich dann um cirka 10:00 Uhr die Meute in Richtung Stadion in Bewegung setzte, wurde es noch lauter. Neben pubertären Sprechgesängen gegen den Gegner (Braunschweig und die Polizei) wurde auch allerlei Pyrotechnik gezündet. Zurück bleibt eine völlig vermüllte Limmerstraße inklusive einer demolierten Haltestelle.

Nicht viel besser die Braunschweiger am Bahnhof Fischerhof. Im Rudel pissende Männchen kennt man sonst nur vom Münchener Oktoberfest. Als dann am Stadion die „Fans“ auch noch die Sicherheitskontrollen durchbrechen wollten hatte die Polizei die Lage zum Glück schnell wieder im Griff.

Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen mussten mehrere Blöcke im Stadion leer bleiben. Trotz aller Kontrollen gelang es wieder mal einiges an Pyrotechnik mit in das Stadion zu schmuggeln. Für den Verein wird das wohl eine saftige Geldstrafe zur Folge haben.

Das Derby bleibt also bis auf zwei Zwischenfälle friedlich. Es hätte also auch viel Schlimmer kommen können!

Beim nächsten Derby sollte man vielleicht mal darüber nachdenken ob man diese Besucher wieder im Stadtteil haben möchte. Als Vorbild könnte die Aktion „Kein Kölsch für Rechts“ dienen. Wenn der Rewe-Markt, die Kioske, und die Kneipen dann einfach mal geschlossen haben, kommen diese „Fans“ sicher nicht noch mal zu uns.

ab

Pressemitteilung der Polizei:

Niedersachsenderby in der 2. Bundesliga Konzept der Polizei geht auf – Braunschweiger Randalierer schon vor Spielbeginn in Gewahrsam genommen
15.04.2017 – 17:20

Hannover (ots) – Sehr zufrieden äußert sich Hannovers Polizeivizepräsident Jörg Müller zum heutigen Einsatz anlässlich der Begegnung Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. „Durch flexibles und sehr konsequentes Einschreiten ist es uns gelungen, gewaltbereite Anhänger beider Clubs zu trennen und insgesamt 183 Braunschweiger Chaoten auf dem Stadiongelände in Gewahrsam zu nehmen.“

Sammeln der Anhänger von Hannover 96 am Küchengarten, Eintreffen von großen Teilen Braunschweiger Gäste am Bahnhof Fischerhof, begleitete Fußmärsche der Anhänger beider Clubs zur HDI Arena, Zünden von Pyrotechnik, Braunschweiger Chaoten verschaffen sich Zugang zum Stadiongelände und werden dort von Einsatzkräften in Gewahrsam genommen, friedlicher Spielverlauf, reibungslose Rückreise – das sind die wichtigsten Stichpunkte zum heutigen Niedersachsenderby.

Bereits am frühen Morgen hatten sich Hannoveraner Fußballanhänger am Küchengarten in Linden getroffen. Kurz nach 10:00 Uhr setzten sich dann zirka 1 000 Menschen in Begleitung von Einsatzkräften in Richtung HDI Arena in Bewegung. Sowohl am Küchengarten, als auch bei dem sich anschließenden Fußmarsch kam es zum Zünden von Pyrotechnik.

Den Großteil der Unterstützer aus Braunschweig, der mit einem Sonder- bzw. einem Entlastungszug angereist war, nahm die Polizei am Bahnhof Fischerhof in Empfang und eskortiere ihn ebenfalls ohne größere Zwischenfälle zum Stadion. Gegen 11:30 Uhr sahen sich die Beamten am Stadion mit der Situation konfrontiert, dass sich eine große Anzahl Braunschweiger am Eingang Süd-West gewaltsam Zugang zum Stadiongelände verschafften. Schnell dominierten die Einsatzkräfte die Situation und nahmen 183 Randalierer in Gewahrsam. Für sie endete damit das Spiel bereits vor dem Spiel.

Im Rahmen der weiteren Überprüfung stellten Beamte säckeweise potenzielles Beweismaterial, u.a. Pyrotechnik, Vermummungsgegenstände und Werkzeuge, sicher.

Während der zweiten Halbzeit kam es im Bereich der Nordkurve zum Abbrennen von Pyrotechnik, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Darüber hinaus nahmen Einsatzkräfte im Rahmen einer Kontrolle am Morgen an der Vahrenwalder Straße drei Männer in Gewahrsam und stellten bei ihnen u.a. umfangreiche Vermummungsgegenstände sicher. Insgesamt acht Polizeibeamte wurden beim Einsatz leicht verletzt, einer davon ist aktuell nicht mehr dienstfähig.

Nach Spielende wurde ein großer Teil der Braunschweiger Anhänger von der Polizei zum Bahnhof Fischerhof begleitet und stieg dort in die bereitgestellten Züge. Weitere Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen blieben aus. „Unser Sicherheitskonzept ist aufgegangen“, konstatiert Jörg Müller. Er ergänzt, dass „insbesondere die umfangreichen Sicherstellungen, die durch das gezielte und entschlossene polizeiliche Einschreiten möglich waren, uns das Gewaltpotenzial der rivalisierenden Clubs sehr deutlich vor Augen geführt und größere Auseinandersetzungen verhindert haben.“ /st, schie

Lindener Hafen im Winter

100 Jahre Lindener Hafen

Lindener Hafen im Winter
Lindener Hafen im Winter

Ein bedeutendes hannoversches Industrie- und Gewerbegebiet im Wandel der Zeit

Am 18. April 1917 wurde im damals neu gebauten Lindener Hafen erstmals ein Schiff entladen. Fast auf den Tag genau 100 Jahre ist das nun her. Anlass für die Städtischen Häfen für einen historischen Rückblick und einen kleinen Ausblick. Gefeiert wird das Jubiläum im Juni.

„Poseidon“ hieß das 400-Tonnen-Motorschiff, das als erstes die Limmer-Schleuse passierte und seine Ladung löschte. Vier Jahre waren zuvor vergangen, seit die damals noch eigenständige Stadt Linden im Jahr 1913 den Bau des Hafens beschlossen hatte. Von 1914 bis 1916 wurden die 1,2 Kilometer lange Anlage sowie der Stichkanal erstellt. Der Lindener Hafen war eine der ersten größeren Umschlaganlagen zwischen Elbe und Weser. „Im ersten Betriebsjahr wurden beachtliche 718 Schiffe mit rund 500.000 Tonnen Kohle entladen“, betont Jörn Ohm, heutiger Leiter der Städtischen Häfen Hannover.

Die Stadt Linden war der großen Nachbarstadt um ein Jahr voraus. Erst 1918 wurde der Nordhafen am Mittellandkanal eröffnet. Anfang 1920 wurde die Stadt Linden nach Hannover eingemeindet, der Lindener Hafeninspektor August Wolf übernahm die Leitung der Städtischen Häfen.

Beginn der Schifffahrt

Ein Schiff verlässt den Lindener Hafen
Ein Schiff verlässt den Lindener Hafen

„Die Geschichte der hannoverschen Schifffahrt geht ins 14. Jahrhundert zurück, in dem die Städte Bremen und Hannover sich über die Nutzung des Wasserwegs verständigt haben“, erläutert Jörn Ohm und führt weiter aus: „Im Jahr 1740 kam etwa der Schiffer Jost Wolf mit einer Ladung Wein, Butter, Tran etc. nach Hannover.“ Durch den Ausbau der Schleusen bei Herrenhausen und Neustadt im 18. Jahrhundert wurde die Wasserstraße zu einem festen Bestandteil der Transporte, zum Beispiel von Bergwerkserzeugnissen aus dem Harz.

Im 19. Jahrhundert mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Hannover nach Bremen (1847) schlief die Schifffahrt fast vollständig wieder ein. Theoretisch bestand die Wasserstraße zwischen Bremen und Hannover weiterhin, alle Versuche, die Leineschifffahrt zu reaktivieren, scheiterten jedoch an den hohen Kosten des Ausbaus und dem niedrigen Wasserpegel. Erst mit dem 1905 verkündeten „Preußischen Wasserstraßengesetz“, das den Anschluss des Zweigkanals nach Linden an den „Ems-Weser-Elbe-Kanal“ über Bückeburg und Minden (dem heutigen Mittellandkanal) vorsah, wurde eine Reaktivierung der Schifffahrt eingeleitet.

Nach Start des Betriebs 1917 begünstigte die vorteilhafte Lage des Hafens am Rand der Lindener Industriegebiete eine zügige Entwicklung. Die Hafenbahn stellte die Verbindung zum Küchengarten und zum Netz der Reichsbahn her.

Starke Entwicklung des Hafens nach dem Krieg

In den 1960er Jahren wurde das Westufer des Lindener Hafens erschlossen. 1962 ging das Heizkraftwerk in Linden in Betrieb. Die benötigte Kohle wurde im Lindener Hafen gelöscht und per Bahn zum Küchengarten gefahren. Das unterirdische Becherwerk zum Heizkraftwerk besteht noch heute. Am 14. Juni 1990 fuhr der letzte Kohlentransport. Damit entfiel ein Großteil der Schiffsverkehre im Lindener Hafen. Auf den frei gewordenen Flächen siedelten sich metallverarbeitende Firmen, Schrott- und Recyclingunternehmen sowie Speditionen an.

Entsprechend wandelte sich auch der Schiffsverkehr im Hafen. Waren es im Anfangsjahr 1917/1918 718 Schiffe mit 501.560 Tonnen Ladung, wuchs diese Zahl bis 1969 auf 4.225 Schiffe und 1,07 Millionen Tonnen jährlich an. Im Jahr 2016 wurden 119.770 Tonnen Ladung auf 149 Schiffen transportiert.

Mit der Inbetriebnahme der Umschlaganlage für den kombinierten Ladungsverkehr im Jahr 1991 baute der Lindener Hafen seine Position als Güterverkehrszentrum weiter aus, die mit der Erschließung des Westufers und die nachfolgende Ansiedlung bedeutender Speditions- und Logistikunternehmen eingeleitet worden war. Der Ausbau des Hafens für die Großmotorgüterschifffahrt wurde Mitte der 90er Jahre mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen abgeschlossen und war eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Hafens zum Logistikzentrum Binnenhafen Hannover.

„Hannovers Häfen, zu denen der Lindener Hafen gehört, haben in den Jahren ihres Bestehens einen maßgeblichen Anteil zur Ansiedlung und Entwicklung der hannoverschen Industrien geleistet und sind darüber hinaus bedeutende Umschlagorte für die gesamte Region“, unterstreicht Jörn Ohm.

„Trimodalität“ ist das Schlagwort – der Lindener Hafen heute

Schiffe legen heute vorwiegend für den Gas-, Schrott- und Weizentransport an. Wie bei vielen anderen Häfen liegt auch in Linden das künftige Potenzial aber vor allem im kombinierten Ladungsverkehr. Der Lindener Hafen mit einer Fläche von rund 165 Hektar hat sich inzwischen zu einem kompakten Gewerbegebiet mit 40 Unternehmen entwickelt, von denen nicht alle den Wasserzugang benötigen. „Dieser trimodale Standort hat weiterhin große Zukunft“, betont Hafendirektor Ohm und untermauert dies mit Zahlen: „Mehr als 1,2 Millionen Tonnen Umschlag durch den Eisenbahnverkehr mit 22.900 Waggons in 2016, über 20.000 per Bahn beförderte Lkw-Einheiten, rund 150 Schiffe mit 120.000 Tonnen Ladung, 3.000 Beschäftigte sowie fehlende freie Flächen zeigen uns, dass der Lindener Hafen ein bedeutsamer Gewerbestandort für Hannover ist.“

Zur Hafengruppe Hannover gehören neben dem Lindener Hafen der Nordhafen, der Brinker Hafen und der Misburger Hafen.

Feierlichkeiten im Juni

Das 100-jährige Jubiläum wird im Juni gefeiert. Einem Empfang mit geladenen Gästen am 11. Juni folgt am 14. Juni eine öffentliche Ausstellungseröffnung im Freizeitheim Linden. Auf 25 Bannern wird die Geschichte dargestellt (100 Jahre – 100 Fotos). Die Ausstellung wird vom 14. Juni bis Ende Juli im Freizeitheim Linden und im Lindener Rathaus zu sehen sein.

Scillablüte auf dem Lindener Berg

Scillablütenfest Hannover 2017

Scillablüte auf dem Lindener Berg
Scillablüte auf dem Lindener Berg

Scillablüten-Fest auf dem Lindener Berg findet am Sonntag, den 02.04.2017 statt

Es wird wieder ein buntes Programm aller Initiativen auf dem Berg geben. Auch rund um den Lindener Markt bis hin zur Deisterstraße und Limmerstraße haben viele Geschäfte geöffnet. In Linden-Mitte ist ein kulturelles Rahmenprogrammm geplant.

Die Scilla siberica, der Sibirische Blaustern, fängt jetzt schon an einigen Stellen auf dem Lindener Bergfriedhof an zu blühen und wird in den nächsten Tagen täglich mehr werden.

Die „Bergleute“ vom Lindener Berg laden am 02.04.2017 von 12-18 Uhr zum Scillablüten-Fest ein, das zusammen mit einem Tag der offenen Tür auf dem Lindener Berg gefeiert wird.

Ein Kultur-Programm veranstaltet der Verein Quartier im Küchengartenpavillon und auf dem Bergfriedhof. Zudem lädt das „Gipfeltreffen“ mit der Martinskirche, Linden 07, Villa Osmers, Jazz-Club Hannover, Mittwoch-Theater, Sternwarte, Lindener Turm, Botanischer Schulgarten und dem Kindermuseum zum Tag der offenen Tür ein. Auch hier werden neben Besichtigungen auch Führungen und ein Kulturprogramm angeboten.

Programm des Scillablütenfestes auf dem Lindener Berg am 02.04.2017

Auf dem Lindener Berg: Blaue Luftballons weisen den Weg (Aktion vom Lindener Turm)

Zentraler Info-Stand von Quartier e.V.: vor dem Wasserhochbehälter im Wagen des Lindenspiegel und von Linden entdecken

Ausblick vom Turm der Martinskirche
Ausblick vom Turm der Martinskirche

St. Martinskirche:
14 bis 17 Uhr: Kirche und Turm geöffnet
Kaffee & Kuchen
15 Uhr Kirchenführung

SV Linden 07:
Gastronomie Lindener Bergterrasse, Getränke und Gegrilltes.
Stand mit Waffeln und Infos über Vereine sowie ein kleiner Basar

Villa Osmers:
13 bis 17 Uhr: Die Zahnarztpraxis veranstaltet einen Tag der offenen Tür für Jung und Alt mit Zähne basteln, Zähne bemalen, einem Glücksrad für Kinder und Informationen für Erwachsene

Jazz-Club Hannover:
Von 12 bis 17 Uhr geöffnet
Live-Jazz von 13 bis 17 Uhr mit Emigrant Acoustic Band
Getränke, Kaffee und Kuchen.

Mittwoch-Theater:
Theatercafé von 14 bis 17 Uhr geöffnet
Waffelbacken, Kinderschminken
14, 15 und 16 Uhr Lesung: Kindlich, tiefgründig, weise, verschmitzt. Texte von Christian Morgenstern (Gerd Zietlow) Führungen durch das Theater

Teleskop in der Sternwarte
Teleskop in der Sternwarte

Sternwarte / Auf dem Wasserhochbehälter:
14 bis 16 Uhr Besichtigung, Sonnenbeobachtung, Ausblick vom Wasserhochbehälter

Die Sternwarte hat zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr zur Sonnenbeobachtung geöffnet.

Alle Besucher sind dazu eingeladen, vom höchsten natürlichen Punkt Hannovers aus die Stadt und das Umland zu überblicken. Bei guter Sicht lässt sich sogar der Brocken in über 80 Kilometern Entfernung am Horizont entdecken!

Bei klarem Himmel mit Sonnenschein können alle Besucher außerdem einen einmaligen Blick auf den uns nächsten Stern, die Sonne, werfen. Unsere Teleskope sind mit Spezialfiltern ausgestattet, die Ihnen die Sonne in einem ganz neuen Licht zeigen werden.

Ausblick von der Sternwarte
Ausblick von der Sternwarte

Dieses Jahr gibt es auf dem Wasserhochbehälter, der die Sternwarte beherbergt, außerdem eine Ausstellung des Quartier e.V. zur Lindener Geschichte bis 1920.

Malerei von Ulrich Barth im KüchengartenpavillonLindener Turm:
ab 11 Uhr Gastronomie

Bergfriedhof:
Der Blaustern blüht auf den meisten Flächen des Bergfriedhofs
Lyrik am Wegesrand (Tafeln mit Texten, ausgesucht von Marie Dettmer)

Küchengartenpavillon / Quartier e.V.:
Geöffnet von 11 bis 18 Uhr
Ausstellung von Uli Barth, um 14 Eröffnung
Infos zur Geschichte des Küchengartens und Küchengartenpavillons

Kapelle
Kapelle

Friedhofskapelle:
Ausstellung von Quartier e.V. zur Geschichte des Küchengartens und Küchengartenpavillons
Lesungen von Günter Müller:
13.30 Uhr: Von unsaanen & wenanders. Was war da los in der Zeit als die Limmer noch der Brodwech war?
14.30 Uhr: Waaste agentlich wie se ßpräöchen? Ein literarischer Sprachkurs über den fast vergessenen Lindener Dialekt, auch zum Mitmachen.

Friedhofsbrunnen/ Friedhof:
13 Uhr: Posaunenchor der St.Martinskirche
15 und 16 Uhr: Duo Carsten Bethmann (Saxofon) und Sigga Giltz (Percussion), Walking Act
15.30 und 16.30 Uhr: Duo RabRubin (Katja Arff und Andreas Baum) spielen ausgewählte Traditionals

Botanischer Schulgarten:
Geöffnet von 12 bis 17 Uhr, Infos und Beratung
12 bis 17 Uhr: Imkerei Angela Vogel im Botanischen Schulgarten, Informationen rund um die Honigbiene und Stadtimkerei, kleine Bastelarbeiten

Achtung anziehend - geheimnisvolle KräfteKindermuseum Zinnober (Badenstedter Straße 48):
geöffnet von 11 bis 17 Uhr, Infos und Ausstellung „Achtung anziehend – geheimnisvolle Kräfte“

Anfahrt und Parkplätze:

Bitte kommen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln:

  • mit der Stadtbahn Linie 9, Haltestelle Lindener Markt oder Nieschlagstraße
  • oder mit Bus Linie 200 (Gegenrichtung: 100), Haltestelle St. Martinskirche oder Zur Sternwarte

Auf dem oberen Lindener Berg wird die Straße Am Lindener Berge am Sonntag, den 2.4.2017 von 12 bis 18 Uhr ab dem Parkplatz bei SV Linden 07 bis zum Christel-Keppler-Weg für den Autoverkehr gesperrt!

Parkplätze für Autos gibt es an der Überfahrt am Westschnellweg, am Steinbruch, am Christel-Keppler-Weg und vor allem an der Badenstedter Straße.

Hinweis für die Gäste:

Bitte wahren Sie beim Rundgang über den Bergfriedhof die Würde des Friedhofs! Bleiben Sie außerdem bitte auf den Wegen und betreten Sie bitte nicht die Wiesen, Sie zerstören sonst die Blausterne!

Quartier e.V. und Lindener Gipfeltreffen sind erreichbar unter Tel. 0160-96754410.
www.quartier-ev.de


„Das blaue Wunder“ – das Lindener Stadtfest zur Scillablüte
Sonntag, 2. April 2017 von 13 bis 20 Uhr
und verkaufsoffener Sonntag mit geöffneten Geschäften von 13 bis 18 Uhr

Das blaue Wunder - Küchengarten
Das blaue Wunder – Küchengarten

In diesem Jahr ist erstmalig der Bürgerverein Lebendiges Linden e.V. der Veranstalter des Festes „Das blaue Wunder“, das am Sonntag, den 2. April in der Zeit von 13 bis 20 Uhr stattfinden wird. Der Quartier e.V. wird, so hoffen die Veranstalter, zeitgleich, wie im vergangen Jahr, zum „Scillablütenfest“ einladen, so der Frühling rechtzeitig die Scilla Sibirica blühen lässt.

Dazu werden viele Einzelhandels- und Lebensmittelgeschäfte in ganz Linden zum verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet haben, die von den drei Lindener Standortgemeinschaften Aktion Limmerstraße e.V., LindenGut e.V. und DeisterKiez e.V. vertreten werden.

Das blaue Wunder“ ist das große Stadtfest Lindens, das entlang der Lindener Einkaufsstraßen und auf den schönen Plätzen mit zahlreichen Kulturspots aufwartet:

Emanuel Nicolas
Emanuel Nicolas

In der Limmerstraße beim „Lindenstübchen“ treten unter anderem The Bigos (Cover) und Betriebsblind (Hip-Hop) auf, beim „Stubenwechsel“ wird eine Bluessession stattfinden und beim „Fischers“ werden die Singer/Songwriter Emanuel Nicolas und Shaniqua spielen. Das UJZ Glocksee verkauft in der Nähe der Andrea Apotheke Muffins und bringt eine Buttonmaschine mit, Tänzer vom Swing Salon Linden laden zum Mitmachen beim Lindy Hop ein und DJ Drecka legt auf.

Am Küchengartenplatz wird das Kinder- und Blumenfest gefeiert. Auf die jungen Besucher warten Bungeetrampolin, Wasserbälle und ein Irrgarten während die Erwachsenen sich an Blumendekorationen und den Straßenmusikanten Crepes Sucette erfreuen können.

PlatzDa Aktion
PlatzDa Aktion

Zum ersten Mal ist die Stephanusstraße autofrei. Statt Fahrzeugen haben amüsante Kunst-Happenings des Projekts PlatzDa! an der Kreuzung Gartenallee/Stephanusstraße Vorfahrt. Die Zukunftswerkstatt Ihmezentrum, die Bauteilbörse Glocksee und das Partei Bündnis Grundeinkommen präsentieren sich auf der Straße und das Kundalini Yoga Zentrum Bliss bietet einen Meditationsperformance unter freiem Himmel an.

Beim Blauen Wunder, dem verkaufsoffenen Sonntag in Linden am 02.04.2017, ist die Stephanusstraße und der Lindener Markt FUSSGÄNGERZONE. Die PlatzDa!-Initiative fragt sich: WARUM bleibt das eigentlich nicht den ganzen Sommer über so und lädt ein zu Das Wunder beim Wunder: Auf die Straßen, fertig, los.

Auf der Hauptbühne am Lindener Markt werden die Reggae-Band Peace Development Crew, die Akustik-Cover-Combo Brittpop und die Rock-Coverband Hard ‘n‘ Blue auftreten sowie Keyboarder Lutz Krajenski mit Sänger und Percussionist Robbie Smith.

Lutz Krajenski
Lutz Krajenski

Über die Egestroffstraße kommt man zum Pariser Platz, der seinem Namen alle Ehre machen soll, denn hier ist Mode und Kunst zu sehen. Auf der kleinen Bühne gibt es Straßenmusik, Grooviges, Bluesiges und Hip-Hop mit Hangdrum, Lindener Groove Orchester, Frank Zappa  Tribute und Ranios & Rayk.

In der Falkenstraße zeigt die „Galerie Falkenberg“ Bilder ihrer Künstler, bei der Gaststätte  „Falkeneck“ geben die DJs El Batos, Sonder und Flood ihre Livesets zum Besten.

Am Schwarzen Bär werden Freunde von Electrobeats von den DJs KaramK und Psytek unterhalten werden. Um die Ecke im Medienhaus Hannover werden unter anderem Kurzfilme von Hildesheimer Studenten und der Kultfilm „Lindenlied“ gezeigt. In der benachbarten „Galerie BOHAI“ es gibt „offene Wände“ und es werden Singer/Songwriter zu hören sein.

Tom Vieth
Tom Vieth

In der Deisterstraße 13 hat die „ADAD Galerie“ geöffnet und im „Kulturpalast“ tritt das Jazz-Duo Däubler-Bernsmann auf.

Der Blues Corner in der Weberstraße beweist: Mississippi liegt mitten in Linden. Heartburn Billy & The Burning Harz sowie Tom Vieth & Friends spielen originellen Hillbilly beziehungsweise feinsten Chicago Blues. Um die Bühne herum bieten Foodtrucks und Bierstände kulinarische Genüsse.

Ein außergewöhnliches Kunstprojekt wird der Graffiti-Parcours werden: Sechs Graffitikünstler, die jeweils nur eine Sprayfarbe zur Verfügung haben, besprühen sechs große Leinwände. Nach 20 Minuten wechseln die Künstler zur nächsten Leinwand und führen das Werk des Vorgängers fort.

Mit dem Wettbewerb „Das blauste Schaufenster“ sollen die schönsten Schaufensterdekorationen prämiert werden. Besucher des Stadtfestes können Fotos ihres Lieblingsschaufensters einsenden und fürs Mitmachen bei der Abstimmung ebenfalls Preise gewinnen.

Wer alle Kulturspots besuchen möchte, folgt am besten dem „Fanfarenzug Alt-Linden von 1964“, der an dem Tag zweimal durch Linden ziehen wird.

Leckere Speisen und Getränke erwarten die Besucher überall, denn jede Bühne und jeder Kulturspot hat einen Gastronomiepartner, der für das leibliche Wohl sorgt.

Linie 10 in der Limmerstraße

Hochbahnsteige auf der Limmerstraße werden „zügig“ realisiert

Entwurf Hochbahnsteig Küchengarten
Entwurf Hochbahnsteig Küchengarten

Schon 2020 und 2021 wird es auf der Limmerstraße barrierefrei. Zumindest die Haltestelle Leinaustraße. Über den Standort der Haltestelle Küchengarten soll jetzt erneut diskutiert werden. Wenn man bedenkt, das die Diskussion um Hoch- oder Niederflur bereits 2009 stattfand würde ich bei diesem Zeitplan das Wort zügig nicht gerade gebrauchen.

Auch das jetzt erneut über den Platz für den Hochbahnsteig am Küchengarten diskutiert wird, ist nicht nachvollziehbar. Es gab doch schon eine praktikable Lösung, für die auch bereits ein Entwurf fertig war. Warum muss jetzt das Ganze wieder von vorne durchgekaut werden? Weder in der Limmerstraße noch auf der Spinnereibrücke will jemand einen Hochbahnsteig. Wie ein Hochbahnsteig auf der Limmerstraße aussehen könnte, habe ich bereits 2010 visualisiert. Von den Haltestellen Ungerstraße, Lindener Markt und Nieschlagstraße ist in dem Zusammenhang leider keine Rede. Von Planungssicherheit für den Stadtteil sind wir damit also noch weit entfernt.

Vielleicht war die Forderung der Grünen 2009 doch nicht so schlecht.

ab

Pressemitteilung der Stadt Hannover dazu:

Stadt und Region bestätigen Zeitplan für Stadtbahnausbau

Angesichts der Diskussion um die Fertigstellungstermine beim Bau der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße stellen die Landeshauptstadt und die Region Hannover klar, dass beide Hochbahnsteige ohne Verzögerungen realisiert werden sollen. Ziel sei eine Inbetriebnahme in den Jahren 2020 und 2021, erklärten Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau nach Gesprächen mit der Infra und den Fachdezernaten von Stadt und Region.

Voraussetzung sei, dass politische Beschlüsse und Festlegungen auf konkrete Standorte für die Haltestellen „Am Küchengarten“ und „Leinaustraße“ vorliegen. „Für beide Standorte sind solche Entscheidungen in diesem Jahr möglich“, sagte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

Hochbahnsteig Leinaustraße kommt 2020

Zum Hochbahnsteig Leinaustraße sollen ab März/April 2017 die politischen Gremien von Landeshauptstadt und Region beteiligt werden, darunter auch der Stadtbezirksrat Linden-Limmer. Von der politischen Entscheidung bis zur Realisierung sind rund drei Jahre für Planung, Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren zu veranschlagen. Für die Leinaustraße wäre somit eine Eröffnung Ende 2020 realistisch.

In Kürze erneuter Runder Tisch für Hochbahnsteig Küchengarten

Für den Hochbahnsteig Küchengarten gibt es drei Standortvarianten: eine am Ende der Fußgängerzone, eine im Kurvenbogen zur Spinnereibrücke und eine auf der Spinnereibrücke. Die bisherige Vorzugslösung im Kurvenbogen, die aus dem „Runden Tisch Limmerstraße“ entstanden ist, zeigte im Rahmen der Detailplanung erhebliche verkehrstechnische Probleme.

Daher werde noch im Frühjahr 2017 erneut ein Runder Tisch einberufen, sagte Franz. Dort sollen die Vor- und Nachteile erläutert und eine konsensfähige Vorzugslösung entwickelt werden. Nach einem Beschluss der politischen Gremien wird ebenfalls mit rund drei Jahren bis zur Eröffnung gerechnet, die voraussichtlich 2021 realistisch ist.

„Für die Projekte in der Limmerstraße habe wir jetzt einen realistischen Zeitplan. Es ist wichtig, dass es für den Stadtteil Planungssicherheit gibt. Alle Beteiligten wollen gemeinsam möglichst koordiniert vorgehen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Fünf neue Hochbahnsteige pro Jahr

Regionspräsident Hauke Jagau ergänzte: „So viel wie jetzt ist zuletzt vor der EXPO 2000 in den Ausbau der Hochbahnsteige investiert worden. Wir realisieren jetzt fünf statt zwei Bahnsteige pro Jahr. Das ist finanziell, bautechnisch und verkehrstechnisch an der Obergrenze und lässt sich nicht beliebig weiter aufstocken.“

Bereits eingeleitet wurde das Planfeststellungsverfahren für den Hochbahnsteig „Wunstorfer Straße“ in Limmer, der nach den Planungen im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Hier wurden die erhöhten Anforderungen an die Verkehrssicherheit durch die direkte Nachbarschaft zum neuen Gymnasium in Limmer berücksichtigt.

Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?

PlatzDa für Linden-Mitte

Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?
Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?

Am 09.02.17 fand im Lindener Rathaus eine Diskussionsrunde zum Thema „Wie wollen wir leben in unseren Stadtteilen (und Städten)?“ statt. Der Saal war voll. Aus Trier kam Professor Heiner Monheim mit der Bahn und dem Rad. Daneben auf dem Podium Daniel Gardemin von den Grünen, die CDU-Regionsabgeordnete Katrin Göllinger und Astrid Ries Inhaberin von HutUp.

An diesem Abend und auch im Anschluss an die Veranstaltung entstand eine kontrovers geführte Diskussion, die sich letztlich auf den Kernpunkt Pro und Kontra Autoverkehr zuspitzt. Auf die Frage ob eine Verkehrsberuhigung am Lindener Marktplatz für einen persönlich mehr Lebensqualität bedeutet hoben sich auf jeden Fall sehr viele Hände. In Opposition dazu befanden sich die Vertreter der großen Volksparteien SPD und CDU auf dem Podium und im Publikum die weiterhin eher auf dem Standpunkt freie Fahrt für frei Bürger zu stehen scheinen.

Punkt 1: Die Geschäfte müssen mit dem Auto erreichbar bleiben

Dazu hatten wir im letzten Jahr einen, wenn auch unfreiwilligen, Probelauf. Im Sommer wurde der gesamte Kreuzungsbereich des Lindener Marktplatzes wegen der Gleiserneuerung der Üstra gesperrt. Eine Durchfahrt war in allen Richtungen nicht möglich. Als Anwohner fand ich diese Situation einfach nur traumhaft. Auf der Stephanusstraße und auch auf der Falkenstraße konnte man unbeschwert Rad fahren und auch viel problemloser die Straße kreuzen. Was ist aber nun mit den Geschäften? Wir betreiben einen Stoffladen limetrees in der Posthornstraße, die durch die Baustelle plötzlich zur Sackgasse wurde. Hat es dem Geschäft geschadet? Nein! In diesen Sommermonaten hatten wir weit mehr Umsatz wie in den letzten Jahren am Schwarzen Bär. Viele Kunden hatten sich bereits im Vorfeld informiert und haben trotzdem zu uns gefunden. Auch andere Geschäftsleute fanden die verkehrsberuhigte Situation sehr schön und hatten damit kein Problem. Es scheint das auch zu diesem Thema Frau Ries nicht für alle Geschäftsleute in Linden-Mitte spricht.

Man kann sicherlich eine Lösung finden, die den Durchgangsverkehr stoppt, den zum Lindener Marktplatz kommenden Kunden aber weiterhin durchlässt.

Auf dem Podium: Astrid Ries, Katrin Göllinger, Daniel Gardemin und Heiner Monheim (vlnr)
Auf dem Podium: Astrid Ries, Katrin Göllinger, Daniel Gardemin und Heiner Monheim (vlnr)

Punkt 2: Parkplätze auf dem Lindener Markt

Wir haben uns für den neuen Standort Posthornstraße entschieden obwohl am Dienstag und Samstag auf dem Platz nicht geparkt werden kann. Gerade der Wochenmarkt dürfte für viele Geschäfte ein positiver Grund sein sich dort anzusiedeln. Gerade am Samstag ist die Parksituation am Lindener Markt schwierig. Trotzdem kommen viele Kunden auch von weit her und finden einen Parkplatz. Der Samstag ist hier wie auch anderswo der umsatzstärkste Tag der Woche. Wenn dies allein an der Parksituation festgemacht würde, müsste es in Linden-Mitte anders sein. Darüber hinaus haben wir den Standort auch gewählt, weil wir eigene Parkplätze anbieten können. Dafür muss man dann als Ladeninhaber eben bezahlen.

Auch für Privatleute gibt es ausreichend Parkplätze im Stadtteil. Nur kostenlos sind diese eben nicht. Außerdem ist auch Teilauto eine gute Alternative zum eigenen Wagen. Da ist der Parkplatz gleich inklusive und auch sonst hat man keinerlei Stress mit dem lieben Automobil.

Das im Winter auch noch die Poller zum für den Autoverkehr gesperrten Teil heraus genommen werden ist ein Unding. Auf Nachfrage beim Ordnungsamt wurde geantwortet, dass die Poller sonst einfrieren könnten und dann zum Wochenmarkt nicht entfernt werden können. Das hat zur Folge das es Autofahrer gibt, die aus der  Schwalenberger Straße quer über den Platz fahren. Also am Weihnachtsbaum im nächsten Jahr immer schön auf den kreuzenden Verkehr achten!

Punkt 3: Durchgangsverkehr

Die Stephanusstraße wird zu einem nicht unerheblichen Teil einfach als Abkürzung benutzt. Vom Küchengarten könnte man auch über Schwarzer Bär und Falkenstraße bzw. Deisterstraße zum Ziel kommen. Über die Stepanhusstraße ist es aber kürzer.
Schon beim Umbau des Küchengartenplatzes war die Bürgerbeteiligung für eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich. Alles, was daraus resultierte, ist die Aufpflasterung am Anfang der Stephanusstraße die diesen Zweck überhaupt nicht erfüllt. Als Erklärung dafür musste ich mir seinerzeit sagen lassen, dass eine Aufpflasterung wie beispielsweise an der Einmündung Minister-Stüve-Straße am Schwarzen Bär auch Sicherheitsgründen nicht machbar ist. Denn der Bus fährt kurz vor der Haltestelle über diesen Huckel und dadurch könnten die Fahrgäste die bereits stehen gefährdet werden. Nachdem die Umgestaltung fertig war, wurde aber auch die Haltestelle verlegt. Eine Fehlplanung oder nur eine plumpe Ausrede?

Weitere Berichte:

Fazit:

Die große Sperrung im letzten Sommer hat gezeigt, dass der Marktplatz durch eine Verkehrsberuhigung deutlich an Lebensqualität gewinnen kann. Wenn es schon mit Baustelle schöner ist, wie wird es dann erst ohne sein?

Parkplätze für auswärtige Gäste gibt es genug. Wie bereits auf der Veranstaltung vorgeschlagen könnte das Ihemzentrum auch als Stadtteilparkhaus dienen.

Wer als Anwohner nicht ständig auf Parkplatzsuche gehen will dem bleiben nur drei Varianten. Umstieg auf Carsharing, einen Stellplatz mieten oder den Wohnort wechseln. Ein Grundrecht auf kostenlose Parkplätze vor dem Haus gibt es in Deutschland zum Glück noch nicht.

Limmerstraße: Versuchter Überfall auf Juwelier

Ein bislang unbekannter Mann hat heute (27.01.2017) Mittag versucht, einen Juwelier an der Limmerstraße (Linden-Nord) auszurauben, ist jedoch ohne Beute geflüchtet.

Dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge hatte der schwarz Maskierte gegen 12:25 Uhr den Verkaufsraum betreten, den alleine anwesenden, 67 Jahre alten Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht und Geld verlangt.

Nachdem der Angestellte dem Räuber in einem günstigen Moment die Schreckschusswaffe abnehmen konnte, flüchtete dieser ohne Beute in Richtung des Platzes Am Küchengarten. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg.

Der Gesuchte ist geschätzt 16/17 Jahre alt, zirka 1,70 Meter groß und hat eine normale Statur. Zur Tatzeit hatte er schwarze Haare, trug dunkle (vermutlich schwarze) Oberbekleidung sowie ein Basecap und führte eine kleine, rot-weiße Kunststofftüte mit sich.

Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung zu setzen. /zim, st

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