h1: Neue Zukunftsperspektiven für das Freizeitheim Linden

Freizeitheime sind doch ein bisschen aus der Mode gekommen. Umso wichtiger ist es, die alten Konzepte an neue Zeiten anzupassen. Was aus dem Lindener Freizeitheim werden soll, ist schon lange im Gespräch. Verschiedene Vorschläge für eine potentielle Zukunft des Standortes haben wir uns vor Ort angeschaut.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13.07.2017 zu sehen. Also Morgen noch schnell mal im Freizeitheim vorbei schauen.

Kamera: Lukas Liedtke
Schnitt: Lukas Liedtke
Redaktion: Janna Remmers

www.h-eins.tv

Keine Fösse ohne Freibad!

Offener Brief zum Fössebad vom Förderverein

Offener Brief zum Fössebad an die politischen Fraktionen und den Oberbürgermeister Stefan Schostock im Rat der Landeshauptstadt Hannover

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie, im Interesse einer Verständigung beim Streit ums Fössebad einen Vorschlag aus der Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden vom 10. Juni 2017 aufzugreifen. Die Drucksache der Verwaltung sollte in ihrem unstrittigen Teil zum Neubau eines Sportbades mit einem 50m-Becken – allerdings ohne teures „Cabriodach“ – unverzüglich nach der Sommerpause verabschiedet werden. Jeder Zeitverzug wäre damit vermieden.

Bei folgenden strittigen Punkten

  • Freibad
  • Sauna
  • Trägerschaft
  • Teilverkauf des Grundstücks für Wohnbebauung

sollte zunächst die doppelte Chance für Kosteneinsparungen und Verständigung genutzt werden.

Insbesondere sehen wir keine Notwendigkeit, heute darüber zu beschließen, dass die Stadt nach Fertigstellung im Jahr 2022 den Betrieb des Fössebades übernimmt.. Dies wäre aus unserer Sicht eine ausgesprochen teure und dauerhaft kostentreibende Festlegung, die überdies schon heute den nächsten Rat in seiner Entscheidungsfreiheit einschränkt. Durch die beiden Gesellschafter WASPO 98 Hannover-Linden und Universitätssportclub der Gemeinnützigen Fössebad Betriebsgesellschaft mbH wird das Bad seit über zwei Jahrzehnten mit dem geringsten Kostenaufwand aller vergleichbaren hannoverschen Bäder betrieben. Der Jahreszuschuss der Stadt zum Fössebad beträgt weniger als ein Viertel des von der Stadt betriebenen Vahrenwalder Bades! Folglich spart die Gemeinnützige Fössebad-Betriebsgesellschaft der Stadt Jahr für Jahr weit über ein Million Euro. In der Summe hat unser Betreiber durch seine bisherige Arbeit die für den Neubau des Fössebades erforderlichen 20 Mio. Euro der Stadt so bereits gespart.

Grafik: verfügbarer ZuschussDie beiden Fälle Misburg und Fössebad sind hinsichtlich des privaten Betreibers nicht vergleichbar. So war die Skepsis gegenüber einem privaten Betreiber in Misburg berechtigt, ist es aber beim Fössebad nicht. Auch bei einer europaweiten Ausschreibung wäre eine Unterbietung durch gewinnorientierte Bieter des zwar privaten, aber auf zivilgesellschaftlichem Engagement basierenden gemeinnützigen Lindener-Modells unrealistisch. Auch im Punkt Zuverlässigkeit spricht alle Erfahrung für den langjährigen jetzigen Betreiber. Das von der Verwaltung behauptete Vergaberisiko existiert nicht.

Der Beschäftigungssicherungsvertrag der Stadt Hannover, der im Falle einer ÖPPMaßnahme gelten soll, läuft nach unserer Kenntnis nur bis zum Jahre 2021. Es ist auch zweifelhaft, ob für diesen Fall die Bezeichnung „ÖPP“ überhaupt angemessen ist, Grundstück und Gebäude bleiben in städtischem Eigentum. Eigentlich handelt es angesichts der von der Verwaltung beschriebenen Rahmenbedingungen eher um einen normalen Generalunternehmer-Auftrag. Und vor allem gibt es im Fössebad keine städtischen Beschäftigten, deren Arbeitsplätze durch einen Beschäftigungssicherungsvertrag geschützt werden könnten. Im Gegenteil: Viele der derzeit beschäftigten Sportstudenten verlören ihren Job.

Wenn man zudem den Vorschlag des Bezirksbürgermeisters von Linden-Limmer, Rainer Grube, berücksichtigt, das Misburger Bad mit einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) und stattdessen das Fössebad aus dem städtischen Investitionsfonds zu finanzieren, wäre das Thema Beschäftigungssicherungsvertrag völlig vom Tisch. Fazit: Ein Tausch der beiden Finanzierungslösungen in Kombination mit der Beibehaltung des bisherigen gemeinnützigen Betreibers beim Fössebad verspricht die größten Vorteile. Sinnvollerweise sollten dann Überlegungen, das 50m-Becken in Misburg statt in Limmer zu bauen, nicht weiterverfolgt werden. Die mit dieser Kombination zu erzielenden Einsparungen sorgen für weit mehr als nur den benötigten finanziellen Spielraum für eine Lösung bei den Themen Freibad und Sauna.

Es wäre interessant, im Rahmen einer Ratsanfrage zu den finanziellen Folgen die beiden Varianten – städtischer Betrieb oder Betrieb durch die bisherige gemeinnützige Betriebsgesellschaft – über einen Prognosezeitraum von weiteren 20 Jahren einander gegenüber zu stellen.

Eine finanzpolitisch verantwortliche und gleichermaßen soziale Politik, die mit den zweifellos begrenzten finanziellen Mitteln das Optimum für die Allgemeinheit und hier speziell für Kinder und Familien und den Schwimmsport möglich macht, sollte sich guten Argumenten und dem Bemühen um Verständigung nicht verschließen. Folgt die Politik dem hier skizzierten Lösungsweg, so sind auch mit Freibad und Sauna die Gesamtkosten weitaus niedriger als bei dem vorliegenden Verwaltungsvorschlag.

Wir geben auch zu bedenken, dass die bevorstehende Entscheidung in Linden-Limmer auch als Antwort für die Frage der Anerkennung oder als Absage an ein über Jahrzehnte andauendes hohes bürgerschaftliches Engagement im Interesse der Allgemeinheit verstanden wird.

Freundliche Grüße
Anne Barkhoff
Vorsitzende Förderverein Fössebad e.V.

Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden

Ratskoalition erntet auf Einwohnerversammlung Kritik für Pläne zum Fössebad

Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden
Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden

Streit um Fössebad geht weiter. Einwohnerversammlung findet Alternativen und Kompromissvorschläge

Einwohnerversammlung stellt klar: Keine Fösse ohne Freibad

Auf Einladung des Bezirksbürgermeisters und des Förderverein Fössebad trafen am Samstag Vertreter der Ratskoalition und Bürger aufeinander. Obwohl das Ampel-Bündnis die Öffentlichkeit noch am Morgen vor vollendete Tatsachen stellte und trotz verlockenden Sommerwetters war der große Saal des Freizeitheim Linden fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Saal ist trotz Fest nebenan voll
Der Saal ist trotz Fest nebenan voll

Erneut versuchte SPD Fraktionsvorsitzende Christine Kastning den Bürgern den Plan von Verwaltung und Rats-Ampel schmackhaft zu machen. Assistiert wurde sie dabei vom sportpolitischen Sprecher der SPD Angelo Alter und dem Grünen Patrick Drenske. Kastnings Erklärungsversuche provozierten beim Publikum jedoch zunehmend Widerspruch statt Zustimmung. In der hitziger werdenden Diskussion führte das zu Fragen nach dem Sinn des Gesprächs, wenn die Koalition sich schon festgelegt habe oder nach der Verlässlichkeit von Kastnings Aussagen, die überwiegend unverbindlich formuliert waren. Das Publikum konfrontierte Kastning auch mit früheren Wahlversprechen zum Erhalt des Fössebades.

Auf dem Podium die Ratspolitiker, der Förderverein und der Betreiber
Auf dem Podium die Ratspolitiker, der Förderverein und der Betreiber

Lösung für das Fössebad in Sicht

Der Vertreter des Fördervereins Ernst Barkhoff versuchte der Ratskoalition eine Brücke zu bauen. Barkhoff schlug vor, die Ratsvorlage auf den Beschluss zum Neubau des Fössebades mit 50m Becken zu beschränken. Damit könne sofort mit der Ausschreibung begonnen werden, ein Baubeginn wird nicht verzögert. Zugleich ist damit Zeit gewonnen, um für die strittigen Punkte eine allgemein akzeptierte Lösung zu finden. Über den Verzicht auf ein Freibadbecken, den Abriss des alten Gebäudes, die Wohnbebauung und die Kündigung des gemeinnützigen Fössebad-Betreibers, könnte dann neu verhandelt werden.

Auch in der Diskussion: Linden will sein Freibad wiederhaben
Auch in der Diskussion: Linden will sein Freibad wiederhaben

Nicht nur das Freibad, auch der Badbetreiber soll bleiben

Viel Lob erhielt der derzeitige Betreiber des Fössebades, die gemeinnützige Fössebad Betriebsgesellschaft gGmbH. Sie hat über die Jahre das Fössebad zum wirtschaftlichsten Bad in Hannover gemacht. Während das Fössebad mit 400.000 € Betriebskostenzuschuss auskommt, haben die städtisch geführten Bäder in Hannover Betriebskosten im siebenstelligen Bereich. Mit ihrer wirtschaftlichen Betriebsführung habe die gemeinnützige Gesellschaft im Grunde bereits die Investition für ein Außenbecken erwirtschaftet. Würde sie auch weiterhin das Fössebad führen, so könne das Fössebad auch als Kombibad das wirtschaftlichste Bad in Hannover bleiben. Die unterstellten höheren Betriebskosten eines Freibades würden vor allem durch die städtische Betriebsführung anfallen.

Kündigt sich eine politische Wende in Linden-Limmer an?

Während sich bei Kastnings Vortrag im Publikum kaum eine Hand regte, erhielt der CDU-Vertreter mehrfach offenen Szenenapplaus. Thomas Klapproth, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses, kündigte an, keinem Plan ohne Freibad zustimmen zu wollen. Die CDU beabsichtigt die Ratsvorlage im Sportausschuss am Montag in die Fraktion zu ziehen. Damit entfällt auch die Abstimmung am Donnerstag in der Ratsversammlung. So bleibt die Diskussion noch einmal offen für neue Lösungswege.

Unterstützung auch von außerhalb

Ebenfalls zu Wort meldeten sich Anwohner aus dem benachbarten Ahlem, Badenstedt, Davenstedt. Auch sie zählen zum Einzugsgebiet des Fössebades. Würden die Pläne der Ratskoalition umgesetzt, wäre das heute schon überlaufene Volksbad Limmer das einzige Freibad in Hannovers Westen. Da die westlichen Stadtteile den stärksten Bevölkerungszuwachs erleben, u. a. durch die Wasserstadt, sei ein Verzicht auf das Freibad in der Fösse ein schwerer Verlust.

Wegweiser am Stichkanal zum Lindener Hafen

Ausstellung „100 Jahre Hafen Linden 1917 – 2017“

Lindener Hafen mit Kohleschiff
Lindener Hafen mit Kohleschiff
Durch den Bau des Mittellandkanals wurde Hannover zur Hafenstadt. Im April 1917 wurde der Hafen Linden erstmals in Betrieb genommen und stellt auch heute einen wichtigen Bestandteil des Wirtschaftslebens in der Region Hannover dar. Damit feiert der Lindener Hafen in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen.

In der Ausstellung „100 Jahre Hafen Linden 1917 – 2017“ im Freizeitheim Linden vom 14. Juni bis Ende Juli (während der normalen Öffnungszeiten des Freizeitheims) wird die Geschichte des Hafens in Linden auf großen Ausstellungsplakaten aufgearbeitet und bietet einen Einblick durch das Jahrhundert in die Arbeit im Hafen, die Firmen und Gewerke, die trimodale Verkehrs-Umschlagsanlage und den Nutzen für Hannover.

Fössebad - Kein Wasser da - Linden brennt

Geht das Fössebad baden? Woche der Entscheidung!

Keine Fösse ohne Freibad!Es geht um die Zukunft des Fössebades und des Béi Chéz Heinz! Kommt und mischt euch ein!

Am Mittwoch, den 07.06.2017 tagt der Bezirksrat ab 18:00 Uhr im Freizeitheim Linden erneut zum Thema Fössebad.
Die Fronten sind klar. Die Verwaltung und die Stadtpolitik will ein Sportbad auf kosten von Béi Chéz Heinz und Freibad durchdrücken. Dazu soll noch ein Teil des Geländes für Wohnbebauuung verkauft werden. Die nächsten Konflikte sind vorprogramiert und die Kinder des Stadtteils bleiben auf der Strecke.

Heinz muss bleiben!Am Donnerstag, 08.06.2017 lädt das Béi Chéz Heinz ab 19:00 Uhr zur Info-Veranstaltung „Gibt es eine Zukunft für das Béi Chéz Heinz?“ ein.
Das Heinz Team will berichten und diskutieren, wie der Erhalt dieser Stätte am aktuellen Standort aussehen könnte. Kostengünstig durch den Erhalt bestehender Gebäude und/oder der Nutzung vorhandener Ressourcen, ohne im Konflikt mit dem neu geplanten Fössebad zu stehen. Präsentiert wird eine Konzept-Idee, die sowohl ein Béi Chéz Heinz beinhaltet, als auch für die wachsende Stadt Hannover dringend benötigte Kulturräume schafft, wie z.B. Musikschulräume, Gymnastikräume, Bandübungsräume usw. Am Standort Fössebad könnte etwas für die Stadtgesellschaft entstehen, wenn alle etwas mehr Mut, Eigenverantwortung und Bürger-Engagement wagen.

Am Samstag, 10.06.2017 lädt der Förderverein Fössebad um 16:00 Uhr in das Freizeitheim Linden zu einer Einwohnerversammlung ein.
Wie kann der Vereinssport der das 50m Becken als Ersatz und Ergänzung zum Stadionbad braucht mit den Interessen des Stadtteils unter einen Hut gebracht werden. Ohne ein Freibad sicherlich nicht. Nur mit einem Außenbecken steht das Fössebad zumindest im Sommer auch der Allgemeinheit während der Sportveranstaltungen zur Verfügung.

Kommt Zahlreich und unterstützt das Fössebad und das Béi Chéz Heinz. Es ist die letzte Chance die Pläne der Stadt noch zu kippen!

Fössebad - Kein Wasser da - Linden brennt

Fössebad: Affront der Verwaltung beim Bezirksrat

Fössebad - Kein Wasser da - Linden brenntKeine Fragen, keine Antworten und auch keine Zeit. Das ist die Kurzfassung der Anhörung zum Thema Fössebad am gestrigen Mittwoch in der Bezirksratssitzung im Freizeitheim Linden.

Die Sitzung begann aufgrund der ellenlangen Tagesordnung bereits eine Stunde früher als normal üblich. Zunächst mussten ein paar Interna geregelt werden. Wegen des Ausscheidens von Ingrid Wadepohl musste ein neues Bezirksratsmitglied verpflichtet werden und auch die Stelle des Stellvertreters für den Bezirksbürgermeister neu besetzt werden. Trotz eines Zickenalarms ging dies alles erfreulich schnell über die Bühne.

Damit kam nun schon die Verwaltung an die Reihe und durfte die „tollen“ Pläne für das neue Fössebad vorstellen. Kein Freibad, keine Sauna, kein Béi Chéz Heinz, dafür aber ein für internationale Wettkämpfe taugliches 50m-Becken. Damit man das Ganze als Familienbad verkaufen kann, wurde die Planung nach der Bürgerbeteiligung noch um ein Plantschbecken ergänzt. Mein Sohn und ganz viele Andere in der Altersgruppe zwischen 6 und 18 Jahren werden sicherlich total begeistert von dieser Änderung sein. Haben Verwaltungsangestellte eigentlich keine Kinder oder gibt es irgendwo ein städtisches Spaßbad nur für Funktionäre? Interessanterweise hatte man gerade zur Bürgerbeteiligung noch die genaue Zahl der Teilnehmer parat. Es waren nämlich nur sehr wenige interessierte Bürger aus dem Stadtteil gekommen. Könnte daran gelegen haben das an einem heißen Tag in das ebenfalls seit Jahren auf der Sanierungsliste ganz oben stehenden und gut klimatisierten Freizeitheim eingeladen war.

Wer diese Planung noch nicht kennt findet sie hier.

Anschließend folgten die Fragen des Bezirksrates an die Verwaltung. Gefühlt wurde nichts aber auch gar nichts beantwortet. Man wies darauf hin das wir uns gerade mal am Anfang eines langen Prozesses befinden und doch eigentlich glücklich sein müssten jetzt schon eingebunden zu werden. Nur noch mal zur Info: Die Zukunft des Fössebades wird seit 30 Jahren diskutiert, seit 2012 ist das Freibad geschlossen und wir sind am Anfang eines Prozesses. Problem dabei ist aber das bereits in vier Wochen auf der Sondersitzung des Bezirksrates am 07.06.2017 eben über diese schwammigen Pläne abgestimmt werden soll. Sprich man kauft ein Schwimmbad und im Laufe der Zeit erfahren wir dann, wie groß es wird ob es ein auffahrbares Dach bekommt, eine öffenbare Fensterfront oder doch nur eine Fluchttür zur Grünfläche. Möglich auch das dies die einzige Option ist, da man den größten Teil des Geländes für neue Wohnungen verkauft hat. Alles was von Verwaltungsseite als Beruhigungspillen in Sachen Familienbad genannt wurden, sind noch nicht endgültig beschlossen. Es wird geprüft, man wird mal sehen.

Fragen gab es sowohl von den Mitgliedern des Bezirksrates als auch aus dem Publikum reichlich. Nur konnte oder wollte diese Fragen keiner aus der Verwaltung beantworten.

Als dann nach nur drei Wortbeiträgen in der Einwohnerfragestunde vonseiten der Verwaltung darauf hingewiesen wurde das man doch eigentlich schon in Misburg sein müsste, lief das Fass über. Bezirksbürgermeister Rainer Grube fand sehr passende Worte für dieses unglaubliche Verhalten. Wie kann man in der Stadtverwaltung glauben ein völlig am Bedarf vorbei geplantes Projekt mal eben schnell in Linden durchschieben zu können. Noch dazu gibt es sicherlich in der Verwaltung noch mehr Mitarbeiter, die man nach Misburg hätte schicken können. So bleibt der Eindruck bestehen, dass es die Stadtverwaltung einen Dreck schert, was die Bürger in Linden wollen. Hauptsache man kann sich wieder mal mit prestigeträchtigen internationalen Wettkämpfen schmücken. Der Bürger stört bei diesen Veranstaltungen sowieso nur.

Die konsequenteste Lösung trug in der Einwohnerfragestunde Jörg Schimke, seines Zeichens Fössebad-Rettungslobbyist, vor. Die wirtschaftlichste Lösung ist nicht ein Fössebad ohne Freibad. Nein, die mit Abstand wirtschaftlichste Lösung ist kein Fössebad. Mit den jetzigen Plänen kann das neue Bad auch am Kronsberg gebaut werden, das würde für Linden auch keinen Unterschied mehr machen.

Fössebad - Kein Wasser da - Linden brennt

Kein Wasser da? Linden brennt!

Fössebad - Kein Wasser da - Linden brenntRettet die Fösse

Am 8. Mai 2017 hat die Stadt ihre Pläne zum Fössebad vorgestellt: Neubau des Fössebades ohne Freibad, aber mit 50 m Wettkampfbahn. Keine Zukunft für das Béi Chéz Heinz. Teile der Liegewiese sollen verscherbelt werden.

Online Petition (Förderverein Fössebad):

Unser Fössebad muss Kombibad für alle bleiben

Wir fordern den Neubau des Fössebades familientauglich, mit Außenbecken (Freibad) und Sauna! Wir wollen eine solidarische Lösung, bei der Schwimmsport und Allgemeinheit nicht gegeneinander ausgespielt werden.

https://www.openpetition.de/petition/online/unser-foessebad-muss-kombibad-fuer-alle-bleiben

Unterschriftenliste zum Download: https://www.openpetition.de/pdf/unterschriftenformular/unser-foessebad-muss-kombibad-fuer-alle-bleiben (Volle Listen können bei limetrees, Posthornstraße 31 abgegeben werden)

 

Online-Petiton 2 (Béi Chéz Heinz):

https://www.openpetition.de/petition/online/bei-chez-heinz-und-freibad-muessen-bleiben

Termine

Heinz bleibt Heinz

  • 07. Juni 2017 Sondersitzung des Bezirksrates um 18:00 Uhr im Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4
  • 08. Juni 2017 Gibt es eine Zukunft für das Chéz Heinz? um 19:00 Uhr Béi Chéz Heinz, Liepmannstraße 7b
  • 10. Juni 2017 Einwohnerversammlung um 16:00 Uhr im Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4
  • 12. Juni 2017 Sportausschuss um 16:00 Uhr im Neuen Rathaus
  • 15. Juni 2017 Ratsversammlung um 15:00 Uhr im im Neuen Rathaus

Die Fakten:

  • Neubau mit 50m-Meter-Becken für internationale Wettkämpfe
  • Kein Außenbecken
  • Kein Saunabereich
  • Keine Zukunft für das Chéz Heinz
  • Teile des Geländes werden für Wohnbebauung verscherbelt

Download & Infos:

Berichte:

Weitere Infos:

 

1. Mai auf der Faustwiese

Wohin am 1. Mai?


Fest für Demokratie
Masala auf dem Trammplatz

Nach dem Marsch vom Freizeitheim Linden trifft man sich auf dem Trammplatz zum Fest für Demokratie des DGB-Kreisverband Region Hannover.

http://niedersachsen-mitte.dgb.de/termine/


Radrennen Lindener Berg 2ß17

Lindener Berg Kriterium

Wie in jedem Jahr gibt es beim Radrennen am Lindener Berg Radsport der Spitzenklasse zu sehen. Ausgerichtet vom Radsport-Verein Concordia von 1909 Hannover e.V. ein Sportevabt für die ganze Familie.

www.rv-concordia-hannover.de


Internationales 1. Mai-Fest
Internationales 1. Mai-Fest

Internationales 1. Mai-Fest auf der Faustwiese
Umsonst und draußen! Live mit Kalamata, Dreadnut Inc., I’m Not A Band, Youngblood, Radical Radio, Die Bilanz, Peace Development Crew, Yunus, Hound, Ego Super, Etelvina Zapata, Kofi Obonu, dem DGB-Chor Hannover und Kinderprogramm

Tradition hat es in sich: Seit vielen Jahren präsentiert Faust das Internationale 1. Mai-Fest. Es ist zu einer festen Größe unter den Mai-Feierlichkeiten unserer Heimatstadt geworden. Auch in diesem Jahr ist wieder ein buntes Programm zusammengekommen, das es in sich hat: Neben einem hochkarätigen Musikprogramm mit Künstlern aus allen Genres und dem obligatorischen Kinder- und Kulturprogramm werden auf der Faust-Wiese internationale Speisen, Getränke, Infostände und vieles mehr angeboten.

http://www.kulturzentrum-faust.de/veranstaltungen/mai/01-05-17-internationales-1-mai-fest.html

 

Lindener Hafen im Winter

100 Jahre Lindener Hafen

Lindener Hafen im Winter
Lindener Hafen im Winter

Ein bedeutendes hannoversches Industrie- und Gewerbegebiet im Wandel der Zeit

Am 18. April 1917 wurde im damals neu gebauten Lindener Hafen erstmals ein Schiff entladen. Fast auf den Tag genau 100 Jahre ist das nun her. Anlass für die Städtischen Häfen für einen historischen Rückblick und einen kleinen Ausblick. Gefeiert wird das Jubiläum im Juni.

„Poseidon“ hieß das 400-Tonnen-Motorschiff, das als erstes die Limmer-Schleuse passierte und seine Ladung löschte. Vier Jahre waren zuvor vergangen, seit die damals noch eigenständige Stadt Linden im Jahr 1913 den Bau des Hafens beschlossen hatte. Von 1914 bis 1916 wurden die 1,2 Kilometer lange Anlage sowie der Stichkanal erstellt. Der Lindener Hafen war eine der ersten größeren Umschlaganlagen zwischen Elbe und Weser. „Im ersten Betriebsjahr wurden beachtliche 718 Schiffe mit rund 500.000 Tonnen Kohle entladen“, betont Jörn Ohm, heutiger Leiter der Städtischen Häfen Hannover.

Die Stadt Linden war der großen Nachbarstadt um ein Jahr voraus. Erst 1918 wurde der Nordhafen am Mittellandkanal eröffnet. Anfang 1920 wurde die Stadt Linden nach Hannover eingemeindet, der Lindener Hafeninspektor August Wolf übernahm die Leitung der Städtischen Häfen.

Beginn der Schifffahrt

Ein Schiff verlässt den Lindener Hafen
Ein Schiff verlässt den Lindener Hafen

„Die Geschichte der hannoverschen Schifffahrt geht ins 14. Jahrhundert zurück, in dem die Städte Bremen und Hannover sich über die Nutzung des Wasserwegs verständigt haben“, erläutert Jörn Ohm und führt weiter aus: „Im Jahr 1740 kam etwa der Schiffer Jost Wolf mit einer Ladung Wein, Butter, Tran etc. nach Hannover.“ Durch den Ausbau der Schleusen bei Herrenhausen und Neustadt im 18. Jahrhundert wurde die Wasserstraße zu einem festen Bestandteil der Transporte, zum Beispiel von Bergwerkserzeugnissen aus dem Harz.

Im 19. Jahrhundert mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie von Hannover nach Bremen (1847) schlief die Schifffahrt fast vollständig wieder ein. Theoretisch bestand die Wasserstraße zwischen Bremen und Hannover weiterhin, alle Versuche, die Leineschifffahrt zu reaktivieren, scheiterten jedoch an den hohen Kosten des Ausbaus und dem niedrigen Wasserpegel. Erst mit dem 1905 verkündeten „Preußischen Wasserstraßengesetz“, das den Anschluss des Zweigkanals nach Linden an den „Ems-Weser-Elbe-Kanal“ über Bückeburg und Minden (dem heutigen Mittellandkanal) vorsah, wurde eine Reaktivierung der Schifffahrt eingeleitet.

Nach Start des Betriebs 1917 begünstigte die vorteilhafte Lage des Hafens am Rand der Lindener Industriegebiete eine zügige Entwicklung. Die Hafenbahn stellte die Verbindung zum Küchengarten und zum Netz der Reichsbahn her.

Starke Entwicklung des Hafens nach dem Krieg

In den 1960er Jahren wurde das Westufer des Lindener Hafens erschlossen. 1962 ging das Heizkraftwerk in Linden in Betrieb. Die benötigte Kohle wurde im Lindener Hafen gelöscht und per Bahn zum Küchengarten gefahren. Das unterirdische Becherwerk zum Heizkraftwerk besteht noch heute. Am 14. Juni 1990 fuhr der letzte Kohlentransport. Damit entfiel ein Großteil der Schiffsverkehre im Lindener Hafen. Auf den frei gewordenen Flächen siedelten sich metallverarbeitende Firmen, Schrott- und Recyclingunternehmen sowie Speditionen an.

Entsprechend wandelte sich auch der Schiffsverkehr im Hafen. Waren es im Anfangsjahr 1917/1918 718 Schiffe mit 501.560 Tonnen Ladung, wuchs diese Zahl bis 1969 auf 4.225 Schiffe und 1,07 Millionen Tonnen jährlich an. Im Jahr 2016 wurden 119.770 Tonnen Ladung auf 149 Schiffen transportiert.

Mit der Inbetriebnahme der Umschlaganlage für den kombinierten Ladungsverkehr im Jahr 1991 baute der Lindener Hafen seine Position als Güterverkehrszentrum weiter aus, die mit der Erschließung des Westufers und die nachfolgende Ansiedlung bedeutender Speditions- und Logistikunternehmen eingeleitet worden war. Der Ausbau des Hafens für die Großmotorgüterschifffahrt wurde Mitte der 90er Jahre mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen abgeschlossen und war eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Hafens zum Logistikzentrum Binnenhafen Hannover.

„Hannovers Häfen, zu denen der Lindener Hafen gehört, haben in den Jahren ihres Bestehens einen maßgeblichen Anteil zur Ansiedlung und Entwicklung der hannoverschen Industrien geleistet und sind darüber hinaus bedeutende Umschlagorte für die gesamte Region“, unterstreicht Jörn Ohm.

„Trimodalität“ ist das Schlagwort – der Lindener Hafen heute

Schiffe legen heute vorwiegend für den Gas-, Schrott- und Weizentransport an. Wie bei vielen anderen Häfen liegt auch in Linden das künftige Potenzial aber vor allem im kombinierten Ladungsverkehr. Der Lindener Hafen mit einer Fläche von rund 165 Hektar hat sich inzwischen zu einem kompakten Gewerbegebiet mit 40 Unternehmen entwickelt, von denen nicht alle den Wasserzugang benötigen. „Dieser trimodale Standort hat weiterhin große Zukunft“, betont Hafendirektor Ohm und untermauert dies mit Zahlen: „Mehr als 1,2 Millionen Tonnen Umschlag durch den Eisenbahnverkehr mit 22.900 Waggons in 2016, über 20.000 per Bahn beförderte Lkw-Einheiten, rund 150 Schiffe mit 120.000 Tonnen Ladung, 3.000 Beschäftigte sowie fehlende freie Flächen zeigen uns, dass der Lindener Hafen ein bedeutsamer Gewerbestandort für Hannover ist.“

Zur Hafengruppe Hannover gehören neben dem Lindener Hafen der Nordhafen, der Brinker Hafen und der Misburger Hafen.

Feierlichkeiten im Juni

Das 100-jährige Jubiläum wird im Juni gefeiert. Einem Empfang mit geladenen Gästen am 11. Juni folgt am 14. Juni eine öffentliche Ausstellungseröffnung im Freizeitheim Linden. Auf 25 Bannern wird die Geschichte dargestellt (100 Jahre – 100 Fotos). Die Ausstellung wird vom 14. Juni bis Ende Juli im Freizeitheim Linden und im Lindener Rathaus zu sehen sein.

Spiegelsplitter – Spuren des 1. Weltkrieges in Linden-Limmer

„Spiegelsplitter – Spuren des 1. Weltkrieges in Linden-Limmer“

Reserve-Lazarett St. Josefstift 1915 (Linden-Nord). (Quelle: Sammlung Heiko Arndt)
Reserve-Lazarett St. Josefstift 1915 (Linden-Nord). (Quelle: Sammlung Heiko Arndt)

Die Initiative „Lebensraum Linden“ lädt gemeinsam mit dem Netzwerk Archive Linden-Limmer e.V. und dem Kulturzentrum FAUST e.V. sowie den örtlichen Veranstaltern zur Veranstaltungsreihe „Spiegelsplitter – Spuren des 1. Weltkrieges in Linden-Limmer“ ein. In der Zeit zwischen dem 24. März und dem 26. April werden an vier Abenden die Spuren des 1. Weltkrieges in Linden-Limmer zurückverfolgt. Dabei wird auch heutiges Engagement gegen Krieg und Diskriminierung vorgestellt. Begleitet werden die Veranstaltungen mit Bildervorträgen und durch eine Ausstellung im Lindener Rathaus, wo auch am 24. März die Eröffnung erfolgt.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Freitag, 24. März, 19 Uhr, Foyer des Lindener Rathauses
Eröffnung der Ausstellung „Besiegte Menschheit“ der Friedensbibliothek Berlin, Ausstellungsdauer bis zum 27. April. Grußwort: Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube. Gesangsbeitrag: DGB-Chor Hannover. Vorausschau auf die folgenden Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit dem Freizeitheim Linden

Donnerstag, 30. März, 19 Uhr, Freizeitheim Linden
Themenschwerpunkt „Versorgungsnot, Industrieproduktion und der Einsatz von Kriegsgefangenen“, in Zusammenarbeit mit dem Freizeitheim Linden

Dienstag, 4. April, 19 Uhr, Schwanenburg Limmer
Themenschwerpunkt „Lazarette, Kriegsgräber und Gedenkarbeit“, In Zusammenarbeit mit der Schwanenburg GmbH. Mit einem Gastbeitrag über die internationale Tätigkeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Mittwoch, 26. April, 19 Uhr, Stadtbibliothek Linden
„Die Toten der Novemberrevolution 1918 – Eine Personenrecherche“. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Linden

Veranstaltungsflyer: Spiegelsplitter – Spuren des 1. Weltkrieges in Linden-Limmer

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