Titelbild LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen

Anderthalb Dekaden sind voll: der neue Lindenkalender für 2019 ist da!

Titelbild LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen
Titelbild LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen

LINDEN 2019 . Fotografien von Ralf Hansen

Seit Anfang der nuller Jahre fotografiert Ralf Hansen auf seinen Streifzügen durch Linden den einst eigenständigen Stadtteil in schwarzweiss. Dabei entstehen nicht nur historische Dokumente, sondern atmosphärische Einblicke in die lindener Lebenswelten. Nun liegt mit LINDEN 2019 bereits der fünfzehnte Kalender dieser Langzeitserie vor. Das war im Herbst 2004 allerhöchstens ein fixe Idee. Zwar stellte sich gleich nach Hansens erstem Lindenkalender die Frage, wie lange ist dieses Thema interessant, dass es aber anderthalb Dekaden werden war nicht vorstellbar. Inzwischen sind aus der Serie neben den Kalendern auch zwei Bildbände gemeinsam mit den Textern Hans-Jörg Hennecke (Linden lebt!, in 2006, ausverkauft) und Kersten Flenter (Linden,.. in 2015) entstanden, die auch sprachlich die lindener Lebenswelten und deren Veränderungen kritisch beäugen.

Lindenkalender 2019 - Alle Seiten in der Übersicht
Lindenkalender 2019 – Alle Seiten in der Übersicht

Nun also LINDEN 2019, zwölf mal Linden in Schwarzweiß / 14 Seiten / 42 x 30 cm / Kalendarium / Mondkalender / Termine / 20,- €
Der Titel zeigt einen sehr seltenen Blick über ein verschneites Linden, mit drei (!) rauchenden Schloten des Heizkraftwerks am Horizont..
Im Innenteil finden sich Fotografien der FAUST, Lindener Volkspark und Markt, ein paar markante Ecken in Linden-Nord und diesmal sogar einen kleinen Seitensprung über die Fösse nach Limmer hin. Auf die Natureisbahn im Fössebad; sicher eins der schönsten Ereignisse in 2018.

Kaufbar ist LINDEN 2019 mit freundlicher Unterstützung im

  • Lindender Weinladen, Limmerstraße 11
  • Blumenhaus Unverblümt, Limmerstraße 59
  • Sebs Bikeshop, Haasemannstraße 10
  • Im Exil, Nieschlagstraße 1
  • Buchhandlung Decius, Falkenstraße 10
  • Buchhandlung Annabee, Stephanusstraße 12
  • Buchhandlung ArteP, Limmerstraße 85

… ein Besuch der Geschäfte lohnt sich immer; nicht nur zum Kalenderkauf!

www.atelier-hansen.de

Bezirksrat Linden-Limmer

Mehrheit Boykotiert die Bezirksratssitzung

Die Vertreter von SPD und CDU waren bei der heutigen Bezirksratssitzung allein auf weiter Flur. Die Vertreter der Bezirksratsmehrheit waren nicht gekommen. Bezirksbürgermeister Rainer Jörg Grube verlas eine Erklärung der Vertreter von den Grünen, den Linken und der Partei in der auf die fehlende Wertschätzung des Gremiums durch die Verwaltung und die Stadtpolitik hingewiesen wir.


Pressemitteilung:
Erklärung zur Haushaltssitzung des Stadtbezirksrats Linden-Limmer am 26.09.2018

Eine Vielzahl von Mitgliedern des Bezirksrates Linden-Limmer wird heute am 26.09. der Sitzung des Bezirksrates fernbleiben.

Wir wollen damit unseren nachhaltigen Unmut mit dem Umgang und der fehlenden Wertschätzung des Gremiums und unserer ehrenamtlichen Tätigkeit durch den Oberbürgermeister zum Ausdruck bringen.
Seit vielen Jahren erleben wir immer wieder, wie Anträge, in die viel Zeit und Herzblut geflossen sind, und die zum Teil einstimmig im Bezirksrat verabschiedet wurden, von der Stadtverwaltung schmallippig abgelehnt werden. Dauerthema waren und sind unter anderem der Treffpunkt Allerweg, die Zukunft des Freizeitheims, der Neubau des Freibadbereiches des Fössebades, die Bibliotheksschließung oder die Entscheidungen zu den Standorten der Hochbahnsteige. Dabei ist uns bewusst, dass wir vielfach nur eine beratende Funktion haben. Leider wird der Bezirksrat aber immer wieder auch in den eigenen Kompetenzen beschnitten, wie beispielsweise bei dem Recht auf Straßen- und Platzbenennung.

Fast jedes Projekt und die Umsetzung guter Ideen kostet Geld, und sei es auch nur wenig. Weil dies am Ende den städtischen Haushalt belastet sieht die Verwaltung bei praktisch jedem Beschluss gesamtstädtische Belange betroffen, die ihr am Ende ein Vetorecht einräumt. Auch in dem vorliegenden Haushaltsentwurf finden unsere Anliegen wenig Berücksichtigung, so wird z.B. die Sanierung des Fössefreibades weiter auf die lange Bank geschoben.

Wir wissen daher seit Jahren, dass unsere Anträge nur Erfolg haben, wenn sie von Verwaltung und OB ohnehin gewünscht sind oder sich der Stadtrat unserer Position anschließt. Wenn das so ist, dann ist unser Gremium an sich überflüssig.

Wenn die Entscheidungen seitens der Stadt, sich gegen unsere Beschlüsse zu stellen, nicht nur finanzielle, sondern vor allem politische Motive zu Grunde liegen, können wir dies nicht mehr hinnehmen. Besonders in der Entscheidung des Oberbürgermeisters im letzten Jahr, in die Entscheidungsfreiheit des Bezirksrates zur Straßenumbenennung einzugreifen, wird deutlich, wie schlecht die Bezirksräte gestellt sind. So wurde dem Bezirksrat nicht nur das ureigene Recht der Straßen- und Platzbenennung genommen, sondern ihm auch die Möglichkeit zur rechtlichen Auseinandersetzung verwehrt. Das Kommunalverfassungsgesetz sieht vor, dass die Prüfung durch die Kommunalaufsicht nicht dazu führt, dass „die Entschlusskraft und Verantwortungsfreude“ der kommunalen Parlamente und ihrer Entscheidungsträger*innen dadurch beeinträchtigt werden. Wenn die Räte aber im Nachhinein nicht die Möglichkeit haben, gegen Entscheidungen zu klagen, wie das Oberverwaltungsgericht Lüneburg geurteilt hat, ist dies aus unserer Sicht gescheitert. Wir fordern von der Stadtebene mehr Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Bezirksräte und auch wenn aus ihrer Sicht unbequeme Entscheidungen getroffen werden, eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Beweggründen und Entscheidungswegen.

Auf Landesebene muss darüber hinaus gesetzlich der Fehler behoben werden und dem Bezirksrat, wenn er inhaltlich zuständig ist, die rechtlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden, falls die Stadt die Kompetenzen beschneidet. Auch wenn die Gremien politisch nicht einer Meinung sind, muss es die Möglichkeit geben, auf der juristischen Ebene die Angelegenheit zu verhandeln und nicht zwangsläufig die Meinung der nächsthöheren Ebene durchzusetzen.

Deshalb fordern wir die Verwaltung und die Ratspolitik auf, sich gegenüber dem Land für mehr Mitbestimmungsrechte und mehr rechtliche Autonomie der Bezirksräte einzusetzen.
Das statistische Landesamt verzeichnet seit längerem einen Rückgang beim aktiven Engagement in der Kommunalpolitik, gerade auch in der Region Hannover.


Pressemitteilung der SPD dazu:
Grüne und Linke erweisen den Menschen in Linden-Limmer einen Bärendienst!

Nach dem heutigen Boykott der Sitzung des Stadtbezirksrats Linden – Limmer durch die Fraktionen der Grünen und der Linkspartei, zeigt sich Matthias Voß, Fraktionsvorsitzender der SPD in Linden – Limmer, schockiert: „So ein Schmierentheater ist einfach unfassbar und ein Bärendienst an den Menschen in Linden – Limmer“, sagte Voß nach der Feststellung der Beschlussunfähigkeit und meinte weiter: „Gerade in Zeiten, in denen populistische Kräfte Politikverdrossenheit predigen, ist es ein unverantwor tliches Spiel mit dem Feuer, was die Grünen und die Linkspartei hier heute abgezogen haben. Ich verstehe nicht, wie es hier zwei Fraktionen aus purem Profilierungsegoismus gegenüber dem Stadtrat und den Menschen in Linden Limmer verantworten können, dass m an dem gesamten Stadtbezirk sein Mitspracherecht beim städtischen Haushalt verbaut. Die SPD – Fraktion hatte für heute Anträge gestellt, mit denen wir uns zum Beispiel für die Förderung von sozialen Projekten in Linden – Süd stark machen wollten.“ Vor allem d as geradezu schizophrene Verhalten von Herrn Dr. Gardemin, Grünen – Fraktionsvorsitzender im Stadtbezirksrat Linden – Limmer und Ratsherr, findet Voß zynisch: „Dr. Gardemin tritt die Rechte des Stadtbezirksrats mit Füßen, während er selbst im Rat sitzt und seine eigene Agenda dort vorantreiben kann. Er sabotiert also die Interessen der Menschen in Linden-Limmer und behauptet im Rat dann das Gegenteil.“

„Ausgerechnet bei der wichtigen Haushaltssitzung bewusst die Beschlussunfähigkeit herbeizuführen, zeugt von einem seltsamen Demokratieverständnis. Ich frage mich, wie die Grünen und die Linkspartei dies ihren Wählerinnen und Wählern in Linden und Limmer erklären wollen“, meinte die SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Christine Kastning.

Lindener Fussballer

„Boken“ wie ein Weltmeister – Vom Fußball in Linden auf Höfen, Straßen und Plätzen

In der gemeinsamen Lesereihe „Linden – eine Reise durch Raum und Zeit“ der Initiative „Lebensraum Linden“ www.lebensraum-linden.de und der Buchhandlung DECIUS in Linden https://decius-linden.buchhandlung.de liest am 7. Juni der Lindener Autor Günter Müller – anlässlich der eine Woche später beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft.

Günter Müller erinnert an eine Zeit, in der die „Jungens“ in Linden fast auf jedem Hinterhof in jeder freien Minute Fußball spielten und ein Lindener „auf der Durchreise“ Fußball-Weltmeister wurde. Es geht um Fußball auf dem alten Platz von Linden 07, neben dem früheren Fössebad, dem mit Salzwasser und sonstigen Besonderheiten, um Erzählungen aus den 1940er-Jahren, Erinnerungen an Erlebnisse aus den 1950ern wie das erste Fernsehen, schon damals public viewing, und natürlich an das Endspiel der Weltmeisterschaft 1954.

Lindener Fussballer
Lindener Fussballer

Doch von all dem wird ganz anders – über den bloßen Fußball hinaus – berichtet. Müller liest zunächst aus seinem Buch „Unvollständige Rückkehr an vergangene Orte“ die Fußballgeschichte. Sein Verhältnis zum Fußball wurde in dieser Zeit auf den Straßen Lindens geprägt, damals gab es überall, außer auf dem „Brodwech“, Straßenmannschaften. Danach sollen, zusammen mit dem Publikum, Anekdoten, Erinnerungen, Erläuterungen, Erzählungen zum Fußball damals und heute ausgetauscht werden. Dabei können gut alte Rivalitäten gepflegt werden, Auskünfte zum einzigen Fußballweltmeister aus Linden werden nicht zu kurz kommen: persönlich und zeitbezogen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Hannoverschen Volksbank.

Günter Müller – „Boken“ wie ein Weltmeister
Lesung und Fußballabend am Donnerstag, den 07.06.18 um 19.30 Uhr
In der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10, Linden
Eintritt frei. Anmeldung bitte unter (0511) 44 18 93.

www.lebensraum-linden.de

Die Linke mit ihrem Statement zum Thema Freibad

Placebo Bürgerbeteiligung zum Fössebad oder kein Lärm um Nichts

Die Linke mit ihrem Statement zum Thema Freibad
Die Linke mit ihrem Statement zum Thema Freibad

Schon an der mangelnden Informationspolitik der Stadtverwaltung war es abzusehen, was bei der Bürgerbeteiligung Teil 2 zum Fössebad heraus kommen wird.

NICHTS!

Kurz vor knapp kam die Pressemitteilung, dass es eine Veranstaltung geben soll. Das Ganze ausführlich in einem Satz zusammengefasst. Daher war man auch nicht verwundert, dass außer den Eingeweihten aus Politik, Betreibern und örtlicher Presse fast niemand gekommen war. Die Aula der Albert-Schweitzer-Schule hätte auch viermal so viele Bürger aufnehmen können.

Diskutiert werden sollten die Wünsche für die Gestaltung des Außenbereichs. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn die wesentlichen Eckdaten nicht feststehen.

Aufgeteilt war die Diskussion in drei Szenarien.

Ziemlich leerer Saal
Ziemlich leerer Saal

1. Außenbereich unmittelbar um den neuen Hallenbadbau.
Was soll man dafür als Wunsch angeben, wenn noch nicht mal geklärt ist ob und wie die Halle zum Außenbereich geöffnet werden kann. Versprochen wurde nach dem Streichen des Freibades viel. Vom öffnen des Hallendaches ist man schnell wieder zurückgerudert. Aber auch die große Öffnung der Seitenwand scheint eher im Bereich der Utopie zu sein. Ganz nebenbei konnte man von Herrn Ebel aus dem Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt hören, das es bei einer zu großen Öffnung der Halle Probleme mit der Filteranlage geben könnte und das dann auch mehr Schmutz in die Halle kommen könnte. Eine ganz neue Erkenntnis!

2. Außenbereich mit einem am Sanktnimmerleinstag doch noch realisierten Freibad.
Zunächst liegt diese Variante schon so weit in der Zukunft, dass auch die gerade geborenen Kinder wohl erst mit den eigenen Kindern wieder das Freibad nutzen werden. Der vorgestellte Zeitplan geht von einer Inbetriebnahme des neunen Hallenbades im Sommer 2022 aus. Darüber hinaus ist bis auf die Versorgungsleitungen absolut nichts vorgesehen, was zu einem Freibad an Infrastruktur benötigt wird. Sollen alle Besucher durch die Halle geschleust werden? Ein Freibad ohne Gastronomie? Was wenn die Halle durch den Vereinssport blockiert ist?

3. Welche weiteren Nutzungen der Fläche sind außerdem noch denkbar

Ganz klar: Heinz muss bleiben!!! Heinz bleibt Heinz

Ohne das Béi Chéz Heinz fallen fast alle alternativen Nutzungen flach. Ohne eine soziale Kontrolle vor Ort ist das Gelände kaum nutzbar. Genau diese Funktion könnte das Heinz übernehmen. Dazu könnten viele Teile des alten Bades erhalten bleiben. Die Cafeteria, der Gymnastikraum oder auch die Sauna könnten weiter genutzt werden. Der Altbau stände außerdem als alternativer Eingang für den Außenbereich zur Verfügung. Auch wenn die Fösse als Schwimmbad in die Jahre gekommen ist, das Gebäude ist noch weit von nicht mehr zu erhalten entfernt.

Arbeitsgruppe in der Diskussion
Arbeitsgruppe in der Diskussion

Über den Erhalt der alten Gebäudesubstanz ergeben sich viele neue Ideen. Vom chilligen Außenbereich des Béi Chéz Heinz über Übungsräume für Bands bis hin zu diversen Räumlichkeiten für allerlei Gruppen, die sich im rasant wachsenden Stadtteil bilden werden.

Bei der Veranstaltung war die Masse der Teilnehmer jedenfalls ganz klar auf dem Standpunkt das es wieder ein Freibad geben und das das Chéz Heinz erhalten werden muss. Einzig einige Stimmen aus dem Kreis der Betreiber und einer Partei, die das Soziale nur noch im Namen führt und im letzten Wahlkampf noch Unterstützung zugesagt hatte scheinen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt zu haben.

Achim Brandau

Lindenspiegel 04-2018

Lindenspiegel April 2018

Titelthema:
Workshop zum Außenbereich des Fössebads: Bürgerbeteiligung ohne Bürger?

Es bewegt sich wieder was beim Fössebad: die Stadt lädt zu einem „zweiten“ öffentlichen Workshop zu dem Thema. „Außenbereiche Fössebad“ ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 5. April, von 18.30 Uhr bis 21 Uhr in der Albert-Schweitzer-Grundschule, Liepmannstraße 6, gegenüber dem Fössebad statt. So steht es in einem noch nicht veröffentlichten Programmentwurf der Firma KoRiS – Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung, die viele runde Tische und Diskussionsveranstaltungen im Auftrag der Stadt und der Region organisiert.

weiterlesen im aktuellen Lindenspiegel …

Weitere Themen:

  • Karfreitag: Is Jesus a Dancer?
  • Frühling: GreenUp in der Deisterstraße
  • 1.-Mai-Demo: Start diesmal vom Küchengarten

Wir wollen unser Fössebad wiederhaben!

Fössebad: Bürgerbeteiligung wieder mal ohne Bürger?

Gutes Freibad
Gutes Freibad

2 . Öffentlicher Workshop: Außenbereiche Fössebad – am Donnerstag, den 05.04.2018, 18.30 bis 21.00 Uhr Albert-Schweitzer-Grundschule (Liepmannstr. 6).

So steht es in einem Programmentwurf der Beraterfirma die die Diskussionsveranstaltung im Auftrag der Stadt organisiert.

Zunächst stellt sich mal die Frage was und wann war der 1. öffentliche Workshop. Sollte damit die etwa die Veranstaltung im Mai 2016 gemeint sein?

Auch damals wurde vonseiten der Stadt erst kurz vor knapp an einem gelinde gesagt unglücklichen Termin zur Bürgerbeteiligung eingeladen. Daher war die Resonanz dementsprechend eher mau. Hat dieses Vorgehen etwa System? Fazit des 1. Workshops war jedenfalls „Keine Fösse ohne Freibad“. Das hatte die Stadt so vorgestellt und das war auch bei den anwesenden Bürgern außer Frage. Was dabei letztlich herauskam, ist bekannt.

Schlechtes Freibad
Schlechtes Freibad

Soll jetzt mit dem 2. Workshop eine ähnliche Linie gefahren werden? Ein Termin direkt nach Ferienende, zu dem noch dazu bisher nicht eingeladen wurde, lässt auf jeden Fall diesen Schluss zu.

Worum soll es in dem Workshop nun eigentlich gehen?

Es sollen die Chancen des Hallenbadneubaus als Sport- und Familienbad, der Stand des ÖPP-Verfahrens und der Gesamtzeitplan aufgezeigt werden. Gerade auf den Zeitplan darf man gespannt sein. Laut Aussage der SPD im Rat haben es schließlich die ewig nörgelnden Lindener so lange verzögert. dabei aber vergessen das schon 2012 ein Konzept der Betreiber für eine Zukunft des Fössebades vorlag und man lieber jahrelang auf das tolle Bäderkonzept gewartet hat das dann doch nicht umgesetzt wird.

Ganz schlechtes Freibad
Ganz schlechtes Freibad

Mit den Bürgern soll die Gestaltung und Entwicklung der Außenbereiche diskutiert werden. Beschlossen ist bisher der Neubau eines Sport- und Familienbades. Die Wohnbebauung auf dem Gelände des jetzigen Fössebades ist bereits vom Tisch. Damit ist auch immer noch die Option möglich das alte Gebäude für eine Nutzung durch das Béi Chéz Heinz zu erhalten. Laut Ablaufplan soll ein familienfreundliches Bad möglich sein. Dazu kann auch der Erhalt des Béi Chéz Heinz beitragen. Wie toll wäre es, wenn direkt neben dem Bad auch noch ein Kulturzentrum mit Gastronomie angesiedelt wäre.

Man stelle sich nur mal folgendes Szenario vor: Die Kinder spielen auf der Wiese oder planschen im Freibad und man kann das bei chilliger Musik im Außenbereich des Béi Chéz Heinz beaufsichtigen. Kultur, Sport und Spaß an einem Ort und das auch noch familienfreundlich! Die sportlich familienfreundliche Kulturhauptstadt Hannover 2025. Was eine Vision.

In der Planung für die Veranstaltung ist die Rede von einer Bestuhlung mit bis zu 100 Plätzen und auch für Kaltgetränke ist gesorgt.

Seid also dabei, wenn es um die Zukunft der Fösse und des Béi Chéz Heinz geht. Auch wenn Freibad und Chéz Heinz von der Stadt nicht als Thema vorgesehen sind. Für Linden-Limmer geht daran kein Weg vorbei.

Mehr zum Thema unter:

Eisbahn im Fössebad

Eis frei im Fössebad!

Eisbahn im Fössebad
Eisbahn im Fössebad
Nach 4-jähriger Pause am neuen Standort: die Limmer Eisbahn lebt im Fössebad wieder auf!

Dank heldenhaftem Einsatz der EismeisterInnen, hervorragender Kooperation mit dem Fössebad und Bei Chez Heinz und einer von Debeka Limmer gestifteten Veranstaltungsversicherung ist die neue Eisbahn am Freitag, 2. März 2018 ab 16 Uhr für die Öffentlichkeit bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet.

Um 15 Uhr ist schon geöffnet für alle, die Eishockey spielen wollen.
Das Chez Heinz steht uns für Toiletten und Getränke zur Verfügung. Beim Wirt im Fössebad gibt es Speisen und Getränke.

Limmer Eisbahn Initiative
c / o Uwe Staade
M. 0171-4873431

Mehr Infos unter: www.limmer-eisbahn.de

RatsKompass

RatsKompass mit vielen Linden-Themen

Informationen der Gruppe LINKE & PIRATEN im Rat der Landeshauptstadt

  • Wasserstadt: Stadt soll EinwohnerInnen am Verkehrskonzept beteiligen
  • Linden-Limmer: Videoüberwachung besser kennzeichnen
  • Rats-Rede von Dirk Machentanz zum Neubau des Fössebades ohne Außenbecken
  • Bei Chéz Heinz: Die Stadt ist in der Bringschuld, die vielfältige Kulturszene zu erhalten

Auch interessant: Stadt macht StraßenmusikerInnen das Leben schwer, Kältebus nach Berliner Vorbild soll Obdachlosen helfen, Schwimmbadbesuche werden deutlich teurer und vieles mehr.

Als PDF-Download unter:
https://www.linksfraktion-hannover.de/fileadmin/fraktionhannover/downloads/Ratskompass/2018/RatsKompass-01-2018_internetz.pdf

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Vom Arbeiterkiez zur Partymeile

Hannover Linden – ein Stadtteil voller Lebenskünstler konnte man im Merian 2012 lesen. „Linden ist eine städtische Insel, rau und pulsierend, umrahmt von Schnellstraßen und den Flüssen Leine und Ihme, mit Eigensinn und Lokalpatriotismus“ heißt es in dem Artikel. So weit mag das stimmen, nur viele Lindener beklagen das sich Linden immer mehr in eine falsche Richtung wandelt. Laut und schmutzig war Linden wohl schon immer, doch seit sich hier bei jedem Wetter die Partytouristen einfinden und hemmungslos feiern, ist das Fass am überlaufen.
Hannover Linden ein Stadtteil im WandelHaben sich die Partygänger von FAUST und Béi Chéz Heinz früher gesitteter benommen? Wohl eher nicht, nur das jetzt auch noch das viel gepriesene Limmern in Hannover Linden dazu gekommen ist. Da wird schon den Erstis eines Studienjahrgangs gesagt, dass man in Linden mal so richtig die Sau rauslassen kann. Was das für Blüten das treibt, davon kann fast jeder Stadtteilbewohner ein Lied von singen.

Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär
Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär

Partyzone Hannover Linden

Natürlich lädt der Stadtteil zum Feiern ein. Hannover-Linden ist die erste Adresse der Landeshauptstadt für eine alternative Club, Bar und Kneipenszene. Neben dem Faustgelände gibt es besonders am Schwarzen Bär, Lindener Markt und rund um das Béi Chéz Heinz am Fössebad regelmäßig klagen der Anwohner wegen lautstarker Partygänger. Einige Probleme, wie zum Beispiel der berühmt berüchtigte Prosecco-Donnerstag am Lindener Marktplatz, sind sicherlich hausgemacht. Es gibt aber auch Initiativen, um dem entgegen zu wirken. Sei es mit Appellen wie „Bitte nehmt Rücksicht auf die Nachbarn!“ oder einer Sicherheitsstreife auf der Limmerstraße.

Heinz bleibt HeinzHeinz bleibt Heinz, oder lieber nicht?

Der negative Eindruck bleibt trotz aller Bemühungen. Fragt man nach einer Petition für den Erhalt des Béi Chéz Heinz erhält man fast durchweg positive Reaktionen, außer es handelt sich um direkte Anwohner der Wege zum Club.

Das daran nicht der Betreiber schuld ist sehen die Meisten ein. Auch das mit der Schließung des Chéz Heinz das Problem nur verlagert wird ist klar. Mir den Kneipen und Clubs hat man zumindest einen Ansprechpartner, wenn es um Lärmbelästigung geht.

Limmern ohne Regeln!

Das sieht beim Limmern anders aus. Hier bleibt dem genervten Anwohner, wenn nicht gerade mal der angesprochene Sicherheitsdienst für Ruhe sorgt, nur der Anruf bei der Polizei. Eine direkte Ansprache führt häufig nur zu Gesprächen die mit dem Tenor enden: „Das ist doch Linden hier, zieh doch weg“! Nicht wenige haben das inzwischen auch gemacht. Beim Stammtisch im Lorberg haben wir letztens festgestellt, dass keiner am Tisch mehr in Linden wohnt.

Trotz dieser Problematik steigen die Immobilienpreise stetig. Für Verkäufer natürlich eine gute Sache, ist man auf Wohnungssuche sieht das komplett anders aus. Es stellt sich die Frage wieviel Gentrifizierung verträgt der Stadtteil, bis das besondere Flair verschwunden ist.

Limmerstraßenfest 2017 - Das Stadtteilfest in Hannover Linden
Limmerstraßenfest 2017 – Das Stadtteilfest in Hannover Linden

Höher, schneller, weiter …

Wie soll es weiter gehen? Deisterstraßenfest, Limmerstraßenfest, Fährmannsfest, Limmer Live, Weihnachtsmarkt, Ahrbergfest, Scillablütenfest, … Immer mehr und größere Events?

Ob ein Etat von 30.000 € für das nächste Limmerstraßenfest um noch mehr Besucher anzulocken wirklich sinnvoll ist? Gleichzeitig klagt der Veranstalter über mangelnde Unterstützung und noch dazu wird wer nicht mitmachen will als Schmarotzer bezeichnet, wie bei der HAZ nachzulesen ist. Gute Lindener Kultur ist das nicht! Das Limmerstraßenfest war mal ein Fest in Linden für Linden. Man flanierte die Einkaufsmeile entlang und traf sich hier mit vielen Bekannten an den Ständen der Vereine. Dazu zwei bis drei Bühnen mit Musik und ein paar Würstchen und Bierbuden. Wer mehr Aktion wollte, ging zum Schützenfest auf dem Küchengarten. Braucht es wirklich solche Besuchermassen wie in den letzten Jahren? Profitieren die Geschäfte davon oder verdient nur die Gastronomie? Wäre nicht vielleicht weniger wieder mehr?

Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg
Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg

Ein positives Beispiel gefällig? Weihnachtsmarkt auf dem Lindener Berg! Eine einmalige Atmosphäre mit wenig Aufwand vom Lindener Turmbiergarten organisiert. Dafür werden die kleinen Blockhütten auf dem Gelände an soziale Einrichtungen vergeben, die sich dort vorstellen und ihren Etat aufbessern können. Etwas Kleinkunst und weihnachtliche Musik dazu und fertig ist die vorweihnachtliche gemütliche Stimmung.

Wohin soll also die Reise gehen? Immer größere Events und den Linden-Hype auf die Spitze treiben oder lieber wieder an alte Lindener Traditionen anknüpfen? Ist die Stadt gefordert ein Nachtkonzept für Linden nach dem Vorbild des Raschplatzes zu entwickeln?

Wahlergebnisse in Linden-Limmer

Landtagswahl 2017: Die Linke ist auch diesmal der Gewinner

Mit einem Plus von 11,6% gegenüber 2013 ist Die Linke der Gewinner im Stadtbezirk. Nach der Bundestagswahl der zweite Erfolg für die Linken.

Großer Verlierer sind die Grünen. Mit einem Minus von 11,4% (Landesweit nur -5%) büßen sie ein Drittel ihrer Stimmen in Linden-Limmer ein. Lag es an der Entscheidung zum Fössebad, an den Querelen um den Halim-Dener-Platz oder doch an der Bundes- bzw. Landespolitik?

Auch die SPD hat im Gegensatz zum Landestrent, wo sie um 4,3% zulegten, im Stadtbezirk Stimmen verloren. Zwar nur 0,4% aber 2003 und 2008 kam die SPD hier noch auf über 45%.

Die CDU, FDP und auch die Piraten verloren ebenfalls an Stimmen. Besonders die Zeit der Piraten scheint wieder vorbei zu sein. 2013 kratzten sie naoch an der 5% Hürde im Stadtbezirk. Diesmal bleiben sie mit 0,9% nur noch eine Randerscheinung.

Die Partei schnitt bei der Bundestagswahl besser ab. 3,9% waren es im September, diesmal nur noch 2,4%.

Ein kleiner Erfolg gegen den rechten Rand ist auch zu verzeichnen. Bei der Bundestagswahl kam die AfD noch auf 4,6%. Bei der Landtagswahl nur auf 3,4%.

Wahlergebnisse in Linden-Limmer
Wahlergebnisse in Linden-Limmer

 

Landtagswahlen 2003 2008 2013 2017
SPD 47,4 46,1 35,3 34,9
CDU 36 27,1 10,7 9,5
Die Grünen 11 11,1 34,2 22,8
Die Linke 1,7 10,9 9,6 21,2
FDP 4,4 3,7 3,8 3,5
Piraten 0 4,7 0,5
Die Partei 0 2,4
AfD 0 3,4
Rechte Parteien (NPD, DVU, Hannoveraner, …) 0 0,8 0