Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)

Linie 12 der neue Stadtbahnwitz für Linden

Immer wenn man denkt bei Region, Üstra, Infra, usw. ist der größte Unsinn erreicht setzt man dort noch ein weiteres Ausrufezeichen.

Nach einem Bericht der Neuen Presse (Nov. 2017) gibt es in der Region interessante Konzepte, wie man die Wasserstadt Limmer an das Stadtbahnnetz anbinden kann. Dabei enthalten auch eine neue Linie 12 die von der Limmerstraße kommend geradeaus in die Blumenauer Straße und dann über den Schwarzen Bär in den vorhandenen Tunnel in der Gustav-Bratke-Allee fahren soll.

Hört sich erst mal gut an. Scheinbar war aber noch nie jemand von der Region am Schwarzen Bär.

Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)
Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)

Bei der vorhandenen Streckenführung wurde immer kommuniziert, dass es zu erhöhter Lärmentwicklung kommen kann, weil der Kurvenradius am Schwarzen Bär sehr gering ist. Daher einfach mal die beiden vorhandenen Kurven auf die neu geplante Stracke übertragen. Sehe das nur ich so oder kann es sein das die Bahn dann direkt durch das Haus fahren muss.

Aber in Ordnung, ich bin kein Fachmann, was Bahngleise angeht. Aber doch Fußgänger und Radfahrer, der früher sehr häufig den Schwarzen Bär gekreuzt hat. Wenn dort eine weitere Straßenbahn um die Kurve fährt, kann die Stadt auch gleich noch Wartebänke für Fußgänger an den Ampeln aufstellen. Und wir können uns alle glücklich schätzen, wenn dort niemand verhungert.

Übrigens wurde diese neue bahnbrechende Idee in etwas anderer Form schon im Bezirksrat als Lindener Nord-Süd-Verbindung mehrfach diskutiert. Dabei sollte die Bahn allerdings aus der Limmerstraße kommend über Blumenauer Straße in Richtung Ricklingen weiter geführt werden.

Achim Brandau

Public Viewing auf dem Lindener Markt

Offener Brief gegen das inzwischen Verlegte Public Viewing

Public Viewing auf dem Lindener Markt
Public Viewing auf dem Lindener Markt
Offener Brief zur Übergabe der Unterschriftenlisten gegen das geplante Public Viewing zur WM 2018 auf dem Küchengartenplatz in Hannover

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schostok,

wie ich am 01.06.2018 der HAZ entnehmen konnte, wird das Public Viewing nun doch nicht auf dem Küchengartenplatz stattfinden. Ich überreiche Ihnen aber dennoch diese Unterschriftenlisten, um unsere Forderung nach einer Absage der Veranstaltung zu betonen und darauf aufmerksam zu machen, wie viele Bürger und Bürgerinnen im Stadtteil Linden durch den Ihnen sicher bekannten Partytourismus mittlerweile gegenüber potentiell lärmträchtigen Veranstaltungen sensibel geworden sind:

In einer relativ kurzen Zeitspanne von 5 Tagen habe ich mehr als 130 Unterschriften gesammelt, die meisten durch persönlichen Kontakt an der Haustür.
Die zahlreichen Gespräche die ich in dieser Zeit geführt habe, zeigten mir deutlich, wie viele Familien mit Kindern sowie auch Singles mittlerweile unter den nächtlichen Ruhestörungen durch laute Musik im Freien, Gegröle, Feuerwerk, Flaschenzerschmeißen auf Autos, freiem urinieren überall u.v.a. mehr zu leiden haben! Die meisten Nachbarn befürchteten durch das Public Viewing eine Potenzierung der nächtlichen Ruhestörungen und waren entsetzt über die Aussicht auf eine derartige Großveranstaltung mitten im Wohngebiet.

Es ist keinesfalls so, dass wir etwas gegen Veranstaltungen und einen lebendigen, kulturell vielfältigen Stadtteil haben! Wohl aber gegen das Klischee, in Linden sei alles möglich!
Zweifellos ist dieser Stadtteil geprägt durch Offenheit und Toleranz. Nicht ohne Grund lebe ich hier seit über 30 Jahren! Aber schlafen wollen wir hier auch Mal! Bei fehlender Nachtruhe geht irgendwann jeder mal auf die Barrikaden! Lärm macht bekanntlich krank.

Der Küchengartenplatz und umliegende Flächen haben sich bei schönem Wetter für die Anwohner zu einem Problem entwickelt. Hier wird – ohne Rücksicht auf Verluste – gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Wir sind verzweifelt, weil wir nachts nicht mehr schlafen können! Viele Anwohner haben keine Ausweichmöglichkeit, da nur Küche und Bad zum Hinterhof liegen.
Da bin ich nicht die Einzige, die überlegt, in der Küche zu schlafen! Genauso unerträglich ist die Situation für viele Anwohner in Linden-Nord! Bisher bleibt leider nur die Möglichkeit, die Polizei anzurufen. Der Bezirksrat Linden-Limmer hat bereits ein Nachtkonzept für den Stadtteil beantragt. Ich bitte Sie von daher dringend, sich für unsere Probleme einzusetzen und dieses Konzept zu unterstützen, damit endlich und sehr bald wieder Ruhe im Stadtteil herrscht – zumindest Nachts!

Ich bitte Sie auch darauf einzuwirken von weiteren Großveranstaltungen im Stadtteil abzusehen! Bitte verhindern Sie ein zweites Public Viewing an der Fährmannswiese!
Das ist in meinen Augen eine Problemverlagerung in’s Grüne – auf Kosten der Anwohner Lindens und zum Wohle eines einzelnen Wirtes. Ein größeres Pulic Viewing am Lindener Marktplatz ist genug! Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass unser Stadtteil lebenswert bleibt!

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Maeter

Offener Brief Public Viewing

Public Viewing auf dem Küchengarten?

Fußballparties ja, Dauerlärm nein

Public Viewing auf dem Küchengarten?
Public Viewing auf dem Küchengarten?
Fußballübertragungen auf dem Lindener Markt und dem Küchengartenplatz

Linden freut sich sehr auf die Fußball-WM. Überall wird die WM übertragen, in Gaststätten, auf Hinterhöfen, in Gärten, an und auf Plätzen in Linden. Das war die letzten Weltmeisterschaften so und wird auch in diesem Sommer so sein.

Jetzt will die Stadt neben dem Lindener Marktplatz auch den Küchengarten-Platz für das Public-Viewing freigeben. Einen anderen Platz hatte sie in Hannover nicht gefunden, weil Anwohner sich beschwerten. Daniel Gardemin, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtbezirksrat Linden-Limmer dazu: „Jetzt zwei Plätze nebeneinander in Linden bespielen zu wollen, hat einen faden Beigeschmack. Zumal weder Bezirksbürgermeister noch Bezirksrat informiert wurden. Erst sucht die Stadt wochenlang wie Sauerbier einen zentralen Public-Viewing-Platz und entscheidet dann plötzlich über die Köpfe hinweg, die Fußballfans in die Wohnquartiere Lindens zu schicken.“

Der Stadtbezirk Linden-Limmer hat im Frühjahr die Verwaltung mit großer Mehrheit aufgefordert, ein Nachtkonzept zur Beruhigung der Partyzonen im Stadtbezirk zu erarbeiten. Dazu gehört die Forderung, nachts Streetworker und Ordnungskräfte deeskalierend auf die Partygäste einwirken zu lassen, so dass der nächtliche Geräuschpegel für die Anwohner/innen erträglicher wird. Daniel Gardemin dazu: „Wir sind sehr verwundert, dass die Stadt der Diskussion um Lärm in Linden keine Rechnung getragen hat.“

Wir – die Grünen im Stadtbezirk Linden-Limmern – fordern die Stadt vor dem Hintergrund des Public-Viewings auf, andere Standorte zu prüfen oder zumindest zwei Teams von Ordnungskräften und Streetworkern für die gesamte WM zusammenzustellen, die bei und nach den Abendspielen von 20 Uhr bis 2 Uhr morgens zwischen Lindener Markt und Limmer Straße für Deeskalation sorgen und als Ansprechpartner für die Anwohner/innen zur Verfügung stehen. Wir müssen ja davon ausgehen, dass die Fußball-Fans nach den Abendspielen nicht sofort ruhig und besonnen wieder nach Hause gehen werden. Und das mehr oder weniger bei über 50 Spielen, die gezeigt werden sollen.

https://linden-limmer.gruene-hannover.de/

Pressemitteilung Die Grünen Linden-Limmer

Bauruine Ihmezentrum

Ihmezentrum: Stadt schließt langfristigen Mietvertrag mit Investor

Die Landeshauptstadt Hannover schließt mit der „Projekt IZ Hannover GmbH“ (ehemals Projekt Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks GmbH) einen langfristigen Mietvertrag über insgesamt rund 23.700 Quadratmeter Büro-, Archiv- und Lagerflächen sowie PKW-Stellplätze im Gebäude Ihmeplatz 5. Der Vertrag gilt ab dem 1. Oktober 2022 für die Dauer von zunächst 20 Jahren. Es entstehen jährliche Miet- und Nebenkosten in Höhe von gut 2,7 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund des andauernden und fortlaufend überprüften Bedarfs der Verwaltung an Büroflächen wird zeitnah zum Mietbeginn entschieden, welche Einrichtungen der Stadt die Räumlichkeiten nutzen werden.

Zwischen dem 1. Oktober 2021 und 30. September 2022 wird das Gebäude durch den Vermieter umfassend saniert. Daher mietet die Stadt ab 1. August 2021 das Gebäude Joachimstraße 8 (jetziger Mieter Deutsche Bahn) an, hier werden die Dienststellen des Fachbereichs Jugend und Familie aus dem Ihme-Zentrum und anderen Standorten dauerhaft zusammengeführt. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 20 Jahre.

Die Verwaltung legt den Ratsgremien zum Mietvertrag Ihme-Zentrum und zur Übernahme der Flächen in der Joachimstraße jetzt zwei Beschlussdrucksachen vor. Sie stehen am 12. April 2018 auf der Tagesordnung einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Angelegenheiten des Geschäftsbereiches des Oberbürgermeisters (AAGOB), des Ausschusses für Wirtschaft und Liegenschaften (AWL) und des Stadtbezirksrates Linden-Limmer.


Kommentar:

Ob es da wohl eine Ausstiegsklausel gibt wenn nicht saniert wird? Man darf gespannt sein ob sich die Stadt nicht wieder einmal ein Eigentor geschossen hat. Bisher wurden alle Maßnahmen rund um den Betonklotz entweder von den Wohnungseigentümern oder von der Stadt bezahlt. Der Investor ist das investieren bisher jedenfalls schuldig geblieben.

Achim Brandau

Lindenspiegel 03-2018

Lindenspiegel März 2018

Lindenspiegel 03-2018Titelthema:

LINKSFRAKTION im Rat Hannover: Zweierlei Maß bei Entscheidungen über den Bau von Hochbahnsteigen

Bei den in Hannover geplanten Hochbahnsteigen in Hannover- Linden und am Hannover Congress Centrum (HCC) deutet sich von Seiten der Stadtverwaltung eine Bauentscheidung mit zweierlei Maß an. Während die umstrittene Standortentscheidung für den Hochbahnsteig Leinaustraße/ Limmerstraße in Hannover/Linden (Drcks.nr. 1297/2017), trotz mehrheitlicher Ablehnung im Bezirksrat Linden/Limmer und bei den Bürgern, quasi entschiedene Sache ist, steht der geplante barrierefreie Hochbahnsteig am Hannover Congress Centrum (HCC) aus Gründen des Denkmalschutzes an seiner geplanten Lage zur Disposition. Anwohner und Bürger haben sich vermehrt gegen den Hochbahnsteig an besagtem Ort ausgesprochen, da dieser, laut einer breiten Bevölkerungsmehrheit am Hannover Congress Centrum optisch nicht in das Bild passt.

weiterlesen im aktuellen Lindenspiegel

Weitere Themen:

  • Problemzonen: Hannovers Hochbahnsteige
  • Projekt: „Heimat – worin noch niemand war?“
  • Prägend: Die Mietergruppe Linden-Nord

Linden in den 70er Jahren (© Winfried von Esmarch)

Bildervortrag im Cafe K: Linden im Wandel in den 1970er Jahren

Linden in den 70er Jahren (© Winfried von Esmarch)
Linden in den 70er Jahren (© Winfried von Esmarch)

Der hannoversche Fotograf Winfried von Esmarch lebte – in seiner Jugend – ab 1967 in Linden. 1972 begann er mit der Fotografie, analog und in schwarz-weiß; „eine gute Schule“, wie er sagt. In diesen Anfangsjahren entstand eine Reihe von Fotos, die zum Teil bis Juni 2018 im Café K in Linden ausgestellt werden.

Gerade in den 1970er Jahren erfuhr Linden die größten Veränderungen vom tradionellen Arbeiterviertel zum modernen Stadteil mit all seinen Facetten. Die Fotos zeigen – im künstlerischen und dokumentarischen Spannungsfeld – eine Zeit, in der sich der bauliche Zustand der Lindener Straßen und Häuser sehr vom heutigen unterschied.

Begleitend zur Ausstellung zeigt Winfried von Esmarch am 14. März um 19 Uhr im Café K. den Bildervortrag „Linden im Wandel 1970“ mit weiteren Fotos. Zur Einführung erläutert Ernst Barkhoff, langjähriger Stadtbezirksrat- und Baupolitiker in Linden-Limmer die Situation in Linden um 1970. Gelegenheit zu Diskussion und Erinnerungsaustausch wird geboten.

Mit dieser Veranstaltung starten die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung DECIUS in Linden ihre gemeinsame Lesereihe, die bis zum Juni „Linden – eine Reise durch Raum und Zeit“ bietet.

Winfried von Esmarch – Linden im Wandel in den 1970er Jahren
Bildervortrag am Mittwoch, den 14.03.18 um 19 Uhr
Im Café K, Egestorfstraße18
Eintritt frei, Anmeldung bitte unter info@cafek.de

www.lebensraum-linden.de

Bezirksrat Linden-Limmer unterliegt gegen OB im Streit um die Benennung eines Platzes nach kurdischem Aktivisten

Oberbürgermeister der Landeshauptstadt ist nicht verpflichtet, gegen die dagegen gerichtete Beanstandung des Innenministeriums gerichtlich vorzugehen.

Der Antragsteller, der Stadtbezirksrat Linden-Limmer, beschloss am 10. Mai 2017 die Benennung eines Platzes im Bezirk nach dem kurdischen Aktivisten Halim Dener.

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover unterrichtete daraufhin das Niedersächsische Innenministerium als zuständige Kommunalaufsichtsbehörde, da er den Beschluss für rechtswidrig hält. Der Antragsteller verletze die ihm obliegende Rechtspflicht der „Beachtung der Belange der gesamten Stadt“, die sich der strikten Neutralität verpflichtet habe. Es sei zu befürchten, dass sich durch die Benennung der Konflikt zwischen den türkischen Bevölkerungsgruppen in Hannover verschärfe und sich der Platz zu einem Ort für gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der PKK und türkischen Nationalisten entwickele. Mit am 8. Januar 2018 der Stadt zugestellten Bescheid beanstandete das Innenministerium als Kommunalaufsichtsbehörde den Beschluss des Antragstellers als offensichtlich rechtswidrig. Die Landeshauptstadt Hannover beschloss durch den Verwaltungsausschuss, die Entscheidung des Innenministeriums nicht anzufechten.

Der Antragsteller hat am 8. Februar 2018 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt, mit welchem er die Verpflichtung des Antragsgegners zur Klageerhebung gegen den Bescheid der Kommunalaufsicht begehrt. Zur Begründung trägt er vor, dass sein Recht der Platzbenennung andernfalls vereitelt werde.

Die 1. Kammer hat den Antrag am 8. Februar 2018 abgelehnt. Der Antragsteller hat keinen Anspruch darauf, dass der Antragsgegner verpflichtet wird, im Namen der Landeshauptstadt Hannover Klage gegen die kommunalaufsichtsrechtliche Beanstandung vom 2. Januar 2018 zu erheben. An die Entscheidung des für die Frage der Klageerhebung zuständigen Verwaltungsausschusses ist der Antragsgegner gebunden; der Antragsteller hat diese ebenfalls hinzunehmen. Dem steht auch nicht die Gewährleistung effektiven Rechtschutzes gem. Art. 19 Abs. 4 GG entgegen, da diese in erster Linie nicht die organschaftlichen Beziehungen innerhalb einer juristischen Person, hier der Landeshauptstadt, in den Blick nimmt. Allein mit der dem Antragsteller zustehenden Sachkompetenz geht nicht einher, dass der Antragsteller seine Rechtsposition gerichtlich überprüfen lassen kann.

Gegen den Beschluss kann der unterlegene Bewerber innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Nds. Oberverwaltungsgericht einlegen.

Az.: 1 B 1111/18

Nachbarschaftsinitiave Linden-Nord

Maßnahmenvorschlag der Nachbarschaftsinitiave Linden-Nord (NIL) zum Thema Partytourismus

Bereits vor der Anhörung zum Thema Partytourismus in Linden-Nord bei der letzten Sitzung des Bezirksrates Linden-Limmer hat die Nachbarschaftsinitiave Linden-Nord (NIL) einen Vorschlag für einen Maßnahmenkatalog erarbeitet.

Vorschläge für Maßnahmen

Nachbarschaftsinitiave Linden-NordWir appellieren an die Stadt, den Anwohnern zu helfen ihr gesetzlich verankertes Recht auf Nachtruhe und Sonntagsruhe* durchzusetzen, sowie tagsüber mehr Ruhe zu bekommen, um deren Gesundheit zu schützen. Lärm macht nachweislich krank. **

Im Bebauungsplan ist Linden als Wohnviertel ausgewiesen. Hier wohnen Menschen, die zum größten Teil arbeiten, Steuern zahlen und wählen. Zum Arbeiten muss man ausgeruht sein, sonst ist
man nicht leistungsfähig. Und um ausgeruht zu sein, muss man nachts schlafen können.

Viele Partygänger sehen Linden aber als eine einzige ständige Partyzone, mit den entsprechenden
Folgen, die unsere Lebensqualität immer stärker einschränken.
Das können und müssen wir nicht länger aushalten.
Wir bitten die Stadt, ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen.

Das hauptsächlich betroffene und von uns mit der Unterschriftenaktion abgedeckte Gebiet erstreckt sich von der Limmerstraße bis zur FAUST, dem nördlichen Ihme- und Leineufer, westlich
bis zur Pfarrlandstraße/Dornröschenbrücke und östlich bis zur Kochstraße. Die „Haupteinflugschneise“ für die Partygäste der FAUST ist die Nedderfeldstraße, aber auch die
Parallelstraßen werden reichlich mit Lärm versorgt.

Folgende Maßnahmen erscheinen uns nach jahrelanger Erfahrung mit unzulänglichen Versuchen, die Lage in den Griff zu bekommen, erforderlich:

1. Von der Stadt eingesetzte Ordnungskräfte müssen auf die lärmende Klientel in diesem Gebiet einwirken. Das gilt auch für private Outdoor-Parties am Ihme-/Leineufer bis unter
dem Bremer Damm (Nähe Sport-Uni).

Die Arbeit der Polizei war in den letzten Jahren wenig effektiv (langfristiger Personalmangel,
Straftaten und Unfälle gehen vor Ordnungswidrigkeiten, teilweise mangelnde Sachkenntnis und
mangelndes Verständnis der Beamten für die Problematik) und es ist keine Besserung in Sicht.

2. Partygänger, die sich nicht leise unterhalten, grölen, Flaschen und Böller werfen, in Hauseingänge urinieren und Müll hinterlassen, müssen angesprochen und verwarnt werden,
bei Wiederholung müssen Personalien festgestellt werden und je nach Sachverhalt Platzverweise und/oder Anzeigen folgen. Es wäre sinnvoll, die Ordnungskräfte mit Fahrrädern auszustatten, damit sie mehr Runden drehen und in dem relativ großen Gebiet die Lärmgruppen schneller erreichen können. ***

3. Tage und Zeiten für Ordnungskräfte:
Im Sommer ist (außer vielleicht bei starkem Unwetter) an allen Wochentagen tagsüber und nachts mit erheblichem Lärm zu rechnen. Gebraucht werden die Ordnungskräfte daher auf jeden Fall im Sommer täglich von 16.00-8.00 Uhr und im Winter grundsätzlich in allen Nächten, in denen FAUST-Parties stattfinden (regelmäßig jeden Freitag, Samstag und Mittwoch, gelegentlich auch an anderen Wochentagen (z.B. Erstsemester-Parties am Donnerstag, 19.10., Halloween-Parties am Montag 30.10., jeweils ab 23.00 Uhr) Die FAUST-Parties dauern von 23.00 oder 24.00 Uhr bis 6.00 oder sogar 8.00 Uhr morgens. Outdoor-Parties an Ihme und Leine waren auch schon bei nur 10 Grad noch zu vernehmen.

4. Generelles Verbot der Nutzung von aufgestellten und tragbaren elektronischen Musikanlagen und von Trommeln im Outdoor-Bereich.
Mehrfache Verwarnungen (Bässe raus, leiser) haben seit Jahren nichts gebracht und nur zu stundenlangen Verzögerungen und noch mehr Polizeieinsätzen geführt. Private Outdoor-Parties mit elektronischen Musikanlagen müssen daher sofort nach Sichtung aufgelöst werden. Aber auch Geräte von Einzelpersonen können nicht geduldet werden. Das Verbot muss auch kleine tragbare Musikanlagen umfassen, denn die neueren Modelle haben auch schon eine erstaunliche Reichweite (vor allem die Bässe) und sind in letzter Zeit immer häufiger anzutreffen.
Auch vor 22.00 Uhr können Bässe und laute Musik extrem belastend sein. Die Parks und Wiesen sollten zur Naherholung und nicht für Parties/Musikbeschallung dienen. Es muss nach ca. 15 Minuten nochmal überprüft werden, ob die Musikanlage wirklich aus ist, sonst muss sie konfisziert werden. Personalien müssen aufgenommen werden, um Wiederholungstäter festzustellen und ggf. spürbare Ordnungsgelder verhängen zu können.

5. An der Ecke Nedderfeldstraße/Walter-Ballhause-Straße müssen während der Parties der FAUST Ordnungskräfte stationiert sein.

6. Große Schilder an den meistfrequentierten Punkten
Um z.B. die Limmernden und die FAUST-Gäste auf das Recht der Anwohner auf Nachtruhe aufmerksam zu machen und um auf die Illegalität der privaten Techno-Parties und das Verbot aller Musikanlagen und Trommeln hinzuweisen sollen ergänzend zu anderen Maßnahmen entsprechende großflächige Schilder aufgestellt werden.
1. auf der Limmerstraße,
2. an der Ecke Nedderfeldstraße/Walter-Ballhause-Straße
3. an der Ecke Nedderfeldstraße/Elisenstraße
4. am nördlichen Ihmeufer in der Nähe vom Strandleben und dem Glockseebahnhof
5. auf der nördlichen Uferseite der Leine gegenüber vom Gretchen, dem Biergarten der FAUST,
6. an der Dornröschenbrücke

7. Jährlich nur drei Outdoor-Großveranstaltungen
In Zukunft sollen nur das Fährmannsfest, das 1. Mai-Fest der FAUST und das Limmerstraßenfest genehmigt werden. Für diese sollte es anwohnerfreundliche Auflagen geben, deren Einhaltung dann auch überprüft wird. Das Limmerstraßenfest sollte nur bis 19.00 Uhr gehen und weniger Bühnen haben, da es von Jahr zu Jahr lauter wird.
Es sollten keine zusätzlichen Outdoor-Veranstaltungen auf der FAUST-Wiese und im Außenbereich des FAUST-Geländes genehmigt werden, wenn sie mit Lärm (z.B. durch elektronisch verstärkte
Musik, Trommeln) einhergehen. ****

8. Auflage an die FAUST durch wirksame bauliche Veränderungen sicherzustellen, dass keine Musik, insbesondere keine Bässe mehr nach außen dringen.

9. Offenlegung der Öffnungszeiten, Auflagen (z.B. bezüglich der Anzahl der Toiletten) etc. von FAUST, Kneipen und Kiosken mit offiziellen und inoffizellen Außenflächen und die
Überprüfung der Einhaltung der Auflagen.
Die Offenlegung hilft den Anwohnern, ein eventuelles Fehlverhalten der Betreiber zu beurteilen.

10. Konzept zur Reinigung und Müllentsorgung am Wochenende
Die Stadt muss in Zusammenarbeit mit aha ein Konzept zur Reinigung und Müllentsorgung am Wochenende (Samstags- und Sonntagsreinigung) erarbeiten, damit nicht die Anwohner und Ladenbesitzer den Müll und die Exkremente der Lärmtouristen beseitigen müssen. Auf der Limmerstraße und auch an anderen Stellen werden größere Mülleimer mit Deckel benötigt. *****

11. Es muss grundsätzliche spürbare und nachhaltige Veränderungen geben, die von der Stadt öffentlich in den Medien angekündigt und vertreten werden, damit sie allen bekannt sind und ernst genommen werden. Die Partygänger dürfen nicht mehr glauben, dass man in Linden jederzeit machen kann, was man will und, dass die Anwohner wegziehen müssen, wenn ihnen das
nicht gefällt.

12. Die Stadt soll keine weitere Werbung für den Lärmtourismus in Linden machen, z.B. in eventueller Kooperation mit Presse und Reiseführern.

13. Die Stadt soll den AStA auffordern, bei den Einführungsveranstaltungen für Erstsemester die Studierenden nicht mehr explizit durch Linden zu führen.

14. Wir brauchen einen festen Ansprechpartner bei der Stadt (und eine Vertretung für Krankheit und Urlaub), für Fragen bei Problemen, der ggf. das Anliegen an die entsprechende Stelle weiterleitet, damit wir nicht jedes Mal erst herausfinden müssen, wer wofür zuständig ist. Des weiteren ist eine Telefonnummer notwendig, unter der ein „Lärmbeauftragter“ der Stadt
(oder ggf. von einer Security-Firma) auch nachts und an den Wochenenden erreichbar ist, um Hinweise auf Lärmereignisse entgegenzunehmen.

15. Fristsetzung zur Überprüfung und Evaluierung der Maßnahmen:
Wenn innerhalb einer noch festzulegenden Frist keine spürbare Besserung eintreten sollte, müssen weitere verstärkte Maßnahmen erfolgen, wie z.B. Einschränkungen der Kneipen- und KioskÖffnungszeiten, der Zeiten des Alkoholausschanks und der Partyzeiten in der FAUST.
Ein geeignetes Instrument zur Evaluierung muss noch gefunden werden. ******

16. Bei der Besprechung der Art und Durchführung geeigneter Maßnahmen soll die NIL mit eingebunden werden.
Wir werden durch den Partytourismus gezwungen sehr viel Zeit und Kraft zu investieren, die wir lieber anderweitig nutzen würden. Das machen wir ganz sicher nicht aus Langeweile, sondern aus Verzweiflung. Wir erwarten, dass unser Anliegen endlich ernst genommen wird und die Stadt geeignete nachhaltige Maßnahmen ergreift. Argumente im Sinne von „das ist nun mal so in Linden“ und „das muss man aushalten oder wegziehen“ lehnen wir ab.

Wir haben ein Recht auf Nachtruhe und werden uns nicht mehr beschwichtigen oder entmutigen lassen. Es ist nicht einzusehen, warum hunderte Anwohner ihre Gesundheit für den „Spaß“ einiger rücksichtsloser Partygänger opfern sollen.


Ergänzende Anmerkungen zu den Vorschlägen der NIL:

*Neben der Nachtruhe ab 22.00 Uhr gibt es auch noch die Sonntagsruhe. Rasenmähen ist am Sonntag nicht erlaubt, aber den Lindenern werden an Sonntagen häufige laute Musikveranstaltungen zugemutet. Am Wochenende arbeiten zwar die meisten Menschen nicht, aber sie müssen sich am Wochenende von der Arbeit erholen können. Gleiches gilt für Schulkinder. Es wäre auch schön, wenn z.B. die Senioren aus der Wohnanlage am Ihme-Ufer wieder wenigstens sonntags in Ruhe auf ihren Balkonen sitzen oder in den Grünanlagen spazierengehen könnten, ohne von Bassanlagen bedröhnt zu werden. Für Viele ist es das einzige erreichbare Naherholungsgebiet, in dem sie sich aber leider kaum noch erholen können.

**Herz- und Kreislaufaktivitäten verstärken sich bei Lärm, auch wenn der Betroffene schläft. Schlafmangel beeinträchtigt das Immunsystem und fördert dadurch Krankheiten. Dass der damit verbundene Stress gesundheitsgefährdend ist, versteht sich von selbst.
Die tiefen Bässe, die eine Reichweite von bis zu 800 Metern haben, sind besonders belastend, selbst wenn sie nicht übermäßig laut sind. Die Resonanzen im Körper, die bei tiefen Frequenzen auftreten, sind auch mit Ohrstöpseln nicht zu eliminieren.
Auch durch häufige Böller verursachte Schocks sind sehr belastend, ganz besonders für Senioren in der Wohnanlage und im Pflegeheim, aber auch für Kinder und Haustiere.
Es ist auch sicher nicht gesundheitsfördernd, dass die Anwohner sich ständig selbst um die Lärmbekämpfung kümmern müssen, speziell mitten in der Nacht, und man drei bis fünf Mal in stündlichen Abständen bei der Polizei anrufen muss, bevor – wenn man Glück hat – in den frühen Morgenstunden etwas Ruhe einkehrt. Es ist nicht zumutbar, dass die Anwohner erst schwierige Bedingungen erfüllen müssen, bevor ihnen geholfen wird. So sollen sie z.B. mitten in der Nacht, wenn sie geweckt werden, Lärmprotokolle schreiben, bei der Polizei anrufen, genau sagen, wo der Lärm herkommt, von der Polizei nachts unzweckmäßiger Weise Besuch bekommen usw..
Die oft geforderten Messungen in Dezibel machen auch nur in der Nähe der Lärmquelle Sinn. Wenn es um die Bässe geht, kann der Dezibelwert noch im Rahmen sein, der stetige dumpfe Rhythmus wird aber noch hunderte Meter weiter gehört bzw. gefühlt.

***Die Ordnungskräfte sollten zu Fuß oder besser noch mit dem Fahrrad unterwegs sein, da Polizeibeamte z.B. private Outdoor-Parties oft nicht gefunden haben, weil sie immer erst an jeder Straßenecke den Wagen ausstellen und aussteigen müssten um die Lärmquelle zu orten. Das dauert zu lange. Außerdem fallen die Ordnungskräfte zu Fuß oder auf dem Fahrrad nicht so schnell auf wie ein Streifenwagen, z.B. auch wenn Partygänger Flaschen und Böller werfen.

****Falls ein besonderes kulturelles Interesse besteht, kann man auch mal andere, lärmunterversorgte Stadtteile damit beglücken. Es muss ja nicht alles in einem dicht besiedelten Wohngebiet und noch dazu in der Nähe einer Seniorenwohnanlage mit angeschlossenem Pflegeheim stattfinden.

***** Wenn es am Wochenende mal etwas weniger Dreck gibt, liegt es daran, dass Anwohner am Wochenende im Stadtteil Müll sammeln gehen. Das ist lobenswert, aber auf Dauer keine Lösung und den Anwohnern nicht zumutbar.

******Die im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum neuen Sicherheitskonzept angedachten Formate Bürgerpanel, Online-Dialog und Diskussionsveranstaltungen werden wahrscheinlich überwiegend von Jüngeren wahrgenommen und sicher auch von vielen Partygängern, Gastronomen etc.. Die Ergebnisse bilden dann möglicherweise hauptsächlich denjenigen Teil der Anwohnerschaft ab, der ein Interesse an der Fortsetzung des Lärms hat und/oder daran verdient und nicht den Teil der Anwohnerschaft, der sich gestört fühlt. Daher sehen wir diese o. g. Formate als kritisch an.

Die Polizei schreitet bei einer Party auf dem Küchengarten ein (2014)

Anhörung Partytourismus oder viel Lärm um nichts

Bezirksrat Linden-Limmer
Bezirksrat Linden-Limmer

Am gestrigen Mittwoch fand die monatliche Sitzung des Bezirksrates Linden Limmer im Freizeitheim statt. Der Haupttagesordnungspunkt war eine Anhörung mit dem Thema „Partytourismus im Stadtteil Linden-Nord – Bilanz 2017 und mögliche Verbesserungsmaßnahmen 2018.

Einladung: https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/TM/20180131_STBR10

Als Gäste waren dazu eingeladen Harm Baxmann (Vertreter der Aktion Limmerstraße), Hans Michael Krüger (Geschäftsführer von FAUST), drei Vertreter des Karl Lemmermann Hauses (Straßensozialarbeit auf der Limmerstraße), Guido v. Cyrson (Leiter der Polizeiinspektion West) und ein Vertreter der Asta (Uni Hannover).

Sowohl Harm Baxmann, der zwei Gastronomiebetriebe im Stadtteil betreibt und auch dort wohnt, als auch Hans Michael Krüger sehen die Entwicklung des Stadtteils eher positiv. Die Limmerstraße soll seit ca. 2005 einen Aufschwung erlebt haben, was sich bei der Gastronomie und den Ladengeschäften ersehen lässt. Das sich dadurch auch der Lärm durch höhere Besucherzahlen im Stadtteil gestiegen stellen sie nicht infrage. Auch die Fäkalienproblematik ist bekannt. Das Kulturzentrum Faust hat eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet um diese Problematik abzumildern. Das reicht von einer besseren Beleuchtung am Ihmeufer um die Besucherströme, vielleicht auch in Richtung einer neuen Haltestelle Ihmezentrum, umzuleiten über eine Beschilderung auf den Haupteinfallsrouten bis hin zu Gesprächen mit Kiosken und dem Rewe-Markt über den Verkauf von Alkohol.

Die Vertreter des Karl Lemmermann Hauses schilderten, dass sie nicht für die Party-Touristen zuständig sind, sondern sich als Sozialarbeiter um die sogenannte Trinkerszene kümmern. Dies hat zum großen Teil auch Erfolg gehabt. Inzwischen konnten die Stunden von 10 auf nur noch 4 pro Woche gekürzt werden. Die Mitarbeiter sind im Stadtteil allerdings nur bis 18:00 Uhr aktiv.

Die Polizei schreitet bei einer Party auf dem Küchengarten ein (2014)
Die Polizei schreitet bei einer Party auf dem Küchengarten ein (2014)

Der Leiter der PI West Guido v. Cyrson gab einen ausführlichen Überblick über die Arbeit der Polizei im Stadtbezirk. Bei 44000 Soforteinsätzen im Jahr spielen bei der Polizei die etwas über 1000 Ruhestörungen nur eine untergeordnete Rolle. Vorrangig kümmert sich die Polizei um die Bekämpfung von Straftaten insbesondere Drogenkriminalität, Körperverletzungen und Sexualdelikte sind im Stadtteil problematisch. Subjektiver Eindruck der Polizei ist das sich die Tolleranz gegenüber Lärmbelästigung verändert hat und der Alkoholkonsum eine stärkere Rolle bei Sachbeschädigungen und auch beim Auftreten gegen über der Polizei spielt. Die führt auch dazu das Einsatzfahrten lieber einen Bogen um die Limmerstraße machen um dort nicht schon problematische Situationen zu provozieren die weitere Polizeikräfte binden können.

Der Vertreter der Asta könnte nur sehr wenig zur Problematik im Stadtteil sagen. Für die Erstsemester gibt es nur eine Veranstaltung, in der Regel im UJZ Glocksee, die von der Asta zentral organisiert wird. Die Studi-Touren über die Limmerstraße werden von den Fachschaften organisiert. Diese sollen nun auf die Problematik hingewiesen werden.

Nach dieser Vorstellung kamen dann die Einwohner zu Wort. Berichtet wurde von der Situation am Küchengarten, der Dornröschenbrücke, der Limmerstraße und auf den Zuwegen zur FAUST. Gemeinsamer Nenner war wie nicht anders zu erwarten, dass die Situation inzwischen nicht mehr erträglich für die Anwohner ist und etwas getan werden muss. Sicherlich kann auch jeder Bewohner selbst seinen Beitrag dazu leisten, wie Bezirksbürgermeister Grube ausführte, aber dies geht nur mit den Ansprechpartner der örtlichen Gastronomie und nicht bei den Verursachern der Lärmbelästigung.

Eine konkrete Lösung gab es bei der Bezirksratssitzung nicht. Eigentlich müsste vonseiten der Stadt dazu eigentlich schon längst ein Konzept vorliegen. Das Problem ist nicht neu, sondern beschäftigt den Stadtteil schon mehrere Jahre. Wenn man bedenkt, welche Maßnahmen man am Raschplatz schon unternommen hat, könnte man denken das Linden eben mal wieder nur an zweiter bis dritter Stelle rangiert.

Der neue Ordnungsdienst der Stadt Hannover hilft in der bisher beschlossenen Form dem Stadtteil nicht. Eine Dienstzeit von 8 – 22 Uhr, wie im letzten Lindenspiegel zu lesen war, ist gelinde gesagt weltfremd.

Letztlich kann man der Situation nur Herr werden, wenn die verschiedenen Maßnahmen koordiniert werden. Der Sicherheitsdienst des Kulturzentrums FAUST, die Sicherheitsstreife auf der Limmerstraße und auch der neue Ordnungsdienst der Stadt (sofern die Zeiten ausgeweitet werden) müssten unter einer zentralen Nummer erreichbar sein die als Ansprechpartner für die nächtliche Problematik dient. Bei massiven Verstößen, wobei die Verursacher oft noch nicht mal ein Unrechtsbewusstsein haben, sollten auch entsprechend abschreckende Strafen verhängt werden. Kein normal denkender Mensch kommt auf die Idee auf einem Platz in einem Wohngebiet mitten in der Nacht ein Konzert mit Schlagzeug und Verstärker zu geben. Zitat: „Wir wollen den Leuten doch nur eine Freude machen“.

Leider werden wohl auch in diesem Sommer noch einige Anwohner das finale Argument zu hören bekommen.

Das hier ist Linden, zieh doch weg!

Ergänzung:

Die NIL (Nachbarschaftsinittiative Linden-Nord) hat dem Bezirksrat einen ausführlichen Katalog mit Maßnahmenvorschlägen übergeben und bittet als Betroffene und gleichzeitig Experten bei der weiteren Entwicklung von Maßnahmen beteiligt zu werden.

siehe auch:

Die NIL (Nachbarschaftsinitiative Linden-Nord) hat 272 Unterschriften an OB Schostok übergeben

Bezirksrat Linden-Limmer im Freizeitheim Linden

Stadtbezirksrat Linden-Limmer am 31.01.2018

Wichtigster Tagesordnungspunkt ist die Anhörung zum Thema „Partytourismus im Stadtteil Linden-Nord – Bilanz 2017 und mögliche Verbesserungsmaßnahmen 2018“.

Sitzungsdatum: 31.01.2018
Tagungsort: Freizeitheim Linden, Windheimstr. 4
Beginn: 18:00 Uhr
Sitzungsunterlagen: PDF-Download

Tagesordnung:
1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit sowie Feststellung der Tagesordnung
2. P R O T O K O L L E
2.1. Genehmigung des Protokolls über die Sitzung am 08.11.2017
2.2. Genehmigung des Protokolls über die 1. Sondersitzung zum Konzept „Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ am 13.12.2017
3. V E R W A L T U N G S V O R L A G E N – I –
3.1. A N H Ö R U N G
3.1.1. Kommunalaufsichtsbehördliche Beanstandung der Benennung des Halim-Dener-Platzes (Drucks. Nr. 0148/2018 mit 10 Anlagen)
4. A N H Ö R U N G gem. § 31 Abs. 4 i.V.m § 35 der Geschäftsordnung des Rates der Landeshauptstadt Hannover zu dem Thema: „Partytourismus im Stadtteil Linden-Nord – Bilanz 2017 und mögliche Verbesserungsmaßnahmen 2018“ (Drucks. Nr. 15-2517/2017)
5. V E R W A L T U N G S V O R L A G E N – II –
5.1. E N T S C H E I D U N G E N
5.1.1. Sonderprogramm für Straßenerneuerung – Grunderneuerung im Bestand Erneuerung von Straßen im Stadtbezirk 10, Linden-Limmer (Drucks. Nr. 0145/2018 mit 2 Anlagen)
5.1.2. Zuwendung zur Beschaffung eines Sportplatzpflegegerätes an den Sportverein von 1907 Linden e.V.
5.2. A N H Ö R U N G E N
5.2.1. Sanierungsprogramm für Schultoiletten (Drucks. Nr. 0079/2018 mit 2 Anlagen)
5.2.2. Stellungnahme zur 3. Fortschreibung des Nahverkehrsplans 2015 (Drucks. Nr. 0002/2018 mit 3 Anlagen)
6. EIGENE MITTEL des Stadtbezirksrates
6.1. Zuwendungen aus den eigenen Mitteln des Stadtbezirksrates Linden-Limmer
7. A N T R Ä G E
7.1. der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
7.1.1. Ertüchtigung der Radwegeverbindung von Linden nach Ricklingen – Streckenabschnitt zwischen Ricklinger Straße/Deisterstraße und Fischerhof (Drucks. Nr. 15-0141/2018 mit 3 Anlagen)
7.2. der Fraktion DIE LINKE.
7.2.1. Beleuchtung einer Westschnellweg-Unterführung (Drucks. Nr. 15-0121/2018 mit 1 Anlage)
7.3. von Bezirksratsherrn Ganskow (PIRATEN)
7.3.1. Ausstattung öffentlicher Bereiche mit Freiem WLAN durch Wifi4EU-Mittel (Drucks. Nr. 15-3093/2017)
7.3.2. Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge in B-Plänen vorsehen (Drucks. Nr. 15-0122/2018)
8. A N F R A G E N
8.1. der SPD-Fraktion
8.1.1. Brachfläche Am Lindener Hafen 28/32 (Drucks. Nr. 15-0109/2018 mit 1 Anlage)
8.2. der Fraktion DIE LINKE.
8.2.1. Aktueller Stand Ihme-Zentrum (Drucks. Nr. 15-0112/2018)
9. Informationen über Bauvorhaben
10. Bericht des Stadtbezirksmanagements
11. EINWOHNERINNEN- und EINWOHNERFRAGESTUNDE gegen 20.00 Uhr nach abschließender Beratung eines Tagesordnungspunkt

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