Radfahrer bei Unfall am Deisterplatz schwer verletzt

Vermutlich ein Rotlichtverstoß durch den 60 Jahre alten Fahrer eines Opel ist die Ursache für einen Unfall, bei dem Samstag gegen 19:10 an der Deisterstraße, kurz hinter dem Deisterplatz, ein 16 Jahre alter Radfahrer schwere Verletzungen erlitten hat.

Nach bisherigen Ermittlungen war der Opelfahrer vom Deisterplatz in die Deisterstraße abgebogen.

Unmittelbar danach übersah er offenbar das für ihn geltende Rotlicht an einer Rad-/Fußgängerfurt und kollidierte mit dem aus seiner Sicht von links kommenden, 16-jährigen Radler.

Dieser wurde bei dem Unfall zu Boden geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Der Jugendliche kam in einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in eine Klinik.

Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 3 500 Euro./schie

Gunter Demnig verlegt den Stolperstein für Franz Nause

Stolpersteinverlegung 2016

Gunter Demnig verlegt den Stolperstein für Franz Nause
Gunter Demnig verlegt den Stolperstein für Franz Nause

Verlegung von 27 Stolpersteinen am Freitag, dem 30. September, an 9 Orten für Opfer des Nationalsozialismus aus Hannover.

Seit 2007 setzt der Kölner Künstler Gunter Demnig in Zusammenarbeit mit der Städtischen Erinnerungskultur und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stolpersteine in Hannover. Die bislang 330 Stolpersteine für Opfer aus 7 Opfergruppen regen inmitten des Stadtbildes zu einer thematischen Auseinandersetzung mit den Schicksalen nationalsozialistischer Ausgrenzung und Verfolgung an. Aus den unterschiedlichen Biographien der diesjährigen Stolpersteinverlegung in Hannover seien exemplarisch folgende Schicksale genannt:

Mit der Verlegung des Stolpersteins in der Große Barlinge 4 für Wilhelm Weber, der am 21.09.1943 wegen „Wehrkraftzersetzung“ in Berlin Plötzensee hingerichtet wurde, erfährt sein Schicksal eine nachträgliche Anerkennung. Eine „Wiedergutmachung“ war seiner Witwe in den 1950er Jahren von den Behörden mit dem Hinweis auf seine frühere aktive Mitgliedschaft in der NSDAP versagt worden.

Der jüdische Kaufmann Alfred Wechsler, für den in der Yorckstr. 10 ein

Stolperstein verlegt wird, wurde am 23.07.1942 von Hannover in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er wenige Tage später am 02.08.1942 verstarb. Mit einem Lebensalter von 93 Jahren war er der Älteste aus Hannover nach Theresienstadt deportierte. Heute leben noch 5 seiner Enkel u.a. in Hannover.

Bei der Verlegung der Stolpersteine für die Familie Katz in der Laportestraße 24 A freut es uns, den Enkel bzw. Sohn der Familie, Keith Gardner aus den USA, bei der Verlegung begrüßen zu können. Bei der Stolpersteinverlegung in der Rampenstraße werden Herr Dr. Peter Sheridan, aus Australien (Sydney) ein Enkel von Otto Schartenberg und sein Halbbruder, ebenfalls Enkel von Otto Schartenberg anwesend sein.

Ablaufplan der Stolpersteinverlegung am 30. September 2016

Stadtbezirk Mitte

9.00 – 9.20 Uhr
Kramerstraße 4, 30159 Hannover
1 Stolperstein für Otto Kreikbaum
(Verfolgtengruppe politisch Verfolgte)

Stadtbezirk Südstadt-Bult

9.25 – 9.45 Uhr
Große Barlinge 4, 30171 Hannover
1 Stolperstein für Wilhelm Weber
(Verfolgtengruppe Wehrkraftzersetzer)

9.55 – 10.15 Uhr
Aegidiendamm 8, 30169 Hannover
5 Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Topf
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

Stadtbezirk Linden-Limmer

10.25 – 10.45 Uhr
Laportestraße 24A, 30449 Hannover
3 Stolpersteine für die Mitglieder der Familie Katz
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

10.50 – 11.10 Uhr
Rampenstraße 5, 30449 Hannover
1 Stolperstein für Otto Schartenberg
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

Stadtbezirk Mitte

11.25 – 11.45 Uhr
Yorckstraße 10, 30161 Hannover
2 Stolpersteine für Alfred und Toni Wechsler
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

Alfred und Toni Wechsler am Brocken, 1913

Stadtbezirk Vahrenwald-List

11.50 – 12.10 Uhr
Vahrenwalder Straße 18, 30165 Hannover
1 Stolperstein für Dr. Arno Behrendt
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode

12.30 – 12.50 Uhr
Großer Hillen 36, 30559 Hannover
1 Stolperstein für Lina Spiegelberg
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

Stadtbezirk Vahrenwald-List

13.10 – 13.30 Uhr
Waldstraße 38, 30163 Hannover
12 Stolpersteine für ehem. Bewohner des Hauses
(Verfolgtengruppe Juden/Jüdinnen)

Bei den angegebenen Zeiten handelt es sich um ungefähre Angaben. Im Laufe der Verlegungen können sich Abweichungen nach vorne oder hinten ergeben. Bitte planen Sie +/- 15 Minuten ein. Bei Fragen zu den aktuellen Zeiten können Sie uns am Verlegetag ab 08.30 Uhr telefonisch unter 0160 3693120 (Dr. Kreter) erreichen.

Die Paten der Stolpersteine und die zahlreichen teilnehmenden Familienmitglieder der Opfer des NS-Regimes, für die an diesem Tag Stolpersteine verlegt werden, sind nach der Verlegung ab 14 Uhr im Gartensaal im Neuen Rathaus zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Zeugenaufruf! PKW durch Feuer zerstört – Flammen greifen auf zweiten Wagen über

Gestern Abend, 22.09.2016, ist ein VW Golf an der Platenstraße (Linden-Nord) in Brand geraten. Durch die Flammen ist ein davor geparkter Toyota Auris ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Polizei geht gegenwärtig von einer vorsätzlichen Verursachung aus.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte eine Autofahrerin gegen 21:00 Uhr den am Straßenrand in Flammen stehenden VW Golf bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr rollte der PKW vermutlich aufgrund eines durch den Brand verursachten Kurzschlusses ohne Fremdeinwirkung vorwärts und dabei gegen den Toyota. Das Feuer beschädigte die Fahrzeugfront des Golf erheblich – er ist nicht mehr fahrbereit. Auch der Lack des Fahrzeughecks des Auris wies Brandschäden auf.

Heute haben Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes die Fahrzeuge untersucht und gehen aktuell als Ursache von einer vorsätzlichen Brandstiftung an dem VW Golf aus. Den entstandenen Schaden schätzen sie auf 1 000 Euro.

Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen. /now, hil

Bezirksbürgermeister Grube

Lindener Bezirksbürgermeister verzichtet zugunsten des Stadtbezirks auf Direktmandat im Rat

Bezirksbürgermeister Grube bei der Eröffnung des Kindermuseums
Bezirksbürgermeister Grube bei der Eröffnung des Kindermuseums

„Linden–Limmer ist mir wichtiger als eine Ämterhäufung“

„Das ausgezeichnete Wahlergebnis ist eine große Wertschätzung für meine zurückliegende Arbeit und zugleich auch ein Auftrag die Themen des Stadtteils im Rat durchzusetzen! Zudem scheint im Rat für die Grünen ungeachtet der ungeklärten Bündnisfrage eine politische Neuausrichtung erforderlich! Ein Doppelmandat dieser Aufgabenstellung ist nach meinen bisherigen Erfahrungen der letzten Jahrzehnts und seriöser Betrachtung der bevorstehenden Aufgaben in Rat und Bezirk aber nicht mit einer beruflichen Beschäftigung und einem gesunden Privatleben vereinbar.“

„Ich habe mich daher entschlossen auf das Rats – Direktmandat zu verzichten und mich weiter ganz dem Stadtbezirk zu widmen und werde mich in der konstituierenden Bezirksratssitzung am 16.11. erneut als Bezirksbürgermeister zur Wahl stellen und hoffe auf ein positives Votum des Gremiums.“ – „Mir ist die Entscheidung sehr schwer gefallen, aber der so nachrückende Dr. Daniel Gardemin ist sehr gut auf die Aufgaben im Rat vorbereitet und bereit sie zielstrebig und im Interesse Lindens umzusetzen.“

Hintergrund: Bezirksbürgermeister Rainer – Jörg Grube wurde auf der grünen Liste im Stadtbezirk Linden–Limmer in den Bezirksrats und mit einer hohen Stimmenzahl auch direkt in den hannoverschen Rat gewählt, obwohl er sich in der Ratsliste weiter unten positioniert und erst später auf ein mögliches Nachrücken eingestellt hatte.

Schon in der Vergangenheit arbeitete er intensiv an den anfallenden Stadtteilthemen und sagt selbst dass dafür ein Aufwand von bis zu 20 Wochenstunden kalkuliert werden muss. Auch nach dem Lindener Jubiläumsjahr 2015 stehen zukünftig für ihn in Linden-Limmer weitere große und arbeitsintensive Themen an, wie das Ihmezentrum, die Umsetzung der Wasserstadt, die Hochbahnsteige auf der Limmerstraße, das Fössebad und Freizeitheim. Im Rat entfallen zukünftig durch die dortige verkleinerte Fraktionsstärke erheblich mehr Themenbereiche und Aufgaben auf die Einzelnen, als auf die Mitglieder der alten Fraktion.

Küchengartenpavillon

Neue Ausstellung im Küchengartenpavillon: Steinhart und Federleicht

Quartier e.V. zeigt eine neue Ausstellung im Küchengartenpavillon:
Zeichengruppe „Museum auf dem Burghof“: „Steinhart und Federleicht“

vom 18.9.2016 – 28.10.2016

Edith Meyfarth, bekannt durch zahlreiche Ausstellungen in Hannover und dem Umland, leitet einen Zeichenkurs mit 14 Teilnehmern in Springe im Museum auf dem Burghof. Die Gruppe zeichnet und aquarelliert nach der Natur und nutzt die unerschöpflichen Möglichkeiten von Flora und Fauna. Mit dieser Ausstellung präsentiert die Gruppe ihre Arbeiten unter dem Motto „Steinhart und Federleicht“.

Quartier e.V./ Küchengartenpavillon, Am Lindener Berge 44, 30449 Hannover.
Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag und Sonntag von 15 – 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Café Allerlei

Bulgarische Tänze – Horo (offene Kreistänze)

Zum Mitmachen für Groß und Klein bietet eine Musikdozentin vom Bulgar(i)en in Hannover e.V. ab Dienstag, 27.9.2016, 18:00 – 19:30 Uhr im Café allerlei, Allerweg 7-9 in Linden-Süd an. Die nächsten Termine finden jeweils am 2. und 4. Dienstag im Monat um 18:00 – 19:30 statt: 11.10., 25.10., 8.11., 22.11., …

Zu diesem kostenlosen und offenen Angebot sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Es ist keine Anmeldung erforderlich – einfach kommen und mittanzenJ

sollte, hätte, könnte, würde, ... MACHEN!

100 Hände für ein sauberes Linden

sollte, hätte, könnte, würde, ... MACHEN!Um ein eigenes Zeichen gegen die Verdreckung des Stadtteils zu setzen, starten wir eine Müllbefreiungsaktion.

Sonntag, 25. September 2016
Treffpunkt Küchengarten um 12:00 Uhr

Geplant ist, sich am Küchengarten zu treffen und dann GEMEINSAM die Limmerstr bis zum Freizeitheim Linden hochzulaufen. Dabei sammeln wir Müll, Flaschen etc. ein, die das nächtliche Partyvolk hinterlassen hat.

Mülltüten bekommen wir von aha gestellt!! Muss sich niemand drum kümmern!

Ziel ist es, gegen die Verdreckung vorzugehen und den Lindengästen zu zeigen, was sie hier hinterlassen und wie viel Arbeit es macht, alles wieder sauber zu bekommen.
https://www.facebook.com/events/1117038111709730/

Am Siloah vorbei ...

Better in the Block: Am Siloah vorbei, …

Am Siloah vorbei ...
Am Siloah vorbei …

…ohne ins Siloah zu kommen, dank Protected Bike Lanes bzw. baulich vom Autoverkehr separierten Radwegen bis zum Schwarzen Bären.

Der Verkehrsminister von NRW vonner SPD hat nach einem Besuch in den USA, genauer gesagt in Chicago, die Vorteile von Protected Bike Lanes erkannt. Kostengünstig und schnell bescheren sie den Radfahrern und denen, die es werden wollen oder sollen einen geschützten Bereich des Verkehrsraumes.

weiterlesen unter hannovercyclechic.wordpress.com

Mittwoch:Theater & Jazz Club

Mittwoch:Theater – Spielplan 2016/2017

Die nächste Premiere von „Frida Kahlo“ ist am 19.11.2016.

Frida Kahlo

„Picasso feierte sie, Breton führte sie ins Pariser Kunstleben ein, Trotzki liebte in ihr nicht nur die Revolutionärin, Henri Ford und Rockefeller lagen ihr zu Füßen. Ob in Mexico City, New York oder Paris: Frida Kahlo, die große Künstlerin und Ehefrau von Diego Rivera, wirkte wie ein feuriger Magnet und war zugleich eine der ersten Frauen, die sich kraft ihrer Persönlichkeit wirklich emanzipierte.“ (Hayden Herrera, „Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben.“)

Die Idee zur Erarbeitung und Realisierung eines Theaterstücks über dieses Leben voller Leid und Leidenschaft wurde am 01. Januar 2015 geboren. Wir sind tief in die Biographie von Frida Kahlo eingetaucht; haben die Malerin, die Muse, die Märtyrerin, den Krüppel und den Mythos kennengelernt. Diese Frau fasziniert. Unter Verwendung von Originalzitaten aus ihrem gemalten Tagebuch und ihren diversen Briefen sowie inspiriert von zahlreicher Sekundärliteratur haben wir in unzähligen Stunden eine Bühnenfassung über ihr Leben erarbeitet. Kreativ reizvoll und herausfordernd zugleich war es dabei, erst auf den Proben und mit Hilfe des Ensembles die zentralen Aussagen dieses Stückes zu erarbeiten. Es ist ein Geschenk und zugleich eine Bürde, nur mit einem leeren Blatt Papier beginnen zu dürfen.

Der großen und stets wachsenden Fangemeinde von Frida Kahlo ist wahrscheinlich die Filmadaption mit Salma Hayek in der Hauptrolle gut in Erinnerung. Zeigt sie eventuell etwas zu sehr eine Kahlo, die für Hollywood geeignet sein mußte?

Frida Kahlos Hoffnung war ihre Kunst und ihre Kunst ihr Himmel. Das Ganze aber eingebettet in einer irdischen Hölle aus Schmerzen, Unglück, Zweifel und Krankheit. Wir zeigen eine Kahlo, deren unbändiger Lebenswille ansteckend ist und Mut macht. Wir zeigen aber auch eine Kahlo, die brüchig ist und unausstehlich sein kann, die betrogen wird und selbst betrügt, die trinkt, raucht, schreit und verzweifelt. An die Heldin, die trotz aller Schicksalsschläge stets stark, schön und strahlend war, mögen wir nicht so recht glauben. Und dadurch wird sie uns – gerade – einmal mehr sympathisch und greifbarer. „Viva la vida“ bekennt Frida Kahlo noch kurz vor ihrem Tod, gleichzeitig formuliert sie ihre Hoffnung, niemals zurückzukehren. Und natürlich muß man über so eine Frau ein Theaterstück schreiben.

Auf der Bühne: Sarah Arends, Janet Doant, Anette Fessler, Miriam Gruenke, Heidi Hoffmann, Natascha Krutyakova, Kordula Mitschke; Till Büthe, Joachim Jahn, Jonas Mai, Joachim Meyer, Andreas Sedlag
Akustik-Gitarre: Hawkar Hawa
Kostüme: Natalia Beinert, Katharina Fitz-Özer (Hochschule Hannover; Design und Medien)
Bühne: Hartmut Laumert, Joachim Meyer
Texte: Sarah Arends, Barbara Gerlach, Oliver Gruenke, Kordula Mitschke
Souffleusen: Barbara Gerlach, Barbara Matschke
Bewegungstraining: Gerd Zietlow
Licht: Justin Heindorf, Julian Jungfels, Maxim Urschumzew, Till Büthe
Regieassistenz: Kordula Mitschke, Natascha Yakovina
Idee & Regie: Oliver Gruenke
Copyright der Originaltexte: 2016 Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust, Mexico City

Premiere: 19.11.2016; weitere Termine in 2016 am 23.11., 26.11., 30.11., 03.12., 07.12., 14.12.

Ab April 2017 zeigt das Mittwoch:Theater dann „Terror“ von Ferdinand von Schirach in einer Inszenierung von Till Büthe.

Die Szene: Ein Gericht. Das Publikum: Die Schöffen.

Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, Typ Eurofighter, hat sich seinem Urteil zu stellen. Hat er richtig gehandelt, an jenem Tag, an dem er den Befehl erhielt, einen von Terroristen gekaperten Lufthansa-Airbus vom Kurs abzudrängen? An Bord von Flug LH 2047 von Berlin-Tegel nach München sind 164 Menschen. Nun nimmt die Maschine Kurs auf die Allianz-Arena. Dort findet an diesem Abend vor 70.000 Zuschauern das ausverkaufte Länderspiel Deutschland gegen England statt. Major Lars Koch muss reagieren. Wie lauten seine Befehle? Soll er, darf er die Passagiermaschine abschießen, wenn die Terroristen nicht einlenken? Die Uhr tickt und Lars Koch trifft eine Entscheidung.

Ferdinand von Schirach stellt in seinem ersten Theaterstück die Frage nach der Würde des Menschen. Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, abgewogen werden? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein anderes, vermeintlich kleineres Unheil abzuwehren? Und wer sind die Verantwortlichen? Oder ist es Lars Koch allein, der hier vor Gericht steht? Die Schöffen haben zu entscheiden.

Ab September 2017 folgt „Das Abschiedsdinner“ von Delaporte & Patellière. Regie führt Heinrich Baxmann.

Während Ehen hier wie anderswo in der Regel sauber und eindeutig geschieden werden, ist dies bei zu Ende gehenden Freundschaften hingegen nicht der Fall. Diesem Umstand wollen Pierre und Chlotilde entgegentreten und veranstalten ein Abschiedsdinner, bei dem sie sich heimlich, im Stillen und ohne Kenntnis der zu verabschiedenden Gäste von einem scheinbar lästig gewordenen Ehepaar auf immer trennen möchten. Das schafft zumindest für die Gastgeber klare Verhältnisse, die sich besonders Chlotilde wünscht. Das geladene Paar kommt in Form von Antoine jedoch nur zur Hälfte und als dieser merkt, was Sache ist, beginnt er um seine Freundschaft zu kämpfen.

Dem durch „Der Vorname“ auch in Hannover bekannt gewordenen Autorenduo Delaporte und Patelliere gelingt in ihrem neuen Stück ein fulminanter Schlagabtausch zwischen eingespielten Teams, ein Konversationsfeuerwerk der Extraklasse, das ganz nebenbei essentielle Fragen an unsere Gesellschaft aufwirft: Wieviel Zeit bleibt neben zahlreicher Verpflichtungen einem Ehepaar für sich selbst eigentlich noch übrig? Und: Welchen Wert hat heutzutage noch eine bedingungslose Freundschaft?

Mittwoch:Theater
Privattheater seit 1970
Am Lindener Berge 38
30449 Hannover – Linden
Kartenhotline: 0511 – 456 205
Internet: www.mittwochtheater.de

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