Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)

Linie 12 der neue Stadtbahnwitz für Linden

Immer wenn man denkt bei Region, Üstra, Infra, usw. ist der größte Unsinn erreicht setzt man dort noch ein weiteres Ausrufezeichen.

Nach einem Bericht der Neuen Presse (Nov. 2017) gibt es in der Region interessante Konzepte, wie man die Wasserstadt Limmer an das Stadtbahnnetz anbinden kann. Dabei enthalten auch eine neue Linie 12 die von der Limmerstraße kommend geradeaus in die Blumenauer Straße und dann über den Schwarzen Bär in den vorhandenen Tunnel in der Gustav-Bratke-Allee fahren soll.

Hört sich erst mal gut an. Scheinbar war aber noch nie jemand von der Region am Schwarzen Bär.

Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)
Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)

Bei der vorhandenen Streckenführung wurde immer kommuniziert, dass es zu erhöhter Lärmentwicklung kommen kann, weil der Kurvenradius am Schwarzen Bär sehr gering ist. Daher einfach mal die beiden vorhandenen Kurven auf die neu geplante Stracke übertragen. Sehe das nur ich so oder kann es sein das die Bahn dann direkt durch das Haus fahren muss.

Aber in Ordnung, ich bin kein Fachmann, was Bahngleise angeht. Aber doch Fußgänger und Radfahrer, der früher sehr häufig den Schwarzen Bär gekreuzt hat. Wenn dort eine weitere Straßenbahn um die Kurve fährt, kann die Stadt auch gleich noch Wartebänke für Fußgänger an den Ampeln aufstellen. Und wir können uns alle glücklich schätzen, wenn dort niemand verhungert.

Übrigens wurde diese neue bahnbrechende Idee in etwas anderer Form schon im Bezirksrat als Lindener Nord-Süd-Verbindung mehrfach diskutiert. Dabei sollte die Bahn allerdings aus der Limmerstraße kommend über Blumenauer Straße in Richtung Ricklingen weiter geführt werden.

Achim Brandau

Public Viewing auf dem Lindener Markt

Offener Brief gegen das inzwischen Verlegte Public Viewing

Public Viewing auf dem Lindener Markt
Public Viewing auf dem Lindener Markt
Offener Brief zur Übergabe der Unterschriftenlisten gegen das geplante Public Viewing zur WM 2018 auf dem Küchengartenplatz in Hannover

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schostok,

wie ich am 01.06.2018 der HAZ entnehmen konnte, wird das Public Viewing nun doch nicht auf dem Küchengartenplatz stattfinden. Ich überreiche Ihnen aber dennoch diese Unterschriftenlisten, um unsere Forderung nach einer Absage der Veranstaltung zu betonen und darauf aufmerksam zu machen, wie viele Bürger und Bürgerinnen im Stadtteil Linden durch den Ihnen sicher bekannten Partytourismus mittlerweile gegenüber potentiell lärmträchtigen Veranstaltungen sensibel geworden sind:

In einer relativ kurzen Zeitspanne von 5 Tagen habe ich mehr als 130 Unterschriften gesammelt, die meisten durch persönlichen Kontakt an der Haustür.
Die zahlreichen Gespräche die ich in dieser Zeit geführt habe, zeigten mir deutlich, wie viele Familien mit Kindern sowie auch Singles mittlerweile unter den nächtlichen Ruhestörungen durch laute Musik im Freien, Gegröle, Feuerwerk, Flaschenzerschmeißen auf Autos, freiem urinieren überall u.v.a. mehr zu leiden haben! Die meisten Nachbarn befürchteten durch das Public Viewing eine Potenzierung der nächtlichen Ruhestörungen und waren entsetzt über die Aussicht auf eine derartige Großveranstaltung mitten im Wohngebiet.

Es ist keinesfalls so, dass wir etwas gegen Veranstaltungen und einen lebendigen, kulturell vielfältigen Stadtteil haben! Wohl aber gegen das Klischee, in Linden sei alles möglich!
Zweifellos ist dieser Stadtteil geprägt durch Offenheit und Toleranz. Nicht ohne Grund lebe ich hier seit über 30 Jahren! Aber schlafen wollen wir hier auch Mal! Bei fehlender Nachtruhe geht irgendwann jeder mal auf die Barrikaden! Lärm macht bekanntlich krank.

Der Küchengartenplatz und umliegende Flächen haben sich bei schönem Wetter für die Anwohner zu einem Problem entwickelt. Hier wird – ohne Rücksicht auf Verluste – gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Wir sind verzweifelt, weil wir nachts nicht mehr schlafen können! Viele Anwohner haben keine Ausweichmöglichkeit, da nur Küche und Bad zum Hinterhof liegen.
Da bin ich nicht die Einzige, die überlegt, in der Küche zu schlafen! Genauso unerträglich ist die Situation für viele Anwohner in Linden-Nord! Bisher bleibt leider nur die Möglichkeit, die Polizei anzurufen. Der Bezirksrat Linden-Limmer hat bereits ein Nachtkonzept für den Stadtteil beantragt. Ich bitte Sie von daher dringend, sich für unsere Probleme einzusetzen und dieses Konzept zu unterstützen, damit endlich und sehr bald wieder Ruhe im Stadtteil herrscht – zumindest Nachts!

Ich bitte Sie auch darauf einzuwirken von weiteren Großveranstaltungen im Stadtteil abzusehen! Bitte verhindern Sie ein zweites Public Viewing an der Fährmannswiese!
Das ist in meinen Augen eine Problemverlagerung in’s Grüne – auf Kosten der Anwohner Lindens und zum Wohle eines einzelnen Wirtes. Ein größeres Pulic Viewing am Lindener Marktplatz ist genug! Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass unser Stadtteil lebenswert bleibt!

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Maeter

Offener Brief Public Viewing