Halim-Dener-Platz wird zum Stadtbezirksrat-Linden-Limmer-Platz

Nach dem eilig durch Oberbürgermeister Stefan Schostok einberufenen Verwaltungsausschuss am gestrigen Mittwoch wird der Stadtbezirksrat Linden-Limmer erneut über die Benennung des (noch nicht) Halim-Dener-Platzes abstimmen müssen. Um die Zeit bis zur finalen Entscheidung abzukürzen* erwägt die FRAKTION, einen Änderungsantrag in den Bezirksrat einzubringen, der fraktionsübergreifend Zustimmung erhalten sollte.

Fraktionsvorsitzender und Beisitzer im Stadtbezirksrat Linden-Limmer Julian Klippert erklärt hierzu:
“Da öffentliche Plätze nur nach bereits Verstorbenen benannt werden dürfen, halten wir es für angemessen, den Platz ‘Stadtbezirksrat-Linden-Limmer-Platz’ zu taufen. Da dieser durch den Ratsbeschluss von AfD, CDU, Grünen und SPD seiner letzten Entscheidungsbefugnis beraubt wurde, ist diese kleine, feine politische Institution faktisch tot. Wir sollten ihrer daher angemessen gedenken, direkt hier in Linden, am Ort des Geschehens.”

Jasmin Grobleben, Einzelvertreterin und Stadtbezirksrätin der PARTEI in Linden-Limmer, derzeit in Trauer, ergänzt: “Ich halte es grundsätzlich für grob fahrlässig, den Konflikt zwischen dem Rat der Stadt Hannover und des Stadtbezirksrates Linden-Limmer durch die Benennung des Platzes so ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren, aber wir müssen bedenken, dass hier eine junge, demokratische politische Institution eiskalt ermordet wurde. Manch einer möge uns vorwerfen, hierdurch nur Öl ins Feuer gießen zu wollen, wir sind allerdings überzeugt davon, dass eine Demokratie wie die unsere das Andenken an dieses brutale Geschehen vom 17. Mai 2017 aushalten kann – nein, sogar aushalten muss!”

*Bevor der Oberbürgermeister final die Kommunalaufsicht einschalten kann, muss der Stadtbezirksrat insgesamt noch zwei Mal für den Halim-Dener-Platz stimmen.

Theater an der Glocksee

Workshops: Positiver Aktionismus

»Das wundersame Aktionsbündnis der Tante Trottoir« lädt ein!

20. Mai 2017 von 10 – 16 Uhr im THEATER an der GLOCKSEE
Teilnahmegebühr 35 €.

»Das wundersame Aktionsbündnis der Tante Trottoir« präsentiert ein Workshopangebot für alle, die in diesen Zeiten den Wunsch in sich verspüren, etwas tun zu wollen, sich und anderen Hoffnung zu machen, die an die Liebe und das Gute glauben und dafür neue, kreative, inspirierende und einprägsame Wege suchen!

Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse um teilzunehmen! Alle Onkel und Tanten sind willkommen!

Workshop: Positiver Aktionismus Mai 2017 from THEATER an der GLOCKSEE on Vimeo.

Am Workshoptag bekommst Du einen Einblick in unsere Arbeit als Tante Trottoir und wir üben uns ganz praktisch und auch theoretisch in »positivem Aktionismus«. Was beschäftigt Dich gerade, wie hängt das mit der Welt zusammen und wie mache ich eine kreative Aktion daraus, die Dich und andere inspiriert und nicht nur auf »Pflichtbewusstsein« beruht? In der Gruppe entwickeln wir im Workshop eine zugehörige Aktion, die im öffentlichen Raum in Hannover gemeinsam umgesetzt wird. In den 2 Wochen dazwischen kann je nach persönlicher Kapazität mit geplant, gebastelt, gedacht oder auch nichts gemacht werden!

Ausstellung: "Zwischen Heimat und Fremde“

Ausstellung: „Zwischen Heimat und Fremde“

Ausstellung: "Zwischen Heimat und Fremde“
Ausstellung: „Zwischen Heimat und Fremde“

Zwischen Heimat und Fremde – Lebensgeschichten

Krieg, Bomben, zerstörter Lebensraum – uns hier fremd! Fluchten, lebensgefährliche Nachtüber-fahrten, endlose Bergkilometer auch oft mit kleinen Kindern zu Fuß – für uns heute hier unvorstellbar!

Repressalien, Diskriminierung, zerstörte Gesellschaften, Folter, Todesangst und ein riesengroßer Überlebenswille!

Und dass alles zusammengetragen und wiedergegeben in einem sachlich neutralen Raum von Sprache und Form.

Was macht das mit uns?

So unspektakulär kommt es daher und doch (oder gerade deshalb?) steht die ganze Grauenhaftigkeit der Erlebnisse dieser geflüchteten Menschen brennend heiß vor Augen, dringt bis ins Herz

EXPONATE
Lebensgeschichten von geflüchteten Menschen aus Syrien, Elfenbeinküste, Sudan, Iran,
Algerien, die 1945 geflüchteten sind
Ein Liedtext aus dem Song-Workshop
Fotos von Menschen aus dem Stadtteil
Fotograf: Martin Bühle

Eröffnung: 21. Mai 2017 um 15:00 Uhr im Begegnungszentrum Normal in Linden, Charlottenstrasse 1

Normal in Linden
Das „Normal in Linden“ ist ein Ort der Begegnung, ein Treffpunkt und Veranstaltungszentrum für Menschen mit und ohne Behinderung im Stadtteil Linden. Bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen findet im Normal in Linden ein reger Austausch und ein inklusives Zusammenleben im Stadtteil statt. Live Music Now ist eine Veranstaltung im Normal in Linden in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover . Ziel von Live Music Now ist es, jungen begabten Musikstipendiaten die Möglichkeit zu geben, bei Konzerten aufzutreten. Diese finden in vielen Sozialen Einrichtungen statt. Dort leben Menschen, die keine Möglichkeit haben, klassische Konzerte zu besuchen.