Deisterstraße

Rathaus in der Deisterstraße, 1910
Rathaus um 1910

Geschichte

Die Deisterstraße ist die alte Landstraße in Richtung Ricklingen. Zwischenzeitlich hieß sie auch mal Chaussee Straße. 1883 baut Christoph Hehl hier für Linden das erste Lindener Rathaus. Am 29. Mai 1885 wurde hier der erste Magistrat der Stadt Linden in sein Amt eingeführt. Doch schon 10 Jahre später wird das neue Ortszentrum rund um den heutigen Lindener Marktplatz angelegt und 1899 das neue Rathaus am Marktplatz fertiggestellt und einweiht. Damit ist das Rathaus an der Deisterstraße schon nach 16 Jahren wieder seiner Funktion beraubt.

DeisterstraßeDeisterstraße

Um 1900 wird am anderen Ende der Deisterstraße die Fleischwarenfabrik Ahrberg am Deisterplatz gegründet. Heute ist hier eines der Vorzeigeobjekte hannoverscher Fabriksanierung/Umnutzung zu finden, das Ahrberg-Viertel. Die Deisterstraße verbindet heute die Verkehrsknotenpunkte Schwarzer Bär und den Deisterplatz. Auch früher hat die Landstraße nach Ricklingen schon eine Verkehrstechnisch bedeutende Rolle gespielt. Sie führte zur lange Zeit einzigen Brücke über die Ihme. Erst 1869 wird am heutigen Küchengarten die zweite Brücke zwischen Linden und Hannover erbaut.

Deisterstraße 1906Deisterstraße 2007

Revitalisierung

Nachdem die Deisterstraße in den letzten Jahren immer mehr an Attraktivität eingebüßt hat, wurde von der Stadt Hannover im Rahmen des Programms StartUp-impuls der Sonderpreis „Mode & Design“ vergeben. Der Sonderpreis richtet die Aufmerksamkeit auf junge Modemacherinnen und kreative Accessoire-Designer und bietet dabei den angehenden Selbstständigen Entwicklungsperspektiven als Ladeninhaber in der Deisterstraße.

Für den Aufbau eines eigenen Unternehmens an der Deisterstraße bietet der Sonderpreis Prämien in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, plus jeweils ein Jahr ein mietfreies Ladenlokal, für das lediglich die Nebenkosten zu tragen sind sowie umfangreiche Beratung während der Gründungsphase.

Neben den generellen Anforderungen an das Geschäftskonzept im Ideenwettbewerb Startup-Impuls, gilt es für die Kandidaten des Sonderpreises Mode & Design weitere Anforderungen zu berücksichtigen. Denn das Geschäftskonzept soll nicht nur betriebswirtschaftlich überzeugen. Besonderen Wert wird auf das Ladenkonzept gelegt, da das Ladenlokal einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Deisterstraße leisten soll. Hier bietet sich viel Raum für innovative Ideen und kreative Lösungen.

1. Das Geschäftskonzept muss aus dem Bereich Mode & Design kommen, bzw. in diesem Bereich Produkte und/oder Dienstleistungen anbieten.
2. Die Produkte und/oder Dienstleistungen sollen kreative und innovative Ansprüche mit marktwirtschaftlicher Umsetzbarkeit verknüpfen.
3. Sofern möglich, sollten Qualifikationen und Referenzen im Bereich Mode & Design nachgewiesen werden.
4. Das Geschäftskonzept soll in besonderer Weise zur Entwicklung und Attraktivierung der Deisterstraße beitragen.

1. im Hinblick auf die Gestaltung der Straße
(z. B. durch das ins Entwicklungskonzept der Deisterstraße passende Angebot/Ladenlokal, die Schaufenster-/Fassadengestaltung, die innovative Nutzung des Gehweges)
2. im Hinblick auf die Mitarbeit im entstehenden Netzwerk der Deisterstraße
(z. B. durch Beteiligung an gemeinsamen Aktionen, die Bereitschaft zur Vernetzung & Kooperation, durch innovatives Engagement)

Der Sonderpreis wird ausgelobt von der Wirtschaftsförderung der Stadt Hannover und unterstützt durch die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH , das Quartiermanagement Linden-Süd, die Fachhochschule Hannover Fachbereich Design und Medien und die fahmoda gGmbH. Die Wirtschaftsförderung Hannover fördert die Stadtteilentwicklung und innovative Ansätze lokaler ökonomie mit zahlreichen Projekten und Aktivitäten.

Deisterkiez

Aus diesen Aktivitäten entstand der:
Deisterkiez

Erstes Rathaus Linden
Erstes Rathaus

Der Hauptpreis ging an Ann-Kristin Raaber und Lucy Winkler von der Modeschule Fahmoda. Sie planen auf der Deisterstraße einen Showroom für ihre Modekreationen (grossstadtrekorder). Dazu sollen Künstler ihre Werke im Ladenlokal präsentieren können.
Die Lindenerin Anne Wendlandt (Enna) plant ein Geschäft für Mode-Accessoires und Geschenkartikel.Und als dritte Preisträgerin gesellt sich Geraldine Lindner mit ihrem Konzept „wandel-dein-gewand“ zu den Preisträgerinnen.

Der erste Preis ist mit 5.000 Euro und die zwei anderen Preise mit je 2.500 Euro dotiert. Dazu gibt es die besagten Ladengeschäfte im ersten Jahr mitfrei. Die Ladengeschäfte sollen möglichst nah zusammen gelegt werden.
Die Jury hat die Preisträger auch unter dem Gesichtspunkt der Langlebigkeit ausgesucht. Dazu sollten die Preisträger auch nicht gegenseitig unter Konkurrenzdruck stehen.Die Mode soll aber nur der erste Schritt für die Deisterstraße sein. Ralf Wittek von der Wirtschaftsförderung Hannover denkt schon darüber hinaus an die klassischen Stadtteilgeschäfte. Einen Bäcker, Metzger und anderen Einzelhandel könnte die Deisterstraße sicher noch attraktiver Machen.

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Falkenstraße

Falkenstraße

FalkenstraßeDie Falkenstraße in Linden-Mitte führt vom Schwarzen Bär in Richtung Lindener Berg. Früher verlief hier in etwa die Dorfstraße durch das alte Linden.Die Falkenstraße ist heute ein belebte Geschäftsstraße die eine bunte Mischung an Handel und Gewerbe aller Art bietet. Unterteilt werden die Ladenfronten in der Mitte durch den Schulhof der Helene-Lange-Schule einem der zwei Gymnasien im Stadtbezirk.

Haus Nr. 17

Das Haus Nummer 17 wurde in den 60er Jahren abgerissen wie die Nachforschungen der Initiative Lebensraum Linden ergaben.Am 31.12.1920 wurde Fuhrwerksbesitzer Friedrich (Fritz) Bertram Eigentümer von Haus Nummer 17, nachdem er bereits um die Jahrhundertwende dorthin seinen Fuhrbetrieb verlegt hatte (vorher:Falkenstraße 27a). In den 1960er Jahren bestand dort das Beerdigungsinstitut Fritz Bertram, Inhaberin Dorothea Rudolph; das traditionelle Fuhrgeschäft wurde zusätzlich betrieben. Die Kohlehandlung H. Albert befand sich ebenfalls im Hof. Dies alles wird durch die Erinnerung von Jörg-Maria Brügger bestätigt. An einer Hofmauer waren schwarze Beerdigungskutschen und eine weiße Hochzeitskutsche aufgestellt. Zwischen der Straßeneinfahrt in den Hof und dem Nachbarhaus Falkenstraße 19 befanden sich die Büros der Firmen mit Treppenstufen an den Büroeingängen. Einmal ist Jörg-Maria Brügger mit seinem Roller gegen die Stufen gefahren und genau auf den Lenker des Rollers gefallen. Dieser hatte – um zu sparen – keine Handgriffe. Das spürt Jörg-Maria Brügger noch heute am Kinn. Mehr erfahren Sie zur Geschichte des Hauses Nr. 17 in den vier Teilen der Recherche:

  • Das verschwundene Haus in der Falkenstraße – Teil 1
  • Das verschwundene Haus in der Falkenstraße – Teil 2
  • Das verschwundene Haus in der Falkenstraße – Teil 3
  • Das verschwundene Haus in der Falkenstraße – Teil 4

Im Jahr 1896 nahm übrigens hier eine Poliklinik ihren Betrieb auf die seit 1900 den Namen „Siloah“ führt, also der Vorläufer des heutigen Klinikum „Siloah“ ist.

FalkengarageFalkenstraßeFalkenstraße

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Am Küchengarten

Küchengarten

Am KüchengartenDer Küchengarten ist heute der zentrale Platz in Linden. An der Grenze von Linden-Nord zu Linden-Mitte bietet er viel Raum für allerlei Aktivitäten.

Freizeit

Die Schützen nutzen den Platz immer im September für ihr Lindener Volks- und Schützenfest. Der ganze Platz wird dann beispielsweise für Fahrgeschäfte, Schießbuden und Festzelt genutzt. Aber auch an anderen Wochenenden ist der Platz als Treffpunkt beliebt. Er ist ein Skateboard-HotSpot. Er bietet viel Fläche für Roller, Wave-Boards, Kickboards und viele andere fahrbare Untersätze. Die Sandfläche lädt zum Boule spielen ein. Und ab und an wird auch mal Tango getanzt.Die Neugestaltung des Platzes ist also durchaus gelungen. Wenn es auch an manchen Details noch Verbesserungsbedarf gibt. Bambus passt eben einfach nicht in die norddeutsche Landschaft. Und auch, was die Pflege angeht, könnte der eine oder andere Reinigungsdienst doch gerne häufiger mal vorbei schauen. In Hannovers City geht das doch auch.

Geschichte

Der Küchengarten 1779 (© Nds. Hauptstaatsarchiv)
Der Küchengarten 1779
(© Nds. Hauptstaatsarchiv)

Die Geschichte des Küchengartens beginnt 1652 als der in Hannover residierende Herzog Christian Ludwig einen 30 Morgen großen Lust- und Küchengarten anlegen ließ. Die dort eingerichteten Fischteiche, Obstkulturen und Treibhäuser gehörten zu den Versorgungseinrichtungen des herzogliche Haushalts. Ein Grund für die Auswahl des Grundstückes war eine reichlich sprudelnde Quelle, die Dieckborn genannt wurde. Mit dieser Quelle konnten die Fischteiche des Gartens und zeitweise auch Hannover und Herrenhausen mit Wasser versorgt werden.

Plan des Küchengartens um 1860 (© Nds. Hauptstaatsarchiv 12 e Linden 2 pm)
Plan des Küchengartens um 1860
(© Nds. Hauptstaatsarchiv 12 e Linden 2 pm)

Jahrzehntelang wurde der Garten als Nutzgarten betrieben. Etwa 1744 wurde der Garten dann umgestaltet und erweitert. In diesem Zuge wurde auch auf einer erhöhten Stelle des Gartens ein Lustpavillon gebaut, der eine herrliche Aussicht auf die Herrenhäuser Gärten bot. Seine Funktion als Küchengarten behielt er bis zum Ende des Königreichs Hannover durch die preußische Annexion 1866 bei. Das Königshaus Hannover existierte nicht mehr und der Küchengarten zur Versorgung desselben wurde nicht mehr benötigt.Der Küchengartenpavillon diente zwischenzeitlich als Gerätelager für die Eisenbahner und auch als Schweinestall. Zwischen 1911 und 1914 wurde er dann auf Initiative Lindener Bürger, Senatoren und Fabrikanten auf den Lindener Bergfriedhof umgesetzt, wo er heute den Verein Quartier e.V. beherbergt.

Lageplan des Küchengartens
Lageplan des Küchengartens

Die Dorfstraße im unteren Teil der Karte ist die heutige Davenstedter Straße. Links unten ist die Kreuzung mit der Dieckbornstraße zu sehen (Pariser Platz). Direkt über der Baumreihe oben auf der Karte verläuft heute die Fössestraße. Die Chaussee von Limmer nach Hannover entspricht der Blumenauer Straße und die Linden Allee der jetzigen Gartenallee. Der Küchengartenpavillon steht oben in der Mitte des Baumgartens.Durch die Entwicklung der Industrie im Linden der Gründerjahre stieg der Bedarf an Rohstoffen und natürlich auch an Verkehrswegen z.b. für die Egestorffschen Maschinenfabrik stark an. 1867 erhielt Egestorff die Genehmigung für eine Bahnlinie. Als er ein Jahr danach verstarb, griff sein Nachfolger Strousberg (der spätere Eisenbahnkönig) das Projekt wieder auf und die Altenbekener Bahn entstand.

Bahnhof Küchengarten 1912 (© Hist. Museum Hannover)
Bahnhof Küchengarten 1912
(© Hist. Museum Hannover)

Durch ein Zweiggleis über den ehemaligen Küchengarten zu den Fabriken im Nedderfeld wie der Hannoverschen Baumwoll-Spinnerei und Weberei entstand in diesem Zuge auch der Güterbahnhof Küchengarten. Das Gebiet rund um den Bahnhof entwickelte sich schnell zu einem Schwerpunkt industrieller Ansiedlung. Auf den Lindener Bahnhöfen wurden um die Jahrhundertwende zeitweise doppelt so viele Waren und Rohstoffe umgeschlagen wie auf dem Bahnhof in Hannover. Mit der Güterumgehungsbahn nach Seelze verlor der Bahnhof Küchengarten immer mehr an Bedeutung. Um 1930 wurde der Wagenladungs- und Stückgutverkehr am Bahnhof Küchengarten eingestellt. Bis in die 60er Jahre dienten die Gleise noch zur Belieferung der Lindener Brauerei und der Mechanischen Weberei. Die einzigen Gleise die bis heute erhalten geblieben sind waren noch bis Anfang der 90er Jahre für den Transport der Kohle zum Heizkraftwerk in Betrieb.

ca. Küchengarten 1940 (© Dierk Schaefer)
ca. Küchengarten 1940
(© Dierk Schaefer)
Küchengarten ca. 1950 (© Dierk Schaefer)
Küchengarten ca. 1950
(© Dierk Schaefer)

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Bebauung des Küchengartengeländes. Das bürgerliche Wohnviertel um den Lichtenbergplatz entstand 1889. Schon 1910/11 wurde bei der Bebauung nördlich des Lichtenbergplatzes mit der Anlage der Haasemannstraße und der Verlängerung der Rampenstraße an eine Verkehrsberuhigung gedacht um den Wohnwert zu steigern. Mit dem Ausbau wurde die Anlage eines Platzes notwendig. Der damalige Bürgermeister der Stadt Linden Lodemann legte viel Wert auf die Gestaltung der von Hannover kommenden Straßen. Nach einem Architektenwettbewerb kamen die Planungen des Alfred Sasse zur Ausführung. Es entstand ein begrünter, symmetrischer Platz mit einer halbrunden Seite. Darauf stellte man einen Laden für Zeitungen und Zigarren, den Vorläufer der heutigen Kioske.

Küchengarten 1950 (© Hist. Museum Hannover)
Küchengarten 1950
(© Hist. Museum Hannover)
Blick auf die Städtischen Bäder (© Hist. Museum Hannover)
Blick auf die Städtischen Bäder
(© Hist. Museum Hannover)

1927 wurden die Baulücke am Südende des Platzes geschlossen. Es entstanden die Städtischen Bäder mit Duschen und Badewannen. Sie waren bis 1983 in Betrieb und werden seit 1987 vom Theater am Küchengarten genutzt.

Anfang der 50er Jahre wurde der Platz dann zum Verkehrsknotenpunkt umgebaut. Die damalige Lösung für solche Plätze war der „Hannoversche Kreisel“. Die Kreiselmitte wurde dabei etwas verschoben, um den veränderten Verkehrsverhältnissen gerecht zu werden. Quer über den Kreisel und die Rasenfläche fuhren die Straßenbahnen und Eisenbahnzüge.

Küchengarten als Kreisel Anfang der 50er Jahre (© Hist. Museum Hannover)
Küchengarten als Kreisel
Anfang der 50er Jahre
(© Hist. Museum Hannover)

Den nächsten Umbau erlebte der Platz dann im Zuge der Errichtung des Ihmezentrums zwischen 1971 und 1976. Der Kreisel wurde durch eine Ampelkreuzung ersetzt und der eigentliche Platz steht noch Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Es entstand eine Fußgängerbrücke quer über den Platz als Zuwegung zur Passagenebene des Ihmezentrums.Entlang der einstigen Rampe des Bahnhofs wurde in den 70er Jahren eine Parkanlage mit Spielplatz angelegt. Am 30.10.1964 endete die letzte Fahrt einer Dampflok auf dem Hof der Lindener Brauerei. Danach wurden nur noch für das Heizkraftwerk etwa 250.000 t Kohle jährlich bis zur Entladestelle an der Fössestraße angeliefert. Bis Mitte der 90er Jahre gab es auf Höhe der Dieckbornstraße noch eine Fußgängerbrücke zur Fössestraße, diese war nicht mehr zu reparieren und musste deshalb abgerissen werden.

Küchengarten 2004
Küchengarten 2004
Küchengarten mit Lindener Brauerei
Küchengarten mit Lindener Brauerei

Anfang des neuen Jahrtausends kamen neue Nachbarn an den Küchengarten. Nachdem die Gilde Brauerei die Lindener Brauerei übernommen hatte, wurde der Standort in Linden mit den Jahren immer unwirtschaftlicher und schließlich aufgegeben. Die dadurch frei werdende Fläche stand nach dem Abriss der Brauerei einige Zeit leer. Als Pläne für die Fläche waren ein Park und auch ein Einkaufszentrum im Gespräch. Letztendlich ging der Zuschlag an die Ostland Wohnungsbaugenossenschaft, die hier das Gilde Carre errichtete. Die Mischung aus mehrgeschossigen Wohnhäusern (z.t. als betreutes Wohnen), Einfamilienhäusern und Verwaltungsgebäuden (Ostland Verwaltung) war die für die Stadt Hannover akzeptabelste Lösung für die Fläche.

360 Grad Panorama des Küchengarten 2005
360 Grad Panorama des Küchengarten 2005

Ende 2003 wird im Rahmen des Stadtplatz-Programms der nächste Umbau des Platzes angedacht. Dies steht im engen Zusammenhang mit der Revitalisierung des Ihmezentrums. Zur Steigerung der Attraktivität des Ihmezentrums soll das Umfeld verbessert werden. Bei einer Ideenwerkstatt zum Umbau des Küchengartenplatz unter dem Motto „Mehr Leben für den Küchengartenplatz“ entstehen die ersten Pläne für die Zukunft.

Plan für den Umbau des Küchengartenplatzes
Plan für den Umbau des Küchengartenplatzes

Die Planung der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Tiefbau und des Planungsbüros „foundation 5+“ sieht einen multifunktionellen Platz-Bereich mit der Achse zum Theater am Küchengarten vor. Durch die Aufgabe des Tankstellenstandortes an des Fössestraße ergab sich wieder eine neue Perspektive für den Platz. In Anlehnung an den Küchengarten werden auf dem ehemaligen Tankstellengelände 16 neue Bäume gepflanzt. Einige Spielelemente und mehrere Bänke schaffen eine freundliche und übersichtliche Atmosphäre. Gemeinsam ergibt sich mit Küchengartenplatz und Stadtgrünplatz Fössestraße eine großzügige Raumfolge, die die Stadtteile Lindens verbindet, den Grünzug Rampenstraße einbezieht und eine deutliche Aufwertung für das Quartier bedeutet.

Der Königliche Küchengarten in Linden
Der Königliche Küchengarten in Linden

Eine Ausführliche Abhandlung zum Königlichen Küchengarten liefert der Verein Quartier e.V. mit dem Heft 2 aus der Reihe Lindener Geschichtsblätter „Der Königliche Küchengarten in Linden“(ISSN 1614-0664).

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Fest auf dem Lichtenbergplatz

Lichtenbergplatz

LichtenbergplatzNachdem Linden 1885 Stadt wurde, entstand ganz schnell der Bedarf an neuem Wohnraum für betuchte Bürger. Die Bebauung des ehemaligen Küchengartengeländes stand schon seit 1887 zur Diskussion. Am Schnittpunkt der neuen Straßen des Viertels war ein großer quadratischer Platz, der zunächst Wittekindplatz heißen sollte, geplant. Benannt wurde er dann aber nach dem ersten Lindener Bürgermeister Georg Lichtenberg.

Unmittelbar an das Küchengartengelände anschließend wurde damals auch ein neues Ortszentrum rund um den heutigen Lindener Marktplatz geplant.Der Lichtenbergplatz gilt heute bei vielen Lindenern als Vorzeigestück des Stadtteils. Mit seiner inzwischen schon wieder stattlichen Kastanie in der Mitte und den schön erhaltenen Häusern ringsum ist er einer der schönsten Plätze der Stadt.

Bilder

Kastanie
Kastanie
Graf Wittekind
Graf Wittekind
Lichtenbergplatz
Lichtenbergplatz
Gartenallee
Gartenallee
Kunstwerk aus Ästen der alten Kastanie
Kunstwerk aus Ästen der alten Kastanie
Kunstwerk aus Ästen der alten Kastanie
Kunstwerk aus Ästen der alten Kastanie

 

Fest auf dem Lichtenbergplatz
Fest auf dem Lichtenbergplatz
Fest auf dem Lichtenbergplatz
Fest auf dem Lichtenbergplatz

Direkt am Platz hat die freiwillige Feuerwehr Linden ihre Heimat. Das Spritzenhaus wurde für die Feuerwache 4 der Berufsfeuerwehr Hannover gebaut, die 1967 an die Nenndorfer Chaussee umgezogen ist.

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Limmerstraße

Limmerstraße

Linden vor Hannover.

LimmerstraßeLinden hat die Limmerstraße. Sie müsste Lindenstraße heißen, was im Fernsehzeitalter aus Urheberrechtsgründen schlicht unmöglich ist und zu katastrophaler Fehldeutung einladen könnte. Die Limmerstraße ist wirklich, lädt den Chronisten und sogar den Kitsch-Autoren. Hinter Kneipen-Scheiben und Schaufenstern kribbelt echtes Leben, keine künstliche Spannung kann erreichen, was wirkliches Leben hier gebiert.
Hans-Jörg Hennecke

Bilder von der Limmerstraße

Limmern

Was das soziale Leben auf der Straße angeht, spricht man inzwischen schon vom limmern.

Kurioses auf der Limmerstraße
Kurioses auf der Limmerstraße

limmern, limmerte, gelimmert: Dieses Verb steht (noch) nicht im DUDEN und leitet sich von der Limmerstraße ab. Dort treffen sich abends Menschen und sitzen in kleinen Gruppen zusammen auf den Bänken oder in den Schaufensternieschen, um zu “limmern”. Das heißt sie genießen den Abend in Linden mit alten und neuen Freunden, Bekannten oder zufälligen Begegnungen. Dabei wird geredet, geschaut, getrunken, gegessen, gelegentlich auch musiziert. Ein “Soziales Netzwerk” live und in 3D. Ansichten davon gibt es unter wie könnte es anders sein www.limmern.de.

Love Parade en Miniature Love Parade en Miniature Love Parade en Miniature

Oh, Limmerstraßé

Die SpVgg Linden-Nord hat der schönsten Straße im schönsten Stadtteil der Welt sogar ein Lied gewidmet.

Ich ging allein durch Linden-Nord,
Korangesang aus einem Ford,
da seh ich dich vorübergehn
und sach Guten Tach.
Wir gingen Richtung Jaqueline,
wir brauchten dringend Koffein.
Wenn ich an diese Stunde denk,
dann singe ich nur:

Oh, Limmerstraße! Oh, Limmerstraßé!!

Dönerduft und Straßenbahn,
der ganz normale Alltagswahn,überall nur Kinderwagen,
Limmerstraßé!!
Wie durchgezecht der Morgen war
beim Rückweg aus der Broncos-Bar,
vorm Rewe eine Punkerschar,
die wollten mein Geld.
Ich sag: „Ich bin nicht deine Bank,
du süßer, kleiner Stinkepunk!“
Ne Oma klaut sein Flaschenpfand,
oh, Limmerstraßé.

Oh, Limmerstraßé!! Oh, Limmerstraßé!!

Dönerduft und Straßenbahn,
der ganz normale Alltagswahn,
überall nur Kinderwagen,Limmerstraßé.
Ne schwarze Frau beschimpfte mich,
ist hier normal und alltäglich
und das ich auf die Fresse kriegverwundert mich nicht.
Vom schönen Küchengartenplatz
bis hin zum Café les ersatz:
Durchgeknallte überall.

Oh, Limmerstraßé!!
Oh, Limmerstraßé!! Oh, Limmerstraßé!!

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Wasserhochbehälter

Lindener Berg

Der Lindener Berg misst stolze 89 Meter über Normal-Null, was die Kleingärtner veranlasste, eine Kolonie auf den Namen Lindener Alpen zu taufen. Die Höhe war mal einsame Spitze für ganz Hannover. Dann wurde der Kronsberg eingemeindet, aber der hielt seinen Rang nicht lange. Moderne Berge sind höher: die Mülldeponie in Altwarmbüchen misst inzwischen 122 Meter. Da begnügen wir uns in Linden doch lieber mit 33 Metern weniger.

Jazz Club / Mittwoch: Theater

Schon in der Kaiserzeit ist das Gebäude das heute den Jazz Club und das Mittwoch: Theater beherbergt als ein Treffpunkt für Jugendliche erbaut worden. Nachdem 1966 hier der Jazz Club einzog dürfte es inwischen wohl die einzige weltweit bekannte Adresse des Stadtteils sein.

Jazz Club

Mittwoch:Theater & Jazz Club
Mittwoch:Theater & Jazz Club

Seit 1966 bietet der Jazz Club nun schon ein verläßliches Forum für diese Musikrichtung. Jahrzehntelang war der Jazz Club mit dem Namen des legendären Michael „Mike“ Gehrke verbunden. Mike hat den Club zu dem gemacht was er heute ist. Als „Orange Club“ international bekannt spielten hier schon alle bekannten Musiker wie Armstrong, Ellington und Basie, Hampton, Goodman, Mangelsdorff, Burton, Corea, und, und, und…

Jazz Club Hannover e.V.
Am Lindener Berge 38
30449 Hannover
✆ 0511 / 454455
www.jazz-club.de

Mittwoch: Theater

Das Mittwoch:Theater und seinen Spielplan in eine Schublade stecken zu wollen, fällt schwer. Als eines der ältesten Privat-Theater Hannovers hat man sich der Unstetigkeit verschrieben. Wenn regelmäßig am Mittwoch abend und zusätzlich an immer mehr Wochenenden der Berg zur Kulturhochburg der hiesigen Kulturgemeinde wird, dann kann man sie spüren, die sehr besondere und intime Atmosphäre des mit Tischen versehenen und von Kerzen beschienenen Theater- saales, in welchem bis zu 120 Zuschauer Platz finden. Der Spielplan beinhaltet neben bekannten Werken bedeutender Autoren immer wieder Überraschungen in Form selten gespielter Autoren, die oft nur Insidern bekannt sind.

Mittwoch:Theater
Am Lindener Berge 38
30449 Hannover
✆ 0511 / 456205
✉ info@mittwochtheater.de
www.mittwochtheater.de

Bergfriedhof

Der 1862 errichtete Lindener Bergfriedhof hat mit Anlage des Ricklinger Friedhofs (1908 als „Zentralfriedhof Linden“ eröffnet) an Bedeutung verloren. Es finden heute nur noch auf Grund von alten bestehenden Beisetzungsrechten Bestattungen statt. Im Frühjahr (Ende März / Anfang April) verwandelt sich der Bergfriedhof dank der blühenden Scilla (Sibirischer Blaustern) regelmäßig in ein blaues Blütenmeer.

Auf dem unter Denkmalschutz stehenden Lindener Bergfriedhof findet man neben den 130 Grabsteinen auch drei bedeutende Einzeldenkmale: Der 1749 an der heutigen Fössestraße gebaute Küchengartenpavillon wird 1913 hierher versetzt, vorher stand er in im Küchengarten, einem großen Obst- und Gemüsegarten für die hannoverschen Welfen.

Mitten auf dem Friedhof steht der 1884 von Karl Gundlach gestaltete Friedhofsbrunnen. Ganz im Norden des Friedhofs kann man die 1864 von Conrad Wilhelm Hase gestaltete Friedhofskapelle bewundern.

Wasserhochbehälter / Sternwarte

Lindener Berggasthaus
Lindener Berggasthaus

Wasserhochbehälter / SternwarteDas dominierende Gebäude auf dem Lindener Berg ist der Wasserhochbehälter. Leider musste für den Hochbehölter 1878 das berggasthaus von Georg Ludwig Friedrich Laves weichen. Mit seinen schmucken Türmchen, von denen der zentrale und höchste heute fehlt, passt sich der Hochbehälter aber zum Glück immer noch gut in die Landschaft ein.

Wasserhochbehälter

Wasserhochbehälter
Wasserhochbehälter

Interessante Architektur und effiziente Technik müssen sich nicht ausschließen. Wer das einmal sehen möchte, sollte sich die Hochbehälter auf dem Lindener Berg anschauen. Bereits im Jahre 1877 wurde mit dem Bau des Hochbehälters begonnen. Unter Leitung des Architekten und Maurermeisters Strasser aus Hannover war das Bauwerk ein Jahr später fertig gestellt und konnte am 7. November 1878 erstmals mit Wasser gefüllt werden. Und noch immer erfüllt der Hochbehälter zuverlässig seinen Dienst: Damals wie heute ist seine Aufgabe, einen Mengenausgleich zwischen der Förderung der Wasserwerkspumpen und dem gleichzeitigen Verbrauch der Kunden herzustellen. Dabei sind die Speicherkapazitäten nicht unerheblich: Bis zu 13.000 m3 können dort gesammelt werden und den Stadtteil Linden versorgen. Seit der Renovierung in 2009 erstrahlt der Hochbehälter wieder in alter Pracht.Dauer der Führung: ca. 1,5 StundenBesuchergruppen: bis 20 PersonenZielgruppen: alle Interessierten, Schüler/-innen, Auszubildende, Berufsschüler/-innen, Entscheidungsträger/-innen (aus Politik, Verwaltung usw.) oder Fachpublikum.Besichtigung: Besuchsmöglichkeiten nach Vereinbarung.www.enercity.de

Volkssternwarte Geschwister Herschel

Teleskop in der Sternwarte
Teleskop in der Sternwarte

Die Sternwarte befindet sich in Räumlichkeiten am und auf dem Wasserhochbehälter am Lindener Berg. Der Turm der ehemaligen Wasserwärterwohnung beherbergt heute die Vereinsräumlichkeiten. Neben Wandtafeln, die Sie über den Aufbau des Universums, die Geschichte der Geschwister Herschel und ihre Entdeckungen informieren, finden Sie auch einige echte Meteorite und ein großes Modell von Wilhelm Herschels 40-Fuß-Spiegelteleskop. Auf dem Dach des Wasserhochbehälters befinden sich zwei Teleskopkuppeln. Die große Kuppel schützt das Hauptinstrument, ein Linsenfernrohr der Firma Lichtenknecker mit einer Öffnung von 20 Zentimetern bei einer Brennweite von 3 Metern, vor Witterungseinflüssen. Für die Beobachtung von Planeten, Mond, Doppelsternen und Sternhaufen ist dieses Teleskop hervorragend geeignet und zeigt sehr scharfe Bilder.Die Beobachtungsabende finden bei klarem Himmel jeden Donnerstag (außer an Feiertagen) von 20 Uhr bis etwa 22 Uhr in den großen Kuppeln auf dem Wasserhochbehälter statt. Außerdem bietet der Verein immer wieder Vorträge zu astronomischen Themen an.

h1 Bericht: 15 Jahre 15 Orte – Volkssternwarte

Volkssternwarte Geschwister Herschel Hannover e. V.
Am Lindener Berge 27
30449 Hannover
✆ 0511 / 456290
✉ info@sternwarte-hannover.de
www.sternwarte-hannover.de

Weitere Sehenswürdigkeiten

Bei einem Rundgang über den Lindener Berg kann man noch einige Sehenswürdigkeiten mehr ansehen. Angefangen beim Lindener Turm der den vielleicht schönsten Biergarten der Stadt beherbergt. Über die Villa Osmers, den botanischen Schulgarten und den Eiskeller bis hin zum Aussichtspunkt der an klaren Tagen einen sehr schönen Deisterblick bietet.

Der Verein Quartier e.V. bietet immer wieder Führungen verschiedenster Art über den Berg an. Wer sich auf eigene Faust auf Entdeckungstour begeben möchte dem sei die MixTour ans Herz gelegt.

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Lindener Rathaus

Lindener Markt

Lindener Marktplatz
Lindener Marktplatz

Der Lindener Markt wurde 1894 als neues Stadtzentrum mit Rathaus für die Stadt Linden angelegt. Zweimal in der Woche findet hier der beliebte Wochenmarkt statt.

Die Gaststätte „Zum Holländer“ am Lindener Marktplatz 3 ist, obwohl sie heute längst unter neuem Namen läuft, eine der traditionsreichsten in Linden. Schon auf dem Bild zur Einweihung des Nachtwächterbrunnens ist der Schriftzug zu erkennen. Die letzte Holländerwirtin, bei der man sich dienstags und samstags traf, war Hella Jacobsen. Seit einigen Jahren firmiert es jetzt als „Centrum“ in Linden.Im Jahr 2001 kehrten die sogenannten Bischofsstäbe (Straßenlaternen) auf eine Initiative des Lindener Bürgervereins auf den Marktplatz zurück.

Lindener Rathaus

Lindener Rathaus um 1900
Lindener Rathaus um 1900

Am 1. April 1885 feiert Linden den Übergang zur städtischen Verfassung. Georg Lichtenberg wird als Bürgermeister in seinem Amt bestätigt. Linden hat 25.000 Einwohner, 69 Straßen (zum Teil kanalisiert) und 209 Gaslaternen. Schon ein Jahr später scheidet Linden aus dem Verband des Landkreises aus und bildet nun einen eigenen Stadtkreis. Im Jahr 1889 bekommt die Stadt Linden die Genehmigung, ein eigens Wappen zu führen. 1894 wird der Marktplatz für das neue Ortszentrum angelegt. Repräsentative Straße und Wohnviertel für den bürgerlichen Mittelstand entstehen.

Einweihung des Nachtwächterbrunnen 1886
Einweihung Nachtwächterbrunnen 1886

Im September 1896 wird der Nachtwächterbrunnen auf dem Lindener Markt eingeweiht. Eigentlich sollte die Figur des Bildhauers Dammann auf dem hannoverschen Holzmarkt aufgestellt werden. Dort entschied man sich aber kurzfristig für ein anderes Modell. Kurzentschlossen erwarb der Magistrat von Linden die Figur für die Brunnenanlage auf dem Lindener Markt. Der Magistrat der Stadt Linden schreibt einen Wettbewerb für das neue Rathaus aus das hier am Marktplatz gebaut werden soll. Der umgesetzte Entwurf stammt von Emil Seydel aus Halle an der Saale. Im Jahre 1899 ist das neue Rathaus am Marktplatz für 495.000,00 Mark fertiggestellt und wird einweiht.

Lindener Marktplatz 1914
Lindener Marktplatz 1914

Gleich gegenüber an der Ecke Niemeyerstraße und Posthornstraße entsteht das Gebäude des Kaiserlichen Postamtes. Im Zweiten Weltkrieg wird das Rathaus teilweise zerstört und nur vereinfacht wieder aufgebaut. Die Post wird so gründlich zerstört, dass sie nicht wieder aufgebaut, sondern in den 60er Jahren durch ein modernes Gebäude ersetzt wird. Bereits 1920 ist es wieder vorbei mit der Eigenständigkeit der Stadt Linden. Auf Wunsch des Lindener Magistrats wird der Eingemeindungswunsch nun endlich von der Stadt Hannover befürwortet.

Zerstörtes Rathaus 1943
Zerstörtes Rathaus 1943

Im 2. Weltkrieg wird Hannover ab Ende 1943 regelmäßig von den Alliierten bombardiert. Glücklicherweise fielen in Linden bei weitem nicht so viele Bomben wie in der Innenstadt. Das Lindener Rathaus aber wird dabei stark beschädigt. Erst 1954/55 wird es wieder aufgebaut. Der Teil an der Schwalenberger Straße allerdings nur als Zweckbau für die Dienststellen der Stadtverwaltung. 2013 wird das Rathaus zum Bildungsstandort mit Bibliothek, Bürgeramt und einigen anderen städtischen Einrichtungen umgebaut.

Hannah Arendt

Hanna Arendt
Hanna Arendt

Am 14. Oktober 1906 wurde am Lindener Marktplatz im Haus Nr. 2 die jüdische Schriftstellerin Hannah Arendt geboren. Sie veröffentlichte wichtige Beiträge zur politischen Philosophie. Gleichwohl lehnte sie es stets ab, als „Philosophin“ bezeichnet zu werden. Auch der Begriff „politische Philosophie“ gefiel ihr nicht, sie bevorzugte „politische Theorie“. Trotz ihrer Einstellung „Für mich ist Deutschland die Muttersprache, die Philosophie und die Dichtung.“ mußte sie 1933 vor der Nazi-Diktatur über das tschechische Karlsbad, Genua und Genf zunächst nach Frankreich fliehen, wo sie in einer einer jüdischen Flüchtlingsorganisation aktiv mitwirkte. 1937 wurde ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Nach der Besetzung Frankreichs ging ihre Flucht weiter. Im Mai 1941 erreichten Arendt, ihr zweiter Ehemann und ihre Mutter über Lissabon New York. Dort schrieb sie für das deutsch-jüdische Magazin „Aufbau“ um das politische Bewusstsein der jüdischen öffentlichkeit in aller Welt wecken.

Postkartenansicht 1970
Postkartenansicht 1970

Hannah Arendts Erbe ist über die Ganze Welt verteilt. In Zürich finden jedes Jahr die „Hannah-Arendt-Tage“ statt, in Dresden gibt es ein „Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V.“, an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg wurde ein „Hannah-Arendt-Zentrum“ gegründet und seit 1994 wird der „Hannah-Arendt-Preis“ für politisches Denken vergeben. Am Haus Nr. 2 am Lindener Markt ist ihr zu Ehren eine Gedenktafel angebracht.

Wochenmarkt

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Auch heute heißt es jeden Dienstag und Samstag noch: Treffpunkt Markt! Von 8:00 bis 13:00 Uhr gibt es bei den Markthändlern alles, was das Herz begehrt. Gemüse über Wurst und Fleischwaren, Käse, Obst, Brot bis zu Blumen alles für den täglichen Bedarf.

GIG am Lindener Marktplatz
GIG am Lindener Marktplatz

Rund um den Lindener Markt haben sich viele trendige Läden von Wohnkultur bis zu aktueller Mode angesiedelt. So dass man einen Marktbesuch auch gleich noch mit einem Einkaufbummel verbinden kann. Nette Cafes & Restaurants laden zwischendurch zu eine Rast ein.

Im ehemaligen Lindener Ratskeller befindet sich mit dem GIG heute wieder, nachdem es einige Jahre in Lindener Freiheit umbenannt wurde, ein beliebtes Café und Restaurant. Im Veranstaltungssaal gibt es immer wieder interessante Konzerte und Veranstaltungen.

Lindener Marktplatz
Lindener Marktplatz

Videos vom Lindener Markt

Schönes:

Nicht so Schönes:

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Pfarrlandplatz

PfarrlandplatzWo genau ist der Pfarrlandplatz? Wenn man danach fragt, wird man häufig den großen Spielplatz genannt bekommen. Dieser ist aber eigentlich neben dem Pfarrlandplatz angesiedelt. Der eigentliche Pfarrlandplatz ist das Karree rund um die gleichnamige AWO-Kindertagesstätte.

Jeden Samstag findet auf der zur Limmerstraße gelegenen Seite der Wochenmarkt in Linden-Nord statt. Ein kleines Ladengeschäft beherbergt die Aktion Kindertraum eine Initiative, die kranken Kindern Herzenswünsche erfüllt.Architektonisch interessant ist der überbaute Bunker an der Ecke zur Leinaustraße. Hier wurde Wohnraum sozusagen über den Dächern von Linden-Nord geschaffen.Entlang des Platzes führt Hannovers erste Fahrradstraße von der Limmerstraße die Pfarrlandstraße entlang über die Dornröschchenbrücke durch den Georgengarten bis in die Nordstadt.

Bilder

Pfarrlandplatz / PfarrlandstraßeFahrradstraßeSpielplatz PfarrlandplatzKunst von Wolfgang SupperWochenmarkt auf dem PfarrlandplatzWohnen über dem BunkerSpielplatz PfarrlandplatzSpielplatz Pfarrlandplatz

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Posthornstraße

PosthornstraßeDie Posthornstraße beginnt am Lindener Markt und endet an der Deisterstraße kurz vor dem Deisterplatz. Von der Post am Lindener Marktplatz kommt man zunächst an einem Neubau mit dem Kunstatelier ALM vorbei. Durch die zweite Einfahrt kommt man übrigens zu einem Seiteneingang vom Von-Alten-Garten. Ein Stück weiter begegnet uns das „Ernst Korte Haus“ eine Begegnungstätte der Anrbeiterwohlfahrt Hannover. Direkt daneben befindet sich der Haupteingang zum Von-Alten-Garten.

Lindener Rathaus 1943 - Foto: Dirk Schaefer
Blick auf das Lindener Rathaus 1943
Im Vordergrund die Post
(Foto: Dirk Schaefer)
Vom historisch gepflasterte Platz geht man durch einige alte Torpfeiler, die den früheren Eingang zum Ehrenhof markieren, ursprünglich aber an anderer Stelle standen. Seit 1982 plätschert auf dem kleinen Vorplatz ein Brunnen, mit den beiden stilisierten Bäumen aus Stahl soll er Kraft, Ausdauer, Natur und Geduld symbolisieren. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Bernd Schlender.Aus der anderen Straßenseite befindet sich das Jugendzentrum Posthornstraße mit dem namensgebenden Horn neben der Eingangstür. Schön auch die Wandmalereien rechts neben dem Gebäude.Einen Block weiter steht die St. Godehard Kirche, die erste katholische Kirche in Linden. Gegenüber lohnt ein Blick in die Weberstraße. Gleich am Anfang stehen noch zwei erhalten gebliebene Weberhäuser aus Fachwerk. Auf der Kirchenseite folgt das Altenwohnheim Godehardistift. Vor den Eingang auf dem kleinen Vorhof steht wieder ein schöner kleiner Brunnen mit Phantasiefiguren.

Bilder

Ernst Korte Haus
Ernst Korte Haus
Ernst Korte Haus
Ernst Korte Haus
Torhaus zum Von-Alten-Garten
Von-Alten-Garten
Stahl Brunnen
Stahl Brunnen
Jugendzentrum Posthornstraße
Jugendzentrum
Wandbild
Wandbild
St. Godehard Kirche
St. Godehard Kirche
Brunnen im Godehardistift
Godehardistift

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