Ihmezentrum

Herausforderung Wohnraum

Ihmezentrum
Ihmezentrum

Beim Themenabend analysieren wir die Ursachen von Wohnungsmangel und steigenden Mieten in Hannover und diskutieren innovative Wohnkonzepte und politische Steuerungsinstrumente. Eine Keynote zu den Einflussmöglichkeiten der Wohnungspolitik hält Prof. Dr.-Ing. Barbara Schönig (Universität Weimar). Anschließend präsentiert Daniel Fuhrhop, Buchautor von „Verbietet das Bauen“ seine Lösungsvorschläge gegen steigende Mieten und Wohnungsmangel. In einer Diskussionsrunde mit lokalen Stadtplanern stellen wir die Frage, was Hannover diesem Trend entgegensetzen kann.

Zeit: 15.01.2018, 18:00 – 21:00 Uhr
Ort: Zukunftswerkstatt Ihmezentrum (Wegbeschreibung)

Auf dem Podium sitzen:

  • Michael Heesch, Leiter des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung,
  • Dr.‐Ing. Klaus Habermann‐Nieße, Stadtplaner Hannover,
  • Dr. Frank Eretge, Firmengruppe Grundlach,
  • Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region
    Hannover, angefragt

Die Veranstaltung wird vom Bürgerbüro Stadtentwicklung (bbs) und der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Leibniz-Forum für Raumwissenschaften (ARL) organisiert.

Der Eintritt ist frei.

www.bbs-hannover.de

Populismus für Anfänger" mit Nina Horaczek

Vortrag: „Populismus für Anfänger“ mit Nina Horaczek (Wien)

Populismus für Anfänger" mit Nina Horaczek
Populismus für Anfänger“ mit Nina Horaczek

Die simple Welt der Populisten – Anleitung zur Volksverführung

Mi. 06.12.2017, 20 Uhr im Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6 (Eingang Minister-Stüve-Straße)

„Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich – die Populisten scheinen in Europa unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Und alle anderen agieren, als gäbe es keine Strategien gegen die rechten Volksverführer. Dabei besitzen Rechtspopulisten einen einfachen Kern, nämlich das selbstgestrickte Bild einer gespaltenen Gesellschaft: Hier sind WIR und dort sind die ANDEREN. Dieses Bild erklärt die Sprache, die Taktiken, die innere Organisation und die Eskalationsdynamiken der Rechtspopulisten auf ungemein klare Art. Der Kommunikationsexperte Walter Ötsch und die Journalistin Nina Horaczek zeigen in dieser »Anleitung zur Volksverführung« als fiktive Coaches, wie man erfolgreicher Populist wird. So entlarven sie klug und unterhaltsam die Tricks und Täuschungsmanöver der Demagogen und entschlüsseln ihre Codes“ Verlagstext

Das Buch kann am Abend für 18,00 € erworben und signiert werden.

Nina Horaczek (* 1977 in Wien) ist eine österreichische Journalistin und Publizistin.

Horaczek studierte Politikwissenschaften. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie als Politredakteurin bei der Wiener Stadtzeitung Falter. Derzeit ist sie dort Chefreporterin und Koordinatorin für Reportagen Horaczek widmet sich intensiv der Thematik Rechtsextremismus. Sie veröffentlichte darüber hinaus u. a. Beiträge im jüdischen Kulturmagazin Nu und in der Wochenzeitung Die Zeit.

Auszeichnungen

2002: Die Spitze Feder – Förderpreis für junge Journalistinnen
2005: Solidarität-JournalistInnenpreis für engagierte und herausragende Berichterstattung über die Arbeitswelt, soziale Anliegen und ArbeitnehmerInnen relevante Themen
2006: Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis
2007: AK-Wissenschaftspreis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten
2009: Leading Ladies Award, Kategorie Medien (gemeinsam mit Claudia Reiterer)
2011: Concordia-Preis, Kategorie Menschenrechte
2013: Prof. Claus Gatterer-Preis
2015: Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch für Gegen Vorurteile
2016: Wissenschaftsbuch des Jahres in der Kategorie Junior-Wissensbücher für Gegen Vorurteile
2016: Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis in der Kategorie Print

Während der Veranstaltung werden Foto- und Filmaufnahmen gemacht.

In Kooperation mit dem NLQ Hildesheim.

Eintritt: frei

Präsentation vor dem Kreofant mit Siegerin Maja

Projektabschluss FLOW – Gestaltung von farbenfrohen Mülleimern für den Deisterkiez

Präsentation vor dem Kreofant mit Siegerin Maja
Präsentation vor dem Kreofant mit Siegerin Maja

Seit dem ersten Advent leuchten im Deisterkiez, der Deisterstraße in Linden-Süd, nicht nur die weihnachtlichen Lichter an den Bäumen und Geschäften, sondern auch die Mülleimer von aha in knallbunten Farbverläufen. Die Maßnahme der Aufwertung der Mülleimer ist Teil des Außenraumkonzeptes des Deisterkiez, der sich als wesentliche Aufgabe die „Stärkung des Kiezcharakters“ als Besonderheit der Deisterstraße auf die Fahne geschrieben hat. In 2017 wurden in diesem Rahmen auch Stromkästen gestaltet und stabile Baumumrandungen mit Blumenkästen geschaffen.

Wie es in Linden-Süd oftmals üblich ist, wurde auch das Projekt FLOW gemeinschaftlich durchgeführt. Während der AGLV (Arbeitsgemeinschaft Lindener Vereine e.V.) die Mittel für den Materialbedarf (Spraydosen, Pappe, Folien etc.) bereitstellte, nahm die AG Kinder und Jugend die Aktion mit in den „Jugend + Kinder Kultursommer (JuKiKs 2017)“ auf und letztendlich spendete aha 11 hochwertige Mülleimer und sorgt nun selbst für die sukzessive Aufhängung.

Die kreativen Mülleimer im Kreofant
Die kreativen Mülleimer im Kreofant

Am Dienstag, den 28.11., wurden die, in den Herbstferien fertiggestellten, Mülleimer dem Vertreter von aha, Mark Beier, durch den Quartiersmanager von Linden-Süd, Carsten Tech, die Künstlerin der Kreativwerkstatt Kreofant, Sabine Opiela, und zwei Vertreter_innen der jungen Graffiti-Künstler (u.a. Maja Taal) offiziell und feierlich übergeben. Dabei gab es im Rahmen der Kinderwerkstatt im Kreofanten eine Wahl des schönsten Mülleimers, den Maja Taal für sich entscheiden konnte. Ihr regenbogenfarbener Mülleimer wurde zur Belohnung als erster direkt vor dem Kreofanten, an der Bushaltestelle des 500ers, installiert und kann nun dort von Wartenden bestaunt werden.

Das Künstlerische Motto der Gestaltung lautete “Flow – Farbe und Inspiration im Fluss“. Im Kreofant experimentierten insgesamt 11 Jugendliche, unter Anleitung, zuerst auf großen Pappen. Danach ging es an die Mülleimer. Wie sprayt man Verläufe, welche Farbkombinationen kommen in Frage, wie funktioniert ein gleichmäßiger und ein akzentuierter Farbauftrag? Diese und andere Herausforderungen waren zu bewältigen. Die individuelle Handschrift jedes einzelnen Künstlers ist ab sofort im Deisterkiez zu bewundern. Das graue Winterwetter kann nun der Deisterstraße Nichts mehr anhaben. Hier ist der Flow und die Farbe der jungen Graffitikünstler_innen ein absoluter Stimmungsaufheller.

Besprayen üben auf Pappe
Besprayen üben auf Pappe

ZITATE:

„Ich finde, die Mülleimer sind alle total schön geworden!“
Mark Beier, aha -Betriebsstättenleiter Billungstraße

„Jetzt müssen die Mülleimer nur noch von Allen genutzt werden!“
Sabine Opiela, Netzwerk Lebenskunst, Künstelrische Leitung Kreofant

„Es ist immer wieder gut zu sehen, wie hoch die Bereitschaft in Linden-Süd ist, sich für Anliegen vor der eigenen Haustür einzusetzen!“
Carsten Tech, hanova, Quartiersmanagement Linden-Süd

„Ein weiterer Meilenstein zur positiven Aufwertung und Sauberkeit im Deisterkiez!“
Olaf Töpelmann, 1. Vorsitzender des Deisterkiez e.V.

Gymnasium Limmer

Gymnasium Limmer: Schüler helfen Schülern mit Weihnachtspäckchenaktion

Im November 2017 folgten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Limmer diesem Motto und packten im Rahmen der Aktion „Schüler helfen Schülern“ über 200 Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder.

Wie schon im Schuljahr zuvor zeigte die Schülerschaft auch im Rahmen des Projektes „Weih-nachtspäckchenkonvoi“ ein großes Herz und eine enorme Einsatzbereitschaft für Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst. „Wir können uns gar nicht vorstellen, wie es ist an Weih-nachten kein Geschenk auspacken zu können, weil einfach keines da ist!“ erklärten Joel und Re-deemer aus der 6b. Die Aktion wird organisiert und durchgeführt von der Stiftung Roundtable Deutschland und steht für gemeinsame Hilfe, bedürftige Kinder zu unterstützen und ihnen eine Freude zu bereiten. Seit 2001 werden jedes Jahr im Dezember bis zu 80.000 Weihnachtspäckchen nach Rumänien, Moldawien, die Ukraine und nach Bulgarien gebracht. Dort verteilen die Helfer die Päckchen an Kinder in Elendsvierteln, Flüchtlingslagern, Waisenhäuser, Krankenstationen, Kin-dergärten oder an Kinder in Auffanglagern für Straßenkinder. Schulleiterin Wencke Hedderich erklärt: „Unsere Weihnachtspäckchenaktion war wieder ein voller Erfolg. Wir haben ca. 200 Päck-chen zusammen bekommen, eine beeindruckende Zahl! An diesem Beispiel wird deutlich, wie wichtig uns am Gymnasium Limmer das soziale Lernen in und für die Gemeinschaft ist.“

Weiterführende Informationen zum Gymnasium Limmer erhalten Sie auf der neuen Schulhomepage unter www.gymnasium-limmer.de.

Altpapier ist ein gefragter Rohstoff

Mit aha geht dem Altpapierentsorger „k“ein Licht auf!

Der Streit ums Altpapier wird immer absurder. Was im normalen Haushalt vielleicht noch klappen mag, sofern man denn irgendwo die heiß begehrten blauen Altpapiersäcke ergattert hat, das wird bei vielen kleinen Geschäften schon zur Herausforderung. Wie soll man denn die vielen Kartons die bei einer Lieferung ankommen in Säcke verpacken? Und vor allen Dingen wie viele Säcke soll man dafür verbrauchen?

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https://www.youtube.com/watch?v=5IJmurpIjWA

Das sagt aha dazu:

Pro:
Mit der Kampagne „Papiertonne statt Plastiksack“ tritt die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) für ein breites gesellschaftliches Problembewusstsein gegen den gedankenlosen Umgang mit Plastiksäcken ein. Mit dem Hashtag #SeiKeinSackgesicht wollte aha in den sozialen Medien für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem blauen Altpapiersack sensibilisieren.

https://www.aha-region.de/service/presse/presse0/pressemitteilung/artikel/02112017-aha-verzichtet-auf-hashtag/

Contra:
Loses Altpapier wird nicht mitgenommen. Ausnahme sind übergroße Kartons, die gefaltet und ohne Inhalte bereitgestellt werden. (Anmerkung: Wie definiert aha einen übergroßen Karton?)

https://www.aha-region.de/service/presse/presse0/pressemitteilung/artikel/26102017-papiertonne-statt-plastiksack/

Altpapier ist ein gefragter Rohstoff
Altpapier ist ein gefragter Rohstoff

Mail 1:
Wir beliefern die Einzelhändler jedoch weiterhin regelmäßig und im bisherigen Kontingent. Offenbar sind die Altpapierrollen jedoch zum Teil vergriffen.

Mail 2:
die Märkte bekommen ihre Lieferungen, gekürzt um 2 Kartons, also keine riesigen Mengen.

Geht es nur mir so oder weiß da eine Hand bei aha nicht, was die andere tut?

Besonders, wenn man bedenkt, das mit Altpapier einiges an Geld verdient wird ist dieses Gezicke sehr unverständlich. Wie wäre es denn, wenn man das Geschäft in Linden einfach selber macht? Eine kurze Recherche im Netz hat auch gleich eine Anlaufstelle zutage gefördert.

http://www.altpapierkauf.de/ankaufstelle-eroeffnen.php

Bisher gibt es diese Entsorgungsmöglichkeit nur in den östlichen Bundesländern. Vielleicht findet sich ein Existenzgründer, der sich in Linden-Limmer mit dieser Geschäftsidee selbstständig machen will. Für genügend genervte Anlieferer hat aha inzwischen sicherlich gesorgt.

LindenKalender 2018

LindenKalender 2018 vom Quartier e.V.

LindenKalender 2018
LindenKalender 2018
Der neue „LindenKalender 2018“ von Quartier e.V. für das Jahr 2018 ist ab dem 7.11.2017 erhältlich. Er kostet 15 Euro und hat als Motto „Ein Rundgang durch Linden und Umgebung“.

Bei unserem Foto-Rundgang zum LindenKalender 2018 geht es durch unseren Stadtteil Linden, aber auch in angrenzende Gebiete wie Limmer und Herrenhausen. Neben bekannten Motiven, die eben typisch für Linden sind, überraschen auch Kleinigkeiten oder Perspektiven, die nicht Jeder und Jedem immer sofort auffallen. Aber diese Vielfältigkeit macht ja auch den Reiz unseres Quartiers aus.
Auf dem Titel ist die St. Bennokirche in Linden-Nord mit dem Heizkraftwerk Linden zu sehen. Zu den weiteren typischen Lindener Motiven zählen sicherlich die Ihmeschule, das Hanomag-Gelände mit der Hanomag-Villa, die Eichendorffschule, die Dornröschenbrücke, der Turm der inzwischen entwidmeten Gerhard-Uhlhorn-Kirche oder natürlich der Küchengartenpavillon mit dem blühenden Blaustern (Scilla). Wir sehen aber auch Motive aus der Umgebung Lindens, so einen Blick vom Benther Berg nach Linden oder weidende Kühe auf den Wiesen an der Leine sowie einen Blick in das Innere des Wasserkunst-Gebäudes in Herrenhausen. Ebenso überraschend ist vielleicht der Blick ins Innere der St. Martinskirche. Winterbilder vom Lindener Bergfriedhof und aus der Bennostraße ergänzen die Kalendermotive.

Die Fotos sind vor allem von G. Stock. Den Text verfasste Jonny Peter

Der Kalender ist im A-3-Format gedruckt und kostet 15 Euro.

Er ist im Küchengartenpavillon dienstags, freitags und sonntags zwischen 14 und 16 Uhr erhältlich sowie zu in der Lindener Buchhandlung, Limmerstraße 47 und in der Buchhandlung Decius, Falkenstraße 10 erhältlich.

Utopianale 2017

5. Utopianale: Wie wollen wir lernen?

Utopianale 2017Wie gelingt gutes Lernen?
Termin: 11. & 12. November 2017

Unser Transition-Festival mit Rahmenprogramm hat damit wieder ein spannendes Thema für alle. Denn lernen wollen und müssen wir alle…!

Ein paar Beispielfragen:

  • Was ist eine demokratische Schule und wie kann diese umgesetzt werden?
  • Wie gelingt Vielfalt, Integration und Inklusion?
  • Wie müssen wir das Lernen gestalten, dass wir jedem Einzelnen, seinen oder ihren Stärken und Schwächen, gerecht werden?

Beim Lernen geht es uns aber nicht nur um Schulen und Methoden, sondern auch um lebenslanges Lernen und das Lernen von Gemeinschaftlichkeit. Unser Festival versteht sich als eine kollektive Forschungswerkstatt und wir hoffen wieder auf mehr als 600 Besucher*innen.

Die passenden sechs Hauptfilme, wie immer Dokumentarfilme gelebter Alternativen, findet Ihr im Programm und unter Filme. Besonders stolz sind wir auf ein eigens entwickeltes Lern-Format rund um den mehrfach preisgekrönten Film „Tomorrow“ von Cyril Dion und Mélanie Laurent. Die Lernwerkstätten des Morgen passen super zu unserem Slogan „Weil es ein Morgen gibt“.

Die Filme:

Freistunde-Doing Nothing All Day
von Margarete Hentze und Yuval Tzafrir (D/GB/Israel 2015)

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https://www.youtube.com/watch?v=BOabMjzTCJg

Vielfalt macht Schule
von Mittendrin Hannover e. V. (D 2015)

Mittendrin Hannover e.V. – Vielfalt macht Schule DVD Teaser from fiftyfifty film on Vimeo.

Du musst dein Ändern leben
von Benjamin Riehm (D 2015)

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https://www.youtube.com/watch?v=cI8Kisr3AZg

Tomorrow
von Cyril Dion und Mélanie Laurent (FR 2015)

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https://www.youtube.com/watch?v=lJy_tAm9IJQ

Revolution der Selbstlosen
von Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade (FR    2015)

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https://www.youtube.com/watch?v=YGbvYjCyW9Q

Berlin Rebel High School
von Alexander Kleider (D 2016)

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https://www.youtube.com/watch?v=yVr4A0GVJsg

Alle Information unter www.utopianale-blog.de

Müll auf dem Küchengarten

Die NIL (Nachbarschaftsinitiative Linden-Nord) hat 272 Unterschriften an OB Schostok übergeben

Seit 2011 befasst sich die Bürgerinitiative Linden Nord (NIL) mit den zunehmenden negativen Auswirkungen des Partyverhaltens der Gäste unter denen die Anwohnerinnen und Anwohner in Linden zu leiden haben. Wir haben ein gesetzlich verankertes Recht auf Nacht- und Sonntagsruhe und werden dies nun verstärkt durchsetzen. Lärm macht bekanntlich krank und wir sind nicht mehr bereit unsere Gesundheit den lärm- und „spaßsüchtigen“ Partygängern zu opfern. Diverse Gespräche wurden in den letzten Jahren schon mit Veranstaltern und Betreibern geführt, die, wenn überhaupt, dann nur zu kurzfristiger Entspannung der Gesamtsituation beitrugen.

Ein weiterer Schritt unserer Aktivitäten war nun die Initiierung einer Unterschriftenaktion in unserem unmittelbaren Wohnumfeld, mit dem Ziel, diese dem OB Schostock zu übergeben, um auf Ebene der Stadt um Unterstützung und Abhilfe zu werben. Bei unserer in der Hauptlärmzone durchgeführten Unterschriftenaktion im Sommer wurde deutlich, dass es nicht nur ein paar vereinzelte „Spießer“ sind, die sich gestört fühlen. Es sind mehrere hundert Menschen aller Altersstufen, die den ständigen Lärm durch FAUST-Parties, Limmern und illegale Techno-Parties an Ihme und Leine und den dadurch entstehenden Dreck nicht mehr bereit sind hinzu-nehmen.

Bei einem Gesprächstermin mit unserem Oberbürgermeister Herrn Schostok haben wir diese Unterschriftenliste übergeben und er hat uns Unterstützung bei unserem Anliegen zugesagt. Die spezielle Problematik in Linden-Nord wurde im Vorfeld schon in einem Anschreiben an den Oberbürgermeister grob beschrieben. Das Gespräch fand im neuen Rathaus statt. Dem OB sind die Probleme nicht unbekannt. Er sagte, ihm sei bewusst, dass die Feierkultur sich in den letzten Jahren verändert habe. Wir gaben zu bedenken, dass sie sich in Richtung zunehmende Rücksichtslosigkeit bewegt hat und Linden als „Hier-darf-man-alles-Zone“ behandelt wird. Er zeigte sich interessiert an unserem Anliegen und kündigte Maßnahmen zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner an. Folgende Punkte wurden besprochen:

Die Unterschriften aus der von der NIL durchgeführten Aktion und die Liste der NIL mit Maßnahmenvorschlägen wurden übergeben
Der Oberbürgermeister hat uns zugesagt, dass unser Anliegen im Rahmen des noch zu beschließenden neuen Sicherheitskonzeptes der Stadt Hannover berücksichtigt werden soll. Dieses Sicherheitskonzept sieht auch eine weit-flächige Bürgerbeteiligung vor.
Die Problematik wird im Bezirksrat verhandelt. Der bei der Besprechung anwesende Stadtbezirksmanager Herr Mingers, Nachfolger des ebenfalls anwesenden Stadtbezirksmanagers Herrn Wescher, wurde uns als Ansprech-partner genannt.

Das Ordnungsdezernat wird einbezogen.
Die NIL wünscht sich, dass zusätzliche Treffen der Beteiligten (NIL, Polizei, FAUST, ASTA, Kioskbetreiber, Kneipiers) stattfinden, um sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln.
Die Stadt Hannover bleibt mit der NIL im Gespräch.

22. Wolfgang-Abendroth-Forum

22. Wolfgang-Abendroth-Forum

Europa nach den Wahlen

Für Menschenwürde, Toleranz und Solidarität

Mittwoch, 08. November 2017
(Geburtstag von Otto Brenner)
im DGB-Haus um 18:00 Uhr
Otto-Brenner-Straße 1, 30159 Hannover

Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und Unsicherheit einerseits und riesige Vermögen in wenigen Händen andererseits spalten unsere Gesellschaft.

Dies ist der Nährboden für Rassismus und die politische Rechte in Deutschland und Europa.

Dazu wollen, können und werden wir nicht schweigen.

Programm:

Dr. Patrick Schreiner, ver.di Bundesvorstand
Die wirtschaftspolitische Programmatik der neuen Regierung für Deutschland und Europa.

Prof. Dr. Klaus Busch (i.R), Universität Osnabrück
Die politische Rechte in Europa; Ursachen, Entwicklung und demokratische Gegenwehr.

Hintergrundinformationen:

Otto Brenner

geboren am 8. November 1907 in Hannover
Antifaschist und Widerstandskämpfer

  • 1947 Wahl zum Leiter des IG Metall-Bezirks Hannover
  • 1946-53 Ratsherr der Stadt Hannover
    Mitglied in der Entnazifizierungskammer der Stadt
  • Bis 1953 Mitglied im Schulausschuß der Stadt
  • 1956 Wahl zum 1. Vorsitzenden der IG Metall bis zu seinem Tod 1972

Wolfgang Abendroth

Wolfgang Abendroth war nach 1945 zuerst in der sowjetischen Besatzungszone Dozent der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät in Halle und ab 1951 dann Professor am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität in Marburg.

Als Verfassungstheoretiker hat er die Interpretation des Grundgesetzes als einer demokratischen und rechtsstaatlichen Gegenverfassung zum Dritten Reich ins politische Zentrum gerückt. Dabei hat er immer den antifaschistischen Auftrag des Grundgesetzes von 1949 betont.

Ihn verband eine besondere Freundschaft mit Otto Brenner, dem Vorsitzenden der IG Metall. Wolfgang Abendroth erstellte verfassungsrechtliche Gutachten im Auftrag der Gewerkschaften zum Streikrecht in der Bundesrepublik. Politisch stand er den Gewerkschaften sehr nahe.

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Vom Arbeiterkiez zur Partymeile

Hannover Linden – ein Stadtteil voller Lebenskünstler konnte man im Merian 2012 lesen. „Linden ist eine städtische Insel, rau und pulsierend, umrahmt von Schnellstraßen und den Flüssen Leine und Ihme, mit Eigensinn und Lokalpatriotismus“ heißt es in dem Artikel. So weit mag das stimmen, nur viele Lindener beklagen das sich Linden immer mehr in eine falsche Richtung wandelt. Laut und schmutzig war Linden wohl schon immer, doch seit sich hier bei jedem Wetter die Partytouristen einfinden und hemmungslos feiern, ist das Fass am überlaufen.
Hannover Linden ein Stadtteil im WandelHaben sich die Partygänger von FAUST und Béi Chéz Heinz früher gesitteter benommen? Wohl eher nicht, nur das jetzt auch noch das viel gepriesene Limmern in Hannover Linden dazu gekommen ist. Da wird schon den Erstis eines Studienjahrgangs gesagt, dass man in Linden mal so richtig die Sau rauslassen kann. Was das für Blüten das treibt, davon kann fast jeder Stadtteilbewohner ein Lied von singen.

Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär
Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär

Partyzone Hannover Linden

Natürlich lädt der Stadtteil zum Feiern ein. Hannover-Linden ist die erste Adresse der Landeshauptstadt für eine alternative Club, Bar und Kneipenszene. Neben dem Faustgelände gibt es besonders am Schwarzen Bär, Lindener Markt und rund um das Béi Chéz Heinz am Fössebad regelmäßig klagen der Anwohner wegen lautstarker Partygänger. Einige Probleme, wie zum Beispiel der berühmt berüchtigte Prosecco-Donnerstag am Lindener Marktplatz, sind sicherlich hausgemacht. Es gibt aber auch Initiativen, um dem entgegen zu wirken. Sei es mit Appellen wie „Bitte nehmt Rücksicht auf die Nachbarn!“ oder einer Sicherheitsstreife auf der Limmerstraße.

Heinz bleibt HeinzHeinz bleibt Heinz, oder lieber nicht?

Der negative Eindruck bleibt trotz aller Bemühungen. Fragt man nach einer Petition für den Erhalt des Béi Chéz Heinz erhält man fast durchweg positive Reaktionen, außer es handelt sich um direkte Anwohner der Wege zum Club.

Das daran nicht der Betreiber schuld ist sehen die Meisten ein. Auch das mit der Schließung des Chéz Heinz das Problem nur verlagert wird ist klar. Mir den Kneipen und Clubs hat man zumindest einen Ansprechpartner, wenn es um Lärmbelästigung geht.

Limmern ohne Regeln!

Das sieht beim Limmern anders aus. Hier bleibt dem genervten Anwohner, wenn nicht gerade mal der angesprochene Sicherheitsdienst für Ruhe sorgt, nur der Anruf bei der Polizei. Eine direkte Ansprache führt häufig nur zu Gesprächen die mit dem Tenor enden: „Das ist doch Linden hier, zieh doch weg“! Nicht wenige haben das inzwischen auch gemacht. Beim Stammtisch im Lorberg haben wir letztens festgestellt, dass keiner am Tisch mehr in Linden wohnt.

Trotz dieser Problematik steigen die Immobilienpreise stetig. Für Verkäufer natürlich eine gute Sache, ist man auf Wohnungssuche sieht das komplett anders aus. Es stellt sich die Frage wieviel Gentrifizierung verträgt der Stadtteil, bis das besondere Flair verschwunden ist.

Limmerstraßenfest 2017 - Das Stadtteilfest in Hannover Linden
Limmerstraßenfest 2017 – Das Stadtteilfest in Hannover Linden

Höher, schneller, weiter …

Wie soll es weiter gehen? Deisterstraßenfest, Limmerstraßenfest, Fährmannsfest, Limmer Live, Weihnachtsmarkt, Ahrbergfest, Scillablütenfest, … Immer mehr und größere Events?

Ob ein Etat von 30.000 € für das nächste Limmerstraßenfest um noch mehr Besucher anzulocken wirklich sinnvoll ist? Gleichzeitig klagt der Veranstalter über mangelnde Unterstützung und noch dazu wird wer nicht mitmachen will als Schmarotzer bezeichnet, wie bei der HAZ nachzulesen ist. Gute Lindener Kultur ist das nicht! Das Limmerstraßenfest war mal ein Fest in Linden für Linden. Man flanierte die Einkaufsmeile entlang und traf sich hier mit vielen Bekannten an den Ständen der Vereine. Dazu zwei bis drei Bühnen mit Musik und ein paar Würstchen und Bierbuden. Wer mehr Aktion wollte, ging zum Schützenfest auf dem Küchengarten. Braucht es wirklich solche Besuchermassen wie in den letzten Jahren? Profitieren die Geschäfte davon oder verdient nur die Gastronomie? Wäre nicht vielleicht weniger wieder mehr?

Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg
Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg

Ein positives Beispiel gefällig? Weihnachtsmarkt auf dem Lindener Berg! Eine einmalige Atmosphäre mit wenig Aufwand vom Lindener Turmbiergarten organisiert. Dafür werden die kleinen Blockhütten auf dem Gelände an soziale Einrichtungen vergeben, die sich dort vorstellen und ihren Etat aufbessern können. Etwas Kleinkunst und weihnachtliche Musik dazu und fertig ist die vorweihnachtliche gemütliche Stimmung.

Wohin soll also die Reise gehen? Immer größere Events und den Linden-Hype auf die Spitze treiben oder lieber wieder an alte Lindener Traditionen anknüpfen? Ist die Stadt gefordert ein Nachtkonzept für Linden nach dem Vorbild des Raschplatzes zu entwickeln?