Flüchtlingsunterkunft an der Steigertahlstraße

Flüchtlingsunterkunft Steigertahlstraße mit Vorarlberger Holzbaupreis 2017 ausgezeichnet

Flüchtlingsunterkunft an der Steigertahlstraße
Flüchtlingsunterkunft an der Steigertahlstraße
Die Flüchtlingsunterkunft Steigertahlstraße ist in der Kategorie „Holzbau außer Landes“ mit dem Vorarlberger Holzbaupreis 2017 ausgezeichnet worden.

Die Jury des Vorarlberger Holzbaupreises begründet die Prämierung wie folgt:

„Die zweigeschossige Wohnanlage mit 96 Zimmern für Flüchtlinge strahlt durch ihre Farbigkeit Optimismus und Zuversicht aus. Die serielle Fertigung ist in der Fassade ablesbar, ohne ‚billig‘ zu wirken. Die U-förmige Anordnung der drei länglichen, doppelstöckigen Baukörper und dem als Gegenüber leicht aus der Mitte platzierten Gemeinschafts- und Verwaltungsbau spannen einen schönen Zwischenraum auf. Dieser lässt Begegnungen zu, ohne aufdringlich zu sein. Dies wird von der laubengangartigen Erschließung im oberen Stockwerk unterstützt. Die Wohneinheiten sind logisch und flexibel strukturiert. Die notwendige Einfachheit von Modulbauten ist vorhanden, jedoch subtil, direkt und mit einer warmen Ausstrahlung umgesetzt.“

Holz als neuartiger Werkstoff beim Bau von Modulanlagen

Die Flüchtlingsunterkunft in der Steigertahlstraße besteht aus drei zweigeschossigen Wohngebäuden und einem zweigeschossigen Gemeinschafts- und Verwaltungsgebäude. Bei dem Bau der Modulanlage wurde erstmals der anstelle von Stahl der Werkstoff Holz verwendet. Dieser ist nachhaltig und verhältnismäßig günstig in der Anschaffung. Die einzelnen Holzmodule stammen aus dem Vorarlberg in Österreich. Sie sind aus Brettsperrholz gefertigt worden – einer aus mehreren Schichten verleimten massiven Holzkonstruktion. Die Anforderungen an den Brand- und Schallschutz sind auch mit dieser Bauweise gewährleistet.

Im Wohngebäude sind die Zimmer der Flüchtlinge zu Wohneinheiten von jeweils drei oder fünf Zimmern mit eigenem Bad zusammengefasst worden. Als zentraler Raum ist die Wohnküche vorgesehen, die gleichzeitig auch der Erschließung der Wohnung dient. Statt Treppenhaus oder Flur gibt es im Erdgeschoss eine direkte Verbindung von der Haustür zum Außenbereich. Die Wohnungen im Obergeschoss sind über einen vorgestellten Laubengang erschlossen, der gleichzeitig als Rettungsweg dient. Die Grundrisse wurden so entworfen, dass sie grundsätzlich auch für andere Nutzergruppen zu Wohnzwecken attraktiv sind. Im Gemeinschafts- und Verwaltungsgebäude gibt es im Erdgeschoss einen großen und einen kleinen Gruppenraum sowie einen Raum für den Pfortendienst. Im Obergeschoss befinden sich drei Büroräume für SozialarbeiterInnen und ein weiterer Gruppenraum.

Die Planung dieser Flüchtlingsunterkunft ist eine Gemeinschaftsarbeit des städtischen Gebäudemanagements mit externen Büros unter intensiver Beteiligung des Baudezernates. MOSAIK Architekten (Hannover) wurde dabei von verschiedenen Partnerunternehmen unterstützt. Der Auftragsvergabe ging eine öffentliche europaweite Ausschreibung voraus. Die Ausführung oblag der Kaufmann Baussysteme GmbH (Reuthe, Österreich). Die Tragwerksplanung wurde von der merz kley partner ZT GmbH (Dornbirn, Österreich) übernommen.

Über den Vorarlbeger Holzbaupreis

Der Vorarlberger Holzbaupreis, wurde 2017 zum zwölften Mal vom Verein „vorarlberger holzbau_kunst“ vergeben. Das diesjährige Motto lautete „Umdenken mit Holz“. Ziel des Architekturwettbewerbes ist es, im Sinne des ökologischen Gedankens den Einsatz von Holz im Bau zu forcieren und zu fördern. Die Jury zählte rund 140 Einreichungen. Ausgezeichnet werden die Projekte in sieben Kategorien: Mehrfamilienhaus, Sanierung, Öffentlicher Bau, Einfamilienhaus, Sonstiges, Außer Landes sowie Ökologie und Nachhaltigkeit. Bei der Bewertung spielten vor allem die Kriterien Architektur, Holzbautechnologie/-handwerk und Ökologie eine Rolle.

Das BewohnerCafé im Ihme-Zentrum startet

Klönen, Spaß haben, neue Leute kennen lernen – ab sofort gibt es einen wöchenentlichen Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner im Ihme-Zentrum im soziokulturellen Nachbarschaftszentrum Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E.

Ab Juli findet jeden Dienstag von 15.30 bis 17.30 Uhr das Bewohnercafé im Ihme-Zentrum statt. Für Getränke ist gesorgt, wir freuen uns über Kuchenspenden.

weiterlesen unter experimentihmezentrum.wordpress.com

h1: Neue Zukunftsperspektiven für das Freizeitheim Linden

Freizeitheime sind doch ein bisschen aus der Mode gekommen. Umso wichtiger ist es, die alten Konzepte an neue Zeiten anzupassen. Was aus dem Lindener Freizeitheim werden soll, ist schon lange im Gespräch. Verschiedene Vorschläge für eine potentielle Zukunft des Standortes haben wir uns vor Ort angeschaut.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13.07.2017 zu sehen. Also Morgen noch schnell mal im Freizeitheim vorbei schauen.

Kamera: Lukas Liedtke
Schnitt: Lukas Liedtke
Redaktion: Janna Remmers

www.h-eins.tv

Dog Days Hannover 2017

Dog Days Hannover 2017

Am Wochenende vom 15. bis 16. Juli 2017 sind die Dog Days wieder in Hannover!

Dog Days Hannover 2017
Durch die gestiegene Anzahl an Hundebesitzern hat der Informations- und Beratungsbedarf über Verhaltensweisen und Erziehung zwischen Mensch und Hund zugenommen. Bei den Dog Days informieren und beraten eine Vielzahl von Ausstellern zwei Tage lang auf der Freifläche vom SC Elite am Stadion von Hannover über verschiedene Bereiche rund um den Hund. Hierbei stehen Thematiken wie angepasste Ernährung, Gesundheit, Erziehung, Accessoires, Sport und viele andere spannende und unterhaltsame Aspekte für Hundehalter und Hunde im Vordergrund.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf der Showfläche und den benachbarten Aktionsflächen laden alle Besucher ein mit Ihrem Hund aktiv an den Dog Days teilzunehmen. Hierbei werden beispielsweise unterschiedliche Rassen vorgestellt und verschiedene Beschäftigungs- bzw. Sportarten wie Dog Frisbee und Dog Dance präsentiert. Wer Lust hat, kann anschließend selber einiges auf einer Aktionsfläche mit einem Fachtrainer ausprobieren.

Zusätzlich sind mehrere Tierheime anwesend und informieren unter anderem über die Verhinderung von Verstößen gegen die Tierschutzvorschriften oder die art- und tierschutzgerechte Haltung von Hunden.

Für die richtige Erziehung eines Hundes ist Verständnis für das Verhalten und die Bedürfnisse des Tieres erforderlich. Wie die Hundehalter dieses erlangen können, zeigen diverse Hundeschulen, die sich bei den Dog Days präsentieren. Sie stellen eine durchdachte und kreative Erziehung gemeinsam mit dem Hund vor, um ein selbstständiges und vor allem harmonisches Verhältnis zu erlangen. Zusätzlich klären sie über die Einführung des niedersächsischen Hundeführerscheins für Hundehalter und die damit verbundenen Gesetzesänderungen auf.

Die meisten Tierfuttersorten enthalten alle Nährstoffe, die der Hund für ein gesundes Wachstum und ein Leben voller Aktivität benötigt. Allerdings muss die Ernährung in Bezug auf Rasse, Alter, Krankheiten, Allergien und Verträglichkeit angepasst werden. Auch die richtige Futtermenge in Abhängigkeit von der Bewegung sollte beachtet werden. Um herauszufinden welches Futter für ihren tierischen Begleiter am besten ist, können Sie sich von Experten vor Ort beraten lassen.

Die weiteren Themenbereiche sind sehr vielfältig und reichen von Hundetagesstätten und -Pensionen in der Region über verschiedene alternative Heilmethoden bei Hunden bis hin zu verschiedenen Reinigungssystemen für die Tierhaarentfernung.

Da ist für jeden Vierbeiner das Richtige dabei!

Alle Infos unter www.dogdays-hannover.de

Keine Fösse ohne Freibad!

Offener Brief zum Fössebad vom Förderverein

Offener Brief zum Fössebad an die politischen Fraktionen und den Oberbürgermeister Stefan Schostock im Rat der Landeshauptstadt Hannover

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie, im Interesse einer Verständigung beim Streit ums Fössebad einen Vorschlag aus der Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden vom 10. Juni 2017 aufzugreifen. Die Drucksache der Verwaltung sollte in ihrem unstrittigen Teil zum Neubau eines Sportbades mit einem 50m-Becken – allerdings ohne teures „Cabriodach“ – unverzüglich nach der Sommerpause verabschiedet werden. Jeder Zeitverzug wäre damit vermieden.

Bei folgenden strittigen Punkten

  • Freibad
  • Sauna
  • Trägerschaft
  • Teilverkauf des Grundstücks für Wohnbebauung

sollte zunächst die doppelte Chance für Kosteneinsparungen und Verständigung genutzt werden.

Insbesondere sehen wir keine Notwendigkeit, heute darüber zu beschließen, dass die Stadt nach Fertigstellung im Jahr 2022 den Betrieb des Fössebades übernimmt.. Dies wäre aus unserer Sicht eine ausgesprochen teure und dauerhaft kostentreibende Festlegung, die überdies schon heute den nächsten Rat in seiner Entscheidungsfreiheit einschränkt. Durch die beiden Gesellschafter WASPO 98 Hannover-Linden und Universitätssportclub der Gemeinnützigen Fössebad Betriebsgesellschaft mbH wird das Bad seit über zwei Jahrzehnten mit dem geringsten Kostenaufwand aller vergleichbaren hannoverschen Bäder betrieben. Der Jahreszuschuss der Stadt zum Fössebad beträgt weniger als ein Viertel des von der Stadt betriebenen Vahrenwalder Bades! Folglich spart die Gemeinnützige Fössebad-Betriebsgesellschaft der Stadt Jahr für Jahr weit über ein Million Euro. In der Summe hat unser Betreiber durch seine bisherige Arbeit die für den Neubau des Fössebades erforderlichen 20 Mio. Euro der Stadt so bereits gespart.

Grafik: verfügbarer ZuschussDie beiden Fälle Misburg und Fössebad sind hinsichtlich des privaten Betreibers nicht vergleichbar. So war die Skepsis gegenüber einem privaten Betreiber in Misburg berechtigt, ist es aber beim Fössebad nicht. Auch bei einer europaweiten Ausschreibung wäre eine Unterbietung durch gewinnorientierte Bieter des zwar privaten, aber auf zivilgesellschaftlichem Engagement basierenden gemeinnützigen Lindener-Modells unrealistisch. Auch im Punkt Zuverlässigkeit spricht alle Erfahrung für den langjährigen jetzigen Betreiber. Das von der Verwaltung behauptete Vergaberisiko existiert nicht.

Der Beschäftigungssicherungsvertrag der Stadt Hannover, der im Falle einer ÖPPMaßnahme gelten soll, läuft nach unserer Kenntnis nur bis zum Jahre 2021. Es ist auch zweifelhaft, ob für diesen Fall die Bezeichnung „ÖPP“ überhaupt angemessen ist, Grundstück und Gebäude bleiben in städtischem Eigentum. Eigentlich handelt es angesichts der von der Verwaltung beschriebenen Rahmenbedingungen eher um einen normalen Generalunternehmer-Auftrag. Und vor allem gibt es im Fössebad keine städtischen Beschäftigten, deren Arbeitsplätze durch einen Beschäftigungssicherungsvertrag geschützt werden könnten. Im Gegenteil: Viele der derzeit beschäftigten Sportstudenten verlören ihren Job.

Wenn man zudem den Vorschlag des Bezirksbürgermeisters von Linden-Limmer, Rainer Grube, berücksichtigt, das Misburger Bad mit einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) und stattdessen das Fössebad aus dem städtischen Investitionsfonds zu finanzieren, wäre das Thema Beschäftigungssicherungsvertrag völlig vom Tisch. Fazit: Ein Tausch der beiden Finanzierungslösungen in Kombination mit der Beibehaltung des bisherigen gemeinnützigen Betreibers beim Fössebad verspricht die größten Vorteile. Sinnvollerweise sollten dann Überlegungen, das 50m-Becken in Misburg statt in Limmer zu bauen, nicht weiterverfolgt werden. Die mit dieser Kombination zu erzielenden Einsparungen sorgen für weit mehr als nur den benötigten finanziellen Spielraum für eine Lösung bei den Themen Freibad und Sauna.

Es wäre interessant, im Rahmen einer Ratsanfrage zu den finanziellen Folgen die beiden Varianten – städtischer Betrieb oder Betrieb durch die bisherige gemeinnützige Betriebsgesellschaft – über einen Prognosezeitraum von weiteren 20 Jahren einander gegenüber zu stellen.

Eine finanzpolitisch verantwortliche und gleichermaßen soziale Politik, die mit den zweifellos begrenzten finanziellen Mitteln das Optimum für die Allgemeinheit und hier speziell für Kinder und Familien und den Schwimmsport möglich macht, sollte sich guten Argumenten und dem Bemühen um Verständigung nicht verschließen. Folgt die Politik dem hier skizzierten Lösungsweg, so sind auch mit Freibad und Sauna die Gesamtkosten weitaus niedriger als bei dem vorliegenden Verwaltungsvorschlag.

Wir geben auch zu bedenken, dass die bevorstehende Entscheidung in Linden-Limmer auch als Antwort für die Frage der Anerkennung oder als Absage an ein über Jahrzehnte andauendes hohes bürgerschaftliches Engagement im Interesse der Allgemeinheit verstanden wird.

Freundliche Grüße
Anne Barkhoff
Vorsitzende Förderverein Fössebad e.V.

Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum

„Es gibt keine Zusammenarbeit mit Intown“

Ein Großunternehmen kauft eine sanierungsbedürftige Immobilie und macht erst mal – nichts. Was sich anhört wie im Ihme-Zentrum oder beim ehemaligen Maritim Hotel am Neuen Rathaus in Hannover, spielt sich derzeit in ganz Deutschland ab. Oft handelt es sich um die gleichen Akteure, wie ein Vergleich der Aktvitäten von Intown in Hannover und in Dortmund ergibt. Welche Paralellen es zwischen den Städten gibt und wieso gute Worte nicht reichen, um diese Unternehmen wirklich auch in die Verantwortung zu nehmen, dass sie investieren, erklärt Tobias Scholz vom Mieterverein Dortmund im Interview.

weiterlesen unter experimentihmezentrum.wordpress.com

Sommerferienprogramm

Endlich wieder Sommer!!

Das neue Lindener Sommerferienprogrammheft ist da und kann im Spielhaus in der Walter-Ballhause-Straße 12, beim DOMINO am Bethlehemplatz 1b und in der GFA in der Pfarrlandstraße 5a abgeholt werden.

Seit 19 Jahren organisieren diese 3 Kindereinrichtungen das gemeinsame Programm mit den Ausflügen und Aktionen in Hannover und Region.

Jedes Jahr nehmen bis zu 140 Kinder und deren Familien an Ausflügen und Aktionen in Hannover und Region statt. Alle machen neue Erfahrungen und Bekanntschaften, entdecken ihnen unbekannte neue Orte und lernen viele neue Freunde kennen.

In den gesamten 6 Ferienwochen treffen sich die Kinder und oft auch deren Eltern und Geschwisterkinder von montags bis freitags in den ihnen vertrauten und bekannten Einrichtungen. Von hier aus geht es los: Schwimmen in unterschiedlichen Bädern, Park der Sinne, Wakitu-Spielplatz, Waldstation Eilenriede, Rastiland, Phaeno Wolfsburg, Steinhuder Meer, Sommerrodelbahn Bodenwerder, Wisentgehege Springe u.v.m. sind die Ziele.

Besonders wichtig: Viele der Kinder lernen in den Ferien sicher schwimmen und machen ihre Schwimmabzeichen!!

Dieses Jahr wird das Programm finanziell unterstützt durch den PARITÄTISCHEN Niedersachsen, die Friedrich und Dora Rauch-Stiftung, die Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stiftungen und die Spendenaktion „Ein Herz für Kinder“.

Allein aus den Teilnehmerbeiträgen der Kinder und Familien lässt sich das 6-wöchige Programm nicht finanzieren.

LionsCup 2017

5. Lions-Fußball-Cup

LionsCup 2017In diesem Jahr steigt bereits der 5. Lionscup des LC Hannover Löwenbastion, wieder unter der Schirmherrschaft von Altin Lala. Mit der „Wir sind Hannover“-Mannschaft ist der Freundeskreis Hannover auch wieder dabei und kämpft beim größten Benefiz-Fußballturnier für die gute Sache. Alle Einnahmen der Veranstaltung gehen an Kinderherz Hannover e.V. .

Wie immer gibt es auch wieder ein buntes Rahmenprogramm mit Tombola, Musik und Kuchen, Bratwurst und Getränken. Freuen Sie sich auf ein buntes Familienfest!

Mehr über den Lionscup auch unter www.facebook.com/lionscup.hannover

SG v. 1874 Hannover e.V.
In der Steintormasch 48
30167 Hannover
www.sg74.de

Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden

Ratskoalition erntet auf Einwohnerversammlung Kritik für Pläne zum Fössebad

Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden
Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden

Streit um Fössebad geht weiter. Einwohnerversammlung findet Alternativen und Kompromissvorschläge

Einwohnerversammlung stellt klar: Keine Fösse ohne Freibad

Auf Einladung des Bezirksbürgermeisters und des Förderverein Fössebad trafen am Samstag Vertreter der Ratskoalition und Bürger aufeinander. Obwohl das Ampel-Bündnis die Öffentlichkeit noch am Morgen vor vollendete Tatsachen stellte und trotz verlockenden Sommerwetters war der große Saal des Freizeitheim Linden fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Saal ist trotz Fest nebenan voll
Der Saal ist trotz Fest nebenan voll

Erneut versuchte SPD Fraktionsvorsitzende Christine Kastning den Bürgern den Plan von Verwaltung und Rats-Ampel schmackhaft zu machen. Assistiert wurde sie dabei vom sportpolitischen Sprecher der SPD Angelo Alter und dem Grünen Patrick Drenske. Kastnings Erklärungsversuche provozierten beim Publikum jedoch zunehmend Widerspruch statt Zustimmung. In der hitziger werdenden Diskussion führte das zu Fragen nach dem Sinn des Gesprächs, wenn die Koalition sich schon festgelegt habe oder nach der Verlässlichkeit von Kastnings Aussagen, die überwiegend unverbindlich formuliert waren. Das Publikum konfrontierte Kastning auch mit früheren Wahlversprechen zum Erhalt des Fössebades.

Auf dem Podium die Ratspolitiker, der Förderverein und der Betreiber
Auf dem Podium die Ratspolitiker, der Förderverein und der Betreiber

Lösung für das Fössebad in Sicht

Der Vertreter des Fördervereins Ernst Barkhoff versuchte der Ratskoalition eine Brücke zu bauen. Barkhoff schlug vor, die Ratsvorlage auf den Beschluss zum Neubau des Fössebades mit 50m Becken zu beschränken. Damit könne sofort mit der Ausschreibung begonnen werden, ein Baubeginn wird nicht verzögert. Zugleich ist damit Zeit gewonnen, um für die strittigen Punkte eine allgemein akzeptierte Lösung zu finden. Über den Verzicht auf ein Freibadbecken, den Abriss des alten Gebäudes, die Wohnbebauung und die Kündigung des gemeinnützigen Fössebad-Betreibers, könnte dann neu verhandelt werden.

Auch in der Diskussion: Linden will sein Freibad wiederhaben
Auch in der Diskussion: Linden will sein Freibad wiederhaben

Nicht nur das Freibad, auch der Badbetreiber soll bleiben

Viel Lob erhielt der derzeitige Betreiber des Fössebades, die gemeinnützige Fössebad Betriebsgesellschaft gGmbH. Sie hat über die Jahre das Fössebad zum wirtschaftlichsten Bad in Hannover gemacht. Während das Fössebad mit 400.000 € Betriebskostenzuschuss auskommt, haben die städtisch geführten Bäder in Hannover Betriebskosten im siebenstelligen Bereich. Mit ihrer wirtschaftlichen Betriebsführung habe die gemeinnützige Gesellschaft im Grunde bereits die Investition für ein Außenbecken erwirtschaftet. Würde sie auch weiterhin das Fössebad führen, so könne das Fössebad auch als Kombibad das wirtschaftlichste Bad in Hannover bleiben. Die unterstellten höheren Betriebskosten eines Freibades würden vor allem durch die städtische Betriebsführung anfallen.

Kündigt sich eine politische Wende in Linden-Limmer an?

Während sich bei Kastnings Vortrag im Publikum kaum eine Hand regte, erhielt der CDU-Vertreter mehrfach offenen Szenenapplaus. Thomas Klapproth, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses, kündigte an, keinem Plan ohne Freibad zustimmen zu wollen. Die CDU beabsichtigt die Ratsvorlage im Sportausschuss am Montag in die Fraktion zu ziehen. Damit entfällt auch die Abstimmung am Donnerstag in der Ratsversammlung. So bleibt die Diskussion noch einmal offen für neue Lösungswege.

Unterstützung auch von außerhalb

Ebenfalls zu Wort meldeten sich Anwohner aus dem benachbarten Ahlem, Badenstedt, Davenstedt. Auch sie zählen zum Einzugsgebiet des Fössebades. Würden die Pläne der Ratskoalition umgesetzt, wäre das heute schon überlaufene Volksbad Limmer das einzige Freibad in Hannovers Westen. Da die westlichen Stadtteile den stärksten Bevölkerungszuwachs erleben, u. a. durch die Wasserstadt, sei ein Verzicht auf das Freibad in der Fösse ein schwerer Verlust.

Heinz bleibt Heinz

Planungen des Bei Chez Heinz Teams

Ist das Veranstaltungszentrum Bei Chez Heinz noch erwünscht?

Im Zusammenhang mit dem Neubaus Fössebad gibt es auch unmittelbare Auswirkungen auf das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum.

Bei den derzeitigen Planungen ist das Bei Chez Heinz nicht mehr an diesem Standort vorgesehen.

Das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum ist in den Kellerräumen, und auf einer Außenfläche im Fössebad seit Mai 1995 beheimatet.

Bei der Diskussion zum Fössebad wurde die Folgewirkung auf das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum lange Zeit komplett außer Acht gelassen.

Insgesamt ist die Beurteilung durch die Landeshauptstadt Hannover zu den Nutzergruppen im Fössebad nur suboptimal berücksichtigt.

Das Bei Chez Heinz

Das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum wird getragen von einem Verein und dessen Vorstand.

Der Veranstaltungsbetrieb wird organisiert von einem Geschäftsführer, vier Teilzeitarbeitern, zwei Auszubildenden, 30 überwiegend studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Das Bei Chez Heinz versteht sich als Ort für Subkultur, um jenseits des Mainstreams Platz und Raum für Kreativität in der musikalischen und künstlerischen Szene zu schaffen.
In diesem Sinne hat sich das Bei Chez Heinz immer als eine offene Begegnungsstätte für verschiedene Szenen und subkulturelle Strömungen verstanden. Das Veranstaltungsspektrum war und ist dabei sehr vielfältig und bunt, aber keineswegs beliebig.

Vielleicht ist das Bei Chez Heinz somit auch ein Nachfolger der wenigen, übriggeblieben Jugendzentren der Jugendzentrumsbewegung aus den 70er Jahren.

Was findet im Bei Chez Heinz statt?

Im Jahr 2015 fanden in den beiden Veranstaltungsräumen und dem Hof fast 400 Veranstaltungen /Vermietungen mit ca. 80.000 Besucherinnen und Besuchern statt. Dabei reicht das Spektrum dieser Musikspielstätte von Konzerten international renommierter Künstler über Lesungen bis zur Nachwuchsförderung und der Unterstützung von lokalen Bands und Bühnenkünstlern. Einige Konzerte wurden in

Kooperation mit anderen Spielstätten wie z.B. dem Pavillon Hannover durchgeführt. Teilweise finden im Saal täglich bis zu drei Veranstaltungen statt. (Fußballübertragung, Livemusik-Veranstaltung, Party)

Wer kann etwas im Bei Chez Heinz machen?

Grundsätzlich kann jede Frau und jeder Mann, jeder Verein, jede Institution, jede Fachschaft, jede Schulklasse, jede Band, jeder Künstler usw. etwas im Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum machen.

Dieses Angebot wird in verschiedenen Formen angenommen, sei es, dass unsere Räume gemietet werden oder in Kooperation Veranstaltungen durchgeführt werden.
Für uns ist es wichtig, dass Menschen selbst die „Sache in die Hand nehmen“. Soll heißen, Menschen, die selbst etwas organisieren möchten oder eine Idee haben, finden bei uns immer offene Ohren.
Wie finanziert sich das eigentlich?

Das Bei Chez Heinz finanziert sich überwiegend aus selbst erwirtschafteten Einnahmen. Wir hängen nicht am Subventionstropf der öffentlichen Hand und darauf sind auch sehr stolz. Der Jahresumsatz beträgt rund 600.000 €.

Von den erwirtschafteten Finanzmitteln finanzieren wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Auszubildenden, die studentischen Mitarbeiter, das Musikprogramm und alles, was zu solch einem Betrieb gehört.

Aus Eigenmitteln haben wir den nackten Keller des Fössebades in ein Veranstaltungszentrum nach dem Versammlungsstätten-Gesetz verwandelt. Dieser Bau wurde ohne Subventionen geschaffen!
Seit seinem Bestehen hat das Bei Chez Heinz noch keinen Insolvenz-Antrag gestellt, war nicht Gegenstand von Zolluntersuchungen, hat immer seine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet und bezahlt selbstverständlich ohne Interpretationen den Mindestlohn.

Auch ist das Bei Chez Heinz Steuerzahler. Neben Umsatzsteuer entrichten wir Grundsteuer an die Landeshauptstadt Hannover, Vergnügungssteuer und in vielen Jahren auch Körperschaftssteuer mit Solidaritätszuschlag und entsprechender Gewerbesteuer an die LHH.

Nicht zuletzt entrichten wir einen ordentlichen Beitrag von rund 30.000 € als Pacht für einen Keller zur Finanzierung des Fössebades.

Was möchte das Bei Chez Heinz?

Wir möchten adäquat und gleichberechtigt an der Diskussion beteiligt werden, um den Bestand des Bei Chez Heinz zu sichern.

Es kann nicht ernsthaft im Sinne von funktionierenden Gemeinwesen sein, dass eine subventionsfreie und funktionierende Kultureinrichtung nahezu grundlos geopfert wird.

Zumal wir in Zeiten von notorisch knappen öffentlichen Kassen leben und die Landeshauptstadt Hannover mit kultureller und musikalischer Vielfalt wirbt und sich voller Stolz als „UNESCO City of Music“ bezeichnet.

Einen anderen Standort zu finden für das Bei Chez Heinz halten wir für fast ausweglos.

Anforderung Standort Bei Chez Heinz

  • Stadtteile Linden-Nord oder östliches Limmer
  • Am besten entlang der Stadtbahnlinie 10 / Wohnortnähe
  • Ca. 1.200 Besucher pro Woche
  • Konzerte von Punk bis Metall über Pop und Ska
  • Partys bis in Morgen von Elektro bis Schlager
  • Studentische Erstsemesterpartys
  • Kleinkunst von Lesungen über Zauberei bis Comedy
  • Fläche mindestens 600m2, derzeit 666, 11 m2
  • Außenfläche mindestens 400m2
  • Die Räumlichkeiten müssen als Versammlungsstätte zugelassen sein und für
    400 Personen ausreichen
  • Eine LKW Anlieferung muss möglich sein
  • Stadtbahnanschluss in der Nähe
  • Stellplatz für Bus (Nightliner)
  • 40 PKW Stellplätze
  • 100 Fahrradplätze
  • Die Immobilie muss geeignet sein, den Schall von Konzerten und Partys so zu
    absorbieren, dass die Anwohner nicht gestört werden.
  • Die Anwohner sollten aber so tolerant sein, dass vorbeiziehende Gäste als
    Ausdruck von Fröhlichkeit und Partylaune toleriert werden.

Welchen Lösungsansatz schlagen wir vor

Bei einem Teilerhalt des Fössebades könnte das Bei Chez Heinz nicht nur – wie bisher – das Kellergeschoss nutzen, sondern auch die Räumlichkeiten des Erdgeschosses. Durch diese räumliche Vergrößerung und die dadurch entstehenden Möglichkeiten der Programmgestaltung entstünde ein attraktives, kostenneutrales Kulturzentrum für den wachsenden Stadtteil Limmer.

Potenzial Teilerhalt Fössebad

  • Erhalt Bei Chez Heinz
  • Neue Räumlichkeiten für Kulturarbeit
  • Musikschulräume
  • Cafe für Schwimmbadbesucher und andere Gäste
  • Erhalt Gymnastikraum
  • Außenbewirtung
  • Freibad Gastronomie
  • Musikübungsräume im Keller
    Keine Wohnungsbebauung

Bei dem Teilerhalt wären jeweils ca. 1.000m2 Fläche im Kellergeschoss und Erdgeschoss.

Keine Wohnbebauung auf einem Teil des Fössebad-Areals

Keine Wohnbebauung bedeutet einen Verzicht von 800.000€ zur Finanzierung des Neubaus Schwimmbad.

Dieser Vorschlag ist kostenneutral

Wir schlagen vor, auf einen Verkauf der Fläche zu verzichten und stattdessen auf dieser eine Kindertagesstätte zu bauen. Da Kindergartenplätze dringend gebraucht werden, müsste sonst an anderer Stelle gesucht, investiert und ggf. gebaut werden.

Umsetzung

Die Stadt verpachtet das Restgebäude an das Bei Chez Heinz für einen symbolischen Betrag.

Wirtschaftliche Verantwortung liegt beim Bei Chez Heinz, von Baugenehmigung bis zur Umsetzung der Investition.

Wie soll das Finanziert werden

  • Kapitalisierung der Miet-, Pacht und Mehreinnahmen
  • Wegfall Pacht 30.000€
  • Mieteinnahme Übungsräume 12.000€
  • Erträge Gymnastikraum 2.000€
  • Mieteinnahme Musikschulräume 7.500€
  • Mehrerträge Gastronomie 8.500€
  • Summe 60.000C pro Jahr / 750.000 bis 900.000€

Wie könnten die nächsten Schritte aussehen

  • Die Stadt signalisiert grundsätzliche Bereitschaft, diesen Weg zu gehen.
  • Die Zeit bis zu Inbetriebnahme des neuen Fössebades wird genutzt, um einen Bauantrag für das Restgebäude mit Umnutzung zu stellen.
  • Alle Problembereichewerden sorgsam untersucht. Insbesondere
    • Brandschutz
    • Energieeinsparverordnung
    • Hausanschlüsse / Ver- und Entsorgung
    • Elektroinstallation
    • Barrierefreiheit
    • Heizung- und Heizungstechnik
    • Schlüssiges Konzept sowohl inhaltlich als auch finanziell
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