RatsKompass

RatsKompass mit vielen Linden-Themen

Informationen der Gruppe LINKE & PIRATEN im Rat der Landeshauptstadt

  • Wasserstadt: Stadt soll EinwohnerInnen am Verkehrskonzept beteiligen
  • Linden-Limmer: Videoüberwachung besser kennzeichnen
  • Rats-Rede von Dirk Machentanz zum Neubau des Fössebades ohne Außenbecken
  • Bei Chéz Heinz: Die Stadt ist in der Bringschuld, die vielfältige Kulturszene zu erhalten

Auch interessant: Stadt macht StraßenmusikerInnen das Leben schwer, Kältebus nach Berliner Vorbild soll Obdachlosen helfen, Schwimmbadbesuche werden deutlich teurer und vieles mehr.

Als PDF-Download unter:
https://www.linksfraktion-hannover.de/fileadmin/fraktionhannover/downloads/Ratskompass/2018/RatsKompass-01-2018_internetz.pdf

Ihmezentrum

Herausforderung Wohnraum

Ihmezentrum
Ihmezentrum

Beim Themenabend analysieren wir die Ursachen von Wohnungsmangel und steigenden Mieten in Hannover und diskutieren innovative Wohnkonzepte und politische Steuerungsinstrumente. Eine Keynote zu den Einflussmöglichkeiten der Wohnungspolitik hält Prof. Dr.-Ing. Barbara Schönig (Universität Weimar). Anschließend präsentiert Daniel Fuhrhop, Buchautor von „Verbietet das Bauen“ seine Lösungsvorschläge gegen steigende Mieten und Wohnungsmangel. In einer Diskussionsrunde mit lokalen Stadtplanern stellen wir die Frage, was Hannover diesem Trend entgegensetzen kann.

Zeit: 15.01.2018, 18:00 – 21:00 Uhr
Ort: Zukunftswerkstatt Ihmezentrum (Wegbeschreibung)

Auf dem Podium sitzen:

  • Michael Heesch, Leiter des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung,
  • Dr.‐Ing. Klaus Habermann‐Nieße, Stadtplaner Hannover,
  • Dr. Frank Eretge, Firmengruppe Grundlach,
  • Prof. Dr. Axel Priebs, Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region
    Hannover, angefragt

Die Veranstaltung wird vom Bürgerbüro Stadtentwicklung (bbs) und der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Leibniz-Forum für Raumwissenschaften (ARL) organisiert.

Der Eintritt ist frei.

www.bbs-hannover.de

Sondersitzung Bezirksrates Linden-Limmer – Thema: Sicherheit und Ordnung

Stadtrat Dr. Axel von der Ohe, Dezernent für Finanzen und öffentliche Ordnung beginnt am 13. Dezember im Stadtbezirk Linden Limmer den Beteiligungsprozess zur weiteren Erörterung und Konkretisierung eines Maßnahmenkonzepts, das die Sicherheit und die Ordnung im öffentlichen Lebensraum der Bürgerinnen und Bürger stärken soll.

Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat am 30.11.2017 das städtische Konzept „Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ beschlossen. Auf der Grundlage dieses Ratsauftrages wird Dr. von der Ohe die von der Verwaltung geplanten Maßnahmen und Handlungsinstrumente zur Verbesserung der Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum in einer Sondersitzung des Stadtbezirksrats Linden-Limmer vorstellen. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet am 13. Dezember um 18.00 Uhr in der Aula des Gymnasiums Limmer, Wunstorfer Straße 14 statt. Weitere Sitzungen in allen zwölf weiteren Bezirken werden in den kommenden sechs Monaten folgen.

Die Stadtbezirksräte sind vorrangiges Gremium dieses konkreten BürgerInnendialogs, in ihren Sondersitzungen wird das Beteiligungsverfahren durchgeführt.

Im Rahmen der Sondersitzung besteht für den Stadtbezirksrat und die Einwohnerinnen und Einwohner die Möglichkeit, ihre Sicht auf Themen der öffentlichen Sicherheit in Linden-Limmer vorzutragen.

Die Verwaltung wird die in den Veranstaltungen formulierten Ergebnisse prüfen, beraten und in die Umsetzung des Sicherheits- und Ordnungskonzepts einbeziehen. Im Sommer 2018 werden dem Bezirk in einer zweiten Sondersitzung die vom Ordnungsdezernat erarbeiteten Handlungsansätze präsentiert. Für die gesamte Stadt ist im Rahmen des Beteiligungsprozesses ein begleitendes Bürgerpanel vorgesehen.

https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/TM/20171213_STBR10

Populismus für Anfänger" mit Nina Horaczek

Vortrag: „Populismus für Anfänger“ mit Nina Horaczek (Wien)

Populismus für Anfänger" mit Nina Horaczek
Populismus für Anfänger“ mit Nina Horaczek

Die simple Welt der Populisten – Anleitung zur Volksverführung

Mi. 06.12.2017, 20 Uhr im Medienhaus Hannover, Schwarzer Bär 6 (Eingang Minister-Stüve-Straße)

„Frankreich, Holland, Deutschland, Österreich – die Populisten scheinen in Europa unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Und alle anderen agieren, als gäbe es keine Strategien gegen die rechten Volksverführer. Dabei besitzen Rechtspopulisten einen einfachen Kern, nämlich das selbstgestrickte Bild einer gespaltenen Gesellschaft: Hier sind WIR und dort sind die ANDEREN. Dieses Bild erklärt die Sprache, die Taktiken, die innere Organisation und die Eskalationsdynamiken der Rechtspopulisten auf ungemein klare Art. Der Kommunikationsexperte Walter Ötsch und die Journalistin Nina Horaczek zeigen in dieser »Anleitung zur Volksverführung« als fiktive Coaches, wie man erfolgreicher Populist wird. So entlarven sie klug und unterhaltsam die Tricks und Täuschungsmanöver der Demagogen und entschlüsseln ihre Codes“ Verlagstext

Das Buch kann am Abend für 18,00 € erworben und signiert werden.

Nina Horaczek (* 1977 in Wien) ist eine österreichische Journalistin und Publizistin.

Horaczek studierte Politikwissenschaften. Seit dem Jahr 2000 arbeitet sie als Politredakteurin bei der Wiener Stadtzeitung Falter. Derzeit ist sie dort Chefreporterin und Koordinatorin für Reportagen Horaczek widmet sich intensiv der Thematik Rechtsextremismus. Sie veröffentlichte darüber hinaus u. a. Beiträge im jüdischen Kulturmagazin Nu und in der Wochenzeitung Die Zeit.

Auszeichnungen

2002: Die Spitze Feder – Förderpreis für junge Journalistinnen
2005: Solidarität-JournalistInnenpreis für engagierte und herausragende Berichterstattung über die Arbeitswelt, soziale Anliegen und ArbeitnehmerInnen relevante Themen
2006: Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis
2007: AK-Wissenschaftspreis für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten
2009: Leading Ladies Award, Kategorie Medien (gemeinsam mit Claudia Reiterer)
2011: Concordia-Preis, Kategorie Menschenrechte
2013: Prof. Claus Gatterer-Preis
2015: Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch für Gegen Vorurteile
2016: Wissenschaftsbuch des Jahres in der Kategorie Junior-Wissensbücher für Gegen Vorurteile
2016: Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis in der Kategorie Print

Während der Veranstaltung werden Foto- und Filmaufnahmen gemacht.

In Kooperation mit dem NLQ Hildesheim.

Eintritt: frei

Altpapier ist ein gefragter Rohstoff

Mit aha geht dem Altpapierentsorger „k“ein Licht auf!

Der Streit ums Altpapier wird immer absurder. Was im normalen Haushalt vielleicht noch klappen mag, sofern man denn irgendwo die heiß begehrten blauen Altpapiersäcke ergattert hat, das wird bei vielen kleinen Geschäften schon zur Herausforderung. Wie soll man denn die vielen Kartons die bei einer Lieferung ankommen in Säcke verpacken? Und vor allen Dingen wie viele Säcke soll man dafür verbrauchen?

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https://www.youtube.com/watch?v=5IJmurpIjWA

Das sagt aha dazu:

Pro:
Mit der Kampagne „Papiertonne statt Plastiksack“ tritt die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) für ein breites gesellschaftliches Problembewusstsein gegen den gedankenlosen Umgang mit Plastiksäcken ein. Mit dem Hashtag #SeiKeinSackgesicht wollte aha in den sozialen Medien für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem blauen Altpapiersack sensibilisieren.

https://www.aha-region.de/service/presse/presse0/pressemitteilung/artikel/02112017-aha-verzichtet-auf-hashtag/

Contra:
Loses Altpapier wird nicht mitgenommen. Ausnahme sind übergroße Kartons, die gefaltet und ohne Inhalte bereitgestellt werden. (Anmerkung: Wie definiert aha einen übergroßen Karton?)

https://www.aha-region.de/service/presse/presse0/pressemitteilung/artikel/26102017-papiertonne-statt-plastiksack/

Altpapier ist ein gefragter Rohstoff
Altpapier ist ein gefragter Rohstoff

Mail 1:
Wir beliefern die Einzelhändler jedoch weiterhin regelmäßig und im bisherigen Kontingent. Offenbar sind die Altpapierrollen jedoch zum Teil vergriffen.

Mail 2:
die Märkte bekommen ihre Lieferungen, gekürzt um 2 Kartons, also keine riesigen Mengen.

Geht es nur mir so oder weiß da eine Hand bei aha nicht, was die andere tut?

Besonders, wenn man bedenkt, das mit Altpapier einiges an Geld verdient wird ist dieses Gezicke sehr unverständlich. Wie wäre es denn, wenn man das Geschäft in Linden einfach selber macht? Eine kurze Recherche im Netz hat auch gleich eine Anlaufstelle zutage gefördert.

http://www.altpapierkauf.de/ankaufstelle-eroeffnen.php

Bisher gibt es diese Entsorgungsmöglichkeit nur in den östlichen Bundesländern. Vielleicht findet sich ein Existenzgründer, der sich in Linden-Limmer mit dieser Geschäftsidee selbstständig machen will. Für genügend genervte Anlieferer hat aha inzwischen sicherlich gesorgt.

Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße

Hochbahnsteige auf der Limmerstraße beschlossen

Der Verkehrsausschuss der Region hat am Donnerstag den Plänen zugestimmt.

Die Haltestelle Küchengarten bleibt in etwa da wo sie jetzt ist. Der Hochbahnsteig an der Leinaustraße rückt ein Stück weiter Stadtauswärts zwischen Sparkasse und Edeka. Auch die Haltestelle Ungerstraße wird weiter in Richtung Schnellweg verlegt und rückt damit näher an das Freizeitheim Linden.

Haltestelle Küchengarten

Die Planungsgrafik zeigt sehr gut wo die Engstellen in Zukunft lauern. Vor „Bei Jaqueline“ bleiben knapp 4,30 Meter zwischen Haus und Gleisen. Auch vor der Backfactory wird es sehr eng.

Zitat aus der Beschlussdrucksache: Im Gesamtvergleich zeigt sich, dass der bestandsorientierte Standort „Am Küchengarten“ außer der Einengung der Fußgängerzone keine weiteren wesentlichen Nachteile aufweist. Daher soll dieser Standort in weiteren Planungen vertieft und realisiert werden.

Planung für den Hochbahnsteig Küchengarten
Planung für den Hochbahnsteig Küchengarten

 

Haltestelle Leinaustraße

Knackpunkt hier ist die Einmündung der Pfarrlandstraße. Dort endet die Fahrradstraße aus der Nordstadt in Zukunft direkt vor dem Hochbahnsteig.

Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße
Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße

 

Haltestelle Ungerstraße

Aus dem Meinungsbild des „Runden Tisches“ ergibt sich ein hoher Bedarf für eine unweit des Freizeitheims Linden gelegene barrierefreie Haltestelle, die gleichzeitig auch eine Erschließung des nordwestlichen Bereiches von Linden-Nord mit kurzen Fußwegen sicherstellt. Daraus leitet sich ab, dass die Limmerstraße mit insgesamt drei Haltestellen erschlossen werden muss, um die Haltestellenabstände nicht zu groß werden zu lassen.

In der Machbarkeitsuntersuchung von 2011 hat sich ein Standort für die heutige Haltestelle Ungerstraße zwischen der Röttgerstraße und dem Beginn des Gleisbogens in Richtung Westen als günstig erwiesen (Standort „Freizeitheim“). Hier weitet sich die Limmerstraße deutlich auf. Dieser Standort soll in weiteren Planungen vertieft und realisiert werden. (Auszug aus der Beschlussdrucksache)

Zeitplan?

Für den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen Ungerstraße, Leinaustraße und Am Küchengarten plant die infra ab Mai 2018 bei der LNVG die Finanzierungsanträge zur Förderung durch das Land Niedersachsen nach dem Entflechtungsgesetz zu stellen.

Im Jahr 2018 wird hiervon als erstes die Haltestelle Wunstorfer Straße barrierefrei ausgebaut. Anschließend sollen die Haltestellen in der Limmerstraße Hochbahnsteige erhalten.

Wie lange das Ganze dann noch dauern wird kann jeder selber am Beispiel Steintor/Kurt-Schumacher-Straße abschätzen.

Weitere Informationen bzw. Quellen:

  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1006002
  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/___tmp/tmp/45081036850647669/850647669/01133147/47.pdf
  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/___tmp/tmp/45081036850647669/850647669/01148433/33.pdf
Müll auf dem Küchengarten

Die NIL (Nachbarschaftsinitiative Linden-Nord) hat 272 Unterschriften an OB Schostok übergeben

Seit 2011 befasst sich die Bürgerinitiative Linden Nord (NIL) mit den zunehmenden negativen Auswirkungen des Partyverhaltens der Gäste unter denen die Anwohnerinnen und Anwohner in Linden zu leiden haben. Wir haben ein gesetzlich verankertes Recht auf Nacht- und Sonntagsruhe und werden dies nun verstärkt durchsetzen. Lärm macht bekanntlich krank und wir sind nicht mehr bereit unsere Gesundheit den lärm- und „spaßsüchtigen“ Partygängern zu opfern. Diverse Gespräche wurden in den letzten Jahren schon mit Veranstaltern und Betreibern geführt, die, wenn überhaupt, dann nur zu kurzfristiger Entspannung der Gesamtsituation beitrugen.

Ein weiterer Schritt unserer Aktivitäten war nun die Initiierung einer Unterschriftenaktion in unserem unmittelbaren Wohnumfeld, mit dem Ziel, diese dem OB Schostock zu übergeben, um auf Ebene der Stadt um Unterstützung und Abhilfe zu werben. Bei unserer in der Hauptlärmzone durchgeführten Unterschriftenaktion im Sommer wurde deutlich, dass es nicht nur ein paar vereinzelte „Spießer“ sind, die sich gestört fühlen. Es sind mehrere hundert Menschen aller Altersstufen, die den ständigen Lärm durch FAUST-Parties, Limmern und illegale Techno-Parties an Ihme und Leine und den dadurch entstehenden Dreck nicht mehr bereit sind hinzu-nehmen.

Bei einem Gesprächstermin mit unserem Oberbürgermeister Herrn Schostok haben wir diese Unterschriftenliste übergeben und er hat uns Unterstützung bei unserem Anliegen zugesagt. Die spezielle Problematik in Linden-Nord wurde im Vorfeld schon in einem Anschreiben an den Oberbürgermeister grob beschrieben. Das Gespräch fand im neuen Rathaus statt. Dem OB sind die Probleme nicht unbekannt. Er sagte, ihm sei bewusst, dass die Feierkultur sich in den letzten Jahren verändert habe. Wir gaben zu bedenken, dass sie sich in Richtung zunehmende Rücksichtslosigkeit bewegt hat und Linden als „Hier-darf-man-alles-Zone“ behandelt wird. Er zeigte sich interessiert an unserem Anliegen und kündigte Maßnahmen zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner an. Folgende Punkte wurden besprochen:

Die Unterschriften aus der von der NIL durchgeführten Aktion und die Liste der NIL mit Maßnahmenvorschlägen wurden übergeben
Der Oberbürgermeister hat uns zugesagt, dass unser Anliegen im Rahmen des noch zu beschließenden neuen Sicherheitskonzeptes der Stadt Hannover berücksichtigt werden soll. Dieses Sicherheitskonzept sieht auch eine weit-flächige Bürgerbeteiligung vor.
Die Problematik wird im Bezirksrat verhandelt. Der bei der Besprechung anwesende Stadtbezirksmanager Herr Mingers, Nachfolger des ebenfalls anwesenden Stadtbezirksmanagers Herrn Wescher, wurde uns als Ansprech-partner genannt.

Das Ordnungsdezernat wird einbezogen.
Die NIL wünscht sich, dass zusätzliche Treffen der Beteiligten (NIL, Polizei, FAUST, ASTA, Kioskbetreiber, Kneipiers) stattfinden, um sinnvolle Maßnahmen zu entwickeln.
Die Stadt Hannover bleibt mit der NIL im Gespräch.

22. Wolfgang-Abendroth-Forum

22. Wolfgang-Abendroth-Forum

Europa nach den Wahlen

Für Menschenwürde, Toleranz und Solidarität

Mittwoch, 08. November 2017
(Geburtstag von Otto Brenner)
im DGB-Haus um 18:00 Uhr
Otto-Brenner-Straße 1, 30159 Hannover

Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit und Unsicherheit einerseits und riesige Vermögen in wenigen Händen andererseits spalten unsere Gesellschaft.

Dies ist der Nährboden für Rassismus und die politische Rechte in Deutschland und Europa.

Dazu wollen, können und werden wir nicht schweigen.

Programm:

Dr. Patrick Schreiner, ver.di Bundesvorstand
Die wirtschaftspolitische Programmatik der neuen Regierung für Deutschland und Europa.

Prof. Dr. Klaus Busch (i.R), Universität Osnabrück
Die politische Rechte in Europa; Ursachen, Entwicklung und demokratische Gegenwehr.

Hintergrundinformationen:

Otto Brenner

geboren am 8. November 1907 in Hannover
Antifaschist und Widerstandskämpfer

  • 1947 Wahl zum Leiter des IG Metall-Bezirks Hannover
  • 1946-53 Ratsherr der Stadt Hannover
    Mitglied in der Entnazifizierungskammer der Stadt
  • Bis 1953 Mitglied im Schulausschuß der Stadt
  • 1956 Wahl zum 1. Vorsitzenden der IG Metall bis zu seinem Tod 1972

Wolfgang Abendroth

Wolfgang Abendroth war nach 1945 zuerst in der sowjetischen Besatzungszone Dozent der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät in Halle und ab 1951 dann Professor am Lehrstuhl für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität in Marburg.

Als Verfassungstheoretiker hat er die Interpretation des Grundgesetzes als einer demokratischen und rechtsstaatlichen Gegenverfassung zum Dritten Reich ins politische Zentrum gerückt. Dabei hat er immer den antifaschistischen Auftrag des Grundgesetzes von 1949 betont.

Ihn verband eine besondere Freundschaft mit Otto Brenner, dem Vorsitzenden der IG Metall. Wolfgang Abendroth erstellte verfassungsrechtliche Gutachten im Auftrag der Gewerkschaften zum Streikrecht in der Bundesrepublik. Politisch stand er den Gewerkschaften sehr nahe.

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Hannover Linden ein Stadtteil im Wandel

Vom Arbeiterkiez zur Partymeile

Hannover Linden – ein Stadtteil voller Lebenskünstler konnte man im Merian 2012 lesen. „Linden ist eine städtische Insel, rau und pulsierend, umrahmt von Schnellstraßen und den Flüssen Leine und Ihme, mit Eigensinn und Lokalpatriotismus“ heißt es in dem Artikel. So weit mag das stimmen, nur viele Lindener beklagen das sich Linden immer mehr in eine falsche Richtung wandelt. Laut und schmutzig war Linden wohl schon immer, doch seit sich hier bei jedem Wetter die Partytouristen einfinden und hemmungslos feiern, ist das Fass am überlaufen.
Hannover Linden ein Stadtteil im WandelHaben sich die Partygänger von FAUST und Béi Chéz Heinz früher gesitteter benommen? Wohl eher nicht, nur das jetzt auch noch das viel gepriesene Limmern in Hannover Linden dazu gekommen ist. Da wird schon den Erstis eines Studienjahrgangs gesagt, dass man in Linden mal so richtig die Sau rauslassen kann. Was das für Blüten das treibt, davon kann fast jeder Stadtteilbewohner ein Lied von singen.

Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär
Eingang zur Partyzone: Schwarzer Bär

Partyzone Hannover Linden

Natürlich lädt der Stadtteil zum Feiern ein. Hannover-Linden ist die erste Adresse der Landeshauptstadt für eine alternative Club, Bar und Kneipenszene. Neben dem Faustgelände gibt es besonders am Schwarzen Bär, Lindener Markt und rund um das Béi Chéz Heinz am Fössebad regelmäßig klagen der Anwohner wegen lautstarker Partygänger. Einige Probleme, wie zum Beispiel der berühmt berüchtigte Prosecco-Donnerstag am Lindener Marktplatz, sind sicherlich hausgemacht. Es gibt aber auch Initiativen, um dem entgegen zu wirken. Sei es mit Appellen wie „Bitte nehmt Rücksicht auf die Nachbarn!“ oder einer Sicherheitsstreife auf der Limmerstraße.

Heinz bleibt HeinzHeinz bleibt Heinz, oder lieber nicht?

Der negative Eindruck bleibt trotz aller Bemühungen. Fragt man nach einer Petition für den Erhalt des Béi Chéz Heinz erhält man fast durchweg positive Reaktionen, außer es handelt sich um direkte Anwohner der Wege zum Club.

Das daran nicht der Betreiber schuld ist sehen die Meisten ein. Auch das mit der Schließung des Chéz Heinz das Problem nur verlagert wird ist klar. Mir den Kneipen und Clubs hat man zumindest einen Ansprechpartner, wenn es um Lärmbelästigung geht.

Limmern ohne Regeln!

Das sieht beim Limmern anders aus. Hier bleibt dem genervten Anwohner, wenn nicht gerade mal der angesprochene Sicherheitsdienst für Ruhe sorgt, nur der Anruf bei der Polizei. Eine direkte Ansprache führt häufig nur zu Gesprächen die mit dem Tenor enden: „Das ist doch Linden hier, zieh doch weg“! Nicht wenige haben das inzwischen auch gemacht. Beim Stammtisch im Lorberg haben wir letztens festgestellt, dass keiner am Tisch mehr in Linden wohnt.

Trotz dieser Problematik steigen die Immobilienpreise stetig. Für Verkäufer natürlich eine gute Sache, ist man auf Wohnungssuche sieht das komplett anders aus. Es stellt sich die Frage wieviel Gentrifizierung verträgt der Stadtteil, bis das besondere Flair verschwunden ist.

Limmerstraßenfest 2017 - Das Stadtteilfest in Hannover Linden
Limmerstraßenfest 2017 – Das Stadtteilfest in Hannover Linden

Höher, schneller, weiter …

Wie soll es weiter gehen? Deisterstraßenfest, Limmerstraßenfest, Fährmannsfest, Limmer Live, Weihnachtsmarkt, Ahrbergfest, Scillablütenfest, … Immer mehr und größere Events?

Ob ein Etat von 30.000 € für das nächste Limmerstraßenfest um noch mehr Besucher anzulocken wirklich sinnvoll ist? Gleichzeitig klagt der Veranstalter über mangelnde Unterstützung und noch dazu wird wer nicht mitmachen will als Schmarotzer bezeichnet, wie bei der HAZ nachzulesen ist. Gute Lindener Kultur ist das nicht! Das Limmerstraßenfest war mal ein Fest in Linden für Linden. Man flanierte die Einkaufsmeile entlang und traf sich hier mit vielen Bekannten an den Ständen der Vereine. Dazu zwei bis drei Bühnen mit Musik und ein paar Würstchen und Bierbuden. Wer mehr Aktion wollte, ging zum Schützenfest auf dem Küchengarten. Braucht es wirklich solche Besuchermassen wie in den letzten Jahren? Profitieren die Geschäfte davon oder verdient nur die Gastronomie? Wäre nicht vielleicht weniger wieder mehr?

Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg
Weihnachtsdorf auf dem Lindener Berg

Ein positives Beispiel gefällig? Weihnachtsmarkt auf dem Lindener Berg! Eine einmalige Atmosphäre mit wenig Aufwand vom Lindener Turmbiergarten organisiert. Dafür werden die kleinen Blockhütten auf dem Gelände an soziale Einrichtungen vergeben, die sich dort vorstellen und ihren Etat aufbessern können. Etwas Kleinkunst und weihnachtliche Musik dazu und fertig ist die vorweihnachtliche gemütliche Stimmung.

Wohin soll also die Reise gehen? Immer größere Events und den Linden-Hype auf die Spitze treiben oder lieber wieder an alte Lindener Traditionen anknüpfen? Ist die Stadt gefordert ein Nachtkonzept für Linden nach dem Vorbild des Raschplatzes zu entwickeln?

Wahlergebnisse in Linden-Limmer

Landtagswahl 2017: Die Linke ist auch diesmal der Gewinner

Mit einem Plus von 11,6% gegenüber 2013 ist Die Linke der Gewinner im Stadtbezirk. Nach der Bundestagswahl der zweite Erfolg für die Linken.

Großer Verlierer sind die Grünen. Mit einem Minus von 11,4% (Landesweit nur -5%) büßen sie ein Drittel ihrer Stimmen in Linden-Limmer ein. Lag es an der Entscheidung zum Fössebad, an den Querelen um den Halim-Dener-Platz oder doch an der Bundes- bzw. Landespolitik?

Auch die SPD hat im Gegensatz zum Landestrent, wo sie um 4,3% zulegten, im Stadtbezirk Stimmen verloren. Zwar nur 0,4% aber 2003 und 2008 kam die SPD hier noch auf über 45%.

Die CDU, FDP und auch die Piraten verloren ebenfalls an Stimmen. Besonders die Zeit der Piraten scheint wieder vorbei zu sein. 2013 kratzten sie naoch an der 5% Hürde im Stadtbezirk. Diesmal bleiben sie mit 0,9% nur noch eine Randerscheinung.

Die Partei schnitt bei der Bundestagswahl besser ab. 3,9% waren es im September, diesmal nur noch 2,4%.

Ein kleiner Erfolg gegen den rechten Rand ist auch zu verzeichnen. Bei der Bundestagswahl kam die AfD noch auf 4,6%. Bei der Landtagswahl nur auf 3,4%.

Wahlergebnisse in Linden-Limmer
Wahlergebnisse in Linden-Limmer

 

Landtagswahlen 2003 2008 2013 2017
SPD 47,4 46,1 35,3 34,9
CDU 36 27,1 10,7 9,5
Die Grünen 11 11,1 34,2 22,8
Die Linke 1,7 10,9 9,6 21,2
FDP 4,4 3,7 3,8 3,5
Piraten 0 4,7 0,5
Die Partei 0 2,4
AfD 0 3,4
Rechte Parteien (NPD, DVU, Hannoveraner, …) 0 0,8 0