Ruhe, Ruhe! RUHE!

Lärmbelästigung? Nein, Danke!

Ruhe, Ruhe! RUHE!

Hannover will sich weiterentwickeln: Statt City of Music nennt man die Stadt vielleicht bald City of Silence, denn egal, ob nun Straßenmusik oder Partylärm, beides hat in der Landeshauptstadt keinen Platz – schon gar nicht in Linden.

Um für Ruhe und Ordnung zu kämpfen, lädt die Partei Die PARTEI deshalb auch in dieser Woche wieder zur Demonstration gegen den voranschreitenden Verfall aller geräuschbedingten Werte ein. Feuer bekämpft man schließlich am besten mit Feuer, das lässt sich auch auf Lärm übertragen und wie jeder weiß: Nur wer am lautesten schreit, bekommt am Ende auch Recht!

Jasmin Grobleben, Generalsekretärin und Stadtbezirksratsfrau erklärt: „Wir haben beschlossen uns ein Beispiel an aktuellen Aktionen politisch engagierter Anwohner zu nehmen und für Interessierte einen Flyer entworfen, der die Ziele für ein neues Linden – ja, sogar für ein neues stilles Hannover! – planbar veranschaulicht.“

„Außerdem wird es interessante Redebeiträge geben, extra laut und deutlich natürlich, damit endlich jeder versteht, wie das neue ruhige Miteinander funktionieren kann“, ergänzt der Vorsitzende und Ratsherr Julian Klippert.

Die Demo wird am Samstag, dem 11. August ab 20:15 Uhr am Küchengartenplatz mit einer Auftaktkundgebung beginnen und anschließend über das ‚Béi Chéz Heinz‘, die Dornröschenbrücke und das ‚Kulturzentrum FAUST‘ bis zum ‚Café Glocksee‘ weiterziehen. Wer seine Stimme gemeinsam mit der PARTEI für das Schweigen erheben will und für Ruhe und Ordnung kämpft, ist herzlich eingeladen, die Demo lautstark zu begleiten.

Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)

Linie 12 der neue Stadtbahnwitz für Linden

Immer wenn man denkt bei Region, Üstra, Infra, usw. ist der größte Unsinn erreicht setzt man dort noch ein weiteres Ausrufezeichen.

Nach einem Bericht der Neuen Presse (Nov. 2017) gibt es in der Region interessante Konzepte, wie man die Wasserstadt Limmer an das Stadtbahnnetz anbinden kann. Dabei enthalten auch eine neue Linie 12 die von der Limmerstraße kommend geradeaus in die Blumenauer Straße und dann über den Schwarzen Bär in den vorhandenen Tunnel in der Gustav-Bratke-Allee fahren soll.

Hört sich erst mal gut an. Scheinbar war aber noch nie jemand von der Region am Schwarzen Bär.

Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)
Kurvenradius der geplanten Stadtbahn am Schwarzer Bär (Quelle: Google)

Bei der vorhandenen Streckenführung wurde immer kommuniziert, dass es zu erhöhter Lärmentwicklung kommen kann, weil der Kurvenradius am Schwarzen Bär sehr gering ist. Daher einfach mal die beiden vorhandenen Kurven auf die neu geplante Stracke übertragen. Sehe das nur ich so oder kann es sein das die Bahn dann direkt durch das Haus fahren muss.

Aber in Ordnung, ich bin kein Fachmann, was Bahngleise angeht. Aber doch Fußgänger und Radfahrer, der früher sehr häufig den Schwarzen Bär gekreuzt hat. Wenn dort eine weitere Straßenbahn um die Kurve fährt, kann die Stadt auch gleich noch Wartebänke für Fußgänger an den Ampeln aufstellen. Und wir können uns alle glücklich schätzen, wenn dort niemand verhungert.

Übrigens wurde diese neue bahnbrechende Idee in etwas anderer Form schon im Bezirksrat als Lindener Nord-Süd-Verbindung mehrfach diskutiert. Dabei sollte die Bahn allerdings aus der Limmerstraße kommend über Blumenauer Straße in Richtung Ricklingen weiter geführt werden.

Achim Brandau

Public Viewing auf dem Lindener Markt

Offener Brief gegen das inzwischen Verlegte Public Viewing

Public Viewing auf dem Lindener Markt
Public Viewing auf dem Lindener Markt
Offener Brief zur Übergabe der Unterschriftenlisten gegen das geplante Public Viewing zur WM 2018 auf dem Küchengartenplatz in Hannover

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schostok,

wie ich am 01.06.2018 der HAZ entnehmen konnte, wird das Public Viewing nun doch nicht auf dem Küchengartenplatz stattfinden. Ich überreiche Ihnen aber dennoch diese Unterschriftenlisten, um unsere Forderung nach einer Absage der Veranstaltung zu betonen und darauf aufmerksam zu machen, wie viele Bürger und Bürgerinnen im Stadtteil Linden durch den Ihnen sicher bekannten Partytourismus mittlerweile gegenüber potentiell lärmträchtigen Veranstaltungen sensibel geworden sind:

In einer relativ kurzen Zeitspanne von 5 Tagen habe ich mehr als 130 Unterschriften gesammelt, die meisten durch persönlichen Kontakt an der Haustür.
Die zahlreichen Gespräche die ich in dieser Zeit geführt habe, zeigten mir deutlich, wie viele Familien mit Kindern sowie auch Singles mittlerweile unter den nächtlichen Ruhestörungen durch laute Musik im Freien, Gegröle, Feuerwerk, Flaschenzerschmeißen auf Autos, freiem urinieren überall u.v.a. mehr zu leiden haben! Die meisten Nachbarn befürchteten durch das Public Viewing eine Potenzierung der nächtlichen Ruhestörungen und waren entsetzt über die Aussicht auf eine derartige Großveranstaltung mitten im Wohngebiet.

Es ist keinesfalls so, dass wir etwas gegen Veranstaltungen und einen lebendigen, kulturell vielfältigen Stadtteil haben! Wohl aber gegen das Klischee, in Linden sei alles möglich!
Zweifellos ist dieser Stadtteil geprägt durch Offenheit und Toleranz. Nicht ohne Grund lebe ich hier seit über 30 Jahren! Aber schlafen wollen wir hier auch Mal! Bei fehlender Nachtruhe geht irgendwann jeder mal auf die Barrikaden! Lärm macht bekanntlich krank.

Der Küchengartenplatz und umliegende Flächen haben sich bei schönem Wetter für die Anwohner zu einem Problem entwickelt. Hier wird – ohne Rücksicht auf Verluste – gefeiert bis in die frühen Morgenstunden. Wir sind verzweifelt, weil wir nachts nicht mehr schlafen können! Viele Anwohner haben keine Ausweichmöglichkeit, da nur Küche und Bad zum Hinterhof liegen.
Da bin ich nicht die Einzige, die überlegt, in der Küche zu schlafen! Genauso unerträglich ist die Situation für viele Anwohner in Linden-Nord! Bisher bleibt leider nur die Möglichkeit, die Polizei anzurufen. Der Bezirksrat Linden-Limmer hat bereits ein Nachtkonzept für den Stadtteil beantragt. Ich bitte Sie von daher dringend, sich für unsere Probleme einzusetzen und dieses Konzept zu unterstützen, damit endlich und sehr bald wieder Ruhe im Stadtteil herrscht – zumindest Nachts!

Ich bitte Sie auch darauf einzuwirken von weiteren Großveranstaltungen im Stadtteil abzusehen! Bitte verhindern Sie ein zweites Public Viewing an der Fährmannswiese!
Das ist in meinen Augen eine Problemverlagerung in’s Grüne – auf Kosten der Anwohner Lindens und zum Wohle eines einzelnen Wirtes. Ein größeres Pulic Viewing am Lindener Marktplatz ist genug! Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass unser Stadtteil lebenswert bleibt!

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Maeter

Offener Brief Public Viewing

Linden-Limmer hilft

Offenes Vereinstreffen Unterstützerkreis Hannover

Der Verein “Unterstützerkreises Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V.” lädt alle Mitglieder und interessierte Menschen zum offenen Vereinstreffen im Juni ein:

Dienstag, den 12. Juni 2018 um 19.00 Uhr
Verdi Höfen, Goseriede 10, 30159 Hannover

Die Treffen finden regelmäßig alle zwei Monate statt und dienen dazu, Sie über neue Aktivitäten und Projekte im Bereich der Flüchtlingshilfe zu informieren.

Unser Programm für dieses Mal lautet:

  • Neues aus dem Verein
  • Vorstand UFU Hannover
  • Fördermöglichkeiten von Schwimmkursen durch den Landessportbund
  • Johannes Schreiber, Landessportbund Niedersachsen
  • Der Nachbarschaftskreis Nordstadt stellt sich vor
  • Theresia Hanning-Schohaus, NK Nordstadt
  • Erfahrungen mit Geflüchteten und Schulden
  • Thomas Kurek, Schuldnerberatung AWO Hannover

https://linden-limmer-hilft.de/

Freizeitheim Linden

DKP Linden lädt ein zur Diskussion: „Karl Marx und Industrie 4.0?“

Vor 200 Jahren ist Karl Marx geboren worden. Vor über 150 Jahren ist sein Hauptwerk „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“ veröffentlicht worden. Was kann uns Marx heute zu aktuellen Entwicklungen der kapitalistischen Gesellschaft überhaupt noch sagen?

Lassen sich Schlagworte wie Industrie 4.0, Office 2.0, Cyberangriffe, Finanzkrise und Kryptowährung mit marx ́schen Werkzeugen analysieren? Marx konnte ja nicht auf Entwicklungen eingehen, von denen er noch nichts wissen konnte, oder doch?

„Die Bourgeoisie kann nicht existieren, ohne die Produktionsinstrumente, also die Produktionsverhältnisse, also sämtliche gesellschaftlichen Verhältnisse fortwährend zu revolutionieren.“ So Marx und Engels im „Manifest der Kommunistischen Partei“.

Wir wollen gemeinsam mit Euch den Versuch wagen, diese Fragen zu beantworten.

Wer: DKP Linden
Wann: Montag, 4. Juni 2018, 19:30 Uhr
Wo: Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4, 30451 Hannover, Raum 11

Luft für Limmer

Lieber Frischluft als Abgasmuff – Lieber Verkehrsfluss als Verkehrsstau

Luft für Limmer
Luft für Limmer

Das Fest zum Protest, Luft für Limmer

Am Montag, den 28.5. um 16:30 Uhr an der Wunstorfer Straße / Ecke Tegtmeyerstraße, machen wir unsere nächste Aktion, um für ein gutes Verkehrskonzept und gegen Durchgangsverkehr in Limmer zu streiten. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die unter den Auswirkungen des Kraftfahrzeugverkehrs leiden und machen Vorschläge, die zur Veränderung dieser Dauerbelastung beitragen.

Während unserer Aktionen wollen wir mit euch ein Fest auf Tegtmeyers-Hof (Haltestelle Tegtmeyerstraße) feiern. Es gibt:

  • Live Musik und Beat vom Plattenteller
  • Fingerfood / Kaffee / Bier, Bluna u.a.
  • Protestaktionen
  • Plakataktionen – Anregungen für einen besseren Verkehrsfluss

Wir freuen uns auf Dich!

Die Anwohnerinitiative

PS: Wenn du Zeit zum Helfen (Auf- und Abbau) hast, melde dich bitte unter: Anwohnerinitiative@gmx.de

Public Viewing auf dem Küchengarten?

Fußballparties ja, Dauerlärm nein

Public Viewing auf dem Küchengarten?
Public Viewing auf dem Küchengarten?
Fußballübertragungen auf dem Lindener Markt und dem Küchengartenplatz

Linden freut sich sehr auf die Fußball-WM. Überall wird die WM übertragen, in Gaststätten, auf Hinterhöfen, in Gärten, an und auf Plätzen in Linden. Das war die letzten Weltmeisterschaften so und wird auch in diesem Sommer so sein.

Jetzt will die Stadt neben dem Lindener Marktplatz auch den Küchengarten-Platz für das Public-Viewing freigeben. Einen anderen Platz hatte sie in Hannover nicht gefunden, weil Anwohner sich beschwerten. Daniel Gardemin, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtbezirksrat Linden-Limmer dazu: „Jetzt zwei Plätze nebeneinander in Linden bespielen zu wollen, hat einen faden Beigeschmack. Zumal weder Bezirksbürgermeister noch Bezirksrat informiert wurden. Erst sucht die Stadt wochenlang wie Sauerbier einen zentralen Public-Viewing-Platz und entscheidet dann plötzlich über die Köpfe hinweg, die Fußballfans in die Wohnquartiere Lindens zu schicken.“

Der Stadtbezirk Linden-Limmer hat im Frühjahr die Verwaltung mit großer Mehrheit aufgefordert, ein Nachtkonzept zur Beruhigung der Partyzonen im Stadtbezirk zu erarbeiten. Dazu gehört die Forderung, nachts Streetworker und Ordnungskräfte deeskalierend auf die Partygäste einwirken zu lassen, so dass der nächtliche Geräuschpegel für die Anwohner/innen erträglicher wird. Daniel Gardemin dazu: „Wir sind sehr verwundert, dass die Stadt der Diskussion um Lärm in Linden keine Rechnung getragen hat.“

Wir – die Grünen im Stadtbezirk Linden-Limmern – fordern die Stadt vor dem Hintergrund des Public-Viewings auf, andere Standorte zu prüfen oder zumindest zwei Teams von Ordnungskräften und Streetworkern für die gesamte WM zusammenzustellen, die bei und nach den Abendspielen von 20 Uhr bis 2 Uhr morgens zwischen Lindener Markt und Limmer Straße für Deeskalation sorgen und als Ansprechpartner für die Anwohner/innen zur Verfügung stehen. Wir müssen ja davon ausgehen, dass die Fußball-Fans nach den Abendspielen nicht sofort ruhig und besonnen wieder nach Hause gehen werden. Und das mehr oder weniger bei über 50 Spielen, die gezeigt werden sollen.

https://linden-limmer.gruene-hannover.de/

Pressemitteilung Die Grünen Linden-Limmer

Protestaktion „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“

Protestaktion „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“

Protestaktion „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“
Protestaktion „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“

Nur noch 6 Tage, dann steigt in Limmer unsere erste Protestaktion „Hier werden Menschenaffen dauerbegast“, gegen den Durchgangsverkehr in Wohngebieten, und wir hoffen ihr seid dabei!

Montag 14.5. von 16:30 – 17:30 Uhr in der Zimmermannstrasse (Pennymarkt)

Wir wollen mit der Aktion in Limmer exemplarisch auf die hohe Belastung der Bevölkerung durch den Durchgangsverkehr hinweisen, und gleichzeitig ein Zeichen setzen, um grundsätzlich auf die Dauerbelastung durch den Individualverkehr hinzuweisen. Die Proteste richten sich nicht gegen das Autofahren im Allgemeinen, sondern fordern die Umsetzung von klugen Verkehrskonzepten, die es an anderen Orten bereits gibt.

Der Ausbau von Radfahrnetzen, Nahverkehr sowie einer intelligenten Nutzung des PKWs z.B. Car-Sharing führt auch in Ballungsgebieten dazu, dass der Verkehr fließt und nicht steht!

Die Belastung durch CO2, die im Besonderen durch die Verkehrsdichte und damit verbundenen Staus extrem hoch ist, trägt massiv zum Klimawandel und zur Erderwärmung bei. Die Belastung durch Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, CO2 und Feinstaub stellen darüber hinaus eine mehrfach nachgewiesene Gefahr für unsere Gesundheit dar.

Um die Aktionen besser planen zu können, gebt bitte eine Rückmeldung (Anwohnerinitiative@gmx.de), ob ihr dabei seid.

Auch Experten fordern: Lasst weniger Autos in die Stadt: https://www.pressreader.com/germany/hannoversche-allgemeine/20180508/282046212730749 (Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 8.5.2018)

 

Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss

Shuttlebus zum Schützenfest?!

Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss
Lindener Schützen sind noch ganz gut zu Fuss
Nach Presseberichten will die Ratsmehrheit aus sPD, Grünen und FDP zum Schützenfest einen Pendelbus zwischen einem Parkplatz auf dem Hanomag Gelände und dem Schützenplatz einrichten.

Die Stadtbahnverbindung zwischen Linden-Süd und Schützenplatz wäre zu kompliziert, sagte dazu FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Allein diese Aussage zeigt schon wie Absurd der Antrag ist. Wann bitteschön ist dieser Herr das letzte Mal mit der Bahn gefahren?

Zunächst mal besteht überhaupt kein Bedarf daran diese Strecke mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Schon als Dreikäsehoch konnte ich den Weg vom Fischerhof zum Schützenfest mit Opa problemlos bewältigen (laut Google unglaubliche 1,5 Kilometer). Sicherlich gibt es auch den einen oder anderen Mitbürger der nicht so gut zu Fuss ist. Für den hat die Üstra gleich drei Bahnlinien uns eine Buslinie im Angebot. Entweder entlang der Ritter-Brüning-Straße zum Waterlooplatz oder mit dem Bus zum Stadion. Natürlich verkürzt das den Fussweg nur unwesendlich. Möchte man vielleicht einen Drive-In am Schützenplatz etablieren? Oder wie im Serengetipark gleich mit dem Bus über den Platz fahren?

Mein Fazit: Ein weiterer Beweis dafür wie Weltfremd die Politik schon auf kommunaler Ebene geworden ist. Herr lass Hirn regnen!

Achim Brandau

Die Linke mit ihrem Statement zum Thema Freibad

Placebo Bürgerbeteiligung zum Fössebad oder kein Lärm um Nichts

Die Linke mit ihrem Statement zum Thema Freibad
Die Linke mit ihrem Statement zum Thema Freibad

Schon an der mangelnden Informationspolitik der Stadtverwaltung war es abzusehen, was bei der Bürgerbeteiligung Teil 2 zum Fössebad heraus kommen wird.

NICHTS!

Kurz vor knapp kam die Pressemitteilung, dass es eine Veranstaltung geben soll. Das Ganze ausführlich in einem Satz zusammengefasst. Daher war man auch nicht verwundert, dass außer den Eingeweihten aus Politik, Betreibern und örtlicher Presse fast niemand gekommen war. Die Aula der Albert-Schweitzer-Schule hätte auch viermal so viele Bürger aufnehmen können.

Diskutiert werden sollten die Wünsche für die Gestaltung des Außenbereichs. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn die wesentlichen Eckdaten nicht feststehen.

Aufgeteilt war die Diskussion in drei Szenarien.

Ziemlich leerer Saal
Ziemlich leerer Saal

1. Außenbereich unmittelbar um den neuen Hallenbadbau.
Was soll man dafür als Wunsch angeben, wenn noch nicht mal geklärt ist ob und wie die Halle zum Außenbereich geöffnet werden kann. Versprochen wurde nach dem Streichen des Freibades viel. Vom öffnen des Hallendaches ist man schnell wieder zurückgerudert. Aber auch die große Öffnung der Seitenwand scheint eher im Bereich der Utopie zu sein. Ganz nebenbei konnte man von Herrn Ebel aus dem Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt hören, das es bei einer zu großen Öffnung der Halle Probleme mit der Filteranlage geben könnte und das dann auch mehr Schmutz in die Halle kommen könnte. Eine ganz neue Erkenntnis!

2. Außenbereich mit einem am Sanktnimmerleinstag doch noch realisierten Freibad.
Zunächst liegt diese Variante schon so weit in der Zukunft, dass auch die gerade geborenen Kinder wohl erst mit den eigenen Kindern wieder das Freibad nutzen werden. Der vorgestellte Zeitplan geht von einer Inbetriebnahme des neunen Hallenbades im Sommer 2022 aus. Darüber hinaus ist bis auf die Versorgungsleitungen absolut nichts vorgesehen, was zu einem Freibad an Infrastruktur benötigt wird. Sollen alle Besucher durch die Halle geschleust werden? Ein Freibad ohne Gastronomie? Was wenn die Halle durch den Vereinssport blockiert ist?

3. Welche weiteren Nutzungen der Fläche sind außerdem noch denkbar

Ganz klar: Heinz muss bleiben!!! Heinz bleibt Heinz

Ohne das Béi Chéz Heinz fallen fast alle alternativen Nutzungen flach. Ohne eine soziale Kontrolle vor Ort ist das Gelände kaum nutzbar. Genau diese Funktion könnte das Heinz übernehmen. Dazu könnten viele Teile des alten Bades erhalten bleiben. Die Cafeteria, der Gymnastikraum oder auch die Sauna könnten weiter genutzt werden. Der Altbau stände außerdem als alternativer Eingang für den Außenbereich zur Verfügung. Auch wenn die Fösse als Schwimmbad in die Jahre gekommen ist, das Gebäude ist noch weit von nicht mehr zu erhalten entfernt.

Arbeitsgruppe in der Diskussion
Arbeitsgruppe in der Diskussion

Über den Erhalt der alten Gebäudesubstanz ergeben sich viele neue Ideen. Vom chilligen Außenbereich des Béi Chéz Heinz über Übungsräume für Bands bis hin zu diversen Räumlichkeiten für allerlei Gruppen, die sich im rasant wachsenden Stadtteil bilden werden.

Bei der Veranstaltung war die Masse der Teilnehmer jedenfalls ganz klar auf dem Standpunkt das es wieder ein Freibad geben und das das Chéz Heinz erhalten werden muss. Einzig einige Stimmen aus dem Kreis der Betreiber und einer Partei, die das Soziale nur noch im Namen führt und im letzten Wahlkampf noch Unterstützung zugesagt hatte scheinen die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt zu haben.

Achim Brandau

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