Was hat Halim Dener mit Linden zu tun?

Ein Sommerloch-Thema findet kein Ende …

Mir stellt sich bei dem Thema zuerst die Frage „Warum gerade einen Platz in Linden nach Halim Dener benennen?“. Was hat der Velvetplatz damit zu tun? Das Unglück geschah am Steintor. Wenn man wenigstens auf die Idee gekommen wäre den Teil der Kornstraße vor dem gleichnamigen Jugendzentrum umzubenennen. Dort ist man schon seit Jahren für die kurdische Sache aktiv. So kommt bei mir immer mehr der Gedanke auf das die Platzbenennung nur als politische Machtprobe zwischen Bezirksrat und Stadtrat missbraucht werden sollte. Die Benennung von Straßen ist die einzige Sache, in der die Bezirksräte wirkliche Entscheidungsgewalt haben. Das dies nun in diesem Fall von der Stadt blockiert wird war abzusehen. Warum legt man es dann trotzdem darauf an?

Jetzt ist die Diskussion um die Umbenennung des Platzes an der Pfarrlandstraße voll entbrannt. 4000 Unterschriften von türkischer Seite dagegen, 400 kurdische Demonstranten dafür und Politik, Verwaltung und Presse stürzen sich mit aller Macht auf das Thema. Vielleicht ist das auch nur Kalkül um von den wirklich wichtigen Themen in Hannover abzulenken, oder sie auf die hinteren Seiten der Lokalpresse zu verbannen. Ihmezentrum, das seit Jahren konzeptlose Freizeitheim, der Treffpunkt Allerweg, die Hochbahnsteige auf der Linie 9 und 10 und vieles mehr wird von zwei oder drei anzubringenden Straßenschildern in den Schatten gestellt.

Auch für die kurdische Sache macht ein Halim-Dener-Platz keinen Sinn. Einen Platz in Hannover nach einem Vorfall vor 23 Jahren zu benennen wird das Anliegen der Kurden keinen Meter weiter bringen. Auch die von der türkischen Seite vorgebrachten Argumente das man keinen Platz nach einem Anhänger der Terrororganisation PKK benennen sollte gehen weit über das Ziel hinaus. Ein 16 jähriger Bengel, der es wahrscheinlich einfach nur cool fand, Plakate zu kleben ist dadurch noch lange kein Terrorist.

Einzig die lokale Presse profitiert davon und kann das Thema mit allerlei populistischen Artikeln anfachen und für die eigenen Interessen ausschlachten.

Fazit: Wenn schon ein Gedenken für Halim Dener, dann am richtigen Ort und in angemessener Form.

ab

Ganz schlechtes Freibad

Das Fössebad und die Partei mit den zwei Zungen

Ganz schlechtes Freibad
Ganz schlechtes Freibad

Während die CDU Wort hält und sich für das Außenbecken im Fössebad einsetzt, offenbart die sPD Züge einer gespaltenen Persönlichkeit: Der sportpolitische Sprecher der CDU Thomas Klapproth schlägt vor, Hannovers zweites 50-Meter-Sportbecken in Misburg statt im Fössebad zu errichten. Diese Initiative wird von der sPD abgelehnt. Weil die sPD Angst hat, bei einer 50-Meter-Sportbahn könnte der Freibadbereich in Misburg wegfallen. Da muss ich herzhaft Lachen.

Während die eine sPD kaltlächelnd ein Freibad auf dem Altar des Vereinssports opfern will, macht sich eine andere sPD Sorgen um die Familientauglichkeit ihres Stadtteilbades. Wofür steht die sPD eigentlich?

weiterlesen unter http://klickhin.de/

Keine Fösse ohne Freibad!

Offener Brief zum Fössebad vom Förderverein

Offener Brief zum Fössebad an die politischen Fraktionen und den Oberbürgermeister Stefan Schostock im Rat der Landeshauptstadt Hannover

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir bitten Sie, im Interesse einer Verständigung beim Streit ums Fössebad einen Vorschlag aus der Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden vom 10. Juni 2017 aufzugreifen. Die Drucksache der Verwaltung sollte in ihrem unstrittigen Teil zum Neubau eines Sportbades mit einem 50m-Becken – allerdings ohne teures „Cabriodach“ – unverzüglich nach der Sommerpause verabschiedet werden. Jeder Zeitverzug wäre damit vermieden.

Bei folgenden strittigen Punkten

  • Freibad
  • Sauna
  • Trägerschaft
  • Teilverkauf des Grundstücks für Wohnbebauung

sollte zunächst die doppelte Chance für Kosteneinsparungen und Verständigung genutzt werden.

Insbesondere sehen wir keine Notwendigkeit, heute darüber zu beschließen, dass die Stadt nach Fertigstellung im Jahr 2022 den Betrieb des Fössebades übernimmt.. Dies wäre aus unserer Sicht eine ausgesprochen teure und dauerhaft kostentreibende Festlegung, die überdies schon heute den nächsten Rat in seiner Entscheidungsfreiheit einschränkt. Durch die beiden Gesellschafter WASPO 98 Hannover-Linden und Universitätssportclub der Gemeinnützigen Fössebad Betriebsgesellschaft mbH wird das Bad seit über zwei Jahrzehnten mit dem geringsten Kostenaufwand aller vergleichbaren hannoverschen Bäder betrieben. Der Jahreszuschuss der Stadt zum Fössebad beträgt weniger als ein Viertel des von der Stadt betriebenen Vahrenwalder Bades! Folglich spart die Gemeinnützige Fössebad-Betriebsgesellschaft der Stadt Jahr für Jahr weit über ein Million Euro. In der Summe hat unser Betreiber durch seine bisherige Arbeit die für den Neubau des Fössebades erforderlichen 20 Mio. Euro der Stadt so bereits gespart.

Grafik: verfügbarer ZuschussDie beiden Fälle Misburg und Fössebad sind hinsichtlich des privaten Betreibers nicht vergleichbar. So war die Skepsis gegenüber einem privaten Betreiber in Misburg berechtigt, ist es aber beim Fössebad nicht. Auch bei einer europaweiten Ausschreibung wäre eine Unterbietung durch gewinnorientierte Bieter des zwar privaten, aber auf zivilgesellschaftlichem Engagement basierenden gemeinnützigen Lindener-Modells unrealistisch. Auch im Punkt Zuverlässigkeit spricht alle Erfahrung für den langjährigen jetzigen Betreiber. Das von der Verwaltung behauptete Vergaberisiko existiert nicht.

Der Beschäftigungssicherungsvertrag der Stadt Hannover, der im Falle einer ÖPPMaßnahme gelten soll, läuft nach unserer Kenntnis nur bis zum Jahre 2021. Es ist auch zweifelhaft, ob für diesen Fall die Bezeichnung „ÖPP“ überhaupt angemessen ist, Grundstück und Gebäude bleiben in städtischem Eigentum. Eigentlich handelt es angesichts der von der Verwaltung beschriebenen Rahmenbedingungen eher um einen normalen Generalunternehmer-Auftrag. Und vor allem gibt es im Fössebad keine städtischen Beschäftigten, deren Arbeitsplätze durch einen Beschäftigungssicherungsvertrag geschützt werden könnten. Im Gegenteil: Viele der derzeit beschäftigten Sportstudenten verlören ihren Job.

Wenn man zudem den Vorschlag des Bezirksbürgermeisters von Linden-Limmer, Rainer Grube, berücksichtigt, das Misburger Bad mit einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) und stattdessen das Fössebad aus dem städtischen Investitionsfonds zu finanzieren, wäre das Thema Beschäftigungssicherungsvertrag völlig vom Tisch. Fazit: Ein Tausch der beiden Finanzierungslösungen in Kombination mit der Beibehaltung des bisherigen gemeinnützigen Betreibers beim Fössebad verspricht die größten Vorteile. Sinnvollerweise sollten dann Überlegungen, das 50m-Becken in Misburg statt in Limmer zu bauen, nicht weiterverfolgt werden. Die mit dieser Kombination zu erzielenden Einsparungen sorgen für weit mehr als nur den benötigten finanziellen Spielraum für eine Lösung bei den Themen Freibad und Sauna.

Es wäre interessant, im Rahmen einer Ratsanfrage zu den finanziellen Folgen die beiden Varianten – städtischer Betrieb oder Betrieb durch die bisherige gemeinnützige Betriebsgesellschaft – über einen Prognosezeitraum von weiteren 20 Jahren einander gegenüber zu stellen.

Eine finanzpolitisch verantwortliche und gleichermaßen soziale Politik, die mit den zweifellos begrenzten finanziellen Mitteln das Optimum für die Allgemeinheit und hier speziell für Kinder und Familien und den Schwimmsport möglich macht, sollte sich guten Argumenten und dem Bemühen um Verständigung nicht verschließen. Folgt die Politik dem hier skizzierten Lösungsweg, so sind auch mit Freibad und Sauna die Gesamtkosten weitaus niedriger als bei dem vorliegenden Verwaltungsvorschlag.

Wir geben auch zu bedenken, dass die bevorstehende Entscheidung in Linden-Limmer auch als Antwort für die Frage der Anerkennung oder als Absage an ein über Jahrzehnte andauendes hohes bürgerschaftliches Engagement im Interesse der Allgemeinheit verstanden wird.

Freundliche Grüße
Anne Barkhoff
Vorsitzende Förderverein Fössebad e.V.

Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum

„Es gibt keine Zusammenarbeit mit Intown“

Ein Großunternehmen kauft eine sanierungsbedürftige Immobilie und macht erst mal – nichts. Was sich anhört wie im Ihme-Zentrum oder beim ehemaligen Maritim Hotel am Neuen Rathaus in Hannover, spielt sich derzeit in ganz Deutschland ab. Oft handelt es sich um die gleichen Akteure, wie ein Vergleich der Aktvitäten von Intown in Hannover und in Dortmund ergibt. Welche Paralellen es zwischen den Städten gibt und wieso gute Worte nicht reichen, um diese Unternehmen wirklich auch in die Verantwortung zu nehmen, dass sie investieren, erklärt Tobias Scholz vom Mieterverein Dortmund im Interview.

weiterlesen unter experimentihmezentrum.wordpress.com

Schlechtes Freibad

Partnerschaft von Rot-Grün-Gelb stimmt Neubau Fössebad zu und legt Änderungsantrag mit wichtigen Punkten vor

„Wir stimmen dem Neubau des Fössebades und der damit verbundenen Investition von rund 20 Millionen Euro zu. Mit dem von uns initiierten Änderungsantrag tragen wir zur Schärfung des Badprofils bei“, sind sich Christine Kastning, Dr. Freya Markowis und Wilfried Engelke einig. „Das Familien-, Schul- und Vereinsbad wird insbesondere durch eine familienfreundliche und kindgerechte Gestaltung und Ausstattung – im Einklang mit dem Vereinsbadbetrieb – attraktiver gemacht“, so Kastning, Markowis und Engelke.

„Wir wollen, dass das Außengelände im Sommer von den Badegästen bestmöglich genutzt werden kann. Eine großzügige Öffnung der Front des Hallenbades zur Liegewiese soll deshalb geprüft werden“, sagt Kastning.

Kleine Entscheidungshilfe

Gutes Freibad, schlechtes Freibad, ganz schlechtes Freibad …

4020 (plus) Unterschriften für ein Freibad
4020 (plus) Unterschriften für ein Freibad
Die 4.300 Unterstüzer werden das sicherlich bei der nächsten Wahl berücksichtigen!

Heinz bleibt HeinzUnd nicht vergessen die zweite Petition läuft bereits (Stand 12.06.: 2.590 Unterstützer).
https://www.openpetition.de/petition/online/bei-chez-heinz-und-freibad-muessen-bleiben

„Das Thema Freibad wird für die Zukunft nicht verbaut“, sagt Markowis. „Die Planung des Neubaus soll die Option erhalten, dass zukünftig ein Außenbecken gebaut werden kann.“

„Die Ausgestaltung des Außengeländes soll unter Beteiligung der Nutzerinnen und Nutzer erfolgen, denn sie können am besten vermitteln, welche Wasserspiele oder Spielfelder am ehesten angenommen werden“, sagt Engelke.

Die Punkte aus dem Rot-Grün-Gelben Änderungsantrag zum Fössebad im Einzelnen:

1. Die familienfreundliche und kindgerechte Gestaltung und Ausstattung des Bades im Einklang mit dem Sportbadbetrieb.
2. Das Becken erhält einen ein und drei Meter Sprungturm.
3. Die Variante einer großzügigen Öffnung der Front des Hallenbades zur Liegewiese wird geprüft.
4. Für die Ausgestaltung des Außengeländes erfolgt eine Beteiligung der NutzerInnengruppen.
5. Die ZuschauerInnentribüne ist multifunktional zu gestalten.
6. Die Verwaltung prüft den Einsatz regenerativer Energien und die für deren Betrieb notwendigen Ausschreibungen.
7. Für eine weitere Nutzung durch den Hochschulsport werden Gespräche mit dem Land Niedersachsen aufgenommen, um eine Beteiligung an den Betriebskosten zu erreichen.
8. Die Planung des Fössebades muss die Option erhalten, dass zukünftig ein Außenbecken gebaut werden kann (mit ca. 500 qm Wasserfläche sowie dazugehöriger Rasenfläche).
9. Von Seiten der Verwaltung werden die Gespräche mit den BetreiberInnen des Béi Chéz Heinz fortgeführt.
10. Die Verwaltung wird aufgefordert, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bezirksräten weiterhin geeignete öffentliche Informationen zu den Bauprojekten Fössebad und Misburger Bad zur Verfügung zu stellen (Flyer, Broschüren, Veranstaltungen o.ä.), um die Bezirksräte und interessierte BürgerInnen über den Baufortschritt zu informieren.

Hintergrund:
Die Ratsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP haben sich auf einen Änderungsantrag zur DS 1220/2017 Neubau eines Schwimmbades in Linden-Limmer geeinigt. Die Beschlussdrucksache wird im heutigen (12.06.2017) Sportausschuss beraten.

SPD-Ratsfraktion
Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende

Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Dr. Freya Markowis, Fraktionsvorsitzende

FDP-Ratsfraktion
Wilfried Engelke, Fraktionsvorsitzender

Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden

Ratskoalition erntet auf Einwohnerversammlung Kritik für Pläne zum Fössebad

Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden
Einwohnerversammlung im Freizeitheim Linden

Streit um Fössebad geht weiter. Einwohnerversammlung findet Alternativen und Kompromissvorschläge

Einwohnerversammlung stellt klar: Keine Fösse ohne Freibad

Auf Einladung des Bezirksbürgermeisters und des Förderverein Fössebad trafen am Samstag Vertreter der Ratskoalition und Bürger aufeinander. Obwohl das Ampel-Bündnis die Öffentlichkeit noch am Morgen vor vollendete Tatsachen stellte und trotz verlockenden Sommerwetters war der große Saal des Freizeitheim Linden fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Saal ist trotz Fest nebenan voll
Der Saal ist trotz Fest nebenan voll

Erneut versuchte SPD Fraktionsvorsitzende Christine Kastning den Bürgern den Plan von Verwaltung und Rats-Ampel schmackhaft zu machen. Assistiert wurde sie dabei vom sportpolitischen Sprecher der SPD Angelo Alter und dem Grünen Patrick Drenske. Kastnings Erklärungsversuche provozierten beim Publikum jedoch zunehmend Widerspruch statt Zustimmung. In der hitziger werdenden Diskussion führte das zu Fragen nach dem Sinn des Gesprächs, wenn die Koalition sich schon festgelegt habe oder nach der Verlässlichkeit von Kastnings Aussagen, die überwiegend unverbindlich formuliert waren. Das Publikum konfrontierte Kastning auch mit früheren Wahlversprechen zum Erhalt des Fössebades.

Auf dem Podium die Ratspolitiker, der Förderverein und der Betreiber
Auf dem Podium die Ratspolitiker, der Förderverein und der Betreiber

Lösung für das Fössebad in Sicht

Der Vertreter des Fördervereins Ernst Barkhoff versuchte der Ratskoalition eine Brücke zu bauen. Barkhoff schlug vor, die Ratsvorlage auf den Beschluss zum Neubau des Fössebades mit 50m Becken zu beschränken. Damit könne sofort mit der Ausschreibung begonnen werden, ein Baubeginn wird nicht verzögert. Zugleich ist damit Zeit gewonnen, um für die strittigen Punkte eine allgemein akzeptierte Lösung zu finden. Über den Verzicht auf ein Freibadbecken, den Abriss des alten Gebäudes, die Wohnbebauung und die Kündigung des gemeinnützigen Fössebad-Betreibers, könnte dann neu verhandelt werden.

Auch in der Diskussion: Linden will sein Freibad wiederhaben
Auch in der Diskussion: Linden will sein Freibad wiederhaben

Nicht nur das Freibad, auch der Badbetreiber soll bleiben

Viel Lob erhielt der derzeitige Betreiber des Fössebades, die gemeinnützige Fössebad Betriebsgesellschaft gGmbH. Sie hat über die Jahre das Fössebad zum wirtschaftlichsten Bad in Hannover gemacht. Während das Fössebad mit 400.000 € Betriebskostenzuschuss auskommt, haben die städtisch geführten Bäder in Hannover Betriebskosten im siebenstelligen Bereich. Mit ihrer wirtschaftlichen Betriebsführung habe die gemeinnützige Gesellschaft im Grunde bereits die Investition für ein Außenbecken erwirtschaftet. Würde sie auch weiterhin das Fössebad führen, so könne das Fössebad auch als Kombibad das wirtschaftlichste Bad in Hannover bleiben. Die unterstellten höheren Betriebskosten eines Freibades würden vor allem durch die städtische Betriebsführung anfallen.

Kündigt sich eine politische Wende in Linden-Limmer an?

Während sich bei Kastnings Vortrag im Publikum kaum eine Hand regte, erhielt der CDU-Vertreter mehrfach offenen Szenenapplaus. Thomas Klapproth, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses, kündigte an, keinem Plan ohne Freibad zustimmen zu wollen. Die CDU beabsichtigt die Ratsvorlage im Sportausschuss am Montag in die Fraktion zu ziehen. Damit entfällt auch die Abstimmung am Donnerstag in der Ratsversammlung. So bleibt die Diskussion noch einmal offen für neue Lösungswege.

Unterstützung auch von außerhalb

Ebenfalls zu Wort meldeten sich Anwohner aus dem benachbarten Ahlem, Badenstedt, Davenstedt. Auch sie zählen zum Einzugsgebiet des Fössebades. Würden die Pläne der Ratskoalition umgesetzt, wäre das heute schon überlaufene Volksbad Limmer das einzige Freibad in Hannovers Westen. Da die westlichen Stadtteile den stärksten Bevölkerungszuwachs erleben, u. a. durch die Wasserstadt, sei ein Verzicht auf das Freibad in der Fösse ein schwerer Verlust.

Heinz bleibt Heinz

Rockszene.de: Eine neue Chance für das Béi Chéz Heinz?

Hannoverscher Klub stellt Alternativnutzungskonzept vor

Seit mehr als einem Jahr wird in Hannover über die Zukunft des Fössebades und damit auch über die des in den Kellerräumen ansässigen Musikklubs Béi Chéz Heinz diskutiert. Der Auslöser für die Debatte war der Plan der Stadt Hannover, das alte Fössebad abzureißen und mit einem Neubau und einer Wohnbebauung zu ersetzen. Die Betreiber des Klubs und viele Sympathisanten plädieren für einen Erhalt des Béi Chéz Heinz am angestammten Platz in der Liepmannstraße. Wie das mit einem alternativen Nutzungskonzept gelingen könnte, erklärten die Verantwortlichen des Klubs am vergangenen Donnerstag im Verlauf einer öffentlichen Informationsveranstaltung.

weiterlesen unter rockszene.de

Petition für das Fössebad

Fössebad: Sie haben ihr Ziel erreicht …

Petition für das Fössebad

… noch nicht wirklich (erst wenn wir wieder unter freiem Himmel ins Becken springen können), aber zumindest ist die erste Etappe geschafft. Morgen um 16:00 Uhr geht es in die nächste Runde. Einwohnerversammlung im Freizeitheim. Es sind mehrere Gäste aus dem Rat der Stadt eingeladen. Also kommt und stellt unbequeme Fragen.

Zum Beispiel an die sPD warum sie sich an nichts mehr erinnern kann. 2013 sagte Peggy Keller, die sportpolitische Sprecherin der Rats-SPD in einem Artikel der HAZ: Einen „Riesenverlust“, dass der Außenbereich des Fössebades derzeit brachliegt. Das Freibad musste wegen einer defekten Filteranlage schließen. Geht es nach den SPD-Sportpolitikern, soll das Freibad so schnell wie möglich den Betrieb wieder aufnehmen.

www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/West/SPD-will-Foesse-Freibad-wieder-oeffnen

Die nächsten Schritte auf dem Weg zum Ziel sind:

12.06.2017 um 16:00 Uhr Sportausschuß
15.06.2017 um 15:00 Uhr Ratsversammlung

Und damit der Druck auf die Politik konstant bleibt unterschreiben wir noch alle die 2. Petition vom Béi Chéz Heinz (geht voll ab – 2 Tage 1700 Stimmen).

Heinz bleibt Heinz

Planungen des Bei Chez Heinz Teams

Ist das Veranstaltungszentrum Bei Chez Heinz noch erwünscht?

Im Zusammenhang mit dem Neubaus Fössebad gibt es auch unmittelbare Auswirkungen auf das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum.

Bei den derzeitigen Planungen ist das Bei Chez Heinz nicht mehr an diesem Standort vorgesehen.

Das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum ist in den Kellerräumen, und auf einer Außenfläche im Fössebad seit Mai 1995 beheimatet.

Bei der Diskussion zum Fössebad wurde die Folgewirkung auf das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum lange Zeit komplett außer Acht gelassen.

Insgesamt ist die Beurteilung durch die Landeshauptstadt Hannover zu den Nutzergruppen im Fössebad nur suboptimal berücksichtigt.

Das Bei Chez Heinz

Das Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum wird getragen von einem Verein und dessen Vorstand.

Der Veranstaltungsbetrieb wird organisiert von einem Geschäftsführer, vier Teilzeitarbeitern, zwei Auszubildenden, 30 überwiegend studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Das Bei Chez Heinz versteht sich als Ort für Subkultur, um jenseits des Mainstreams Platz und Raum für Kreativität in der musikalischen und künstlerischen Szene zu schaffen.
In diesem Sinne hat sich das Bei Chez Heinz immer als eine offene Begegnungsstätte für verschiedene Szenen und subkulturelle Strömungen verstanden. Das Veranstaltungsspektrum war und ist dabei sehr vielfältig und bunt, aber keineswegs beliebig.

Vielleicht ist das Bei Chez Heinz somit auch ein Nachfolger der wenigen, übriggeblieben Jugendzentren der Jugendzentrumsbewegung aus den 70er Jahren.

Was findet im Bei Chez Heinz statt?

Im Jahr 2015 fanden in den beiden Veranstaltungsräumen und dem Hof fast 400 Veranstaltungen /Vermietungen mit ca. 80.000 Besucherinnen und Besuchern statt. Dabei reicht das Spektrum dieser Musikspielstätte von Konzerten international renommierter Künstler über Lesungen bis zur Nachwuchsförderung und der Unterstützung von lokalen Bands und Bühnenkünstlern. Einige Konzerte wurden in

Kooperation mit anderen Spielstätten wie z.B. dem Pavillon Hannover durchgeführt. Teilweise finden im Saal täglich bis zu drei Veranstaltungen statt. (Fußballübertragung, Livemusik-Veranstaltung, Party)

Wer kann etwas im Bei Chez Heinz machen?

Grundsätzlich kann jede Frau und jeder Mann, jeder Verein, jede Institution, jede Fachschaft, jede Schulklasse, jede Band, jeder Künstler usw. etwas im Bei Chez Heinz Veranstaltungszentrum machen.

Dieses Angebot wird in verschiedenen Formen angenommen, sei es, dass unsere Räume gemietet werden oder in Kooperation Veranstaltungen durchgeführt werden.
Für uns ist es wichtig, dass Menschen selbst die „Sache in die Hand nehmen“. Soll heißen, Menschen, die selbst etwas organisieren möchten oder eine Idee haben, finden bei uns immer offene Ohren.
Wie finanziert sich das eigentlich?

Das Bei Chez Heinz finanziert sich überwiegend aus selbst erwirtschafteten Einnahmen. Wir hängen nicht am Subventionstropf der öffentlichen Hand und darauf sind auch sehr stolz. Der Jahresumsatz beträgt rund 600.000 €.

Von den erwirtschafteten Finanzmitteln finanzieren wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Auszubildenden, die studentischen Mitarbeiter, das Musikprogramm und alles, was zu solch einem Betrieb gehört.

Aus Eigenmitteln haben wir den nackten Keller des Fössebades in ein Veranstaltungszentrum nach dem Versammlungsstätten-Gesetz verwandelt. Dieser Bau wurde ohne Subventionen geschaffen!
Seit seinem Bestehen hat das Bei Chez Heinz noch keinen Insolvenz-Antrag gestellt, war nicht Gegenstand von Zolluntersuchungen, hat immer seine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet und bezahlt selbstverständlich ohne Interpretationen den Mindestlohn.

Auch ist das Bei Chez Heinz Steuerzahler. Neben Umsatzsteuer entrichten wir Grundsteuer an die Landeshauptstadt Hannover, Vergnügungssteuer und in vielen Jahren auch Körperschaftssteuer mit Solidaritätszuschlag und entsprechender Gewerbesteuer an die LHH.

Nicht zuletzt entrichten wir einen ordentlichen Beitrag von rund 30.000 € als Pacht für einen Keller zur Finanzierung des Fössebades.

Was möchte das Bei Chez Heinz?

Wir möchten adäquat und gleichberechtigt an der Diskussion beteiligt werden, um den Bestand des Bei Chez Heinz zu sichern.

Es kann nicht ernsthaft im Sinne von funktionierenden Gemeinwesen sein, dass eine subventionsfreie und funktionierende Kultureinrichtung nahezu grundlos geopfert wird.

Zumal wir in Zeiten von notorisch knappen öffentlichen Kassen leben und die Landeshauptstadt Hannover mit kultureller und musikalischer Vielfalt wirbt und sich voller Stolz als „UNESCO City of Music“ bezeichnet.

Einen anderen Standort zu finden für das Bei Chez Heinz halten wir für fast ausweglos.

Anforderung Standort Bei Chez Heinz

  • Stadtteile Linden-Nord oder östliches Limmer
  • Am besten entlang der Stadtbahnlinie 10 / Wohnortnähe
  • Ca. 1.200 Besucher pro Woche
  • Konzerte von Punk bis Metall über Pop und Ska
  • Partys bis in Morgen von Elektro bis Schlager
  • Studentische Erstsemesterpartys
  • Kleinkunst von Lesungen über Zauberei bis Comedy
  • Fläche mindestens 600m2, derzeit 666, 11 m2
  • Außenfläche mindestens 400m2
  • Die Räumlichkeiten müssen als Versammlungsstätte zugelassen sein und für
    400 Personen ausreichen
  • Eine LKW Anlieferung muss möglich sein
  • Stadtbahnanschluss in der Nähe
  • Stellplatz für Bus (Nightliner)
  • 40 PKW Stellplätze
  • 100 Fahrradplätze
  • Die Immobilie muss geeignet sein, den Schall von Konzerten und Partys so zu
    absorbieren, dass die Anwohner nicht gestört werden.
  • Die Anwohner sollten aber so tolerant sein, dass vorbeiziehende Gäste als
    Ausdruck von Fröhlichkeit und Partylaune toleriert werden.

Welchen Lösungsansatz schlagen wir vor

Bei einem Teilerhalt des Fössebades könnte das Bei Chez Heinz nicht nur – wie bisher – das Kellergeschoss nutzen, sondern auch die Räumlichkeiten des Erdgeschosses. Durch diese räumliche Vergrößerung und die dadurch entstehenden Möglichkeiten der Programmgestaltung entstünde ein attraktives, kostenneutrales Kulturzentrum für den wachsenden Stadtteil Limmer.

Potenzial Teilerhalt Fössebad

  • Erhalt Bei Chez Heinz
  • Neue Räumlichkeiten für Kulturarbeit
  • Musikschulräume
  • Cafe für Schwimmbadbesucher und andere Gäste
  • Erhalt Gymnastikraum
  • Außenbewirtung
  • Freibad Gastronomie
  • Musikübungsräume im Keller
    Keine Wohnungsbebauung

Bei dem Teilerhalt wären jeweils ca. 1.000m2 Fläche im Kellergeschoss und Erdgeschoss.

Keine Wohnbebauung auf einem Teil des Fössebad-Areals

Keine Wohnbebauung bedeutet einen Verzicht von 800.000€ zur Finanzierung des Neubaus Schwimmbad.

Dieser Vorschlag ist kostenneutral

Wir schlagen vor, auf einen Verkauf der Fläche zu verzichten und stattdessen auf dieser eine Kindertagesstätte zu bauen. Da Kindergartenplätze dringend gebraucht werden, müsste sonst an anderer Stelle gesucht, investiert und ggf. gebaut werden.

Umsetzung

Die Stadt verpachtet das Restgebäude an das Bei Chez Heinz für einen symbolischen Betrag.

Wirtschaftliche Verantwortung liegt beim Bei Chez Heinz, von Baugenehmigung bis zur Umsetzung der Investition.

Wie soll das Finanziert werden

  • Kapitalisierung der Miet-, Pacht und Mehreinnahmen
  • Wegfall Pacht 30.000€
  • Mieteinnahme Übungsräume 12.000€
  • Erträge Gymnastikraum 2.000€
  • Mieteinnahme Musikschulräume 7.500€
  • Mehrerträge Gastronomie 8.500€
  • Summe 60.000C pro Jahr / 750.000 bis 900.000€

Wie könnten die nächsten Schritte aussehen

  • Die Stadt signalisiert grundsätzliche Bereitschaft, diesen Weg zu gehen.
  • Die Zeit bis zu Inbetriebnahme des neuen Fössebades wird genutzt, um einen Bauantrag für das Restgebäude mit Umnutzung zu stellen.
  • Alle Problembereichewerden sorgsam untersucht. Insbesondere
    • Brandschutz
    • Energieeinsparverordnung
    • Hausanschlüsse / Ver- und Entsorgung
    • Elektroinstallation
    • Barrierefreiheit
    • Heizung- und Heizungstechnik
    • Schlüssiges Konzept sowohl inhaltlich als auch finanziell
Heinz bleibt Heinz

Petition Nr. 2: Béi Chéz Heinz und Freibad müssen bleiben!

Heinz bleibt HeinzNach der Petition ist vor der Petition.

Der Aufruf des Fördervereins Fössebad hat bereits fast 3300 Unterstützer für den Erhalt des Fössebades mit einem Freibad auf den Plan gerufen. Eine der Forderungen der Petition ist unter anderem auch das kein Bauland zur Refinanzierung des Bades verkauft wird. Dies ist ein erster wichtiger Schritt für die Erhaltung des Béi Chéz Heinz am jetzigen Standort.

Der Keller unseres Vertrauens hat nun die Petition für den Erhalt des Béi Chéz Heinz auf den Weg gebracht. Viele werden sagen warum doppelt gemoppelt, aber wir können jetzt bereits nächste Woche vor der Ratsversammlung die erste Petition als Entscheidungshilfe vorlegen. Alle die noch nicht Abgestimmt haben können das bis Sonntag noch tun und im Anschluss greift dann sozusagen der Plan B mit der Petition des Béi Chéz Heinz.

Zitat aus dem Petitionstext:

Wir begrüßen den Vorschlag der Landeshauptstadt Hannover, das Hallenbad (Fössebad) neu zu bauen und erkennen auch an, dass dies eine große Investition für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bedeutet. Wir akzeptieren in diesem Kontext jedoch nicht, dass sowohl das Veranstaltungszentrum Béi Chéz Heinz als auch das Freibad geopfert werden sollen.

Wir fordern, dass die Landeshauptstadt Hannover das Veranstaltungszentrum Béi Chéz Heinz am jetzigen Standort erhält und den Neubau des Fössebads als Familienbad mit Freibad für Kleinkinder und Jugendliche errichtet.

Wir können nicht nachvollziehen, wie mit der Institution Béi Chéz Heinz umgegangen wird. Wir fordern die Verantwortlichen der Landeshauptstadt Hannover an dieser Stelle auf, sich für den Erhalt des Béi Chéz Heinz einzusetzen!

Also bitte alle, frei nach dem Motto einmal ist keinmal, die Petition des Béi Chéz Heinz auch noch unterzeichenen:
https://www.openpetition.de/petition/online/bei-chez-heinz-und-freibad-muessen-bleiben

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