Fössefeld Friedhof

Erinnerung an die hingerichteten Wehrmachtsdeserteure

Fössefeld Friedhof
Fössefeld Friedhof

Gedenkfeier für die Opfer der NS-Militärjustiz auf dem Fössefeldfriedhof am Freitag, 09.05.2014 um 18:00 Uhr

Begrüßung: Ruth Schwake, Ansprache: Bürgermeister Bernd Strauch
Grußworte: Hartmut Tölle, Vorsitzender DGB-Landesbezirk Niedersachsen/Bremen und Sachsen/Anhalt und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube
Im Anschluss an die Reden: Führung über den Friedhof mit Jonny Peter und Stefan Ilsemann

Weitere Termine:

Faltblatt Programm Mai 2014

  • Sonntag, 11.5.2014, 15 Uhr, Stadtfriedhof Ricklingen, Haupteingang.
    Ulf Kronshage/Jonny Peter „Ehrengräber und Widerstand – Rundgang auf dem Ricklinger Friedhof“
  • Dienstag, 13.5.2014, 19 Uhr, Freizeitheim Linden, Geschichtskabinett.
    Zum Thema hingerichtete Wehrmachtsoldaten auf dem Fössefeldfriedhof: Dr. Werner Trolp: Neuere Forschungen bringen überraschende Ergebnisse
  • Mittwoch, 14.5.2014, 19 Uhr, Freizeitheim Linden, Geschichtskabinett.
    Janet von Stillfried: Das Zwangsarbeiterlager „Altmaterial“ Leinaustraße 27
  • Freitag, 16.5.2014, 19 Uhr, Freizeitheim Linden, Geschichtskabinett
    Ralf Buchterkirchen: Männlichkeitsforschung und Desertion als individuelle Entscheidung vor dem Hintergrund von Repression

Veranstalter: Otto Brenner Akademie / Quartier e.V.

RESPEKT! - Kein Platz für Rassismus

RESPEKT! – Kein Platz für Rassismus

RESPEKT! - Kein Platz für Rassismus
RESPEKT! – Kein Platz für Rassismus

Fussball-Nationalspielerin Sandra Minnert bei der SG 74

Die SG 74 unterstützt die Ziele der Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus« und zeigt dies nun auch offen. Ungefähr 300 Jugendliche aus den Fußball- und Tennisabteilungen wurden mit Sweatshirts mit den Aufdruck „Respekt!“ sowie den Emblemen der IG Metall und der SG 74 ausgestattet. 50 %. der Kosten trägt die Aktion Respekt!.

Die Initiative »Respekt! Kein Platz für Rassismus« hat das Ziel, jedwede Benachteiligung – etwa aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung – zu verhindern. Die größte Einzelgewerkschaft in Deutschland, die IG Metall, engagiert sich seit März 2011 gemeinsam mit der »Respekt!« Initiative für ein faires, soziales Miteinander in den Betrieben.

Bericht von h1 – Fernsehen für Hannover

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http://www.youtube.com/watch?v=Y8EBc4rZzuo&feature=em-uploademail

Kamera: Etienne Wagner
Redaktion: Erik Fischer

Eine sympathische Repräsentantin der Aktion „Respekt! – Kein Platz für Rassismus“ ist die ehemalige Fußball-Nationalspielerin Sandra Minnert (147 Länderspiele, zweimal Fußball-Weltmeisterin). Zusammen mit Ulrike Obermayr vonder IG-Metall stellte sie am 29. April „Respekt!“ vor. Auf der Anlage der SG 74 überreichte sie die Sweatshirts vielen Kindern und Jugendlichen, ein buntes Spektakel voller Leben an einem sonnigen Nachmittag. Bunt statt braun.

SG 74 – Aktiv seit 140 Jahren
www.sg74.de

Kein Raum für Nazis

Keine Instrumentalisierung des Themas „sexueller Missbrauch“ durch Nazis

Kein Raum für NazisVortrag und Diskussion am Donnerstag, 15. Mai 2014 in der Zeit in der Zeit von 19 bis 21 Uhr

In den vergangenen Jahren beobachten wir verstärkt, dass Rechtsextreme das Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs aufgreifen und für ihre Zwecke einsetzen. Ängste, Empörung und Hilflosigkeit angesichts Form und Ausmaß sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen werden ausgenutzt, und mit Demonstrationen vor Wohnungen von ehemaligen Sexualstraftätern wird eifrig Stimmung gemacht.

Darauf reagieren müssen vor allem Projekte, die sich mit dem Thema inhaltlich beschäftigen.

Wir wollen mit dieser Veranstaltung sensibilisieren und über Intentionen und Methoden der Rechtsextremen aufklären sowie eine Diskussion über geeignete Strategien gegen die Vereinnahmung des Themas „Sexualisierte Gewalt“ durch Rechtsextreme anregen.

Ort: üstra-Remise, Goethestr. 19 – 30169 Hannover – Stadtbahn Linie 10 Haltestelle Clevertor – Die Räume sind barrierefrei
Referentin: Dr. Esther Lehnert, Erziehungswissenschaftlerin, Mitarbeiterin der Amadeu Antonio Stiftung – Gender und Rechtsextremismus

Veranstalter ist der Verein Violetta Hannover e.V. in einer Kooperation mit der Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen

www.violetta-hannover.de

h1: Gedenkfeier für Zwangsarbeiterinnen auf Conti-Gelände

Vor knapp 70 Jahren am 7. April 1945 wurde das Frauenlager auf dem Gelände der früheren Continental Gummifabrik in Hannover Limmer geräumt. Aus diesem Grund fand am 10. April eine Gedenkfeier statt, an der Zeitzeugen, Politiker und der Arbeitskreis „Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer“ an das Leid dieser Frauen erinnerten.
Bis zu 1000 Frauen, vor allem aus Frankreich und Rußland waren hier zeitweise untergebracht und mussten für die Gummiwerke arbeiten. Der Arbeitskreis hat sich mit dem Schicksal dieser Frauen intensiv beschäftigt und kämpft heute dafür, dass bei der Bebauung der Industriebrache das Schicksal dieser Frauen nicht vergessen wird.

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http://www.youtube.com/watch?v=aGtLk1axKEA

Kamera: Louiza Omelan
Redaktion: Helga Kania

www.h-eins.tv

Grüne Hannover rufen zur Teilnahme an der Demonstration gegen rechte Gewalt auf!

Nazigewalt stoppen – Thor Steinar-Laden dicht machen!

Am Samstag, den 5. April 2014, findet ab 13:00 Uhr die Demonstration „Thor Steinar-Laden dichtmachen – Nazigewalt entschlossen entgegentreten!“ in der List (Startpunkt Lister Platz) statt, die von der Initiative gegen rechten Lifestyle organisiert wird. „Wir haben in Hannover ein ernsthaftes und weiter wachsendes Problem mit der gewaltbereiten Naziszene. Das machen nicht zuletzt die Angriffe auf DKP-Mitglieder und unseren grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler im Februar diesen Jahres deutlich. Auch im letzten Jahr gab es immer wieder Übergriffe und Anschläge aus der Naziszene“, so Gisela Witte, Vorsitzende des Grünen Stadtverbands Hannover.

„Der Thor Steinar-Laden dient in der Neonaziszene Hannovers als wichtiger Treffpunkt. Er übernimmt damit die Rolle, die zuvor die verbotene Gruppierung ‚Besseres Hannover‘ eingenommen hat. Die Nazis in Hannover können sich problemlos weiterhin organisieren: Die schnellstmögliche Schließung des Thor Steinar-Geschäftes ist deshalb ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die gewaltbereite Neonaziszene Hannovers“, ergänzt der Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler.

Der Grüne Stadtverband Hannover ruft alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner auf, den Einschüchterungsversuchen der Neonazis einen kreativen, bunten und vielfältigen Protest entgegenzusetzen. „Lasst uns am Samstag gemeinsam unsere Solidarität mit allen Betroffenen von rechter Gewalt zeigen und für die Schließung des Thor Steinar-Ladens eintreten“, so Gisela Witte und Sven-Christian Kindler abschließend.

www.gruene-hannover.de

h1 Bericht zur Fachtagung „Frauen im Rechtsextremismus“

Bei einer Eingliederungsmaßnahme wurden drei Frauen gefragt, welchen Job sie hinterher ausüben möchten. Eine dieser Frauen antwortete, damit das man erstmal die Ausländer loswerden müsste. Es war Beate Zschäpe, die heute wegen den NSU Morden vor Gericht steht. Eindeutige Antwort, leider überhört. Vielleicht weil sie ein Frau ist? Das Projekt FRAUEN IM RECHTSEXTREMISMUS möchte die Rolle der Frauen in der rechten Szene mit Aufklärungsarbeit transparent machen und auf die Gefahren hindeuten, wenn man Frauen in der rechten Szene zu wenig oder keine Aufmerksamkeit schenkt. Wir waren bei der Fachtagung dabei.

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http://www.youtube.com/watch?v=TZoxOvbgXMw

Kamera: Christian Carperelli
Redaktion: Nadja Babalola

www.h-eins.tv

DKP Hannover

Hannover hat ein Naziproblem!

DKP HannoverAm Abend des 27. Februar wurden Mitglieder der DKP nach einer Veranstaltung im DKP-Büro in Linden-Süd von drei vermummten Tätern überfallen, teilweise verletzt und massiv beleidigt. Die Angreifer ordnen wir der faschistischen Szene Hannovers zu. Der Angriff setzt eine Reihe von Übergriffen und Anschlägen der Nazis auf politische, insbesondere antifaschistische und antirassistische Organisationen und Aktivisten in den letzten Monaten fort. Im Februar wurde der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Sven-Christian Kindler, von einem Nazi auf offener Straße angegangen. Im Januar wurden bei einem Anschlag die Scheiben des DKP-Büros eingeschlagen, nachdem Ende letzten Jahres die Büros der Grünen, der FDP und der Umweltschutzorganisation Janun attackiert worden waren. Ebenfalls im Dezember 2013 wurde ein hungerstreikender Asylbewerber in der Innenstadt von Mitgliedern der verbotenen Naziorganisation „Besseres Hannover“ – nach Informationen der HAZ u.a. von Patrick K. – angegriffen.
Der 20-jährige Patrick K. gilt als Tatverdächtiger im Rahmen einer Anschlagsserie in Pattensen auf Parteibüros, einen Dönerimbiss, eine Gedenktafel für die von Nazis zerstörte Synagoge sowie einen „Stolperstein“ für den letzten Rabbiner von Pattensen.

Wir fordern die Polizei auf, die Täter des Übergriffs vom letzten Donnerstag aus der Hannoverschen Naziszene zu ermitteln und festzunehmen.

Wir lassen uns vom Straßenterror der Nazis nicht einschüchtern sondern setzen uns weiterhin aktiv gegen Rechts ein. Wir rufen alle Antifaschistinnenen, alle Demokraten auf, den Kampf gegen die Faschisten in Hannover zu verstärken. Alle Parteien, Gewerkschaften, Verbände und Vereine, die sich für ein demokratisches und weltoffenes Hannover einsetzen, müssen jetzt ein klares Zeichen setzen. Den Nazis darf kein Fußbreit überlassen werden!

Die Angriffserie der letzten Monate ist kein Zufall. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Reorganisation der Hannoverschen Naziszene. Die DKP begrüßte das 2012 erfolgte Verbot von „Besseres Hannover“ und fordert eine konsequente Umsetzung des Verbots. Allerdings wird nun auch deutlich, wo die Grenzen eines einzelnen Verbots liegen, wenn den Nazis nicht auf allen Ebenen Einhalt geboten wird. Die Nazis nutzen das Thor-Steinar-Geschäft in der Podbielskistraße als Anlaufpunkt und Ersatz für ihre verbotene Organisation. Dass das Geschäft trotz massiver, monatelanger Proteste von Vereinen, Anwohnern, Schülerinnenn und Schülern, Eltern, Gewerkschaften, antifaschistischen Organisationen und Parteien weiterhin besteht, ist skandalös.

Wir fordern, den Thor-Steinar-Laden sofort zu schließen!

Wenn es juristische Hürden gibt, einen Naziladen zu schließen, dann müssen diese beseitigt werden. Die Parteien SPD, CDU, Grüne haben es in der Hand: Sie könnten Nazieinrichtungen dieser Art schließen, wenn auf Bundes- und Landesebene der politische Wille da wäre.

Die Nazis werden ermuntert, wenn Politiker etablierter Parteien wie Thilo Sarrazin (SPD), der „Hannoveraner“ oder der AfD gegen Flüchtlinge hetzen, sie in „nützliche“ und „nutzlose“ einteilen und abschieben. Sie werden ermuntert, wenn Konzertveranstalter wie das Capitol kein Problem damit haben, nationalistische und völkische Bands wie „Frei.Wild“ vor tausenden Besuchern spielen zu lassen. Den Nazis wird geholfen, wenn „Rechtsextremismus“ und „Linksextremismus“ gleichgesetzt, und Antifaschisten damit diffamiert werden. Und schließlich werden Nazis ermuntert, weil aus dem NSU-Skandal keine Lehren gezogen werden und der „Verfassungssschutz“ nicht nur weitermachen kann wie bisher, sondern seine Kompetenzen sogar noch ausgebaut werden (wie etwa mit dem „Gemeinsamen Extremismus- und Terrorismusabwehrzentrum“).

Wir fordern, Nazis nicht länger zu ihrem Straßenterror gegen Migrantinnen und Migranten, Linke und andere Demokraten zu ermuntern, sondern sie politisch zu isolieren. Wir rufen unsere Kollegen und Mitbürger dazu auf, sich den Nazis entgegenzustellen – am Arbeitsplatz, in der Schule, an der Uni, in der Nachbarschaft, im Stadtteil, in ganz Hannover. Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

PM: Deutsche Kommunistische Partei Hannover

Antirassistisches Hannover

Diskussionsveranstaltung: Refugees welcome!

Antirassistisches Hannover
Antirassistisches Hannover
Eine linke Analyse der rassistischen Bürgerbewegungen und Strategien dagegen.

TERMIN: Montag, 10.03.2014
EINLASS / BEGINN: 18:30 Uhr / 19:00 Uhr
EINTRITT: frei
ORT: Kulturzentrum FAUST / Warenannahme

In Deutschland protestieren seit letztem Jahr an vielen Orten sogenannte Bürgerinitiativen gegen den Neubau von Unterkünften für Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Ins Leben gerufen werden diese Initiativen meist von der NPD, doch die Menschen vor Ort sind nur zu gerne bereit, mitzumachen. So kam es im letzten Jahr zu einer neuen Qualität rassistischer Proteste in Deutschland.
Den Anfang machte der Protest gegen eine neue Unterkunft in Berlin-Hellersdorf, der vorläufige Höhepunkt war eine NPD-Demonstration in Schneeberg, zu der 2000 Bürger und Nazis kamen.

Wir wollen gerne mit zwei in die Aktivitäten rund um Berlin-Hellersdorf involvierten Gruppen über die Ereignisse diskutieren. Vielleicht lässt sich so das Phänomen besser verstehen und wir können Strategien dagegen finden. Auf dem Podium sitzen Vertreter von T.O.P- Berlin und Avanti Berlin.

T.O.P. Berlin war bei der Mahnwache zum Schutz der Asylbewerber-Unterkunft in Berlin-Hellersdorf und beim Flüchtlingscamp am Oranienplatz aktiv. Außerdem sind sie beim “…ums Ganze!”-Bündnis organisiert und geben die Zeitung “Straßen aus Zucker” heraus.
Avanti Berlin war ebenfalls bei den Gegenaktivitäten in Berlin- Hellersdorf aktiv und hat vor kurzem einen Artikel im “Antifaschistischen Infoblatt” zum Thema veröffentlicht. Bundesweit ist Avanti Berlin in der Interventionistischen Linken organisiert.
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Hier nicht willkommen – Veranstaltungsreihe gegen rassistische Mobilmachung”. Veranstaltet vom AStA der Universität Hannover in Kooperation mit Fast Forward Hannover und assoziation [belle vie].

Drei vermummte Gestalten überfallen DKP-Mitglieder

Erneut gezielte Neo-Naziaggression in Hannover

Drei mit schwarzen Kopfhauben maskierte männliche Täter haben am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr auf dem Parkplatz des Hanomag-Geländes in Hannover (Linden-Süd) Mitglieder der DKP überfallen, teilweise verletzt und massiv beleidigt.
Offenbar hatte die drei Täter, die offensichtlich der hannoverschen Neonazi-Szene zuzurechnen sind, gezielt das Ende einer Veranstaltung im örtlichen DKP-Büro abgewartet.

Mit üblen Pöbeleien stürmten die drei schwarz bzw. dunkelgrau Vermummten auf drei DKP-Mitglieder, darunter eine blinde Frau, los und attackierten mit Fußtritt und körperlichem Angriff.
Einer der Überfallenen wurde in „Kung-Fu-Manier“ mit dem Fuß am oberen linken Rippenbogen verletzt und muss sich in ärztliche Behandlung begeben. Ein weiterer Überfallener konnte mit einem Rucksack die zum Schlagen erhobene Hand eines Angreifers abwehren. Die blinde DKP-Genossin konnte im Schutz eines Autos körperlichen Angriffen entgehen.

Nachdem eine nicht am unmittelbaren Geschehen beteiligte Person lautstark mit Rufen eingriff, flüchteten die drei vermummten Täter in Richtung Göttinger Straße.
Einer der Täter trug einen dunkelgrau gemusterten Kapuzenpullover, dessen Kapuze über die Sturmhaube gezogen war, sowie eine schwarze Jogginghose mit weißen Streifen und weißen Turnschuhen. Die beiden anderen Täter waren schwarz gekleidet.

Die drei überfallenen DKP-Mitglieder erstatteten am gleichen Abend bei der Polizei Anzeige wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung und Beleidigung.

DKP Hannover
c/o Matthias Wietzer
Göttinger Straße 58
30449 Hannover

Frauen im Rechtsextremismus

Fachtag: Frauen im Rechtsextremismus

Frauen im RechtsextremismusDie Zahl von Frauen, die äußerst aktiv in der rechten Szene agieren, wächst an – auch in Hannover.
Diese Entwicklung ist allerdings nicht neu und wird nicht ohne Gegenreaktion hingenommen. Und dies nicht erst seit dem Bekanntwerden der Rolle von Beate Zschäpe innerhalb der NSU-Terrorgruppe. Unterschiedliche Organistionen und Institutionen beschäftigen sich mit rechtsextremen Frauen. Das Referat für Frauen und Gleichstellung der Landeshauptstadt Hannover (LHH) und das Zentrum Demokratische Bildung (ZDB) veranstalten zu diesem Thema am 17. März im Neuen Rathaus einen Fachtag mit dem Titel „Frauen im Rechtsextremismus“.

Fachtag Hannover Flyer (pdf)

Eröffnet wird die Tagung von der Niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok.
Neben Vorträgen und Diskussionen beispielsweise zu weiblichen Strategien in der Nachbarschaft, in Vereinen und in sozialen Verbänden werden Workshops zu unterschiedlichen Themen wie „Prävention, Konfrontation und Rekonstruktion“ und „Versteckte Kennzeichen auf Kleidung und Tattoos“ angeboten.

Der Fachtag wird durch die Ausstellung „Frauen im Rechtsextremismus“, eine Info- und Materialbörse sowie durch selbsterklärende Arbeitsstationen zum Thema begleitet. Bereits jetzt sind 40 Anmeldungen eingegangen.

Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der LHH, Dr. Isabel Sievers von der Arbeitsstelle DIVERSITÄT – MIGRATION – BILDUNG (diversitAS) der Leibniz Universität Hannover und Beate Gonitzki vom Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V. haben heute (20. Februar) in einem Pressegespräch das Programm sowie die Inhalte des Fachtages vorgestellt.

Der Fachtag findet im Rahmen des vom Niedersächsischen Sozialministeriums initiierten und auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegten Projektes „Frauen im Rechtsextremismus“ statt und wird in Kooperation mit der Stelle für Demokratiestärkung und Rechtsextremismus der Landeshauptstadt, dem Gleichstellungsbüro und der Arbeitsstelle DIVERSITÄT – MIGRATION – BILDUNG der Leibniz Universität Hannover sowie Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V. und Arbeit und Leben Niedersachsen Bildungsvereinigung Mitte durchgeführt.

Statements:

Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der LHH:

„Im Rahmen des Projekts ‚Frauen im Rechtsextremismus‘ des Sozialministeriums ist es uns in Hannover gelungen, AkteurInnen an einen Tisch zu bringen, die schon lange an den Themen Rechtsextremismus und Geschlecht arbeiten – AkteurInnen aus der Stadtverwaltung, der Universität und von Bildungsträgern. Ziel des Fachtags ist die Sensibilisierung der Teilnehmenden für rechtsextreme Erscheinungsformen (z. B. Kleidung und Sprache) und damit verbunden das Aufzeigen von Strategien im Umgang mit rechtsextremen Kolleginnen, aber auch rechtsextremen Besucherinnen und Klientinnen. Zudem wollen wir den Teilnehmenden Möglichkeiten für eine weitere Zusammenarbeit mit uns als KooperationspartnerInnen aufzeigen und sie als MultiplikatorInnen für das Thema gewinnen. Der Fachtag richtet sich unter anderem an Menschen mit pädagogischen Berufen, an Mitarbeitende in Verwaltungen und Unternehmen sowie an Aktive in Vereinen.“

Dr. Isabel Sievers, Arbeitsstelle DIVERSITÄT – MIGRATION – BILDUNG (diversitAS), Leibniz Universität Hannover:

„Die Beteiligung der Arbeitsstelle diversitAS der Leibniz Universität Hannover an dem Fachtag bietet für Studierende aber auch Mitarbeitende der Universität Hannover ganz konkrete Möglichkeiten sich zu dem Thema auszutauschen, konkrete Handlungsempfehlungen und Kontaktmöglichkeiten in Hannover und Umgebung zu bekommen und sich stärker zu vernetzen.
Schon der gemeinsame Austausch der beteiligten Kooperationspartner im Vorfeld hat hierbei weitere Aktivitäten und Vorhaben an der Universität Hannover angeregt, wie z.B. ein Seminarangebot der Hauptreferentin des Fachtages zum Thema ‚Gender und Rechtsextremismusprävention‘, sowie einzelne kleinere Forschungsarbeiten und Projektideen. Auf die Art und Weise wird die Sensibilisierung für das Thema ‚Frauen im Rechtsextremismus‘ weiter getragen und weiter bearbeitet.“

Beate Gonitzki, Fachbereichsleitung Kultur und Politik, Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V.:

„Unter anderem die Studie ‚Die Mitte im Umbruch‘ der Friedrich-Ebert-Stiftung belegt, dass fremdenfeindliche Einstellungen die gesamtdeutsche Bevölkerung durchzieht. Rechtsextreme Einstellungen sind bei Frauen nur unwesentlich geringer zu finden als bei Männern. Wir wollen daher mit dem Fachtag aufzeigen, dass rechtsextreme Frauen kein Randphänomen sind, sondern unbedingt beachtet werden müssen, da ihnen wichtige Aufgaben in der rechten Szene zugeteilt werden – gerade weil sie Frauen sind.“

Pressemitteilung: Stadt Hannover