Mechanische Weberei

Mein Quartier Linden

Lindener Rathaus
Lindener Rathaus

Quartier e.V. und Freizeitheim Linden stellen in Vorträgen und Rundgängen Linden vor.

Dabei richtet sich das Angebot an Neulindener*innen und Interessierte, aber auch an fortgeschrittene Lindenexpert*innen.

Reihe „Linden für Anfänger*innen“

in zwei Vorträgen und drei Rundgängen:

Vortrag: „Linden von den Anfängen bis 1920“
Donnerstag, 19. April, 19:00 Uhr

Vortrag: „Linden von 1920 bis heute“
Donnerstag, 3. Mai, 19:00 Uhr

In den ca. einstündigen Vorträgen mit zahlreichen Bildern wird ein Überblick über die Lindener Geschichte gegeben. Von den Anfängen als kleines Bauerndorf, den Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg, den Anlagen des Küchengartens und von-Platen-Gartens bis zum schönsten Dorf im Königreich Hannover geht die bewegte Geschichte. Dann folgt die Industrialisierung mit der Errichtung zahlreicher riesiger Fabriken und dem Zubauen Lindens mit Arbeiterwohnungen. 1885 wird Linden Stadt, hat 1900 schon 50.000 Einwohner*innen und bei der Vereinigung mit Hannover 1920 sogar über 80.000. Aus dem Bauerndorf ist das „rote Linden“, eine Hochburg der Arbeiterbewegung, geworden.

In der Weimarer Zeit, der Zeit des Nationalsozialismus und den Weltkriegen leidet Linden wie andere Stadtteile Hannovers auch. Vom Krieg glücklicherweise nicht so stark zerstört wie Hannover, finden weitere große Veränderungen durch die städtebauliche Sanierung ab den 1970er Jahren und die wirtschaftliche Aufgabe zahlreicher Großbetriebe sowie vieler kleiner Geschäfte statt. Nach Linden ziehen viele arme Menschen ausländischer Herkunft und dann auch viele Studierende. In den letzten Jahren ist aus dem armen, ehemaligen Arbeiterquartier, erst ein Multi-Kulti-Viertel und heute ein lebendiger, schicker Stadtteil auch für Besserverdienende geworden.

Ort: im historischen Stadtteil-Archiv im Keller des Freizeitheims Jonny Peter (Quartier e.V.)

Mechanische Weberei
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Ergänzt wird „Linden für Anfänger*innen“ um die Reihe „Linden für Entdecker*innen“:

Nach den Vorträgen zur Einführung in die Lindener Geschichte bieten die Rundgänge durch das Quartier  Einblicke direkt vor Ort zur jeweiligen Entwicklung der drei Lindenen Stadtteile:

Rundgang: „Linden-Mitte“
Samstag, 26. Mai, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Platz am Küchengarten; Jonny Peter (Quartier e.V.)

Rundgang: „Linden-Süd“
Samstag, 2. Juni, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Lindener Markt; Jonny Peter (Quartier e.V.)

Rundgang: „Linden-Nord“
Samstag, 23. Juni, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Platz am Küchengarten; Jonny Peter (Quartier e.V.)

Rundgang über den Lindener Berg
Samstag, 14. April, 14:00 Uhr
Dieser Rundgang findet als „MixTour“ im Rahmen des städtischen Programms „Grünes Hannover“ statt.
Treffpunkt: St. Martinskirche; Jonny Peter (Quartier e.V.)

Rundgang Fössefeldfriedhof:
Samstag, 12. Mai, 14:00 Uhr
Dieser Rundgang über den Fössefeldfriedhof/Limmer findet im Rahmen des Programms „Grünes
Hannover“ statt.
Treffpunkt: Eingang Friedhofstraße, Jonny Peter (Quartier e.V.)

Zur Geschichte der Juden in Linden
Sonntag, 24. Juni,
10:00-13:00 Uhr (mit Kaffeepause)
Eine Führung zu den Grabstätten Lindener Juden auf dem Alten Jüdischen Friedhof und dem jüdischen Friedhof An der Strangriede (Nordstadt). Männliche Besucher sollten eine Kopfbedeckung tragen.
Treffpunkt: Nordstadt/ Oberstraße Friedhofseingang
Kosten 5,00 EUR
Dr. Peter Schulze (Quartier e.V.)

Alle Rundgänge „Linden für Anfänger*innen“, ca. 90 Minuten
Kontakt: Quartier e.V. /Küchengartenpavillon, Am Lindener Berge 44, verein@quartier-ev.de, Tel.: 0160-96754410
Nach den Sommerferien wird die Reihe mit Rundgängen und Vorträgen fortgesetzt!

www.quartier-ev.de

Eva Simon

Eva Simon liest aus ihrem Tagebuch 1938-1961

Eva Simon
Eva Simon
Die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung DECIUS in Linden setzen ihre gemeinsame Lesereihe „Linden – eine Reise durch Raum und Zeit“ fort.

Nach Ostern, am Freitag, den 6. April, ist Eva Simon in Linden-Mitte zu Gast, sie liest aus ihrem 2007 veröffentlichten Buch „Evas Tagebuch – Hannover 1938-1961“. Darin schildert sie ihr Heranwachsen in einer Mittelstandsfamilie in Hannover und Linden, in der Zeit des Nationalsozialismus und der jungen Nachkriegsdemokratie. In den Geschichten von Eva Simon, geb. Rose, gehen Komik und Tragik oft Hand in Hand.

Eva Simon – „Evas Tagebuch – Hannover 1938-1961“
Freitag, 6. 4. 2018, 19.30 Uhr,
Buchhandlung Decius, Falkenstraße 10
Eintritt frei. Anmeldung bitte unter (0511) 44 18 93.

Ihmezentrum 2025

Ihmezentrum 2025

Ihmezentrum 2025
Ihmezentrum 2025
Es ist das Jahr 2025 – Hannover ist europäische Kulturhauptstadt, und das Ihme-Zentrum ist das Wahrzeichen des Festes. Leitthema des Festivals ist die positive Transformation – im urbanen Raum, aber auch in der Gesellschaft insgesamt. Aus der ganzen Welt kommen die Menschen, um sich anzuschauen, wie es Hannover gelungen ist, aus der Ruine Ihme-Zentrum das Symbol einer nachhaltigen, smarten, kreativen und grünen Urbanität zu machen.

Die Grundlage für dieses Leuchtturmprojekt legen wir 2018: Die Event-Reihe #ihmezentrum2025 verbindet Bürgerbeteiligung mit Innovation, Forschung und Kultur. Die fünf Leitthemen lauten: Digitalisierung/Smart City, Produktive Stadt/Industrie 4.0, Grüne Stadt/Urban Farming, Mobilität/Teilhabe und Kreativwirtschaft.

Den Auftakt machten zwei Veranstaltungen zum Brutalismus am 7. Januar und zur Anfangsphase des Ihme-Zentrums.

17. März: „Intown – Investor oder Spekulant?“
14 Uhr, Eintritt frei. Anmeldung per E-Mail an mail(at)ihmezentrum(.)org
Berichte von Betroffenen des Großeigentümers im Ihme-Zentrum. Vortrag von Prof. Andrej Holm über Herausforderungen der Stadtentwicklung. Zum Abschluss moderierte Podiumsdiskussion
Kooperationspartner: Landeshauptstadt Hannover, Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, h1

4. April: „Mit den Riesen auf Augenhöhe“
19 bis ca. 22 Uhr, Eintritt frei
Vortrag der Architektinnen Alexandra Apfelbaum und Yasemin Utku über Großwohnsiedlungen wie das Ihme-Zentrum
Kooperationspartner: Landeshauptstadt Hannover, Verein zur Förderung der Baukunst, h1

14./15. April „Grüne Stadt“
Samstag: 15 bis 17 Uhr; Sonntag: 14 bis ca. 18 Uhr, jeweils Eintritt frei
Vorträge, Workshops, offene Diskussionen darüber, wie sich das Ihme-Zentrum durch Gärten und Grün verbessern lässt.
Kooperationspartner: Landeshauptstadt Hannover, Heinrich-Böll-Stiftung, h1, Leibniz Universität Hannover – Institut für Freiraumentwicklung, Hannover Voids

21. April „Stadt als Möglichkeitsraum“
14 bis ca. 18 Uhr, Eintritt frei
Vorträge, Workshops, offene Diskussion zum Thema, warum das Ihme-Zentrum so viel Potenzial hat.
Kooperationspartner: Landeshauptstadt Hannover, Leuphana Universität Lüneburg

15. Mai „Vereinsmeierei: Architektur“
19 bis ca. 22 Uhr, Eintritt frei
Vorträge über tolle Ideen und Innovationen aus dem Bereich Bauen.
Kooperationspartner: Landeshauptstadt Hannover, kreHtiv Netzwerk Hannover

Weitere Termine folgen:
https://experimentihmezentrum.wordpress.com/ihmezentrum2025/

Linden in den 70er Jahren (© Winfried von Esmarch)

Bildervortrag im Cafe K: Linden im Wandel in den 1970er Jahren

Linden in den 70er Jahren (© Winfried von Esmarch)
Linden in den 70er Jahren (© Winfried von Esmarch)

Der hannoversche Fotograf Winfried von Esmarch lebte – in seiner Jugend – ab 1967 in Linden. 1972 begann er mit der Fotografie, analog und in schwarz-weiß; „eine gute Schule“, wie er sagt. In diesen Anfangsjahren entstand eine Reihe von Fotos, die zum Teil bis Juni 2018 im Café K in Linden ausgestellt werden.

Gerade in den 1970er Jahren erfuhr Linden die größten Veränderungen vom tradionellen Arbeiterviertel zum modernen Stadteil mit all seinen Facetten. Die Fotos zeigen – im künstlerischen und dokumentarischen Spannungsfeld – eine Zeit, in der sich der bauliche Zustand der Lindener Straßen und Häuser sehr vom heutigen unterschied.

Begleitend zur Ausstellung zeigt Winfried von Esmarch am 14. März um 19 Uhr im Café K. den Bildervortrag „Linden im Wandel 1970“ mit weiteren Fotos. Zur Einführung erläutert Ernst Barkhoff, langjähriger Stadtbezirksrat- und Baupolitiker in Linden-Limmer die Situation in Linden um 1970. Gelegenheit zu Diskussion und Erinnerungsaustausch wird geboten.

Mit dieser Veranstaltung starten die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung DECIUS in Linden ihre gemeinsame Lesereihe, die bis zum Juni „Linden – eine Reise durch Raum und Zeit“ bietet.

Winfried von Esmarch – Linden im Wandel in den 1970er Jahren
Bildervortrag am Mittwoch, den 14.03.18 um 19 Uhr
Im Café K, Egestorfstraße18
Eintritt frei, Anmeldung bitte unter info@cafek.de

www.lebensraum-linden.de

Schwanenburg in Limmer

Lesung: Die Schwanenburg

Horst Bohne (Foto: privat/Schmida)
Horst Bohne (Foto: privat/Schmida)

Horst Bohne liest zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Arbeiterleben in Linden“ wissenswertes über die Schwanenburg

Am 23. November beschließen die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung DECIUS in Linden ihre gemeinsame Reihe, die seit September in sechs Veranstaltungen das Leben im Linden der letzten 200 Jahre, also im Industriezeitalter, beleuchtet hat.

Zum Abschluss berichtet Horst Bohne in Wort und Bild von der Geschichte der „Schwanenburg“ in Limmer. Deren Name ist inzwischen in einem Gastronomie- und Veranstaltungsort an der Wunstorfer Straße wiederaufgelebt, ansonsten den Autofahrern durch die gleichnamige Kreuzung an der Ecke Westschnellweg / Bremer Damm geläufig.

Auch wenn Lindener Arbeiter den benachparten „Mühlenpark“ bevorzugten, wuchs die Bedeutung der Schwanenburg, als im Jahre 1896 der Unternehmer Max Rüdenberg den gesamten Komplex erwarb. Die wunderschöne Lage am Leineufer und die großzügigen Parkanlagen mit Kaffeegarten, Musikpavillon, Gast- und Konzertsälen entwickelten sich schnell zu einem beliebten Anziehungspunkt nicht nur für Limmeraner und Lindener, sondern für ganz Hannover. Im Ersten Weltkrieg wurden die beiden Konzertsäle als Schul-Reservelazarett eingerichtet und bis 1920 als solches genutzt. Max und Margarethe Rüdenberg waren jüdischer Abstammung, auch an ihr Wirken und Sterben im Nationalsozialismus wird Horst Bohne erinnern.

Schwanenburg in Limmer
Schwanenburg in Limmer

Lesung am Donnerstag, den 23.11.17 um 19.30 Uhr
in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10
Eintritt frei, Bitte um Voranmeldung: Tel. 0511 / 44 18 93

www.lebensraum-linden.de

Kesselhaus Linden

Neue Termine der Veranstaltungsreihe „Arbeiterleben in Linden“

Im Oktober setzen die Initiative „Lebensraum Linden“ www.lebensraum-linden.de und die Buchhandlung DECIUS in Linden ihre gemeinsamen Literatur-Veranstaltungen fort. Die Veranstaltungsreihe „Arbeiterleben in Linden beleuchtet das Leben im Linden der letzten 200 Jahre, also im Industriezeitalter. Ein Schwerpunkt liegt dabei nicht nur terminlich im Oktober mit Veranstaltungen am 12., 15. und 26.10.2017.

Heidi Rosenbaum: Proletarische Familien im frühen 20. Jahrhundert

Heidi Rosenbaum korrigierte 1992 mit ihrer Untersuchung „Proletarische Familien“ das in den Sozialwissenschaften lange tradierte Bild der Arbeiterfamilien und -väter. Selbst im sozial recht homogenen, als sozialdemokratische Hochburg geltenden Untersuchungsort Linden ließen sich verschiedene proletarische Milieus und Orientierungen identifizieren. Welche Faktoren dabei eine Rolle gespielt haben, berichtet Frau Rosenbaum, die bis zu ihrer Pensionierung 2006 als Professorin für das Fach Volkskunde/Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen tätig war. Seit 1999 war sie Leiterin des Projekts „Kinderalltag im Nationalsozialismus“.

Lesung am Donnerstag, den 12.10.17 um 19.30 Uhr
in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10
Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511 / 44 18 93

Kesselhaus Linden
Kesselhaus Linden

Günter Müller, DGB-Chor Hannover & Manfred Wassmann: Kultur im Kesselhaus
„Fabrik – Feder – Lesen – nach Noten“

Lesungen und Gesang am Sonntag, den 15.10.17 um 11.00 Uhr
im ehem. Kesselhaus der Bettfedernfabrik „Werner & Ehlers“ (FAUST-Gelände)
Eintritt frei

Das Kesselhaus auf dem Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner & Ehlers ist ein wichtiges Wahrzeichen der Industrialisierung in Linden. Als einer der letzten Zeugen erinnert es an eine Industriekultur, die diesen Stadtteil rund 150 Jahre lang geprägt hat. Bei einer Sonntagsmatinee stehen der Standort, seine Geschichte und das Leben in Linden-Nord im Mittelpunkt, der Arbeitstitel „Fabrik – Feder – Lesen – nach Noten“ deutet den Spannungsbogen an, der geschlagen werden soll. Spielen mit Worten und Tönen in der alten Lindener Fabrik, ein „Kammerkonzert“ der Worte und Klänge. In Kooperation mit dem Kulturzentrum FAUST e.V., der FAUST-Stiftung, der Kesselhaus-Initiative, dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer, der Linden-Limmer-Stiftung und der Hannoverschen Volksbank

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe „Arbeiterleben in Linden“

  • 26. Oktober Harri Weigelt: Zeitzeugengespräch zum 95. Geburtstag
  • 23. November Horst Bohne: Die Schwanenburg
Diskussionslabor - Einschnitte

Diskussionslabor – Einschnitte

Diskussionslabor - EinschnitteBeteiligung der hannoverschen Gesellschaft an der Neugestaltung der Dauerausstellung. Wir bauen an zentralen Orten in verschiedenen Stadtteilen ein „Diskussionslabor“ auf. Eine
Arena, in der geredet, diskutiert und gestritten werden kann.

Alle sind eingeladen! Die Gespräche werden moderiert.

Küchengarten
Do., 21. und Fr., 22.09., jeweils ab 13 Uhr

Welches Ereignis ist ein Einschnitt in Deinem Leben?

Was sind Einschnitte, die uns als Gesellschaft, unser Leben und unsere Zukunft verändern?

Wir stellen diese Fragen an Menschen in Hannover – wir sprechen darüber und zwar öffentlich!

Wir wollen wissen, welche Ereignisse solche Auswirkungen auf uns haben, dass sie in Zukunft einmal als historische Ereignisse wahrgenommen werden: Was verursacht Wandel und hat die Kraft unser Leben entscheidend zu verändern? Wir wollen wissen, wie die Menschen in Hannover darüber denken.

Was machen wir?

Wir bauen an zentralen Orten in verschiedenen Stadtteilen ein „Diskussionslabor“ auf. Eine Arena, in der geredet, diskutiert und gestritten werden kann. Zu Gast in diesem Labor sind Gesprächspartner_innen mit interessanten und provokanten Meinungen dazu, was Einschnitte in unserem Leben bedeuten. Jede und Jeder kann sich dazu gesellen, Fragen stellen, Meinungen sagen und im Gespräch Ideen entwickeln. Alle sind eingeladen! Die Gespräche werden moderiert.

Zuvor sind wir mit Scouts im Stadtteil unterwegs. Die Scouts befragen die Menschen im Stadtteil nach Einschnitten für ihr und unser aller Leben. Die Aussagen der Menschen werden an einer Wand des Diskussionslabors ausgestellt und in die Gespräche einbezogen.

Warum machen wir das?

Das Historische Museum Hannover gestaltet derzeit mit großem Aufwand seine Dauerausstellung völlig neu. Die Ausstellung wird die Geschichte der Stadt aus verschiedenen Perspektiven darstellen. Die Frage nach der Identität Hannovers wird auf unterschiedliche Art und Weise beantwortet. Ein wichtiges Thema der neuen Dauerausstellung werden Einschnitte sein – historische Ereignisse, denen in der Rückschau eine starke Kraft des Wandels zugesprochen wird. Es sind Ereignisse oder Prozesse, wie die napoleonischen Kriege, die Industrialisierung, die Annexion Hannovers durch Preußen oder der Zweite Weltkrieg. Die Ausstellung wird aber auch die Frage stellen, welche Ereignisse der Gegenwart und jüngsten Vergangenheit in Zukunft vergleichbar wahrgenommen werden. Wie werden wir also in 50 oder 80 Jahren auf unsere Zeit schauen und was werden wir als historisch bedeutsame Entwicklungen ansehen?

Die neue Dauerausstellung des Historischen Museums Hannover unternimmt den ungewöhnlichen Versuch, die Perspektiven und Meinungen der Menschen in Hannover in die Ausstellung zu integrieren: Es ist eure Stadt – eure Sicht auf die Stadt gehört in euer Stadtmuseum! Wir wollen mit den Menschen dort in Kontakt kommen, wo sie leben, arbeiten und einkaufen. Deshalb gehen wir raus aus dem Museum und rein in die Stadtteile.

Aktuelle Informationen über den Umbau und die Neugestaltung erhalten Sie unter: www.hannovermuseum.de

Mechanische Weberei, um 1880

Veranstaltungsreihe „Arbeiterleben in Linden“ – von September bis November

Mechanische Weberei, um 1880
Mechanische Weberei, um 1880

Im September setzen die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung DECIUS in Linden ihre gemeinsamen Literatur-Veranstaltungen fort. 2017 werden sechs Veranstaltungen angeboten, die das Leben im Linden der letzten 200 Jahre, also im Industriezeitalter beleuchten. Ein Schwerpunkt liegt im Oktober – mit drei Veranstaltungen in zwei Wochen. Die Lesungen in der Buchhandlung DECIUS finden jeweils donnerstags um 19:30 Uhr, die Veranstaltungen mit Günter Müller am Wochenende statt. Hier eine kurze Vorschau, alle sechs Veranstaltungen sind auch auf zu finden:

  • 14. September Horst Deuker: Die Vereinigung von Hannover und Linden
  • 16. September Günter Müller: 20. Literarischer Rundgang in Linden-Nord
  • 12. Oktober Heidi Rosenbaum: Proletarische Familien im frühen 20. Jahrhundert
  • 15. Oktober Günter Müller, DGB-Chor & Manfred Wassmann: Kultur im Kesselhaus
  • 26. Oktober Harri Weigelt: Zeitzeugengespräch zum 95. Geburtstag
  • 23. November Horst Bohne: Die Schwanenburg

Horst Deuker: Die Vereinigung von Hannover und Linden – eine fast hundertjährige, unglaubliche Geschichte

Lesung am Donnerstag, den 14.09.17 um 19.30 Uhr
in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10

Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511 / 44 18 93

Den Beginn der Veranstaltungsreihe bildet eine Übersicht über rund hundert Jahre Lokalgeschichte, von 1820 bis 1920. Diese begann zwar am 24. Mai 1817 mit einer Denkschrift aus Hannover, aber die Vereinigung der Städte Hannover und Linden wurde lange von hannoverscher Seite abgewiesen, nicht zuletzt wegen der finanziellen Hilfsbedürftigkeit mancher Lindener Arbeiter. Erst am 1. Januar 1920 trat das Gesetz zur Vereinigung der Städte Hannover und Linden vom 15. Dezember 1919 in Kraft. Diese „fast unendlichen Geschichte“ wird in Wort und Bild von Horst Deuker nacherzählt. Der Referent wurde 1931 in Linden-Süd geboren, seine Großeltern wohnten noch in der Werkssiedlung „Klein-Rumänien“.

Günter Müller: 20. Literarischer Rundgang „Orte einer Lindener Kindheit“

Treffpunkt: 16.09.17, 14 Uhr
am Café Doppelkorn, Limmerstraße 58, 30451 Hannover
Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511 / 40 68 67 oder E-Mail: g.mueller@htp-tel.de

Der Lindener Autor liest aus seinem Buch „Unvollständige Rückkehr an vergangene Orte“ über die Schule, das Fußballspielen auf Höfen, Straßen und im Verein, das Träumen von einer fremden Frau und fernen Ländern, von Filmvorstellungen im Apollo-Kino der 1950er Jahre und einen Mann, der kein Vater war. Die Veranstaltung wird vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover unterstützt. Auszüge des Rundgangs als digitale „Tour“ auf www.lebensraum-linden.de

Heidi Rosenbaum: Proletarische Familien im frühen 20. Jahrhundert

Lesung am Donnerstag, den 12.10.17 um 19.30 Uhr
in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10

Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511 / 44 18 93

Heidi Rosenbaums korrigierte 1992 mit ihrer Untersuchung „Proletarische Familien“ das in den Sozialwissenschaften lange tradierte Bild der Arbeiterfamilien und -väter. Selbst im sozial recht homogenen, als sozialdemokratische Hochburg geltenden Untersuchungsort Linden ließen sich verschiedene proletarische Milieus und Orientierungen identifizieren. Welche Faktoren dabei eine Rolle gespielt haben, berichtet Frau Rosenbaum, die bis zu ihrer Pensionierung 2006 als Professorin für das Fach Volkskunde/Europäische Ethnologie an der Universität Göttingen tätig war. Seit 1999 war sie Leiterin des Projekts „Kinderalltag im Nationalsozialismus“.

Günter Müller, DGB-Chor Hannover & Manfred Wassmann: Kultur im Kesselhaus
„Fabrik – Feder – Lesen – nach Noten“

Lesungen und Gesang am Sonntag, den 15.10.17 um 11.00 Uhr
im ehem. Kesselhaus der Bettfedernfabrik „Werner & Ehlers“ (FAUST-Gelände)

Eintritt frei
Das Kesselhaus auf dem Gelände der ehemaligen Bettfedernfabrik Werner & Ehlers ist ein wichtiges Wahrzeichen der Industrialisierung in Linden. Als einer der letzten Zeugen erinnert es an eine Industriekultur, die diesen Stadtteil rund 150 Jahre lang geprägt hat. Bei einer Sonntagsmatinee steht der Standort im Mittelpunkt, der Arbeitstitel „Fabrik – Feder – Lesen – nach Noten“ deutet den Spannungsbogen an, der geschlagen werden soll. Spielen mit Worten und Tönen in der alten Lindener Fabrik, ein „Kammerkonzert“ der Worte und Klänge. In Kooperation mit dem Kulturzentrum FAUST e.V., der FAUST-Stiftung, der Kesselhaus-Initiative, dem Stadtbezirksrat Linden-Limmer, der Linden-Limmer-Stiftung und der Hannoverschen Volksbank

Harri Weigelt: Zeitzeugengespräch zum 95. Geburtstag

Lesung und Vortrag am Donnerstag, den 26.10.17 um 19.30 Uhr
in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10

Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511 / 44 18 93

Harri Weigelt, geboren am 22. Oktober 1922 und aufgewachsen im Arbeiterviertel Linden-Nord, ist einer der ältesten und letzten Zeitzeugen des hiesigen Arbeiterlebens. Er verbrachte Kindheit und Jugend vor allem in der Kochstraße, auf der Straße und schon früh beim Rugby (sprich: „Röbgi“). Er erlebte die Auseinandersetzungen zwischen Arbeiterfamilien aus der sozialdemokratisch orientierten Kochstraße und der kommunistisch orientierten Fannystraße. Seinen Beruf als Dreher erlernte er in einem Betrieb auf dem Gelände der ehemaligen Mittelland-Gummiwerke (Stärke-/ Ecke Walter-Ballhause-Straße). Nach dem Krieg – ohne eigenen Kampfeinsatz – war er Mitglied der vielleicht besten Rugby-Mannschaft aller Zeiten von Victoria Linden. Für seine langjährige Jugendarbeit in diesem Verein und ebenfalls langjährige Tätigkeit im Betriebsrat von Westinghouse (heute: WABCO) wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. An diesem Abend wird die DVD eines Gesprächs von Manfred Wassmann mit Harri Weigelt – hoffentlich im Beisein des Protagonisten – vorgestellt. In Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt Linden.

Horst Bohne: Die Schwanenburg

Lesung am Donnerstag, den 23.11.17 um 19.30 Uhr
in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10

Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511 / 44 18 93

Horst Bohne erzählt in Wort und Bild die Geschichte der „Schwanenburg“ in Limmer. Deren Name ist inzwischen in einem Gastronomie- und Veranstaltungsort an der Wunstorfer Straße wiederaufgelebt, ansonsten den Autofahrern durch die gleichnamige Kreuzung an der Ecke Westschnellweg / Bremer Damm geläufig. Die Bedeutung der Schwanenburg wuchs, als im Jahre 1896 der Unternehmer Max Rüdenberg den gesamten Komplex erwarb. Die wunderschöne Lage am Leineufer und die großzügigen Parkanlagen mit Kaffeegarten, Musikpavillon, Gast- und Konzertsälen entwickelten sich schnell zu einem beliebten Anziehungspunkt nicht nur für Limmeraner und Lindener, sondern für ganz Hannover. Im Ersten Weltkrieg wurden die beiden Konzertsäle als Schul-Reservelazarett eingerichtet und bis 1920 als solches genutzt. Max und Margarethe Rüdenberg waren jüdischer Abstammung, auch an ihr Wirken und ihr Sterben im Nationalsozialismus wird Horst Bohne erinnern.

www.lebensraum-linden.de

Wegweiser am Stichkanal zum Lindener Hafen

Ausstellung „100 Jahre Hafen Linden 1917 – 2017“

Lindener Hafen mit Kohleschiff
Lindener Hafen mit Kohleschiff
Durch den Bau des Mittellandkanals wurde Hannover zur Hafenstadt. Im April 1917 wurde der Hafen Linden erstmals in Betrieb genommen und stellt auch heute einen wichtigen Bestandteil des Wirtschaftslebens in der Region Hannover dar. Damit feiert der Lindener Hafen in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen.

In der Ausstellung „100 Jahre Hafen Linden 1917 – 2017“ im Freizeitheim Linden vom 14. Juni bis Ende Juli (während der normalen Öffnungszeiten des Freizeitheims) wird die Geschichte des Hafens in Linden auf großen Ausstellungsplakaten aufgearbeitet und bietet einen Einblick durch das Jahrhundert in die Arbeit im Hafen, die Firmen und Gewerke, die trimodale Verkehrs-Umschlagsanlage und den Nutzen für Hannover.

Das Lindener Tor zur Welt

Das Lindener Tor zur Welt

Das Lindener Tor zur Welt100 Jahre Lindener Hafen

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Lindener Hafens ist der Bildband „Das Lindener Tor zur Welt – 100 Jahre Lindener Hafen“ mit Werken des Lindener Malers Volker Brose erschienen.

Die in dem 48-seitigen Heft vorgestellten 15 Arbeiten mit aktuellen Motiven aus dem Lindener Hafen in verschiedenen Techniken sind in den letzten Jahren in loser Abfolge im Rahmen verschiedener Projekten entstanden sind. Ergänzt werden die Werkabbildungen der in Öl, Acryl, Aquarell und als Holzschnitt angefertigten Bilder durch 15 Schwarz-Weiß- Fotografien.

Volker Brose legt damit nach dem Katalog „Linden im Quadrat“ aus dem Jahr 2015 zum zweiten Mal einen Beitrag zu einem besonderen Linderer Geburtstagsereignis vor. Auch diesmal lässt er die BetrachterInnen wieder an seinem persönlichen Blick auf das Besondere im Alltäglichen „seines“ Stadtteils teilhaben und würdigt damit diesen nicht nur für Linden bedeutsamen Ort mit seinem speziellen Charme aus der Kombination, moderner Technik, Morbidität und Verfall und manchmal sogar romantischer Hafenstimmung, in dem die Spuren der vergangen Jahre neben aller Aktualität allgegenwärtig sind.

Der Bildband ist ab sofort im r2k | Raum für Kunst und Kommunikation | Kötnerholzweg 4 | 30451 Hannover – Linden zum Preis von € 12,00 erhältlich.

www.r2k-linden.de

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