Teleskop in der Sternwarte

Sternwarte für Kinder und Teleskop-Show

Teleskop in der Sternwarte
Teleskop in der Sternwarte

Sonderveranstaltung: Teleskop-Show am 8. Dezember

Am 8. Dezember ab 20 Uhr können Sie sich in der Volkssternwarte Hannover in Theorie und Praxis einen Überblick über astronomische Teleskope und deren Handhabung verschaffen. In Zusammenarbeit mit mit becker+flöge präsentiert dieVolkssternwarte die „Teleskop-Show“. Ein Kurzvortrag erläutert die Funktionsweise klassischer Teleskope für Amateurastronomen. Sie können außerdem eine Vielzahl verschiedener Modelle besichtigen und bei gutem Wetter direkt am Hannoveraner Sternenhimmel miteinander vergleichen.

Sternwarte für Kinder am 9. Dezember

Sternwarte auf dem Lindener Berg
Sternwarte auf dem Lindener Berg

Am Freitag, den 9. Dezember, öffnet die Volkssternwarte ab 17:30 Uhr exklusiv für Kinder bis 13 Jahre mit ihren erwachsenen Begleitern. Diesmal gibt es nicht nur die Möglichkeit, den Sternenhimmel zu beobachten, sondern der Mond kann auch mit mitgebrachten Kameras und Smartphones durch die Teleskope fotografiert werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei klarem Himmel beobachtet ihr am Freitagabend unter Anleitung der Mitglieder der Sternwarte das Weltall und vor allem den zunehmenden Mond durch unsere großen Teleskope. Der Mond ist bereits um 17:30 Uhr MEZ hervorragend am dann bereits dunklen Abendhimmel zu sehen und bietet durch unsere Fernrohre einen atemberaubenden Anblick. Beim Blick durch das Teleskop werdet ihr fast das Gefühl haben, ganz nah über den Mond und seine Berge, Krater und Lavaebenen zu fliegen.

Mit mitgebrachten Kameras und Smartphones habt ihr sogar die Möglichkeit ein selbst gemachtes Foto des Mondes als Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Unsere Mitglieder helfen euch dabei, Kamera und Smartphone in die richtige Position zu bringen, um euren ganz individuellen Schnappschuss zu machen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Volkssternwarte Geschwister Herschel Hannover e. V.
Am Lindener Berge 27
30449 Hannover
www.sternwarte-hannover.de

Zukunftswerkstatt im Dialog

Veranstaltungsreihe: Zukunftswerkstatt im Dialog

Zukunftswerkstatt im DialogSonntag, 4. Dezember 2016
Dokumentation: Das Ihme-Zentrum – Traum, Ruine, Zukunft

Vorstellungen:
Sonntag, 04.12.2016, 11:00 und 12.30 h
Sonntag, 08.01.2017, 11:00 h
Dienstag, 10.01.2017, 17:30 h
Dienstag, 31.01.2017, 17:30 h
APOLLO-Kino, Limmerstraße 50
Eintritt 5,00 €, ermäßigt 4,00 €
Weitere Infos: www.apollokino.de

Mittwoch, 7. Dezember 2016
Städtebaurecht im Ihme-Zentrum – Chancen und Möglichkeiten

Einführung: Gerd Runge, Michael Römer, Dieter Frenzel

Diese Themen sind geplant:

  • die Grenzen der privatrechtlichen Eigentumsstrukturierung und die Möglichkeiten der Umstrukturierung nach Baugesetzbuch;
  • die transparente Entwicklung eines städtebaulichen Konzeptes von Integration von Ihme-Zentrum in den Stadtteil im Rahmen von Vorbereitenden Untersuchungen nach Baugesetzbuch;
  • das Verfahren und die einzelnen Schritte von Vorbereitenden Untersuchungen mit abschließendem Beschluss, rechtliche Änderungen während des Verfahrens und Höhe und Ermittlung von Ausgleichbeträgen nach dem Abschluss des Verfahrens.

Mittwoch, 7. Dezember 2016, 19.30 h
Versammlungsraum der Wohngruppe, Wohnungsgenossenschaft Ostland,
Blumenauer Str. 25 (Ecke Gartenallee)

Sonnabend, 17. Dezember 2016
Sonntag, 18. Dezember 2016
Wunder-Wandel- Weihnachtsmarkt

Vegane Köstlichkeiten, Pop-Up-Galerie, Rundgänge durch das Ihme-Zentrum für Groß und Klein und vieles mehr.
Veranstaltet von Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V., Kultur des Wandels und Transition Town Hannover e.V.

Sa, 17. Dezember 2016, 11:00-22:00 h
So, 18. Dezember 2016, 11:00-20:00 h

Mittwoch, 25. Januar 2017
Gefühlte Sicherheit im Ihme-Zentrum. Was kann und sollte verbessert werden?

Mittwoch, 29. März 2017
Das Ihme-Zentrum als kreativer Hotspot

Das komplette Programm finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Teleskop in der Sternwarte

Sternwarte für Kinder

So könnte der Mond im Teleskop aussehen (Bild: Sternwarte Hannover)
So könnte der Mond im Teleskop aussehen (Bild: Sternwarte Hannover)
Am Freitag, den 4. November 2016, öffnet die Volkssternwarte ab 17:30 Uhr (und bis etwa 19:30 Uhr) exklusiv für euch: Kinder bis 13 Jahre mit ihren erwachsenen Begleitern. Dabei erfahrt ihr nicht nur etwas über das Weltall und den Sternenhimmel in kurzen Vorträgen, sondern könnt auch die Teleskope der Sternwarte besichtigen und einen Blick über Hannover werfen.

Bei klarem Himmel wird dann nach Einbruch der Dunkelheit gemeinsam der Sternenhimmel durch die Teleskope beobachtet. Am Dämmerungshimmel werden neben den Sternbildern auch der zunehmende Mond und die Planeten Saturn, Mars und Venus zu sehen sein. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Mond bietet durch unsere Fernrohre einen atemberaubenden Anblick. Beim Blick durch das Teleskop werdet ihr fast das Gefühl haben, ganz nah über den Mond und seine Berge, Krater und Lavaebenen zu fliegen.

Sternwarte auf dem Lindener Berg

Wiederholung des Vortrags „So klingt die dunkle Seite des Universums“

Sternwarte Hannover
Sternwarte Hannover
Aufgrund des enormen Andrangs beim ersten Vortragstermin am 13. Oktober konnten leider nicht alle Besucher den Vortrag „So klingt die dunkle Seite des Universums“ hören. Das Team der Sternwarte Hannover bietet daher denselben Vortrag am 27. Oktober um 20 Uhr noch einmal an und hofft erneut auf viele Gäste.

Am 14. September 2015 haben die Advanced LIGO-Detektoren in den USA erstmals Gravitationswellen nachgewiesen und inzwischen die Verschmelzung von zwei Paaren Schwarzer Löcher nachgewiesen. Warum diese Beobachtungen den Beginn eines neuen Zeitalters der Astronomie darstellen, das uns einen vollkommen neuen Blick aufs Universum bieten wird, erklärt dieser Vortrag. Seit September 2016 messen die LIGO-Instrumente erneut mit nochmals verbesserter Empfindlichkeit. Bis April 2017 werden sie voraussichtlich weitere verschmelzende Schwarze Löcher und vielleicht auch andere Gravitationswellen-Ereignisse nachweisen. Erfahren Sie in unserem Monatsvortrag von Dr. Benjamin Knispel, was uns in den kommenden Jahren erwartet.

Der Vortrag beginnt um 20 Uhr, Einlass ist spätestens gegen 19:30 Uhr. Bitte seien Sie rechtzeitig vor Ort, die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns aber, wenn Sie die Volkssternwarte Hannover mit mit einer Spende unterstützen.

Rolls-Royce mit Sedan-Cabriolet-Karosserie von Jacobi Anfang der 1920er Jahre

Aus Linden in die Welt – „Fast 200 Jahre Jacobi in Linden“

Rolls-Royce mit Sedan-Cabriolet-Karosserie von Jacobi Anfang der 1920er Jahre
Rolls-Royce mit Sedan-Cabriolet-Karosserie von Jacobi Anfang der 1920er Jahre
In ihrer gemeinsamen Lesereihe „Aus Linden in die Welt“ blicken die Initiative „Lebensraum Linden“ und die Buchhandlung DECIUS auf vielfältige Bezüge aus 900 Jahren Linden zur Welt zurück.

Am Donnerstag, den 27. Oktober 2016 um 19.30 Uhr gibt Heinrich Jacobi in Wort und Bild Einblicke in die Archive von „Gessner & Jacobi“. Dieses Unternehmen besteht seit fast 200 Jahren in der Falkenstraße und machte Hof und Volk (auto)mobil. Noch vor der Industrialisierung erfolgte 1820 die Unternehmensgründung unter dem Namen „H. Jacobi Hofwagenfabrik“. Wurden zunächst Kutschen, Kaleschen, Landauer gebaut, folgten später Straßenbahnwagen und Autokarosserien, z. B. eineSedan-Cabriolet-Karosserie für einen Rolls-Royce Anfang der 1920er Jahre

Seit 1951 ist die Firma „Gessner & Jacobi GmbH & Co.KG“ Volkswagen-Direkthändler, seit Mitte der 70er Jahre auch für die Marke Audi. Am Bauweg btreibt sie das Nutzfahrzeug Zentrum Hannover-West.

Lesung am Donnerstag, den 27.10.16 um 19.30 Uhr in der Buchhandlung DECIUS, Falkenstraße 10
Eintritt frei, Voranmeldung: Tel. 0511/441893
Ein Projekt der Initiative „Lebensraum Linden“ und der Buchandlung DECIUS

Foto: Rolls-Royce mit Sedan-Cabriolet-Karosserie von Jacobi Anfang der 1920er Jahre; Quelle: http://gessner-jacobi.de/historie.html

Esther Mujawayo und zwei ihrer Töchter bei den Women’s World Awards 2009 in der Wiener Stadthalle (Foto: Manfred Werner - Wikipedia)

Lesung: „Ein Leben mehr“

 Esther Mujawayo und zwei ihrer Töchter bei den Women’s World Awards 2009 in der Wiener Stadthalle (Foto: Manfred Werner - Wikipedia)
Esther Mujawayo und zwei ihrer Töchter bei den Women’s World Awards 2009 in der Wiener Stadthalle (Foto: Manfred Werner – Wikipedia)

Lesung und Vortrag von Esther Mujawayo mit anschließender Fragerunde

Esther Mujawayo liest aus ihrem Buch über den Völkermord in Ruanda und berichtet über ihre Arbeit mit schwer traumatisierten Flüchtlingen im Psychosozialen Zentrum Düsseldorf.

Termin: 22. Oktober 2016 – 18:30 Uhr
Ort: Café Allerlei, Allerweg 7, 30449 Hannover-Linden
Veranstalter: Allerweltsladen e. V. in Kooperation mit Asyl e. V. Hannover und Café Allerlei

Eintritt frei

Esther Mujawayo, Soziologin und Traumatherapeutin, hat 1994 in Ruanda den Völkermord überlebt. In ihrem Buch „Ein Leben mehr“ berichtet die Autorin, geboren 1958 in Ruanda, über ihre Kindheit und Jugend in Ruanda. Sie be-schreibt, wie sie den Genozid erlebte und überlebte. Ebenso berichtet sie darüber, wer den Bedrohten half, wer die Hilfe verweigerte. Sie zeigt die Geschichte früherer Diskriminie-rungen, Vertreibungen und Pogrome auf und verdeutlicht, dass der Völkermord 1994 von langer Hand vorbereitet und von politisch einflussreichen Kreisen gesteuert war.
Esther Mujawayo gründete nach dem Genozid gemeinsam mit anderen Witwen die Organisation AVEGA und wurde deren Vizepräsidentin. Sie hielt Vorträge und Lesungen auf zahlreichen internationalen Kongressen, Veranstaltungen und Konferenzen. Seit 1999 lebt sie in Deutschland. Heute arbeitet sie im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge Düs-seldorf mit schwer traumatisierten Flüchtlingen.

Weitere Infos unter: www.allerweltsladen.de

Foto: Manfred Werner – Tsui, Esther Mujawayo-Keiner, Women’s World Awards 2009 a, CC BY 3.0

Senioren-Service-Zentrum

Leibniz-Jahr 2016: Vortrag „G. W. Leibniz als Urvater des Computers“

Senioren-Service-Zentrum
Senioren-Service-Zentrum
Im Rahmen des Leibniz-Jahres 2016 präsentiert der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) am Mittwoch (24. August) um 15 Uhr den Vortrag „G. W. Leibniz als Urvater des Computers – Ein Rückblick auf das Rechnen mit 0 und 1 nach Leibniz-Art“ im Veranstaltungszentrum (Raum 238), Ihmepassage 5 (Eingang über Blumenauer Straße).

Die binäre Grundlage der heutigen Computertechnik war eine geniale und bahnbrechende Entwicklung von Gottfried Wilhelm Leibniz. Das binäre Zahlensystem kennt nur zwei Zustände: 0 und 1 und wurde damals als Dyadik bekannt. Eine 1 steht für eine belegte binäre Stelle. Heute nennt sich das „Binär-Code“. Leibniz begeisterte sich für das Rechnen mit 0 und 1. Die binären Zahlen sind im Logo der Leibniz-Universität in Hannover zu sehen.

Leibniz gab auch für das Binärsystem die vier Grundrechenarten an. Die binäre Idee war zukunftsweisend. Die Regeln hierfür hat er im Jahre 1676 in seinem Werk „De progression dyadica“ schriftlich fixiert. Den ersten Computer Z3 baute Konrad Zuse im Jahre 1941, auf der Grundlage des leibnizschen Zahlensystems. Deshalb gilt Leibniz als Urvater des Computers.

Referent ist der Diplom-Ingenieur Helmut Konietzny.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist gegen 17 Uhr beendet. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 168-45195 erhältlich.

Regionales Interkulturforum „Cross Culture“ in Hannover

Kulturministerin: „Andere Perspektiven einnehmen und dem vermeintlich Fremden Raum geben“

Wie wirkt sich der größer werdende Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund auf das Angebot und die Nachfrage kultureller Angebote aus? Und welchen Beitrag kann und soll die Kultur für gesellschaftliche Teilhabe leisten? Über diese und weitere Fragen diskutierten die mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem regionalen Interkulturforum „Cross Culture“, das hat heute in Kooperation mit dem Kulturzentrum Faust in Hannover stattgefunden hat. Nach Osnabrück und Oldenburg ist Hannover der dritte Veranstaltungsort.

„Mit der heutigen Veranstaltung wollen wir gemeinsam nach Wegen suchen, wie wir die Herausforderungen einer postmigrantischen Gesellschaft im Bereich Kunst und Kultur stemmen können. Denn gerade Kunst und Kultur eignen sich in besonderem Maße als Aushandlungsort zur Beantwortung der Frage, wie wir mit einander leben wollen. Denn es ist das Wesen der Künste, andere Perspektiven einzunehmen und dem vermeintlich Fremden Raum zu geben“, sagte die Niedersächsische Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić heute.

Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen verändern eine Gesellschaft: Welche Folgen und Entwicklungen sind mit einer bunter werdenden Gesellschaft für die niedersächsischen Kulturinstitutionen verbunden? Um den Austausch zwischen Kulturverantwortlichen und Kulturschaffenden, Vertreterinnen und Vertretern von Migrantenselbstorganisationen sowie Künstlerinnen und Künstlern weiter voranzutreiben, hat Kulturministerin Heinen-Kljajić die Veranstaltungsreihe „Cross Culture“ Anfang des Jahres ins Leben gerufen. Die Reihe der regionalen Interkulturforen soll den Austausch handelnder Akteure intensivieren, Synergieeffekte schaffen und gemeinsam eine Diskussion über die Rolle der Kultur und notwendige Veränderungen im Kulturbetrieb weiter voran treiben.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch Graphic Recording von der Illustratorin Tanja Föhr, die Gesamtmoderation übernahm Kenan Kolat aus Berlin.

Am 7. September wird das das regionale Interkulturforum in Göttingen in Kooperation mit dem Kulturzentrum musa e. V. stattfinden.

Interkultureller Familiengesundheitstag

Interkultureller Familiengesundheitstag

Interkultureller FamiliengesundheitstagAm 20. August 2016 ab 12:00 Uhr im Freizeitheim Linden, Windheimstraße 4, 30451 Hannover.

Programm für Frauen

1. Austausch mit Susan Bagdach (Interkulturelles Frauen und Mädchen Gesundheitszentrum Holla e.V.) in Deutsch, Arabisch, Englisch und Französisch

  • Frauengesundheit – der weibliche Körper
  • Schwangerschaft/Mutterpass und Geburt

2. Impulsvorträge zu wichtigen Themen für junge Frauen und Mütter

Programm für Männer

  • Einführung in Erste-Hilfe-Kurs

Programm für Kinder

  • Ab 8 Jahre Theaterworkshop
  • Überraschungen

Gemeinsames Grillen und Beisammensein im Hof des Freizeitheims.

Flucht Ucieczka

Dokumentartheater: Ucieczka-Flucht

Flucht Ucieczka
Flucht Ucieczka

Dokumentartheater reist im Güterzug von Polen nach Niedersachsen
Aufführungen am Güterbahnhof Hannover-Linden

Der Zweite Weltkrieg vertrieb Millionen von Menschen aus ihrer Heimat. Das Theater Das Letzte Kleinod ging zusammen mit dem polnischen Theater Gdynia Glowna auf Spurensuche in Russland, Polen und Deutschland und befragte Zeitzeugen, wie sie als Kind ihre Flucht erlebt haben. Aus den Geschichten entstand ein dokumentarisches Theaterstück, das in diesem Sommer in einem Güterzug an zehn Bahnhöfen in Polen und Deutschland gespielt wird. Vom 13. bis 15. August 2016 gastiert der Theaterzug am Güterbahnhof von Hannover-Linden.

Der junge Rotarmist sollte ein Lebensmittellager in der Nähe der umkämpften Stadt Berlin bewachen. Aber er verteilte das Dosenfleisch stattdessen an die hungernden Flüchtlinge. Ein russisches Mädchen flüchtete mit ihrer Familie vor den Deutschen aus dem zerstörten Waldai und bekam schließlich eine Wohnung in Königsberg zugewiesen. Doch zuerst mussten sie ein totes Pferd zur Seite schaffen, das im Treppenhaus des neuen Quartiers lag. Eine Frankfurterin hatte als kleines Kind miterlebt, wie sich die komplette Belegschaft eines Gutshofes in Ostpreußen auf dem Dachboden der Scheune aufhängte. Auch ihre eigene Mutter nahm sich dabei das Leben. Das sind nur drei von Dutzenden von Geschichten, welche die Theatermacher auf ihrer Recherchereise sammelten.

Theaterszene: Ucieczka-Flucht
Theaterszene: Ucieczka-Flucht

Noch heute sind diese Erlebnisse bei der älteren Generation allgegenwärtig. Zeitzeugen in Kaliningrad, Gdynia, Frankfurt/Oder und Niedersachsen erzählten von ihren traumatischen Erinnerungen. Oft waren diese Gespräche von Tränen begleitet. Das erstaunt kaum, denn eine Aufarbeitung fand nach dem Ende des Krieges nicht statt. Jetzt sollen diese Erzählungen an einem Ort inszeniert werden, der wie kein anderer für die Geschichte der Flucht steht. Fast jeder der Zeitzeugen erzählte von tagelangen Transporten auf der Eisenbahn. Das Stück wird deshalb in vier alten Güterwaggons aufgeführt, die für das Theaterstück von einer slowakischen Bahngesellschaft angemietet wurden. Die Aufführungen finden an zehn Güterbahnhöfen zwischen Pommern und Niedersachsen statt. Die Stadt Hannover steht in besonderer Beziehung zum ehemaligen Ostpreußen. Nach dem Krieg gehörte Niedersachsen zu den Hauptansiedlungsgebieten von Geflüchteten aus Ostpreußen. Von Hannover aus wurden die Flüchtlinge in das ganze Land verteilt.

Die Theatervorstellung „Ucieczka-Flucht“ wird am 13., 14. und 15. August 2016 jeweils um 19:00 und um 20:30 Uhr am Güterbahnhof Hannover-Linden (Zufahrt über Fischerhof) gespielt. Da die Anzahl der Sitzplätze begrenzt ist, wird eine vorige Reservierung empfohlen. Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.das-letzte-kleinod.de. Das Projekt wird von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, vom MWK Niedersachsen und von der Stiftung Niedersachsen gefördert. Das Theater Das Letzte Kleinod hat sich mit dokumentarischen Stücken an originalen Spielorten international einen Namen gemacht. Die Projekte werden mit dem Ozeanblauen Zug, einer mobilen Produktionsstätte mit neun eigenen Eisenbahnwaggons ausgeführt. In diesem Jahr wurde das Theater mit dem Theaterpreis des Bundes von der Staatsministerin für Kultur und Medien ausgezeichnet.