VHS: Eine Einführung in die Sozialpsychologie des Rassismus

Prof. Dr. Rolf Pohl, Leibniz Universität Hannover, wird in seinem Vortrag "Zur Sozialpsychologie des Rassismus. Eine Einführung" am Mittwoch (24. April) von 18.30 bis 20.30 Uhr in der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS), Theodor-Lessing-Platz 2, den grundlegenden Fragen und Themen zum Rassismus aus einer sozialpsychologischen Perspektive nachgehen. Im Mittelpunkt werden insbesondere die Projektion und ihre psychosoziale Bedeutung als Mittel der Abwehr persönlicher und sozialer Ängste stehen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Rassismus hat verschiedene Ursachen, tritt in unterschiedlichen Erscheinungsformen auf und ist weiterhin auch in Teilen der deutschen Alltagskultur tief verankert. Was aber ist eigentlich unter "Rassismus" zu verstehen? Die allgemein anerkannte Definition stammt von Albert Memmi: "Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen". Aber wie "funktioniert" der Rassismus genauer und warum bestimmt er immer wieder Bewusstsein und Handlungsbereitschaft von Individuen und Gruppen? Gemeinsames Merkmal aller unterschiedlichen "Rassismen" ist eine Störung der sozialen Wahrnehmung, die es scheinbar mühelos erlaubt, die als feindlich konstruierte und deswegen gehasste Fremdgruppe unter Bezug auf ihre angeblichen "Wesensmerkmale" zu diskriminieren, auszugrenzen und zuverfolgen.

Für die Moderation zeichnet Arzu Altuð, VHS, verantwortlich.

Pressemitteilung: Stadt Hannover


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