Veranstaltungsprogramm: Der lange Schatten von 1933

Region und Landeshauptstadt Hannover erinnern an den Beginn der NS-Herrschaft und das Ende der Demokratie vor 80 Jahren

Hannover-Am30. Januar des Jahres 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Damit begann in Deutschland die systematische Zerstörung vonDemokratie, Grund- und Menschenrechten. Der 30. Januar 1933 war nicht die „Machtergreifung", sondern der Auftakt, mit dem Schlag auf Schlag der Weg in die NS-Diktatur unumkehrbar wurde. 

Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover erinnern im Laufe des Jahres2013 an das Katastrophenjahr der Deutschen Geschichte und stellen auch die Frage Wie weit reicht der lange Schatten von 1933?

Die Veranstaltungen im Januar:

„DerNiedergang der Weimarer Demokratie und die nationalsozialistische Machteroberung": Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Peter Longerich

Montag, 28. Januar 2013, 19.00 Uhr, Haus der Region, Eingang Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover

Mitder Übergabe der Regierungsverantwortung von Reichspräsident Paul von Hindenburg an Adolf Hitler am 30. Januar 1933 endeten die letzten demokratischenBestrebungen derWeimarer Republik. Hitler, im Sinne der Weimarer Verfassung legal gewählt, strebte nun nach der Ausdehnung seiner Macht. Es gelang nicht, ihn inein von konservativen Parteien umgebenes Korsett zu pressen und zu kontrollieren. Im weiteren Verlauf des Jahres1933 installierten die Nationalsozialisten durch Neuwahlen, Gesetzgebungen und die Verfolgung politischer Gegner das Dritte Reich.

Prof.Dr. Peter Longerich geht in seinem Vortrag der Übergangsphase von der Weimarer Republik zur nationalsozialistischen Diktatur nach und damit derFrage, inwieweit die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler ein unausweichlicher Entwicklungsprozess innerhalb der destabilisierten Weimarer Verfassung war. War das Dritte Reich eine nicht zu verhinderndeKonsequenz des politischen Gefüges der jungen Republik?Mit welchen

Mechanismensetzten die Nationalsozialisten ihre Pläne zur Umstürzung der Weimarer Verfassung um? Und welcher Diskurs rankt sich um die begrifflicheBezeichnung der Ernennung Hitlers – von Machtergreifung über Machtübernahme bis hin zur Machtübergabe?

PeterLongerich ist Professor am Royal Holloway and  Bedford New College der Universität London und dort Direktor des Research Centre forthe Holocaust and Twentieth-Century History.

„Erinnern und Lernen – Deutsche Erinnerungskulturen: Vortrag von Rolf Wernstedt

Mittwoch, 30. Januar 2013, 18.00 Uhr, Neues Rathaus Hannover, Mosaiksaal, Trammplatz 2, 30159 Hannover

Anlässlichdes Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar spricht Prof. Dr. Rolf Wernstedt, Präsident des Niedersächsischen Landtags a. D.,über die Entstehung

des Gedenktages und verschiedene Formen von Erinnerungen.

DerVortrag bildet den Auftakt der Auseinandersetzung mit den Ereignissen 80 Jahre nach dem Beginn der Diktatur in Deutschland und damit der Veranstaltungsreihe„Der lange Schatten von 1933".

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Pressemiteilung: Region Hannover

 


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.