Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße

Hochbahnsteige auf der Limmerstraße beschlossen

Der Verkehrsausschuss der Region hat am Donnerstag den Plänen zugestimmt.

Die Haltestelle bleibt in etwa da wo sie jetzt ist. Der Hochbahnsteig an der Leinaustraße rückt ein Stück weiter Stadtauswärts zwischen Sparkasse und Edeka. Auch die Haltestelle Ungerstraße wird weiter in Richtung Schnellweg verlegt und rückt damit näher an das .

Haltestelle Küchengarten

Die Planungsgrafik zeigt sehr gut wo die Engstellen in Zukunft lauern. Vor „Bei Jaqueline“ bleiben knapp 4,30 Meter zwischen Haus und Gleisen. Auch vor der Backfactory wird es sehr eng.

Zitat aus der Beschlussdrucksache: Im Gesamtvergleich zeigt sich, dass der bestandsorientierte Standort „Am Küchengarten“ außer der Einengung der Fußgängerzone keine weiteren wesentlichen Nachteile aufweist. Daher soll dieser Standort in weiteren Planungen vertieft und realisiert werden.

Planung für den Hochbahnsteig Küchengarten
Planung für den Hochbahnsteig Küchengarten

 

Haltestelle Leinaustraße

Knackpunkt hier ist die Einmündung der Pfarrlandstraße. Dort endet die Fahrradstraße aus der Nordstadt in Zukunft direkt vor dem Hochbahnsteig.

Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße
Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße

 

Haltestelle Ungerstraße

Aus dem Meinungsbild des „Runden Tisches“ ergibt sich ein hoher Bedarf für eine unweit des Freizeitheims Linden gelegene barrierefreie Haltestelle, die gleichzeitig auch eine Erschließung des nordwestlichen Bereiches von Linden-Nord mit kurzen Fußwegen sicherstellt. Daraus leitet sich ab, dass die mit insgesamt drei Haltestellen erschlossen werden muss, um die Haltestellenabstände nicht zu groß werden zu lassen.

In der Machbarkeitsuntersuchung von 2011 hat sich ein Standort für die heutige Haltestelle Ungerstraße zwischen der Röttgerstraße und dem Beginn des Gleisbogens in Richtung Westen als günstig erwiesen (Standort „Freizeitheim“). Hier weitet sich die Limmerstraße deutlich auf. Dieser Standort soll in weiteren Planungen vertieft und realisiert werden. (Auszug aus der Beschlussdrucksache)

Zeitplan?

Für den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen Ungerstraße, Leinaustraße und Am Küchengarten plant die infra ab Mai 2018 bei der LNVG die Finanzierungsanträge zur Förderung durch das Land Niedersachsen nach dem Entflechtungsgesetz zu stellen.

Im Jahr 2018 wird hiervon als erstes die Haltestelle Wunstorfer Straße barrierefrei ausgebaut. Anschließend sollen die Haltestellen in der Limmerstraße Hochbahnsteige erhalten.

Wie lange das Ganze dann noch dauern wird kann jeder selber am Beispiel Steintor/Kurt-Schumacher-Straße abschätzen.

Weitere Informationen bzw. Quellen:

  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1006002
  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/___tmp/tmp/45081036850647669/850647669/01133147/47.pdf
  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/___tmp/tmp/45081036850647669/850647669/01148433/33.pdf

Kommentare (12) Schreibe einen Kommentar

  1. Zwei massive Hochbahnsteige in der Fußgängerzone Limmerstraße, keine volle Barrierefreiheit, Cafes, Kneipen und Geschäfte werden verdrängt, die Fahrradstraße aus der Nordstadt wird zur Sackgasse, die Durchfahrt der Limmerstraße für Radfahrer abgeriegelt.
    Unter der Federführung der SPD hat sich der Verkehrsausschuss der Region mit 6 Jahre alten Plänen gegen den Bezirksrat Linden-Limmer und gegen den ‚Runden Tisch Barrierefreiheit‘ durchgesetzt.
    Dem Bezirksrat hingegen wurde nur die Haltestelle Leinaustraße/Offensteinstraße zur Abstimmung vorgelegt. Der Bezirksrat hat mit großer Mehrheit (Grüne, Linke, CDU) dafür gestimmt, diese Haltestelle am Kötnerholzweg zu platzieren, also 70 m weiter westwärts.
    Die Küchengartenhaltestelle wäre dann entsprechend westwärts gerutscht. Das wäre die beste der schlechten Möglichkeiten gewesen. Zu den Haltestellen Küchengarten und Ungerstraße/Freizeitheim gab es im Bezirksrat nicht einmal eine Diskussion, keinen Beschluss, kein Nix. Keine Bürgerbeteiligung bei einer so wesentlichen Baumaßnahme im Herzen Lindens. Der demokratische Weg einfach ausgehebelt. Die Entscheidung von oben herab durchgeregelt.
    Nun werden in Zukunft Betonwände vor Jaqueline, dem Notre Dame und vor Doppelkorn stehen. Zwischen den Arkaden der Sparkasse und dem Hochbahnsteig ist nur noch eine Schienenbreite Platz. Ausgerechnet auf die engste Stelle der Limmerstraße wird der Hochbahnsteig Leinaustraße/Offensteinstraße gesetzt. Und zu allem Überfluss wird Hannovers älteste Fahrradstraße zwischen Nordstadt und Linden durch den Hochbahnsteig abgeriegelt. Wer nun glaubt, dass alles sei barrierefrei, muss sich die Pläne genau anschauen. Wer von Westen kommt, muss eine Treppe den Bahnsteig hochgehen oder einen Umweg um den ganzen Bahnsteig nehmen. Da die Bahnsteige jetzt auch noch weiter auseinanderstehen, erhöhen sich die Wegezeiten vor allem für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.
    Diese Denkmäler des Hochflurzeitalters werden noch lange an die SPD erinnern, die jetzt auch noch dem Bezirksrat vorzuwerfen versucht, gegen die Interessen der Lindener Bevölkerung gestimmt zu haben.

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  2. Herr Gardemin, was beklagen Sie sich denn über „Entscheidung von oben herab durchgeregelt“ und „fehlende Bürgerbeteiligung“? Darf ich Ihnen (auch wenn es thematisch nicht ganz, so doch politisch passt) dazu das Stichwort „Steintor-Bebauung“ entgegnen? Wurde das mit Bürgerbeteiligung angestrebt? Nein, Grüne und SPD haben rigide und jeglichen Protest aussitzend solange daran festgehalten, bis ihnen die Mehrheiten flöten gegangen sind. Uns „Tunnelfreunden“ wird stets gesagt, wir sollen demokratische Entscheidungen wie „10/17“ endlich akzeptieren – dann leben Sie doch bitte auch mit dieser Entscheidung, die jahrelanges Hichhack beendet und endlich weitere Barrierefreiheit bieten wird.

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    • Herr Pielawa, wir haben ja schon manche Kontroverse ausgefochten. Heute kann ich Ihren Beitrag vollständig unterstreichen. Genau deshalb setze ich mich für Bürgerbeteiligung und eine kooperative Stadtentwicklung ein. Der Hochbahnsteigbeschluss zeigt ein weiteres Mal, dass Hannover Beteiligung von fachkundiger Bevölkerung bitter nötig hat. Wenn Sie meinen Beitrag genau gelesen haben, werden Sie feststellen, dass ich den Systementscheid keineswegs in Frage stelle. Eine kritische Auseinandersetzung mit der derzeitigen Entscheidung ist allerdings notwendig, da sie sich für viele Jahrzehnte auf die Limmerstraße auswirken wird.

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      • Ich gehe mit Ihnen konform, dass man durchaus noch die Detailplanungen und vielleicht sogar architektonisch vom Standardmodell abweichende Designs mit den Bürgerinnen und Bürgern durchsprechen sollte. Die Standorte finde ich aber zu 90% OK so und würde jetzt nur noch an den kleinen Stellrädchen drehen.
        Grundsätzlich hat das Thema „Steintor-Bebauung“ allen Parteien aufgezeigt, dass man sich nicht einfach etwas in den Kopf setzen kann und entgegen allen Bedenken, Kritiken und sogar vernünftigen Alternativvorschlägen rigide durchsetzen muss – und dabei politisch unbemerkt durch die Scheuklappen in Ungnade fällt. Ich denke mir, dass die Infra und die Stadt durchaus bereit sind, für die drei Bahnsteige architektonisch einfühlsame Gestaltungen auf den Weg zu bringen. Aber es muss sich jetzt endlich etwas bewegen, sonst bleibt die D-Linie ein Gewurschtel, und das war sie jetzt schon zu lange. Fahrgäste wollen gut, schnell, bequem und trocken von A nach B kommen und nicht noch jahrelang auf Ergebnisse warten.

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  3. P.S.: Und solange die Grünen weiterhin wegen Hochbahnsteige in der Limmerstraße herummäkeln, braucht niemand eine angedachte (von den Grünen gewünschte) Verlängerung von „10/17“ durch die Südstadt thematisieren. Die Limmerstraße ist 19 Meter breit, die Sallstraße jenseits der Marienstraße knapp 20 Meter, also nicht wesentlich breiter. Vor der eigenen Haustür ist es nicht OK, aber woanders ist es egal – diese Politik sollten Sie nicht weiterverfolgen.
    Und gerne zur Erinnerung: am 18.06.2012 wurde beschlossen, die D-Linie komplett in Hochflur auszubauen. Niederflur ist damit seit mehr als fünf Jahren vom Tisch. Vielleicht sollten Sie das bei den Parteikollegen besser kommunizieren, weil viele noch immer davon träumen (obwohl es im Netz teurer und inkompatibel ist).
    P.P.S.: Hochflur und ein kurzer Tunnel in einfacher Tiefenlage (á la „Kopernikusstraße“) unter der Limmer schließen sich hingegen nicht aus… 😉

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  4. Ich verstehe wirklich nicht, warum man den Hochbahnsteig nicht auf dem Eliseneck wie mal (nach-)geplant, realisiert? Das würde den Charakter der Fußgängerzone nicht beeinträchtigen! Das wäre eine intelligente Planung unter bestmöglicher Ausnutzung der Räume! Nun entsteht er dort, wo schon damals Radio Menzel im Realisierungsfall mit sofortigem „Wegzug“ gedroht hat. Genau der Standort, über den sich die Bürger 2011 zu Recht aufgeregt haben.

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    • Auch bei der Küchengartenhaltestelle hat sich die Region über die Belange des Stadtbezirks hinweggesetzt. Wie gesagt, die Ergebnisse des Runden Tisches wurden nicht berücksichtigt und der Bezirksrat wurde nicht einmal informiert. Das Ergebnis stammt aus der Schreibstube der Planer.

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      • Was sagen Sie denn zu diesem Entwurf??
        http://www.stadtbahnfreund-h.de/img/hbs-elisenstrasse.jpg
        meine Meinung darüber ist klar: der HBS Elisenstraße wäre das geringere Übel gewesen und man hätte die Limmerstraße nur an einer Stelle (westlich Apollo) zubetoniert. Die schräg gelagerten Seitenbahnsteige hätten mit 5m Gesamtbreite und Richtungsentflechtung keine Schubsereien und Drängeleien zur Folge und würde nicht Rettungsfahrzeuge und Busse behindern. Denken Sie daran: Am Küchengarten wird ein ziemliches Gedränge herrschen und da sind 4 Breite zuwenig! Mehr geht aber in der Lage überhaupt nicht. Oder war der Entwurf HBS Elisenstraße etwa nur eine Beruhigungspille vor der Kommunalwahl, mit der Botschaft: „Es wird schon nicht so schlimm mit den Hochbahnsteigen“. Letzlich ist genau der Entwurf, gegen den 2010/2011 Sturm gelaufen wurde, jetzt gesetzt. Und nebenbei wurde die Citystrecke auch noch verwurschtelt. Ich kann über die hannoversche Verkehrspolitik nur den Kopf schütteln

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  5. Es gab für die Elisenstraßenhaltestelle, auch Grüner Hügel genannt, bereits einen Zusatzentwurf eines Wohngebäudes mit bis zu 200 Kleinwohnungen und einem Kindergarten. Die Haltestelle hätte im Erdgeschoss des Gebäudes gestanden. Das ist der Öffentlichkeit nicht vorgelegt worden. Wie gesagt, die Infra hat 6 Jahre gewartet, um Gras über den Widerstand wachsen zu lassen und lässt jetzt im Eilverfahren ihre Entwürfe von 2011 durchpeitschen.

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    • Das ganze liest sich wie ein Ding aus dem Tollhaus: Region plant Mist ohne die Bürger zu fragen, legt dann eine Beruhigungsplanung „grüner Hügel“ vor, die vor Ort akzeptiert wird und weiß aber nicht, dass Rotgrüne Stadtplaner den Platz schon lange vorher durch Wohnbebauung verplant haben. Es ist nicht zu fassen und es wird höchste Zeit, dass die Verkehrsplanung der Region entzogen wird.
      Ich nenne das Bürgerverarsche und ein Fall für den Hammer der Woche

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  6. Tja – die D-Linie hinterlässt, seit man Anfang der 1990er Politiker in den Planungen mitmischen lässt, auf allen Seiten nur Verlierer und als Ergebnisse nach jahrelangem K(r)ampf höchstens Schulnote-4-ÖPNV.

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  7. Nochmals zum Thema Niederflur (als stets latent wiederkehrende Forderung einiger weniger): im Fenster des Büros der Grünen-Stadtteilgruppe Linden-Limmer hängt noch immer dieses Plakat:
    http://zukunft-stadtbahn.de/wp-content/uploads/2012/06/infoposter-zukunft-stadtbahn_de.png
    und auf der verlinkten Homepage
    http://zukunft-stadtbahn.de
    sind die letzten Beiträge aus dem Sommer 2012… Eingestellt und aufgebaut von Jörg Schimke – der im Mai 2014 die Grünen verlassen hat.
    Irgendjemand muss den Parteikollegen doch mal Bescheid geben, dass seit dem Hochflur-Entscheid 5½ Jahre ins Land gegangen und die Infos damit so richtig veraltet sind. 😉

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