Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße

Hochbahnsteige auf der Limmerstraße beschlossen

Der Verkehrsausschuss der Region hat am Donnerstag den Plänen zugestimmt.

Die Haltestelle bleibt in etwa da wo sie jetzt ist. Der Hochbahnsteig an der Leinaustraße rückt ein Stück weiter Stadtauswärts zwischen Sparkasse und Edeka. Auch die Haltestelle Ungerstraße wird weiter in Richtung Schnellweg verlegt und rückt damit näher an das .

Haltestelle Küchengarten

Die Planungsgrafik zeigt sehr gut wo die Engstellen in Zukunft lauern. Vor „Bei Jaqueline“ bleiben knapp 4,30 Meter zwischen Haus und Gleisen. Auch vor der Backfactory wird es sehr eng.

Zitat aus der Beschlussdrucksache: Im Gesamtvergleich zeigt sich, dass der bestandsorientierte Standort „Am Küchengarten“ außer der Einengung der Fußgängerzone keine weiteren wesentlichen Nachteile aufweist. Daher soll dieser Standort in weiteren Planungen vertieft und realisiert werden.

Planung für den Hochbahnsteig Küchengarten
Planung für den Hochbahnsteig Küchengarten

 

Haltestelle Leinaustraße

Knackpunkt hier ist die Einmündung der Pfarrlandstraße. Dort endet die Fahrradstraße aus der Nordstadt in Zukunft direkt vor dem Hochbahnsteig.

Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße
Planungen für den Hochbahnsteig Leinaustraße

 

Haltestelle Ungerstraße

Aus dem Meinungsbild des „Runden Tisches“ ergibt sich ein hoher Bedarf für eine unweit des Freizeitheims Linden gelegene barrierefreie Haltestelle, die gleichzeitig auch eine Erschließung des nordwestlichen Bereiches von Linden-Nord mit kurzen Fußwegen sicherstellt. Daraus leitet sich ab, dass die mit insgesamt drei Haltestellen erschlossen werden muss, um die Haltestellenabstände nicht zu groß werden zu lassen.

In der Machbarkeitsuntersuchung von 2011 hat sich ein Standort für die heutige Haltestelle Ungerstraße zwischen der Röttgerstraße und dem Beginn des Gleisbogens in Richtung Westen als günstig erwiesen (Standort „Freizeitheim“). Hier weitet sich die Limmerstraße deutlich auf. Dieser Standort soll in weiteren Planungen vertieft und realisiert werden. (Auszug aus der Beschlussdrucksache)

Zeitplan?

Für den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnhaltestellen Ungerstraße, Leinaustraße und Am Küchengarten plant die infra ab Mai 2018 bei der LNVG die Finanzierungsanträge zur Förderung durch das Land Niedersachsen nach dem Entflechtungsgesetz zu stellen.

Im Jahr 2018 wird hiervon als erstes die Haltestelle Wunstorfer Straße barrierefrei ausgebaut. Anschließend sollen die Haltestellen in der Limmerstraße Hochbahnsteige erhalten.

Wie lange das Ganze dann noch dauern wird kann jeder selber am Beispiel Steintor/Kurt-Schumacher-Straße abschätzen.

Weitere Informationen bzw. Quellen:

  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1006002
  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/___tmp/tmp/45081036850647669/850647669/01133147/47.pdf
  • http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/bi/___tmp/tmp/45081036850647669/850647669/01148433/33.pdf

Kommentare (27) Schreibe einen Kommentar

  1. Verstehe den Beitrag nicht ganz. In München, Karlsruhe und Augsburg wird erfolgreich auf Niederflur gesetzt. In Karlsruhe sind gerade 25 neue Niederflurwagen gekauft worden. In Augsburg gibt es bereits seit 1991 ein Niederflursystem. In München bin ich gerade mit der Niederflurlinie 19 gefahren. Sie kommt an den schönsten Plätzen Münchens vorbei. Sightseeing mit der Straßenbahn, Teil des Stadtmarketings.

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    • Ich glaube, dem Reinhard Henning ging es im Kern darum, dass in den drei genannten Städten Teile der Straßenbahn in Tunnel verlegt werden sollen. Da man in diesen Städten offensichtlich keine zeitraubende Diskusion über die Systemfrage geführt hat, konnte man diese Projekte auch entsprechend gut und schnell vorantreiben.

      Da ich erst letztes Jahr meinen Onkel in Augsburg für mehrere Tage besucht habe und dabei unteranderem auch mit der Straßenbahn zu den Augsburger Panther und dem FC Augsburg gefahren bin, weiß ich den reichlichen Platz in unseren Hannoveranern Stadtbahnen zu schätzen. Auch in anderen Städten mit Niedrigflur ist es in den Bahnen gemütlich.
      Und Sightseeing machen vor allem Touristen. Schüler, Pendler und andere Ortsansässige wollen vor allem schnell und zuverlässig von A nach B kommen.

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      • Ich halte eine oberirdische Bahn, die aus gründen der Verkehrssicherheit nur mit max 25km/h egal mit welcher Technik (Hoch-Niederflur) an Gemüsekisten und Außengastronomie vorbei durch eine enge Fußgängerzone schleicht, nicht für nachhaltig, denn solch ein Verkehrsmittel dient mehreren Stadtteilen (und Fahrgästen). Befände sich der Endpunkt direkt hinter der Limmerstraße, wären nur die dortigen Bürger von der langsamen Schleichfahrt betroffen. Die weiter westlichen Stadtteilen müssen nun für die nächsten 30 Jahre damit leben, erheblich längere Fahrzeiten ins Zentrum in Kauf zu nehmen. Ein Ausbau der D-Strecke in Richtung Westen ist damit in Konkurrenz zu einem schnelleren Bus fast immer unwirtschaftlich und damit wird die 10 immer unattraktiv bleiben.

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        • Die Fahrzeit verringert sich nach meiner Rechnung um nicht einmal eine Minute. 2 Kilometer mit 25 anstatt 50 km/h.
          In Würzburg fährt die Niederflurbahn übrigens Flächendeckend durch die Fussgängerzone.

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          • Sie haben es ganz gut erfasst. Das Niveau hinsichtlich Ausbaustandard bei der Linie 10 liegt etwa auf dem der Würzburger Straßenbahn. Nur ist die Bahn in Hannover mit 50 statt 30m deutlich länger und auch breiter und das Fahrgastaufkommen in Städten mit gerade mal 100.000 Einwohnern ist auch nicht mit dem von Halbmillionentstädten vergleichbar. Will man das volle Potential im Westen Hannovers ausnutzen, müsste man mittelfristig sogar wie im übrigen Netz 75m Züge fahren lassen. Es ist nicht nur die Schleichfahrt in Linden ein Ärgernis sondern auch die vielen Kurven.
            ÖPNV muss man solidarisch sehen: Entlang einer Strecke darf niemand durch die Bevorteilung eines anderen Stadtteils benachteiligt werden.
            Riesenbahnen in engen Fußgängerzonen: In Mannheim und Kassel ist man davon auch nicht begeistert. Infos dazu gibts im Netz.

  2. Herr Hennig, Sie sind stellvertretener Vorsitzender der Initiative Pro D-Tunnel. Bitte sortieren: Bislang haben Sie sich für einen Tunnel in der Innenstadt ausgesprochen, darum ging die Debatte 2011. Jetzt sprechen Sie von einem Tunnel in der Limmerstraße. Ok. Wenn Sie aber in Linden Anhänger eines Limmerstraßentunnels finden wollen, sollten Sie nicht so lospoltern. Sprechen Sie realistisch über Vor- und Nachteile. Sie disqualizieren sich, wenn Sie meinen, in fünf Jahren einen Tunnel unter der Limmerstraße graben zu können. Die Infra braucht allein fünf Jahre, um die Planungen zu erstellen, dann die Bauzeit mindestens fünf Jahre, wenn nicht Unwägbarkeiten, Preissteigerungen… Alles schon gehabt.

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    • Dass die Infra überall – kurioserweise nur nicht beim „Projekt 10/17”, das hopplahopp in die Stadt gezimmert wurde – jahrelang zum Planen und Bauen braucht, stellt sie seit ihrer Existenz unter Beweis. Im U-Bahn-Bauamt ging das früher zügiger: Planen, beraten, Finanzierung sichern, absegnen, bauen. Kein Tunnelteilstück hat mehr als fünf Jahre Bauzeit gebraucht (von den Anlaufschwierigkeiten der A-Linie mal abgesehen). Ein Limmerstraßentunnel ist machbar von A bis Z in weniger als zehn Jahren. Aber stringentes Planen und Bauen gibt es seit Auflösung des UBB nicht mehr.

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    • Mit einem in nur 1-facher Tieflage liegenden Kurztunnel unter der Limmerstraße (Spinnereibrücke bis Westschnellweg) dürfte eine Planungsbehörde in einem Industrieland wie Deutschland keinesfalls überfordert sein. Niemand spricht mehr von dem Langtunnel Innenstadt Westschnellweg-Hauptbahnhof unterm Ihmezentrum hindurch. Nachhaltigkeit heißt für mich, langfristig leistungsfähig und auf Dauer städtebaulich verträglich zu bauen. Im Zentrum haben das die Grünen leider mit 10/17 erfolgreich verhindert. Stattdessen hat man sich durch ein Provisorium Zeit gekauft. Die Betonbarrieren auf der Limmerstraße und die Engpässe im Zentrum werden ein Mahnmal für Politkversagen sein.

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  3. Moin,
    Wenn nicht einer (hier die Region) endlich mal Fakten schafft, würde man vermutlich noch in 10 Jahren über die genauen Standorte der Haltestellen streiten. Dabei gibt es keine perfekten Standorte AUF der Limmerstraße. Und einige wenige würden immer wieder Niederflur einwerfen, obwohl dieses Thema schon längst abgeschlossen sein sollte.

    Ich finde es schade, dass ein Tunnel unter der Limmerstraße zwischen den Haltestellen Küchengarten und Wunstorfer Straße scheinbar nie ernsthaft als Option in Betracht gezogen wurde/wird. Denn ein Tunnel wäre die beste Entscheidung, da so die Geschwindigkeit erhöht werden kann, keine Hochbahnsteige das Straßenbild oder Radwege stören würde und mehr Platz für Außengastronomie und Händler zur Verfügung stände. Auch die geplante Anbindung der Wasserstadt würde von einem Tunnel profitieren. Natürlich ist ein Tunnel teurer, aber mit Fördermitteln und den vielen Vorteilen, wäre es meiner Meinung die beste Option. Aber die Grünen haben den Tunnel in der Innenstadt verhindert und in einer ihrer Hochburgen werden sie es auch verhindern. Auf Kommunaler Ebene (Region und Stadt) hat euch das bereits meine Stimme gekostet, obwohl ich sonnst überzeugter Stammwähler der Grünen bin.

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    • Den ganz großen Wurf -– einen Tunnel vom Westschnellweg unter der Limmerstraße, unter dem Ihme-Zentrum hindurch zum Goetheplatz, Steintor, Hauptbahnhof und an der Berliner Allee provisorisch wieder nach oben (später weiter anbindend an die D-Süd) – ist mit den Grünen und ihren bis heute unerklärlichen Tunnelphobien offenbar auch in den nächsten 25 Jahren nicht zu machen. Andere Städte hingegen zapfen weiterhin den GVFG-Topf wie selbstverständlich an und bauen sich sinnvolle U-Bahnen und Verlängerungen. Hauptsache, die Grünen bleiben weiterhin „stolz darauf, den D-Tunnel bislang verhindert zu haben”. Wer in Linden-Nord noch diese Evolutionsbremser wählt, darf sich über die momentanen Stadtbahn-Planungen im Minimalformat nicht wundern.

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      • Auf den ganz großen Wurf kann ich verzichten. Zwischen Goethestraße und Küchengarten ist ein Tunnel nicht zwingend notwendig. Und so ließe sich auch etwas Geld sparen.
        Aber in Linden Nord und der Innenstadt gehört die Bahn unter die Erde, um so schnell und zuverlässig voranzukommen. Auch in der Sallstraße, wo ich wohne, macht eine Tunnelstrecke Sinn, aber durch die Fehlentscheidung in der Innenstadt (HBF/Raschplatz) wird die östliche Südstadt auf absehbare Zeit ohne Stadtbahn bleiben.

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        • Herr Hintz, das Problem hat Herr Pielawa ja bereits umrissen. Die Region hat 5 1/2 Jahre gewartet und macht jetzt Druck. Wenn Sie einen Tunnel haben wollen, der in jeder Variante erheblich teurer als eine oberirdische Lösung ist, müssen Sie politische Mehrheiten organisieren, die Finanzierung darstellen und den Menschen an der Linie 10 mitteilen, dass sich die Barrierefreiheit nochmals um viele Jahre verschiebt.

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          • Die Grünen haben es erfolgreich geschafft, der Stadt mit ihrer Blockadepolitik zu schaden, vielen Dank dafür! Mit der Niederflurdebatte haben sie den D-Tunnel verhindert, ein neues Ärgernis im Zentrum zu schaffen und die trotzige Regionsverwaltung dazu gezwungen, die Hochbahnsteige auf der Limmerstraße exakt dahin zu pflanzen, wo sie vehement keiner hin haben wollte.
            Jetzt hat man nur noch die Wahl für einen Schnellschuss zugunsten der Barierefreiheit, über die man ja Jahre gestritten hat und die Option auf mindestens 30 Jahre Ärgern über die sperrigen Betonklötze. Mit einem Tunnel Limmerstraße würde es zwar noch 5 Jahre bis zur Barrierefreiheit dauern, danach wäre ein Ärgernis aber bis zum Ende aller Tage Geschichte gewesen: Betonbarrieren mitten in einer schmalen Fußgängerzone und Schleichfahrt von engtaktigen Riesenbahnen.
            Vielen Dank, liebe Grüne an Eure bockige Kurzsichtigkeit, mit der Ihr die hannoversche SPD vor Euch hergetrieben habt. Zukünftige Wähler werden es Euch danken, wenn nicht die Gentrifizierung Euch ohnehin in diesem mit der lahmen ÖPNV-Anbindung geschundenen Stadtteil marginalisiert hat.

          • Sehr geehrter Herr Gardemin. Ein Hochbahnsteig mitten auf der Limmerstraße wäre eine Verschandelung des Bereichs und ein Ärgernis mindestens für die nächsten 30 Jahre, wenn nicht noch länger und hätte den Alles entscheidenden Nachteil: Wegen der Unmöglichkeit, irgendwann auf 70m zu verlängern, wäre die Kapazität auf der Strecke niemals größer als 2 Züge im 5-Minutentakt, weil Ihnen dann auch der 75m Zuglänge ermöglichende A-Tunnel nicht mehr helfen würde. Ich denke, der Bedarf wächst so schnell und ist jetzt schon so groß, dass man ernsthaft über einen Tunnel nachdenken sollte. Da die Region aber nur Standard bauen kann und will, wäre es ein schönes Wahlkampfthema, das Unglücksgebilde „Region Hannover“ zugunsten besserer Autonomie in Sachen ÖPNV der LHH wieder zurückzubauen. Da würde sogar die CDU mitmachen.

  4. Nochmals zum Thema Niederflur (als stets latent wiederkehrende Forderung einiger weniger): im Fenster des Büros der Grünen-Stadtteilgruppe Linden-Limmer hängt noch immer dieses Plakat:
    http://zukunft-stadtbahn.de/wp-content/uploads/2012/06/infoposter-zukunft-stadtbahn_de.png
    und auf der verlinkten Homepage
    http://zukunft-stadtbahn.de
    sind die letzten Beiträge aus dem Sommer 2012… Eingestellt und aufgebaut von Jörg Schimke – der im Mai 2014 die Grünen verlassen hat.
    Irgendjemand muss den Parteikollegen doch mal Bescheid geben, dass seit dem Hochflur-Entscheid 5½ Jahre ins Land gegangen und die Infos damit so richtig veraltet sind. 😉

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  5. Tja – die D-Linie hinterlässt, seit man Anfang der 1990er Politiker in den Planungen mitmischen lässt, auf allen Seiten nur Verlierer und als Ergebnisse nach jahrelangem K(r)ampf höchstens Schulnote-4-ÖPNV.

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  6. Es gab für die Elisenstraßenhaltestelle, auch Grüner Hügel genannt, bereits einen Zusatzentwurf eines Wohngebäudes mit bis zu 200 Kleinwohnungen und einem Kindergarten. Die Haltestelle hätte im Erdgeschoss des Gebäudes gestanden. Das ist der Öffentlichkeit nicht vorgelegt worden. Wie gesagt, die Infra hat 6 Jahre gewartet, um Gras über den Widerstand wachsen zu lassen und lässt jetzt im Eilverfahren ihre Entwürfe von 2011 durchpeitschen.

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    • Das ganze liest sich wie ein Ding aus dem Tollhaus: Region plant Mist ohne die Bürger zu fragen, legt dann eine Beruhigungsplanung „grüner Hügel“ vor, die vor Ort akzeptiert wird und weiß aber nicht, dass Rotgrüne Stadtplaner den Platz schon lange vorher durch Wohnbebauung verplant haben. Es ist nicht zu fassen und es wird höchste Zeit, dass die Verkehrsplanung der Region entzogen wird.
      Ich nenne das Bürgerverarsche und ein Fall für den Hammer der Woche

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  7. Ich verstehe wirklich nicht, warum man den Hochbahnsteig nicht auf dem Eliseneck wie mal (nach-)geplant, realisiert? Das würde den Charakter der Fußgängerzone nicht beeinträchtigen! Das wäre eine intelligente Planung unter bestmöglicher Ausnutzung der Räume! Nun entsteht er dort, wo schon damals Radio Menzel im Realisierungsfall mit sofortigem „Wegzug“ gedroht hat. Genau der Standort, über den sich die Bürger 2011 zu Recht aufgeregt haben.

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    • Auch bei der Küchengartenhaltestelle hat sich die Region über die Belange des Stadtbezirks hinweggesetzt. Wie gesagt, die Ergebnisse des Runden Tisches wurden nicht berücksichtigt und der Bezirksrat wurde nicht einmal informiert. Das Ergebnis stammt aus der Schreibstube der Planer.

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      • Was sagen Sie denn zu diesem Entwurf??
        http://www.stadtbahnfreund-h.de/img/hbs-elisenstrasse.jpg
        meine Meinung darüber ist klar: der HBS Elisenstraße wäre das geringere Übel gewesen und man hätte die Limmerstraße nur an einer Stelle (westlich Apollo) zubetoniert. Die schräg gelagerten Seitenbahnsteige hätten mit 5m Gesamtbreite und Richtungsentflechtung keine Schubsereien und Drängeleien zur Folge und würde nicht Rettungsfahrzeuge und Busse behindern. Denken Sie daran: Am Küchengarten wird ein ziemliches Gedränge herrschen und da sind 4 Breite zuwenig! Mehr geht aber in der Lage überhaupt nicht. Oder war der Entwurf HBS Elisenstraße etwa nur eine Beruhigungspille vor der Kommunalwahl, mit der Botschaft: „Es wird schon nicht so schlimm mit den Hochbahnsteigen“. Letzlich ist genau der Entwurf, gegen den 2010/2011 Sturm gelaufen wurde, jetzt gesetzt. Und nebenbei wurde die Citystrecke auch noch verwurschtelt. Ich kann über die hannoversche Verkehrspolitik nur den Kopf schütteln

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  8. P.S.: Und solange die Grünen weiterhin wegen Hochbahnsteige in der Limmerstraße herummäkeln, braucht niemand eine angedachte (von den Grünen gewünschte) Verlängerung von „10/17“ durch die Südstadt thematisieren. Die Limmerstraße ist 19 Meter breit, die Sallstraße jenseits der Marienstraße knapp 20 Meter, also nicht wesentlich breiter. Vor der eigenen Haustür ist es nicht OK, aber woanders ist es egal – diese Politik sollten Sie nicht weiterverfolgen.
    Und gerne zur Erinnerung: am 18.06.2012 wurde beschlossen, die D-Linie komplett in Hochflur auszubauen. Niederflur ist damit seit mehr als fünf Jahren vom Tisch. Vielleicht sollten Sie das bei den Parteikollegen besser kommunizieren, weil viele noch immer davon träumen (obwohl es im Netz teurer und inkompatibel ist).
    P.P.S.: Hochflur und ein kurzer Tunnel in einfacher Tiefenlage (á la „Kopernikusstraße“) unter der Limmer schließen sich hingegen nicht aus… 😉

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  9. Herr Gardemin, was beklagen Sie sich denn über „Entscheidung von oben herab durchgeregelt“ und „fehlende Bürgerbeteiligung“? Darf ich Ihnen (auch wenn es thematisch nicht ganz, so doch politisch passt) dazu das Stichwort „Steintor-Bebauung“ entgegnen? Wurde das mit Bürgerbeteiligung angestrebt? Nein, Grüne und SPD haben rigide und jeglichen Protest aussitzend solange daran festgehalten, bis ihnen die Mehrheiten flöten gegangen sind. Uns „Tunnelfreunden“ wird stets gesagt, wir sollen demokratische Entscheidungen wie „10/17“ endlich akzeptieren – dann leben Sie doch bitte auch mit dieser Entscheidung, die jahrelanges Hichhack beendet und endlich weitere Barrierefreiheit bieten wird.

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    • Herr Pielawa, wir haben ja schon manche Kontroverse ausgefochten. Heute kann ich Ihren Beitrag vollständig unterstreichen. Genau deshalb setze ich mich für Bürgerbeteiligung und eine kooperative Stadtentwicklung ein. Der Hochbahnsteigbeschluss zeigt ein weiteres Mal, dass Hannover Beteiligung von fachkundiger Bevölkerung bitter nötig hat. Wenn Sie meinen Beitrag genau gelesen haben, werden Sie feststellen, dass ich den Systementscheid keineswegs in Frage stelle. Eine kritische Auseinandersetzung mit der derzeitigen Entscheidung ist allerdings notwendig, da sie sich für viele Jahrzehnte auf die Limmerstraße auswirken wird.

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      • Ich gehe mit Ihnen konform, dass man durchaus noch die Detailplanungen und vielleicht sogar architektonisch vom Standardmodell abweichende Designs mit den Bürgerinnen und Bürgern durchsprechen sollte. Die Standorte finde ich aber zu 90% OK so und würde jetzt nur noch an den kleinen Stellrädchen drehen.
        Grundsätzlich hat das Thema „Steintor-Bebauung“ allen Parteien aufgezeigt, dass man sich nicht einfach etwas in den Kopf setzen kann und entgegen allen Bedenken, Kritiken und sogar vernünftigen Alternativvorschlägen rigide durchsetzen muss – und dabei politisch unbemerkt durch die Scheuklappen in Ungnade fällt. Ich denke mir, dass die Infra und die Stadt durchaus bereit sind, für die drei Bahnsteige architektonisch einfühlsame Gestaltungen auf den Weg zu bringen. Aber es muss sich jetzt endlich etwas bewegen, sonst bleibt die D-Linie ein Gewurschtel, und das war sie jetzt schon zu lange. Fahrgäste wollen gut, schnell, bequem und trocken von A nach B kommen und nicht noch jahrelang auf Ergebnisse warten.

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  10. Zwei massive Hochbahnsteige in der Fußgängerzone Limmerstraße, keine volle Barrierefreiheit, Cafes, Kneipen und Geschäfte werden verdrängt, die Fahrradstraße aus der Nordstadt wird zur Sackgasse, die Durchfahrt der Limmerstraße für Radfahrer abgeriegelt.
    Unter der Federführung der SPD hat sich der Verkehrsausschuss der Region mit 6 Jahre alten Plänen gegen den Bezirksrat Linden-Limmer und gegen den ‚Runden Tisch Barrierefreiheit‘ durchgesetzt.
    Dem Bezirksrat hingegen wurde nur die Haltestelle Leinaustraße/Offensteinstraße zur Abstimmung vorgelegt. Der Bezirksrat hat mit großer Mehrheit (Grüne, Linke, CDU) dafür gestimmt, diese Haltestelle am Kötnerholzweg zu platzieren, also 70 m weiter westwärts.
    Die Küchengartenhaltestelle wäre dann entsprechend westwärts gerutscht. Das wäre die beste der schlechten Möglichkeiten gewesen. Zu den Haltestellen Küchengarten und Ungerstraße/Freizeitheim gab es im Bezirksrat nicht einmal eine Diskussion, keinen Beschluss, kein Nix. Keine Bürgerbeteiligung bei einer so wesentlichen Baumaßnahme im Herzen Lindens. Der demokratische Weg einfach ausgehebelt. Die Entscheidung von oben herab durchgeregelt.
    Nun werden in Zukunft Betonwände vor Jaqueline, dem Notre Dame und vor Doppelkorn stehen. Zwischen den Arkaden der Sparkasse und dem Hochbahnsteig ist nur noch eine Schienenbreite Platz. Ausgerechnet auf die engste Stelle der Limmerstraße wird der Hochbahnsteig Leinaustraße/Offensteinstraße gesetzt. Und zu allem Überfluss wird Hannovers älteste Fahrradstraße zwischen Nordstadt und Linden durch den Hochbahnsteig abgeriegelt. Wer nun glaubt, dass alles sei barrierefrei, muss sich die Pläne genau anschauen. Wer von Westen kommt, muss eine Treppe den Bahnsteig hochgehen oder einen Umweg um den ganzen Bahnsteig nehmen. Da die Bahnsteige jetzt auch noch weiter auseinanderstehen, erhöhen sich die Wegezeiten vor allem für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.
    Diese Denkmäler des Hochflurzeitalters werden noch lange an die SPD erinnern, die jetzt auch noch dem Bezirksrat vorzuwerfen versucht, gegen die Interessen der Lindener Bevölkerung gestimmt zu haben.

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    • Die einzig sinnvolle Lösung wäre ein Tunnel Limmerstraße gewesen, aber mit der Niederflurdiskussion haben die Grünen wertvolle Zeit verschwendet und nur erreicht, dass im Zentrum erstmal in den nächsten 25 Jahren kein Tunnel gebaut wird. So haben Alle Fahrgäste verloren: Im Zentrum wird langsam am HBF vorbeigekurvt, auf engen Bahnsteigen gedrängelt und im Stau gestanden und die Limmerstraße ist verbaut.

      Investiert wird in anderen Städten: München, Karlsruhe, Augsburg usw..

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