SLAM 2017

SLAM 2017 – Alles Ausverlauft!

SLAM 2017
Restkarten gibt es mit ein wenig Glüch an der Abendkasse!
Vom 24. bis zum 28. Oktober 2017 wird Hannover zum Austragungsort der deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften. An fünf Tagen kommen die besten Performance-Poeten Deutschlands, Österreichs, Schweiz und Luxemburg zusammen, um im Einzel- und Team-Wettbewerb die Meister zu ermitteln. Dazu gibt es zwölf Vorrunden, drei Halbfinals und jeweils ein Finale im Einzel- und Teamwettbewerb. Ein Programm, das etwa 10.000 Zuschauer begeistern wird und für mehr als 25 Veranstaltungen sorgt.

Programmübersicht:

24.10. Eröffnungsgala im Theater am Aegi um 20 Uhr mit den Meistern aus dem vergangenen Jahren und Stars der Szene. Mit Sebastian 23, Philipp Scharrenberg, Team LSD, Kirsten Fuchs und Tilmann Birr.
25.10. Vorrunden 1-6 in den unterschiedlichen Spielorten auf dem -Gelände jeweils um 19 Uhr und 21 Uhr
26.10. Vorrunden 7-10 und zwei Halbfinals für die Team-Wettbewerb auf dem Faust-Gelände jeweils um 19 Uhr und 21 Uhr
27.10. Drei Halbfinals in der Galerie und Orangerie in Herrenhausen um 19 Uhr, 20 Uhr und 21 Uhr
28.10. Das Finale im Team läuft in der Oper um 18 Uhr, im Einzelwettbewerb um 21 Uhr, beide Finals werden live ins Kulturzentrum Faust übertragen

SLAM 2017
SLAM 2017

Besondere Ideen:

Die Eröffnungsgala dient in der Regel dazu, Menschen die Vielfalt der Slam-Kultur zu zeigen. Es ist kein Wettbewerb, eher eine große Show. Man könnte den Auftakt für ein Interview mit Slam-Profis nutzen. Das Team LSD mit Volker Strübing und Michael Ebeling eignet sich dafür sehr gut. Sebastian 23 ist ein weiteres Aushängeschild, bekannt aus Funk und Fernsehen. Dazu moderiert Peter Urban, Stimme des Eurovision Song Contest. Also viele spannende Gesprächspartner.

Natürlich ist der eigentliche Wettbewerb der spannendste Teil der Meisterschaft. Wenn man an die ursprüngliche Slam-Kultur in kleinen Kulturzentren erinnern möchte, wäre die Vorrunde 4 in der Faust-Warenannahme am Mittwoch bestens geeignet. Genau dort läuft seit 2004 der Poetry Slam „Macht Worte!“, der älteste Slam der Stadt. Mit Florian Wintels startet dort auch der hannoversche Wettbewerbsteilnehmer, der gerade Landesmeister für Niedersachsen und Bremen geworden ist. Dort geht es um 21 Uhr los.

Am Donnerstag gibt es ein sogenanntes Running Mic, bei dem die Slam-Kultur direkt in die Innenstadt getragen wird. Um 16 Uhr treffen sich Slammer*innen am Schillerdenkmal und tragen ihre Texte im Wechsel von einer Kiste herab vor – analog zur Speakers Corner in London. Der Umzug führt vorbei am Kröpcke bis zum Ernst-August-Platz. Das Running Mic ist eine hannoversche Erfindung. Sie lief zuletzt 2005. Das Konzept wurde später bei Festivals in Kassel, Berlin, Bochum, Leipzig und Marburg umgesetzt. Für Fotos besonders spannend.

Am Donnerstag kann man zusätzlich die Ausstellung in der Kröpcke-Uhr besuchen. Vom 23. bis 28. Oktober stellt dort der hannoversche Fotograf und Comic-Künstler Matthias Stehr eine Auswahl seiner besten Live-Portraits der Slam-Szene vor. Seit 2005 verfolgt Stehr die Poetry Slam- und Lesebühne-Szene in Hannover. In seinen Aufnahmen fängt er mit starken Motiven die vibrierende Atmosphäre des dichterischen Wettstreits auf der Bühne ein. In seinem Fokus steht Hannovers erfolgreichster Poetry Slam “Macht Worte!” in der Faust-Warenannahme und in der Staatsoper Hannover. Seit 2006 fotografiert er auch regelmäßig bei vielen weiteren Kulturveranstaltungen sowie zahlreichen Lesebühnen und Festivals.

Am Freitag folgt das im Rahmen der deutschsprachigen Poetry Slam-Meisterschaften bereits legendäre Fußballspiel. Der FK Interslam fordert die Mannschaft von Madsack & Friends heraus. Im Stadion des SV Linden 07 geht es um 14.30 Uhr beim Freundschaftsspiel um die Ehre zwischen Bühnenkünstlern und Zeitungsmachern. Im Team von Madsack-Verlagsleiter Günter Evert versammeln sich zahlreiche prominente Unterstützer – zum Beispiel Teile des Satire-Sextettes Salon Herbert Royal. Im Team des FK Interslam spielen zahlreiche bekannte Szene-Größen. Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Das Kulturzentrum Faust wird während der Meisterschaften zum Festivalzentrum samt Street Food-Marktplatz, Bücherbus und Ausstellungen. Von Mittwoch bis Freitag gibt es Diskussionen unter dem Titel: „Kann man davon leben?!“ – Die Talkreihe zum Slam 2017 unterstützt von der HAZ und der Neuen Presse“.

Poetry Slam? Das war doch einst der etwas zu laute Literatur-Abend in der etwas zu dunklen Kneipe. Oder? Trafen sich einst Szenekenner*innen in düsteren Bars und kantigen Kellerklubs, ist die Slam-Bewegung längst selbstbewusst in der Hochkultur angekommen. Renommierte Verlage veröffentlichen Slam-Texte, Slammer*innen gewinnen den Ingeborg-Bachmann-Preis und repräsentieren die Bundesrepublik bei internationalen Literatur-Messen und die Veranstalter*innen großer Festivals von Wacken bis zum Open Flair hofieren die Stars des Genres. Viele Bühnenkünstler*innen starten ihre Kabarett- und Comedy-Karrieren auf Slam-Brettern. Und waren da nicht gerade wieder solche Slammer bei der „heute-show“? Beim Böhmermann? Bei Markus Lanz? Und füllen viele Slam-Veranstalter*innen nicht längst noble Opern- und Theaterhäuser? Solche Fragen und mehr gilt es, beim Talk zur Meisterschaft 2017 zu beantworten. Wie gehen die Protagonist*innen mit dieser Entwicklung um? Ist die Hochkultur das konsequente Ergebnis der einstigen Pionierarbeit ein paar ambitionierter Kultur-Punks – oder die handelsübliche Vermarktung durch den stets agilen Kulturfabrik-Betrieb und des Kreativwirtschafts-Booms? Wie haben sich Verlage, Agenturen und Slammer*innen selbst in den letzten Jahren professionalisiert? Was können etablierte Veranstalter*innen von der Slam-Kultur lernen? Und wie sieht ein Slam-Unternehmen 2017 aus – und! – jaja! – Kann man davon leben? Wir klären das.
Mittwoch, 18 Uhr: Im Gespräch mit aktiven Poetry Slammer*innen (u.a. Christian Ritter, Christian Meyer) im Innenhof des Kulturzentrums Faust.
Donnerstag, 18 Uhr: Im Gespräch mit dem Team Kampf der Künste aus Hamburg im Innenhof des Kulturzentrums Faust.
Freitag, 18 Uhr: Im Gespräch mit Karsten Strack (Lektora Verlag), Volker Surmann (Satyr Verlag) und Dominik Bartels (Blaulicht-Verlag) zwischen Orangerie und Galerie Herrenhausen.

Dazu gibt es exklusive Lesungen im Mephisto, täglich um 16 Uhr, u.a. mit Sebastian 23, der sein neues Buch vorstellt und Frank Klötgen, dazu eine kleine, feine Hannover-Bühne im Lindener Kesselhaus, täglich um 17 Uhr.

Weitere Infos unter www.slam2017.de


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