Linie 10 in der Limmerstraße

Hochbahnsteige auf der Limmerstraße werden „zügig“ realisiert

Entwurf Hochbahnsteig Küchengarten
Entwurf Hochbahnsteig

Schon 2020 und 2021 wird es auf der barrierefrei. Zumindest die Haltestelle Leinaustraße. Über den Standort der Haltestelle Küchengarten soll jetzt erneut diskutiert werden. Wenn man bedenkt, das die Diskussion um Hoch- oder Niederflur bereits 2009 stattfand würde ich bei diesem Zeitplan das Wort zügig nicht gerade gebrauchen.

Auch das jetzt erneut über den Platz für den Hochbahnsteig am Küchengarten diskutiert wird, ist nicht nachvollziehbar. Es gab doch schon eine praktikable Lösung, für die auch bereits ein Entwurf fertig war. Warum muss jetzt das Ganze wieder von vorne durchgekaut werden? Weder in der Limmerstraße noch auf der Spinnereibrücke will jemand einen Hochbahnsteig. Wie ein Hochbahnsteig auf der Limmerstraße aussehen könnte, habe ich bereits 2010 visualisiert. Von den Haltestellen Ungerstraße, und Nieschlagstraße ist in dem Zusammenhang leider keine Rede. Von Planungssicherheit für den Stadtteil sind wir damit also noch weit entfernt.

Vielleicht war die Forderung der Grünen 2009 doch nicht so schlecht.

ab

Pressemitteilung der Stadt Hannover dazu:

Stadt und Region bestätigen Zeitplan für Stadtbahnausbau

Angesichts der Diskussion um die Fertigstellungstermine beim Bau der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße stellen die Landeshauptstadt und die Region Hannover klar, dass beide Hochbahnsteige ohne Verzögerungen realisiert werden sollen. Ziel sei eine Inbetriebnahme in den Jahren 2020 und 2021, erklärten Oberbürgermeister Stefan Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau nach Gesprächen mit der Infra und den Fachdezernaten von Stadt und Region.

Voraussetzung sei, dass politische Beschlüsse und Festlegungen auf konkrete Standorte für die Haltestellen „Am Küchengarten“ und „Leinaustraße“ vorliegen. „Für beide Standorte sind solche Entscheidungen in diesem Jahr möglich“, sagte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover.

Hochbahnsteig Leinaustraße kommt 2020

Zum Hochbahnsteig Leinaustraße sollen ab März/April 2017 die politischen Gremien von Landeshauptstadt und Region beteiligt werden, darunter auch der Stadtbezirksrat Linden-Limmer. Von der politischen Entscheidung bis zur Realisierung sind rund drei Jahre für Planung, Abstimmungs- und Genehmigungsverfahren zu veranschlagen. Für die Leinaustraße wäre somit eine Eröffnung Ende 2020 realistisch.

In Kürze erneuter Runder Tisch für Hochbahnsteig Küchengarten

Für den Hochbahnsteig Küchengarten gibt es drei Standortvarianten: eine am Ende der Fußgängerzone, eine im Kurvenbogen zur Spinnereibrücke und eine auf der Spinnereibrücke. Die bisherige Vorzugslösung im Kurvenbogen, die aus dem „Runden Tisch Limmerstraße“ entstanden ist, zeigte im Rahmen der Detailplanung erhebliche verkehrstechnische Probleme.

Daher werde noch im Frühjahr 2017 erneut ein Runder Tisch einberufen, sagte Franz. Dort sollen die Vor- und Nachteile erläutert und eine konsensfähige Vorzugslösung entwickelt werden. Nach einem Beschluss der politischen Gremien wird ebenfalls mit rund drei Jahren bis zur Eröffnung gerechnet, die voraussichtlich 2021 realistisch ist.

„Für die Projekte in der Limmerstraße habe wir jetzt einen realistischen Zeitplan. Es ist wichtig, dass es für den Stadtteil Planungssicherheit gibt. Alle Beteiligten wollen gemeinsam möglichst koordiniert vorgehen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Fünf neue Hochbahnsteige pro Jahr

Regionspräsident Hauke Jagau ergänzte: „So viel wie jetzt ist zuletzt vor der EXPO 2000 in den Ausbau der Hochbahnsteige investiert worden. Wir realisieren jetzt fünf statt zwei Bahnsteige pro Jahr. Das ist finanziell, bautechnisch und verkehrstechnisch an der Obergrenze und lässt sich nicht beliebig weiter aufstocken.“

Bereits eingeleitet wurde das Planfeststellungsverfahren für den Hochbahnsteig „Wunstorfer Straße“ in Limmer, der nach den Planungen im kommenden Jahr eröffnet werden soll. Hier wurden die erhöhten Anforderungen an die Verkehrssicherheit durch die direkte Nachbarschaft zum neuen Gymnasium in Limmer berücksichtigt.


Kommentare (7) Schreibe einen Kommentar

  1. Der Hinweis auf den beispielhaft in die Limmerstraße gesetzen Hochbahnsteig Strangriede enthält leider einen Logikfehler.
    Der Strangriede-Bahnsteig ist für Dreiwagenzüge ausgelegt und hat eine Länge von 70 Metern, dazu auf jeder Seite eine Erweiterung um 5,50 Meter lange Rampen.
    Das macht 81 Meter Gesamtlänge.
    Geplant ist in der Limmerstraße eine Bahnsteiglänge von 45 Metern inkl. der damit verbundenen Einschränkungen:
    – Nur noch Silberpfeile (TW2x00) oder TW3000 können die Strecke bedienen, es sind keine grünen TW6000 mehr möglich da die Türen zu weit außen an den Wagenenden liegen.
    – Keine Dreiwagenzüge, die erfordern die 70 Meter langen Standard-Bahnsteige.

    Der geplante Bahnsteig ist jedoch nur 45 Meter lang plus 2x 5,5 Meter Rampe, also nur 56 Meter anstelle von 81 Meter Gesamtlänge.

    Es gab auch schon Alternativvorschläge, z.B. eine Version als Trogbahnsteig, hier als Video: https://youtu.be/zUKcEub7Knk
    Diese Bahnsteigart wäre in Hannover einzigartig und aus Sicht der Sicherheit durchaus fragwürdig zu bewerten, da der gesamte Verkehr (Krankenwagen etc.) sowie Radfahrer und Fußgänger zwischen den beiden Bahnsteigen sein können.

    Antworten

  2. Als Nachtrag zum letzten Kommentar:
    Die Verhältnisse in der Limmerstraße lassen eigentlich nur eine sinnvolle Lösung zu.
    Mit der Lister Meile als Referenz ist eine vernünftige Lösung auch hier eindeutig eine Tunnellösung.
    Dies ist auch notwendig, da auch die Limmerstraße nur eine zu durchquerende Strecke zu verschiedenen Zielen in den Außenbereichen darstellt.
    Was bei der Lister Meile die Ziele Fasanenkrug, Altwarmbüchen und Misburg darstellt, ist bei der Limmerstraße Ahlem, Ahlem Nord, die Wasserstadt und auch Davenstedt.
    Das ist eindeutig zu viel für die Limmerstraße, eine Tunnellösung dagegen könnte in einer einfachen Bauweise wie an dem Beispiel Engelbosteler Damm auch zu sehen (einfache Tieflage, hat keine Verteilerebenen in den Stationen) sogar recht günstig sein.
    Hier ein Video zu einem Tunnel in der „Limmer Meile“:
    https://youtu.be/RLFFb0KzAsk

    Antworten

    • Ich glaube recht günstig ist immer noch um ein vielfaches zu teuer! Stimmts oder hab ich recht? Da wird es wohl nicht nur um 3-4 Mio. pro Bahnsteig gehen. Hab mal schnell Google gefragt und einen Richtwert von 50 Mio. pro Kilometer gefunden. Das heißt bei 2,4 Kilometern vom Waterloo bis hinter den Schnellweg 120 Mio. Euro. Alles Geld das dringend im Freizeitheim, Fössebad und Treffpunkt Allerweg gebraucht wird damit mal endlich was voran geht.

      Antworten

  3. Das es teurer wird, hat ja auch niemand bestritten, aber es gibt vom Bund für solche größeren Projekte bereitgestellte Fördermittel.
    So wurde Hannovers komplettes ÖPNV-Tunnelsystem zu ca. 70-80 Prozent aus diesen bereitgestellten Fördermitteln finanziert.
    In Hamburg wird gerade aus diesen Mitteln der zweiten Abschnitt des Tunnels unterhalb des Hafenbeckens gebaut.
    Hier in Hannover zeigte ein Gutachten aus dem Jahr 2009 auf, dass die Innenstadtstrecke der Linie 10 für nur wenige Millionen mehr als Tunnel hätte realisiert werden können.
    Bei Gesamtbaukosten von ca.130 Mio. wurde der regionale Anteil der anteiligen Baukosten auf 32,6 Mio. € geschätzt, die Oberflächenlösung lag bei 30,4 Mio. €.
    Quelle:
    http://www.pro-d-tunnel.de/tunnel-teuer.htm

    Der Tunnel würde um ein vielfaches leistungsfähiger und schneller sein.
    Die relativ kleine Differenz bei den regionalen Kosten stand ein sehr großer Leistungsgewinn gegenüber. Bei der Limmerstraße würde die Förderung durch den Bund ähnlich ausfallen.

    Antworten

  4. In Hamburg werden diese Steuern gerade in einer Tunnelröhre unter dem Hafenbecken verbaut. Es sind auch meine Steuergelder, die dort verbaut werden.

    Daher ist der Wunsch, das Hannover sich von den ohnehin zu zahlenden Steuern auch etwas zurückholt doch nicht verkehrt…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.