Gehackte Fährmannsfest Webseite war ein PR-Gag

Heute ist auf der Webseite des folgendes zu lesen:

Im Übrigen sei noch aufgeklärt, dass der Fährmann weder erpressbar noch bestechlich ist, und auch unsere Website nicht gehackt wurde! So war von Anfang an geplant, dass Saufziege & Fürst B. am Samstag um 15.30 Uhr bei uns auf der Bühne stehen. Nur wollte sich die 30. Band auf unserem 30. Fährmannsfest einmal etwas anders präsentieren. Das satirische Duo, das seit Jahren für seine spaßigen und ungewöhnlichen Aktionen bekannt ist, war von uns vorne herein für die Kulturbühne geplant und bestätigt.

siehe Bericht: Wird das Fährmannsfest zum FerkelPopFest ?

Gelacht haben wohl nur wenige darüber. Die Kommentare via Facebook reichten von "blöd trifft es ganz gut…" über "Klassisches Eigentor…" bis hin zu "Peinliche Scheissaktion….". Wird die Debatte um die Kommerzialisierung des Fährmannsfestes jetzt wieder ein Stück mehr angeheizt.

Schon seit mehreren Jahren ist das Festival mit steigenden Eintrittspreisen und der Umzäunung des Geländes nebst Zugangskontrolle in der Kritik. Seit 2010 gibt es schon eine Facebook Seite "Linden gegen das Fährmannsfest".

Zitat von der Seite nach dem letzten Fährmannsfest:

In letzer konsequenz der anpassung an die neoliberale gleichschschaltungs ökonomie habe ich eigentlich nur noch Mc Donalds auf dem "Fest?" vermisst. (Keine Hunde ! , Kein Chili Kalle, Kein brutzel-Inder, Kein Eis- VW bus….dafür : Asia Fast-food-Wagon, Pizza-Ungetüm, Cocktaillounge-zelt…alles so austauschbar und gleich uncharmant wie die fußgängerzonen deutschlands) Schade Fährmann – Alles ist vorbei !!!!!

Ich denke mal das Wollen wir alle nicht. Aber ein gewisses Maß an Professionalität bedingt eben auch Einnahmen, die nur über eine Kommerzialisierung zu finanzieren sind. Das Ganze sollte aber einen vernünftigen Rahmen nicht überschreiten. Das es zum Beispiel auch ohne Einlasskontrollen geht kann man jedes Jahr am 1. Mai auf eben dieser Wiese sehen. Das man für zwei Tage nicht mit dem Fahrrad quer über das eintrittspflichtige Festivalgelände fahren kann wird aber wohl jeder vernünftig denkende Lindener verstehen können zumal die Umwege marginal sind.

Mit ein wenig mehr Rücksicht von allen Seiten können vielleicht in Zukunft einige der eher nicht gewollten Maßnahmen rückgängig gemacht werden. Wenn die Hundebesitzer auf dem Festivalgelände ihre Hunde angesichts der spielenden Kinder lieber an die Leine nehmen, die Fahrradfahrer über das Gelände schieben oder es umfahren, jeder vielleicht doch das eine oder andere sein Bier vor Ort kauft, damit die Bands finanziert sind…

Dann kann das Fährmannsfest wieder ein klein wenig mehr wie früher werden!

ab


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