Lindener Rathaus nach 15 Monaten Umbau und Sanierung teilweise wieder geöffnet

Neuer Teil des Lindener Rathauses

Neuer Teil des Lindener Rathauses

Nach 15 Monaten Umbau und Sanierung hat der Stadtbezirk Linden am Mittwoch, 19. Juni, sein Rathaus wieder – zumindest einen Teil. Die komplette Fertigstellung und Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2014 geplant. Mit dem 1. Bauabschnitt sind die Gebäudeflügel an der Schwalenberger Straße und am Marktplatz fertiggestellt. Es ist ein moderner Standort geschaffen worden, der mit einem vielseitigen Service- und Bildungsangebot für alle BürgerInnen offen ist.

Mit den MitarbeiterInnen der (9), des Bürgeramtes (12), des Kommunaler Sozialdienstes (20), der VHS (künftig 13) stehen rund 50 MitarbeiterInnen den EinwohnerInnen mit Rat und Tat zur Seite. Im Lindener Rathaus gibt es bei allen vier städtischen Einrichtungen Angebote für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Interessenlagen. Nach der Inbetriebnahme werden sukzessive auch gemeinsame Angebote geplant werden, die sich an bestimmte Zielgruppen richten und / oder bestimmte Themen betreffen.

Torsten Bach erklärt die Geschichte des Lindener Rathauses

Torsten Bach erklärt die Geschichte
des Lindener Rathauses

Bis zur abschließenden Fertigstellung im Frühjahr 2014 wird das Gebäude montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und sonnabends von 10 bis 13 Uhr geöffnet sein. Nach der Gesamtinbetriebnahme ist eine Erweiterung der Öffnungszeiten vorgesehen.

Im Jahre 1899 wurde das neue Rathaus am Marktplatz für 495.000 Goldmark fertiggestellt und eingeweiht, 1911 wurde es erweitert. Bei den Bombardements während des 2. Weltkriegs wurde das Lindener Rathaus stark beschädigt. Erst 1954/55 konnte es wieder aufgebaut werden.

Bauablauf

Vor dem jetzigen Umbau und der Sanierung hatte das Haus neben einem insgesamt mangelhaften bautechnischen Zustand weitere gravierende strukturelle Mängel, die es zu beheben galt:
Barrierefreiheit: Die Geschosse im Gebäude waren nicht durchlaufend; weder Bürgeramt noch Bibliothek waren barrierefrei zu erreichen.
Schlechte Orientierung: Es gab keine zentrale Anlaufstelle am Eingang.

Räume

Büroräume, WC-Anlagen und Teeküchen entsprachen hinsichtlich Größe, Anzahl und Ausstattung weder den Arbeitsstättenrichtlinien noch den heutigen Anforderungen
Energiestandard: Das Gebäude war auf dem Stand der 1950er Jahre und damit energetisch und anlagentechnisch dringend sanierungsbedürftig.

Kosten

Die Gesamtkosten für Sanierung und Umbau des gesamten Gebäudes betragen rund 10,9 Mio. Euro. Der 2. Bauabschnitt – der Gebäudeteil an der Egestorffstraße – wird derzeit saniert und umgebaut und zum Jahreswechsel 2013/2014 fertiggestellt. Dort zieht die VHS mit 7 Seminarräumen und je einem Fachraum für Ernährung und Bewegung ein und nimmt Anfang 2014 ihren Betrieb auf. Der Innenhof wird nach Abschluss aller Bauarbeiten – also im Frühjahr 2014 – neu bepflanzt und gestaltet. Zwei Bäume konnten erhalten werden; alles andere wird neu angelegt.

Sanierungs- und Umbauarbeiten:
Während der Sanierung wurde der gesamte Gebäudekomplex in weiten Teilen entkernt und völlig neu geordnet. Alle Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlagen wurden erneuert, die zwei vorhandenen Aufzüge demontiert.

Energetische Sanierung

Die historischen Ziegelfassaden sind denkmalgeschützt und bleiben deshalb unangetastet; erhalten aber neue Holzfenster mit Wärmeschutzverglasung.
Die 1950er-Jahre-Gebäudeteile haben rundum Wärmedämmung und zum Marktplatz ein neues und zeitgemäßes Gesicht erhalten: Fassadenplatten aus Glasfaserbeton mit hochformatigen Glasplatten in verschiedenen Rottönen verweisen in moderner Sprache auf die historischen Ziegel und die vertikalen Fensteröffnungen des neugotischen Backsteinbaus. Die neuen Holz/Alu-Fenster sind dreifach verglast.

Der Haupteingang am ist über eine Rampe barrierefrei erreichbar. Im Foyer, das sich mit großen Fensterflächen zum Marktplatz öffnet, gibt es einen Empfang- und Servicebereich, der für alle Einrichtungen Aufgaben erfüllen wird.

Zwei neue Aufzüge überbrücken die zahlreichen Niveausprünge im Gebäude, so dass für BesucherInnen alle Bereiche barrierefrei erreichbar sind.
Ein einheitliches Leitsystem, Piktogramme und Farbzuweisungen erleichtern die Orientierung im dreiflügeligen Gebäudekomplex; Türschilder und Fahrstuhlbeschriftungen enthalten zusätzlich Brailleschrift.
Insgesamt verfügt das Rathaus über 6.715 m² Nutzfläche.

Die Akteure im Lindener Rathaus

Bürgeramt:
Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Dienstag und Freitag von 8 bis 14 Uhr und Mittwoch von 8 bis 12 Uhr
Telefonnummer 168-42063
Email buergeramt-linden@hannover-stadt.de
Leistungen:
Das Bürgeramt Linden bietet eine Vielzahl an Leistungen aus einer Hand an, zum Beispiel Ausweisdokumente, Führerscheinangelegenheiten, An-, Um- und Abmeldung, Bescheinigungen und Beglaubigungen, Kfz-Zulassungsdokumente, Vorteilskarten, Führungszeugnis, Auskünfte, Parkregelungen für BewohnerInnen, Behinderte etc., Personalausweise, Reisepässe, Führerscheine bequem im Foyer am Info-Tresen (nur zu den Öffnungszeiten des Bürgeramtes).

Stadtbibliothek Linden:

Öffnungszeiten:
Montag und Donnerstag von 12 bis 19 Uhr, Dienstag und Freitag von 11 bis 17 Uhr, Sonnabend von 10 bis 13 Uhr
Telefonnummer 168-42180
Email 42.63.4@hannover-stadt.de


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