Aufräumhelfer vor dem Freizeifheim (Foto: Jörg Schimke)

100 (50) Hände für ein sauberes Linden im Einsatz

Aufräumhelfer vor dem Freizeifheim
Aufräumhelfer vor dem Freizeifheim

25 motivierte Lindener sind am Sonntag (25.09.2016) dem Aufruf von Julia Leopold und Sonja Bird gefolgt und haben die vom Müll befreit. Insgesamt kamen 30 Säcke à 30 Liter zusammen. Die Stimmung war bestestens, das Wetter auch. Musikbegleitung hatten wir vom Androphone und Gert von der Bauteilbörse hat uns mit einem Lastenfahrrad unterstützt, so dass wir den ganzen Müll nicht schleppen mussten. Von Achim Brandau gab es für alle Teilnehmer noch wunderschönen Lindenstuff. Anja Kutzke hat Müllzangen zur Verfügung gestellt. Danke!!!

Dort, wo Müll hingeschmissen wird, da schmeisst es sich leicht Müll oben drauf. Ich nenne es das Fahrradkorbprinzip. Der erste wirft ein gebrauchtes Taschentuch in einen Fahrradkorb, der nächste entsorgt seine alte Caprisonnentüte und ein weiterer sein Papier vom Schokoriegel – der Korb ist voll – der Besitzer angenervt.

Genauso erlebten wir es auf der Limmerstraße. Nur nicht ausschließlich in Fahrradkörben, sondern auf dem Boden. Es gab regelrechte Müllcluster.

Der Müll muss weg!
Der Müll muss weg!

Das nächtliche Limmern hat seine Spuren hinterlassen und klar, wenn der erste seinen Müll hinwirft, dann machen es die anderen nach.

Der Stadtteil gehört aber nicht nur dem Partyvolk sondern auch denen, die morgens aus der Tür treten und direkt in einer Pfütze aus Glasscherben stehen – was noch die angenehmste aller Möglichkeiten ist.

Klar, man kann auf die Stadtreinigung warten, man kann schimpfen, mit dem Finger auf andere zeigen. Aber worum geht es denn letztlich? Es geht um einen Stadtteil, voll mit Menschen, die alternativ denken, die viele Projekte anstoßen, die sich mit dem Nachhaltigkeitsgedanken auseinandersetzen. Da kann, darf und sollte Vermüllung ein Thema sein.

Wir haben so viel Glas und Zigarettenkippen eingesammelt – da will man doch seine Kinder nicht durchlaufen lassen. Wir haben festgestellt, dass Aschenbecher fehlen. Jede Bank, gedacht zum Ausruhen und Verweilen, hat einen Teppich aus Kippenresten unter sich. Hier ist die Stadt gefordert.

Die Haltestellen sind gepflastert von Scherben, kaputten Flaschen, Verpackungsmüll und sonstigem Abfall, der den Menschen so kurz vorm Einstieg in die Öffis – mit denen einige aus ökologischen Gründen fahren – aus der Tasche fällt.

Ich möchte mich bei allen Teilnehmern bedanken, die geholfen haben, den anderen am Sonntag die Limmerstraße ein bisschen angenehmer zu gestalten. Ihr seid an pikiert dreinblickenden Katerfrühstückern vorbeigezogen, habt euch noch Sprüche wie „Na, macht ihr Arbeitsdienst?“ anhören müssen und trotzdem seid ihr mit einem Lächeln angekommen. Zum Glück gab es auch positives Feedback von interessierten Passanten!

Eine tolle Aktion, die ohne Euch nicht möglich gewesen wäre. Danke!!
Es gibt auch schon ein paar neue Ideen.


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