Ausstellung und Führungen: Von Grabsteinen Lindener Juden

Dr. Peter Schulze: „Von Grabsteinen Lindener Juden“ – Neue Ausstellung im Küchengartenpavillon ab 9.6.2013

Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof an der Strangriede - Titelbild der Ausstellung von Dr. Peter SchulzeGrabsteine auf dem jüdischenFriedhof an der Strangriede(Titelbild der Ausstellungvon Dr. Peter Schulze)

Die Ausstellung „Von Grabsteinen Lindener Juden“ verweist auf die Geschichte der Lindener Juden und dokumentiert mit Fotografien von Grabsteinen jüdischer Familien aus Linden die einzigen erhaltenen Sachzeugnisse der kleinen Lindener Synagogengemeinde im 18. und 19. Jahrhundert.Seit 1763 lebten Juden im damaligen Dorf Linden, in Nachbarschaft zur Stadt Hannover. Um 1810 wurden sechs jüdische Familien gezählt, im Jahr 1900 insgesamt 200 jüdische Einwohner. Die Juden in Linden waren auf die Unterstützung der hannoverschen Nachbargemeinde angewiesen, deren Friedhöfe sie zur Bestattung ihrer Toten nutzten. Jedoch bewahrten die Lindener Juden mehr als hundert Jahre ihre Eigenständigkeit: die “Synagogengemeinde Linden” unterhielt eine Religionsschule in angemieteten Räumen und pflegte traditionelle Wohltätigkeit. 1892 wurden die Lindener Juden von der Synagogengemeinde Hannover aufgenommen.Schriftliche Quellen zur jüdischen Lokalgeschichte in Linden sind kaum überliefert, und auch Sachzeugnisse fehlen, abgesehen von den Grabsteinen Lindener Juden auf dem Alten jüdischen Friedhof und dem jüdischen Friedhof An der Strangriede in der hannoverschen Nordstadt.Die Ausstellung „Von Grabsteinen Lindener Juden” soll den Besuchern einen ersten Zugang zum jüdischen Leben in Linden im 18. und 19. Jahrhundert vermitteln, am Beispiel ausgewählter Grabsteine und ihrer Inschriften.Kurator der Ausstellung ist der Historiker, der sich seit Beginn der 1980er Jahre mit der Erforschung von Geschichte und Bedeutung der drei jüdischen Friedhöfe in Hannover beschäftigt. Seit 1988 leitet er Führungen über die jüdischen Friedhöfe. Die von ihm 1995 konzipierte Wanderausstellung „Mit Davidsschild und Menora. Bilder jüdischer Grabstätten“ wurde in Hannover sowie in Celle und Peine (1997), in Braunschweig (1998), in Gröbzig (1999-2000), in Hornburg (2000), in Salzgitter (2001), in Uelzen, Osnabrück und Schöningen (2002) und in Bernburg (2004) gezeigt. 2006 war seine Ausstellung „Jüdische Friedhöfe in Hannover und ihre Zeremonialgebäude“ in Hannover zu sehen.Jüngste Veröffentlichung: Jüdische Friedhöfe in Niedersachsen 1938-1945, in: Juden in Niedersachsen 1938-1945. Forschungsansätze und Forschungsdesiderate, Hannover 2011, S. 56 ff. Vom 9.6. bis 23.8.2013 im Küchengartenpavillon, , Am Lindener Berge 44, 30449 Hannover Eröffnung der Ausstellung: Sonntag, 9.6.2013, 14.00 UhrÖffnungszeiten: Sonntag, Dienstag, Freitag, 15-17 Uhr und nach Vereinbarung. Begleitveranstaltungen zur Ausstellung: am Sonntag, 16.6.2013 und 18.8.2013, 10.00-13.00 Uhr – Öffentliche Führungen zur Geschichte der Juden in Linden. Grabstätten auf dem Alten jüdischen Friedhof und dem jüdischen Friedhof An der Strangriede. Beginn an der Oberstraße. Männliche Besucher mit Kopfbedeckung. Kosten 6 Euro (mit Kaffeepause)Weitere Führungen zu Grabstätten der Lindener Juden auf dem Alten jüdischen Friedhof und dem jüdischen Friedhof An der Strangriede nach Vereinbarung (Tel. 0163-8817639)Quartier e. V.KüchengartenpavillonAm Lindener Berge 4430449 Hannoverwww.quartier-ev.de


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