Neues Gymnasium in Limmer geht nach den Sommerferien an den Start – Anmeldungen am 30. und 31. Mai möglich

Hannovers 17. Gymnasium nimmt nach den Sommerferien seinen Betrieb auf. Die fünfzügige Schule in der Wunstorfer Straße in Limmer startet zum Schuljahr 2016/17 mit dem fünften Jahrgang als offene Ganztagsschule mit einem freiwilligen Nachmittagsangebot. Das pädagogische Konzept bietet einige Besonderheiten. Die Schule ist insbesondere durch die Stadtbahnlinie 10 und auch durch die Buslinie 700 gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.

„Voneinander lernen – miteinander wachsen“ heißt der Leitgedanke für das schulische Zusammenleben, den das Planungsteam erarbeitet hat. Die kommissarische Schulleiterin Wencke Hedderich und ihre KollegInnen arbeiten seit einem halben Jahr intensiv am pädagogischen Konzept des neuen Gymnasiums, das einige Besonderheiten bieten soll. „Meine Kolleginnen und Kollegen und ich freuen uns auf die Kinder nach unserer langen Planungsarbeit am Schreibtisch. Wir sind gut vorbereitet, um unsere zukünftigen Schülerinnen und Schüler in der Schulzeit zu begleiten, um ihre Persönlichkeiten und ihre individuellen Fähigkeiten zu stärken“, sagt Hedderich.

Die Anmeldungen für die fünften Klassen des Gymnasiums Limmer nehmen am 30. und 31. Mai an der Grundschule Albert-Schweitzer (Liepmannstraße 6) in der Zeit von 9 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr einige der zukünftigen Lehrerkräfte entgegen. Für Fragen vorab ist das Sekretariat der Schule ab sofort für unter der Telefonnummer (05 11) 1 68 – 3 07 60 erreichbar (die Anmeldungen selbst werden nur persönlich am 30. und 31. Mai entgegen genommen!). Weitere Informationen bietet das Internet unter www.gymnasium-limmer.de.

Klassenleitungen bestehen aus Teams

An der neuen Schule bestehen die Klassenleitungen aus Teams: Für jede Klasse wird es zwei gleichberechtigte Lehrkräfte geben, die mit möglichst vielen Stunden in der Lerngruppe unterrichten sollen, damit die Kinder verlässliche Ansprechpersonen haben. Innovativ für ein Gymnasium ist auch die Wochenplanarbeit in den Kernfächern. Das bedeutet, dass alle SchülerInnen zu Beginn einer Woche einen individuellen Lehrplan mit Wahl- und Pflichtaufgaben erhalten, den sie in der Woche nach eigenem Tempo erledigen. Offene Unterrichtsformen werden durch das Doppelstundenmodell, einem Unterricht in 95-Minuten-Takten – einschließlich einer variablen Bewegungs- und Trinkpause – unterstützt. Der Unterricht der ersten Stunde beginnt morgens um acht Uhr.

Individuelle Schwerpunkte wählbar

Ein breites Sprachangebot wie Französisch, Latein und Spanisch als zweite Fremdsprache steht den zukünftigen SchülerInnen zur Wahl. Wer sich für die vielfältigen Formen von Rhythmus begeistert, kann sich bei der Anmeldung für den Musikschwerpunkt zu bewerben. Zwei zusätzliche Stunden Musikunterricht auf Percussion-Instrumenten werden den Kindern angeboten. „Schülerinnen und Schüler, die sich für dieses Angebot interessieren, sollten Neugierde und Freude an Musik und am Musikmachen haben. Das Zusammenspiel in der Gruppe stärkt neben den musikalischen Fähigkeiten auch die Konzentrationsfähigkeiten und sozialen Kompetenzen“, erläutert Hedderich.

Individuelle Schwerpunkte sind ab dem achten Jahrgang für alle wählbar. Wahlpflichtprofile in den Bereichen Musik, MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), Sport- und Gesundheit, Umwelt- und Gesellschaft oder eine dritte Fremdsprache sind im Angebot. Die Interessen der Heranwachsenden bei ihrer persönlichen Entscheidung für ein Profil sollen die Freude am Lernen unterstützen.

Als offene Ganztagsschule bietet das Gymnasium Limmer ein Mittagessensangebot, eine Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Arbeitsgemeinschaften an. Erste Kontakte zum Sportverein TSV Limmer und zum Ruderverein Linden sind bereits geknüpft für mögliche Angebote am Nachmittag.

Umbauarbeiten im Zeitplan

Die Umbau- und Sanierungsarbeiten am neuen Gymnasium befinden sich im Zeitplan. Ende Juni 2016 wird der erste Bauabschnitt mit einer Fläche von circa 2.500 Quadratmetern an die Landeshauptstadt Hannover (LHH) übergeben. Dieser beinhaltet die Klassenräume für den fünften Jahrgang, Fachräume unter anderem für Kunst, Musik, Naturwissenschaft, einen Aula- und Pausenbereich, eine Cafeteria, einen multifunktionalen Aufenthaltsbereich für die Ganztagsbetreuung sowie einen kleinen Verwaltungsbereich. Der Zugang für den ersten Bauabschnitt wird von der aus erfolgen. Die Barrierefreiheit ist damit mit dem ersten Schultag gegeben. Darüber hinaus stehen Außenflächen rund um den Gebäudetrakt zwischen , Wunstorfer Straße und der Fösse zur Verfügung.

Auch die Arbeiten an den direkt angrenzenden Gebäudeteilen sind soweit fortgeschritten, dass keine Beeinträchtigungen in dem ab August 2016 in den Schulbetrieb gehenden Abschnitt zu erwarten sind. Damit sind die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, dass nach den Sommerferien 2016 der fünfte Jahrgang in das Gebäude einziehen kann. Alle übrigen Gebäudeteile der Schule werden bis zum Sommer 2017 fertiggestellt und an die LHH übergeben. Die Stadt Hannover hat das ehemalige Universitätskomplex an der Wunstorfer Straße 14, dessen sechsstöckiges Hauptgebäude und langgestreckten Seitenflügel längere Zeit weitgehend leer standen, für das neue Gymnasium langfristig angemietet.


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