Online-Umfrage zur Kommunalwahl: Jugendliche leben gerne in der Stadt

Ergebnisse der Online-Umfrage zur Kommunalwahl:
Jugendliche leben gerne in ihrer Stadt und wollen  von der Politik ernst genommen werden 

Etwa5.000 junge Menschen aus ganz Niedersachsen haben sich bislang am„glüXtest” des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. (LJR) beteiligt undihren Wohnort in 16 verschiedenen Kategorien mithilfe von Schulnotenbewertet. Das Zwischenergebnis zeigt: Jugendliche leben überwiegendgerne in ihrem Ort und geben auf die Frage „Wie gerne lebst du bei dirim Ort?” im Durchschnitt die Note 2,5. Positiv bewertet werden dabei vorallem die nichtkommerziellen Freizeitangebote der Jugendverbände unddie Sportmöglichkeiten. Weniger zufrieden sind die Jugendlichen mit derAusbildungsplatzsituation vor Ort und den Bemühungen derKommunalpolitiker-innen, diese zu verbessern – die Durchschnittsnote isthier eine 3,6.

Besonders schlecht fallen dieNoten für die jugendpolitischen Beteiligungsmöglichkeiten aus. Für dieFrage „Wie beurteilst du die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ankommunalpolitischen Entscheidungsprozessen?” gaben die Jugendlichen dieNote 3,7, bei der Frage, wie stark sie sich von Politiker-inne-n ernstgenommen fühlen, gab es sogar nur eine Vier.

DasOnline-Voting war Bestandteil der neXTvote-Kampagne desLandesjugendrings Niedersachsen e.V. zur Kommunalwahl am kommendenSonntag, an der sich auch 35 örtliche Jugendverbände und Jugendringe miteigenen Aktionen beteiligt haben. „Wir wollen Jugendlichen zeigen,welche Bedeutung Kommunalpolitik für sie hat und sie motivieren, sichmit der Situation vor Ort auseinanderzusetzen”, so Susanne Martin vomLJR-Vorstand. Die schlechten Noten für Jugendbeteiligung und dasErnstnehmen durch die Politik sieht sie als Warnsignal für diePolitiker-innen: „Jugendliche müssen von Parteien besonders angesprochenund ihre Wünsche ernst genommen werden. Das große Interesse an derneXTvote-Kampagne hat gezeigt, dass Jugendliche sich für ihre Stadtinteressieren und sich vor Ort engagieren wollen, wenn man sie nurlässt.”

Bislang nutzen die Parteienjugendspezifische Zugänge nach Ansicht des Landesjugendrings nurunzureichend. So hatten alle Listen, die bei den Kommunalwahlen inNiedersachsen kandidieren, die Möglichkeit, sich auf www.neXTvote.dezu jugendpolitischen Fragen zu positionieren. „Wir hatten die Hoffnung,dass viele Parteien die Chance nutzen, sich auf einer von Jugendlichenund Schulen stark genutzten Internetplattform zu präsentieren, leiderhaben weniger als einhundert Listen der Parteien die Fragen beantwortet”so Martin. Sie hofft, dass dennoch viele junge Menschen am kommendenSonntag zur Kommunalwahl gehen. 

Noch bis zum Wahltag können sich die Jugendlichen auf neXTvote.deauch zum Wahlsystem informieren und am „glüXtest” teilnehmen. DieEndergebnisse des Online-Votings sollen nach der Wahl auch mit Kommunal-und Landespolitiker-inne-n diskutiert werden.


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