Ricklinger Str. 46 (1980 Wolfgang Becker)

Veranstaltungen zur Geschichte von Linden-Süd

Ricklinger Str. 46 (1980 Wolfgang Becker)
Ricklinger Str. 46 (1980 Wolfgang Becker)

Michael Jürging von der Initiative Lebensraum Linden und das Stadtteilforum Linden-Süd laden Sie ein zu einer Veranstaltungsreihe, die sich im Rahmen von 900 Jahre Linden mit der Geschichte Linden-Süds beschäftigt.

Erzählcafé mit Podiumsgespräch „Blick zurück nach vorn – Erfahrungen mit der Sanierung in Linden-Süd“ am 8. Oktober 2015 um 19:30 Uhr im Café Allerlei

Vor fünfzig Jahren neigte sich  das Industriezeitalter in Linden einem Ende entgegen. Um dem Niedergang des Stadtteils zu begegnen, beschloss die Stadt Hannover die Sanierungen in Linden-Süd (ab 1972) und Linden-Nord (ab 1976). Was zunächst als „Sanierung von oben“ geplant war, entwickelte sich zur Bürgerbeteiligung mit einem Dialog auf Augenhöhe. Dafür sorgten einerseits der Widerstand vor Ort und andererseits der Mut von Stadtverwaltung und Politik, „mehr Demokratie zu wagen“. Aber es gab auch Missklänge, z. B. Proteste gegen einen weiteren Zuzug von Ausländern.

Ricklinger Str. 46 (2009 Michael Jürging)
Ricklinger Str. 46 (2009 Michael Jürging)

Gründe genug also, um aus verschiedenen Perspektiven auf die Sanierungsphase zurückzublicken und zu fragen, was wir aus heutiger Sicht daraus lernen können. Das Stadtteilforum Linden-Süd und die Initiative Lebensraum Linden laden daher zu einem Erzählcafé am Donnerstag, dem 8. Oktober um 19:30 Uhr in das Café Allerlei (Allerweg 7) ein.

Zur Einführung zeigt die Medienwerkstatt Linden den Kurzfilm „Ein Lindener zieht nicht nach Hannover“ aus dem Jahre 1974. Daran schließt sich ein Podiumsgespräch mit den seinerzeitigen Akteuren Ulrich Gerlach (Leiter der Sanierungsabteilung des städtischen Planungsamtes), Klaus-Jürgen Holland (Anwaltsplaner), Marliese Sancho Rico (Unabhängige BI Linden-Süd), Gerd Nord (Selbsthilfe Linden e.G.) und Wolfgang Becker (Architekturstudent und Hausbesetzer) an.

Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, mit eigenenErinnerungen, Sichtweisen und Fragen die Veranstaltung zu bereichern.

Es besteht zudem Gelegenheit, sich am Veranstaltungsort, dem Café Allerlei, die Ausstellung „Seinen Ort finden“ von der Friedensbibliothek anzuschauen. Sie wurde bei der gestrigen Sitzung des Stadtteilforums Linden-Süd eröffnet. Jochen Schmidt, der Mitbegründer und Koordinator der Friedensbibliothek, hat uns dazu sehr beeindruckende und menschlich berührende Erläuterungen gegeben.


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