Fremde sind immer die Anderen

Fremde sind immer die AnderenKulturzentrum produziert Massenzeitung mit Jugendlichen

Das Kulturzentrum Faust hat in Kooperation mit dem interkulturellen Netzwerk „Welt in Hannover“, dem interkulturellen Verein „Gemide“ und dem Verein für Internationalen kulturellen Jugendaustausch (IKJA e.V.) ein Projekt erarbeitet, bei dem Jugendliche mit Migrationshintergrund die Massenzeitung „Fremde sind immer die Anderen“ erstellt haben, die in einer Auflage von 15.000 Stück erschien und unter anderem auf der Fête de la Musique und dem Festival Contre Le Racisme verteilt wurde.

Persönlich, ehrlich und auf den Punkt gebracht, erzählen die Jugendlichen ihre eigenen Erfahrungen und Eindrücke aus Hannover und Deutschland, und geben Einblick in ihre innere Auseinandersetzung, ihre Gedanken und Visionen. Mit den Artikeln sollen auch Erfahrungen mit Rassismus publik gemacht werden, weil Nicht-Betroffene sich oft gar nicht vorstellen können, dass es Rassismus vor Ort gibt. Thema sind aber auch Rassismus unter Menschen, die selbst eine Einwanderungsgeschichte mitbringen, Selbstrassismus in der eigenen Familie und Zukunftsperspektive. Die Jugendlichen haken nach, wo es alltägliche und strukturelle Weichen für Rassismus in unserer Gesellschaft gibt.

Am Mittwoch, den 8. Juli, gibt es schließlich in der Warenannahme des Kulturzentrums Faust eine Veranstaltung zum Thema „Fremde sind immer die Anderen“, welche die Diskussion über die Erfahrungen mit Stereotypen und Vorurteilen weiterführen soll. Auf dem Podium werden Jugendliche, die die Zeitung erstellt haben, mit jungen Mitgliedern der MigrantInnen-selbstorganisation und Musikern der bei der Fête de la Musique beteiligten Bands ihre jeweiligen Blickwinkel einbringen.


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