Wasserstadt Limmer: Luftperspektive, Visualisierung zukünftiges Wohngebiet

Wasserstadt Limmer geht online: Start des neuen Informationsportals auf hannover.de

Wasserstadt Limmer: Funktionsplan Infrastruktur
Wasserstadt Limmer: Funktionsplan Infrastruktur

Das neue städtische Informationsportal zur Wasserstadt in Limmer ist heute (5. November) auf hannover.de an den Start gegangen (www.hannover.de/wasserstadt). Das Portal bietet vielseitige Informationen und vermittelt Hintergrundwissen rund um die Planungen zur Wasserstadt Limmer. Auch wird auf der Webseite über die Ergebnisse des Moderationsverfahrens und über die kommenden Veranstaltungen berichtet werden. Ein ergänzendes Dialogforum, in dem sich Interessierte einbringen können, ist in Vorbereitung. Parallel zur Freischaltung des Onlineportals wurden alle Haushalte im Stadtteil Limmer mittels Fly er über den Ablauf informiert.

Die erste Phase des Verfahrens startet am Mittwoch (19. November). Oberbürgermeister Stefan Schostok lädt ab 18.30 Uhr zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Aula der Albert-Schweitzer-Schule (Zugang über Friedhofstraße) ein. Hierbei wird der Oberbürgermeister die kommunalen Ziele für die Entwicklung der Wasserstadt vorstellen und erläutern. Für die Begleitung und Organisation hat die Landeshauptstadt Hannover (LHH) das überregional erfahrene Büro „plan zwei“ beauftragt. Im Verlauf der Veranstaltung sollen die weiteren Schritte im Detail erläutert und eine Möglichkeit zum Meinungsaustausch geboten werden.

Das Moderationsverfahren basiert auf den Beschlüssen der beteiligten Gremien. Im Anschluss daran folgt das formelle Bebauungsplanverfahren, in das neben dem üblichen Rahmen der Öffentlichkeitteilnahme an Pla-nungsverfahren auch die Ergebnisse der Moderation direkt einfließen werden.

Ablauf des Moderationsverfahrens

Nach der Auftaktveranstaltung folgen von Ende November dieses Jahres bis Anfang Februar 2015 fünf Themenwerkstätten. Diese Werkstätten – vom Büro „plan zwei“ organisiert – befassen sich mit den zentralen Fragestellungen, die mit der Entwicklung eines neuen Stadtbereiches verbunden sind – beispielsweise die Einbindung des neuen Stadtteils, das Wohnen, die Mobilität und das zukünftige Verfahren der Gebietsentwicklung. Fragen und Anregungen zur Gebietsentwicklung und zum Verfahren können eingebracht werden. Ziel ist es, ein Leitbild für die Wasserstadt zu entwickeln. Die Ergebnisse der einzelnen Werkstätten werden im Frühjahr 2015 in einer Planungswerkstatt zusammengeführt. Anschließend wird das erarbeitete Ergebnis im Rahmen einer Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert. Sollten die Ziele und Ergebnisse dieses Verfahrens nicht mit der vorliegenden Planungsvariante übereinstimmen, ist eine Änderung des bestehenden Plans möglich. Parallel zu den Werkstätten wir d es umfassende Informationen im Internet geben. Auch ist eine Anlaufstelle auf dem Gelände der Wasserstadt in Limmer vorgesehen.

Voraussichtlich im Frühjahr 2015 sollen den politischen Gremien dann die entwickelten allgemeinen Planungsziele für den Bebauungsplan zur Beschlussfassung über die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (nach § 3 (1) BauGB) vorgelegt werden.

„plan zwei“ organisiert das Verfahren

Das mit der Organisation beauftragte Büro „plan zwei“ um Dr. Klaus Habermann-Nieße hat die Aufgabe, die Öffentlichkeit und Interessengruppen zu informieren, vor Ort präsent zu sein, die interessierte Öffentlichkeit durch aktivierende Fragen einzubinden, eigene Entwicklungsvisionen von den AkteurInnen vor Ort herauszuarbeiten, Themenwerkstätten, Planungswerkstatt und Abschlusspräsentation zu organisieren und Mittler zwischen den Interessensgruppen zu sein.

Um dies bestmöglich leisten zu können, gehörten folgende Merkmale zum Anforderungsprofil: stadtplanerische Kenntnisse, Moderationserfahrungen, Kenntnisse über die Strukturen aller beteiligten Akteure, Beheimatung in Hannover, Kenntnisse über die Gesamtstadtentwicklung, wohnungswirtschaftliche Kompetenzen sowie bisherige Neutralität in der Projektdiskussion. Entsprechend diesem Anforderungskatalog hat die LHH auf Vorschlag der politischen Mehrheit im Rat das Büro „plan zwei“ beauftragt, das sich auf diesem Gebiet bundesweit Anerkennung erarbeitet hat.

Wasserstadt Limmer: Luftperspektive, Visualisierung zukünftiges Wohngebiet
Wasserstadt Limmer: Luftperspektive, Visualisierung zukünftiges Wohngebiet

Hintergrundinformationen

Die Wasserstadt Limmer ist das mit Abstand größte aktuelle Wohnungsbauvorhaben in Hannover. Auf der rund 23 Hektar großen Brache im Westen Hannovers kann die neue Heimat für mehrere Tausend Menschen entstehen.

Die LHH und die Wasserstadt Limmer Entwicklungsgesellschaft (WLEG) haben erste konkrete Pläne vorgelegt. Diese sehen vor, im ersten Bauabschnitt nördlich der Wunstorfer Straße rund 500 Geschosswohnungen und 50 Reihenhäuser zu bauen. Die geplante Gebäudehöhe ist überwiegend zwei- bis viergeschossig.

Vor dem Start des formellen Planungsverfahrens zur Wasserstadt hat die Politik eine „inhaltlich eigenständige und umfassende“ Bürgerbeteiligung beauftragt, „bei der auch alternative Planungen vorzustellen sind“. Diesem Antrag wird nun gefolgt.

Die weitere bauliche Entwicklung, Erschließung und Vermarktung des Entwicklungsgebietes der Wasserstadt obliegt der WLEG. Diese wurde von der Papenburg AG zusammen mit der Volksbank BraWo Projekt GmbH (Projektent-wicklungsunternehmen aus dem Verbund der Volks- und Raiffeisenbanken) gegründet.

Pressemitteilung: Stadt Hannover


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.