Missionssekretär für Lateinamerika zu Gast bei der ev. freikirchlichen Gemeinde Linden

Carlos Waldow (Mitte) und die Gemeindemitglieder (© Matthias Hinrichsen)

Carlos Waldow (Mitte) und
die Gemeindemitglieder
(© Matthias Hinrichsen)

Der Bienenwachsgeruch steigt Besuchern beim Betreten des gelben Zeltes tief in die Nase. An unterschiedlich hohen Gefäßen tauchen Kinderwie Erwachsene dünne und dicke Dochte in das geschmolzene Bienenwachs und ziehen sie mit erwartungsvollem Blick wieder heraus. Seit 15 Jahren erweist sich die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hannover-Linden alsverlässlicher Partner für Schulen und Kindergärten, aber insbesondere für das Sozialzentrum Diadema in einem Armenviertel vor den Toren der brasilianischen Metropole São Paulo.

„Ich kenne kaum eine Gemeinde, die so treu und so langfristig fürein Projekt spendet“, bekannte Carlos Waldow, Missionssekretär bei der Europäischen Baptistischen Mission und für Lateinamerika zuständig. Viele der 250 Kinder und Jugendlichen, die täglich in das Zentrum kommen, seien durch Kriminalität, Gewalt und die Drogenszene traumatisiert. Die Spenden der deutsch-spanischen Gemeinde Hannover-Linden finanzieren derzeit den ganztägigen Aufenthalt von 17 Kindern für ein ganzes Jahr. Diese Summe macht deutlich, wie viel durch ehrenamtlichen Einsatz erwirtschaftet undgespendet werden kann. Carlos Waldow besuchte unsere Gemeinde am 18.11.2012.

„Licht im Dunkeln“ heißt die Aktion, an der fast die ganze Gemeinde beteiligt ist. Schon Wochen vor Beginn sind die Plätze für Schulen und Kindergärten ausgebucht, denn für nur 3,50 Euro dürfen Mädchen und Jungsihre eigenen Kerzen herstellen und das aus hochwertigem Bienenwachs. Danach geht es in die Kaffeestube und bei einem Stück Kuchen und etwas zu trinken berichten sie von ihren kleinen Wunderwerken und den Erlebnissen zuvor. In einer Präsentation mit aktuellen Fotos aus Diademaerhalten die Kinder Einblick in die Lebensumstände im Armenviertel und in der Sozialzentrum. Oft legen sie dann noch etwas in das Spendenhäuschen am Ausgang. „Weil ich auch helfen möchte.“ sagen sie.

Pastor Siegfried Müller, der für den deutschsprachigen Teil der Gemeinde zuständig ist, ist besonders glücklich, dass die Kinder in der Sozialeinrichtung eine tiefe Veränderung ihrer Persönlichkeit zum Positiven erleben. „Deswegen finde ich gut, dass wir das Projekt langfristig unterstützen können und als Gemeinde intensiv mit Diadema verbunden sind. So können wir auch Fortschritte von Jahr zu Jahr erkennen.“

Interessierte können noch bis zum 25. November selbst Kerzen herstellen oder auch fertige Kerzen kaufen. Das Zelt vor dem Gemeindegebäude steht täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr jedem offen, nur am Sonntag ist erst ab 11.30 Uhr der Zugang möglich, damit alle am regelmäßigen Gottesdienst teilnehmen können.

www.baptisten-linden.de


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