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Entwürfe für das Wohnprojekt Ohestraße

Bis zu 100 neue Wohnungen an der Ihme

Entwürfe für das Wohnprojekt Ohestraße
Entwürfe für das Wohnprojekt Ohestraße

Auf einem städtischen Grundstück an der Ohestraße (Calenberger Neustadt) soll ein neues Wohnquartier entstehen, das sich hauptsächlich an private Baugemeinschaften richtet. Der jetzt ausgewählte Entwurf des Architekturbüros Hähnig und Gemmeke (Tübingen) sieht auf einem knappen Dutzend Parzellen nahe der Ihme 80 bis 100 Wohnungen vor. Zudem soll zur Humboldtstraße ein Platz entstehen, der durch gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss, zum Beispiel Gastronomie, geprägt ist. Für die Erstellung eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Konzepts für den heutigen Parkplatz hatte die Landeshauptstadt im Rahmen einer sogenannten „Mehrfachbeauftragung“ vier erfahrene Architekturbüros zur Entwicklung eines Entwurfes aufgefordert. Die Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Stadtbaurat Uwe Bodemann haben die Ergebnisse präsentiert.

„Das Grundstück an der Schnittstelle von Calenberger Neustadt und Linden bietet hervorragende Voraussetzungen für urbanes Wohnen“, unterstrich Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der heutigen (22. Oktober) Präsentation. „Das Konzept der Architekten Hähnig und Gemmeke nutzt die Lagequalität der Ihme sehr gut und bietet für das gesetzte Ziel, Wohnen für Baugruppen, hervorragende Voraussetzungen.“

Das etwa 7000 Quadratmeter große städtische Areal soll zu einem urbanen Quartier mit mehrgeschossigem Wohnungsbau und attraktiven Freiflächen werden. Bei dem Entwurf des Tübinger Büros überzeugte die Jury die klare städtebauliche Figur, „die problemlos in zwei Bauabschnitten zu entwickeln ist und hervorragende Voraussetzungen für eine weitere Parzellierung bietet. Zwei Baufelder, die jeweils durch Winkelbauten zum öffentlichen Raum gefasst werden, bilden eine klare Adresse zum Stadtteil aus und schaffen gleichzeitig einen geschützten ruhigen Innenbereich, der sich in privat- und gemeinschaftlich genutzte Freiflächen aufteilt.“

Die Parzellierung soll entsprechend der Nachfrage durch Baugemeinschaften festgelegt werden. Erforderliche Stellplätze werden in einer gemeinschaftlichen Tiefgarage, die von der Ohestraße aus erschlossen wird, untergebracht. In jedem der beiden Bauabschnitte soll ein sogenannter Ankernutzer, der über eine Parzelle verfügt, die Herstellung der Tiefgarage einschließlich der Zufahrten und die Koordination mit den darüber liegenden Bauprojekten übernehmen. Ein Ankernutzer kann eine Baugenossenschaft oder auch eine größere Baugruppe sein.

„Bei der Vermarktung ihrer Grundstücke berücksichtigt die Stadt Hannover schon seit Längerem die Interessen von Baugruppen und unterstützt diese bei ihren Vorhaben. Ich freue mich, dass an der Ihme ein weiteres Vorzeigeobjekt dieser immer beliebter werdenden urbanen Wohnform entsteht“, sagte Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Neben Hähnig und Gemmeke hatte die Landes-hauptstadt Hannover drei weitere Büros mit der Entwicklung einer städtebaulichen Figur für das Grundstück an der Ohestraße beauftragt. Alle hatten bereits Projekte mit Baugruppen vorzuweisen: die hannoverschen Büros Mosaik („Südstadtschule“) und Agsta („HanomagLofts“) sowie „LEHEN drei“ aus Stuttgart. Alle vier städtebaulichen Entwürfe sind bis zum 11. November montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Foyer des Hauses der Wirtschaftsförderung (Vahrenwalder Straße) zu sehen.

Auf Grundlage des städtebaulichen Entwurfs wird die Stadt das bereits begonnene Bebauungsplanverfahren fortsetzen und verbindliches Baurecht schaffen. Parallel bereitet die Stadt die Vermarktung der Parzellen vor, die voraussichtlich Ende 2015 beginnt.

Interessierte Baugruppen können sich schon jetzt informieren. Für Erstberatungsgespräche stehen die „Wohnprojektmentoren“ immer am ersten Donnerstag im Monat in der Zeit von 16 bis 18 Uhr im Haus der Wirtschaftsförderung, Vahrenwalder Str. 7, Raum 43, zur Verfügung. Um eine vorherige telefonische Terminanmeldung unter (05 11) 56 38 86 10 wird gebeten. Darüber hinaus ist die Beratungsstelle montags bis donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr telefonisch oder per E-Mail unter info@wohnprojektmentoren-hannover.de erreichbar. Weitere Informationen hält die Internetseite www.wohnprojektmentoren-hannover.de bereit.


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