Stellungnahme der Eismanufaktur Frioli zu den Beschädigungen am neuen Laden

Hallo,

ich habe überlegt, ob ich mich zu meinen kaputten Fensterscheiben äußern kann, ohne, dass es zu sehr nach Rechtfertigung klingt. Denn rechtfertigen will und muss ich mich nicht. Ich möchte dazu Stellung nehmen.

Ich verstehe die Wut, die die Täter antreibt, sehr gut. Aber mit mir haben sie die Falsche getroffen.

Mir die Scheiben einzuschlagen, weil sie gegen Gentrifizierung sind, dafür fehlt mir das Verständnis, denn ich bin diejenige, die den Schaden hat. Ich wohne schon seit vielen Jahren in Linden und ich möchte mir hier eine Existenz aufbauen und den Leuten einen guten, angenehmen, fairen, ehrlichen Laden bieten. Eine kleine Eismanufaktur, mit viel Hingabe, Liebe und Charakter. Also dem, was in meinen Augen Linden auch ausmacht: Klein, mit viel Liebe und Cahrakter.

Ich möchte, dass sich die Leute – Mitarbeiter und Gäste – hier wohlfühlen. Von Freunden und Bekannten, die hier leben, erfahre ich viel Zuspruch und weiß, dass sie sich über meinen Laden sehr freuen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mich unterstützen. Ich für meinen Teil bin mir sicher, unseren Stadtteil zu bereichern. Ich zerstöre nichts. Und ich freue mich darauf, hier in Kürze alle, die gutes Eis mögen, willkommen zu heißen.

In diesem Sinne…

Tanja Metz


Liebe Schmuddellindener, wäre da nicht vielleicht mal eine Entschuldigung fällig? Auch wenn es Anonym ist. So viel Courage sollte ein Lindener schon haben.

Mit diesen planlosen und schlecht recherchierten Aktionen lasst ihr den Stadtteil jedenfalls in einem ganz schlechten Licht dastehen. In Linden lässt sich nicht einfach alles durchdrücken was in anderen Stadtteilen auf keinen Widerstand stößt. Am Beispiel der Diskussion über die Hochbahnsteige oder an der Rekordbeteiligung im als es um die Schließung des Fössebades ging schön zu sehen. So etwas muss aber auch eine fundierte Grundlage haben und sollte auf keinen Fall in blindem Vadalismus enden wie bei den eingeworfenen Scheiben oder aufgebrochenen Türen in der ehemaligen PI West in der Gartenallee.

Achim Brandau

 

 


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