Weichenstellung – die moderne Tram als Teil integrierter Verkehrskonzepte

Straßenbahn in der Limmerstraße

Straßenbahn in
der Limmerstraße

Ein Kooperationsprojekt im Herbst 2011
Drei Vortrage der AG Stadtleben im Oktober und eine Diskussionsveranstaltung von SRI, BIU und VCD im November

Mo., 10.10.2011,19.30 Uhr
Pavillon, Lister Meile 4
Peter Bischoff, Verkehrsplaner, Hannover
Renaissance der Straßenbahn
Das Beispiel Bordeaux

Eine Tram für Bordeaux wurde über Jahrediskutiert, kam aber bis 2003 nicht zur Umsetzung.In den folgenden fünf Jahren wurdendann 44 km Gleise völlig neu gebaut. DieInfrastruktur und die Fahrzeuge zeigen eineanspruchsvolle und konsequente Gestaltungunter Verzicht von Werbung.Für die Altstadt von Bordeaux als Weltkulturerbekam der Bau von Fahrdrähten für dieTram gestalterisch nicht in Betracht. DieFahrzeuge verkehren deshalb im Gebiet derAltstadt ohne eine Oberleitung und werdenüber Stromschienen mit Spannung versorgt.Eine weitere Besonderheit besteht in der sehrkonsequenten Umgestaltung kompletterStraßenräume für die Neubautrassen der Tram.Peter Bischoff hat im Jahr 2010 eine Fach-Exkursion nach Bordeaux geleitet und berichtetvon diesem außergewöhnlichenVerkehrssystem in Aquitanien

Do., 13.10.2011,19.30 Uhr
Pavillon, Lister Meile 4
Michael Glotz-Richter,
Referent für nachhaltige Mobilität, Bremen
Die Straßenbahn
Baustein der Mobilitätskultur in Bremen

In Bremen ist die Straßenbahn ein zentralerVerkehrsträger einer nachhaltigen Verkehrspolitik.Das durchgängig oberirdische Straßenbahnnetzwird seit Mitte der 90er Jahre zunächstim Stadtgebiet und mittlerweile auch in dieRegion stark ausgebaut. Seit einigen Jahrensetzt die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) fastdurchgängig Niederflurfahrzeuge ein. Über denNetzausbau und komfortable Fahrzeuge hinausengagieren sich die Freie Hansestadt Bremenund die BSAG für eine umfassende Mobilitätskultur.Bausteine sind z.B. die Verknüpfung derVerkehrsmittel, wie etwa das Car-Sharing mitden „mobil.punkten", Kampagnen für einepositivere Wahrnehmung des ÖPNV, aberauch die Förderung des Radverkehrs.Im Ergebnis legen die Bremerinnen und Bremerdeutlich mehr Wege mit dem ÖPNV, dem Radoder zu Fuß zurück als mit dem Auto.

Di 1810.2011,19.30 Uhr
Pavillon, Lister Meile 4
Clemens Kahrs, Verkehrswirt, Dresden
Wohin geht die Reise?
Wünsche der (möglichen) ÖPNV-Kunden

Der Anteil von Bussen und Bahnen amVerkehrsaufkommen liegt immer noch weitunter den Möglichkeiten und vor allem denNotwendigkeiten. Liegt das nur an der Magiedes Autos oder auch daran, dass die Wünscheder (potenziellen) Kunden zu wenig berücksichtigtwerden? Oder werden sie nichtumgesetzt, weil sie zu anspruchsvoll sind?Clemens Kahrs – Senior Consultant bei Probst& Consorten Marketing-Beratung, Dresden -berichtet über Fahrgastwünsche und -Vorlieben:Welche Bedeutung haben gefühlte und realeGeschwindigkeit, Taktdichte, Kosten, Sicherheitund Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit?Welche Rolle spielt die stadträumlicheGestaltungskraft der Tram im Gegensatz zurU-Bahn oder zum Bus?Und lässt sich das alles zu einer Strategie derAufwertung des Schienenverkehrs in denStraßen unserer Städte bündeln?

Mi., 02.11.2011,19.30 Uhr
ÜSTRA-Remise, Goethestr. 19
Podiumsdiskussion
Die moderne Tram – eine Chance für Hannovers Mobilität von morgen

Uwe Bodemann, Stadtbaurat, Hannover
Michael Braum, Bundesstiftung Baukultur
Ulf-Birger Franz, Dezernent Verkehr, Region Han.
Heiner Monheim, Verkehrswissenschaftler, Trier
Andre Neili, Vorstandvorsitzender der ÜSTRA
Conrad von Meding, HAZ, Moderation

BIU und VCD haben ein Konzept zuroberirdischen Führung der Linie 10 von Ahlemdurch die City in die Südstadt erarbeitet und unterdem Titel „Mittendrin statt drunterdurch"vorgestellt. Das Konzept wurde in der SRLintensiv diskutiert und weitergedacht – auch imKontext der Planungen für Hochbahnsteige in derLimmerstraße. Die zentrale Frage weist aber überdie Diskussion um die Linie 10 hinaus: Ist inHannover eine durchgängig oberirdisch geführteNiederflurbahn als Ergänzung zum Stadtbahnsystemund zum Bus sinnvoll? Welche Chancenbieten sich zur Weiterentwicklung des ÖPNV undzur Aufwertung des öffentlichen Raumes?

 Infoflyer (pdf)


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