Wasserstadt Limmer: Vertrag zur Bodensanierung unterzeichnet

Um diese Nutzungen zu ermöglichen, wurden vonden Umweltbehörden die Anforderungen an die künftige Qualität desBaugrundes formuliert. Sie sind Gegenstand des Vertrags und eines"Bodensanierungsplans". Darin sind die Voraussetzungen und Maßnahmendefiniert, um das Projekt "Wasserstadt Limmer" zu verwirklichen. Mitdem Vertrag verpflichtet sich die Wasserstadt Limmer GmbH, den Bodendes Geländes der Wasserstadt fach- und sachgerecht zu sanieren und dieFlächen somit für eine Nachnutzung entsprechend der Vorgaben desstädtebaulichen Rahmenplanes herzurichten, den der Rat im Oktober 2005beschlossen hat.

Der Bodensanierungsplan als Bestandteil desVertrags wurde im Auftrag der Wasserstadt GmbH von der BurmeisterIngenieur Gesellschaft aufgestellt und mit den zuständigen Fachbehördenvon Stadt Hannover und Region Hannover abgestimmt. Die in demBodensanierungsplan ausgewiesenen umfangreichen Maßnahmen zurBeseitigung der Bodenverunreinigungen gehen über die Maßnahmen zurGefahrenabwehr hinaus, zu denen die Wasserstadt Limmer GmbH alsVorhabenträger ohnehin verpflichtet wäre.

Insbesondere legt der Bodensanierungsplan Maßnahmen zur Herstellung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse fest:

  • Die Bodensanierung muss so durchgeführt werden, dass die geltenden Grenzwerte um die Hälfte unterschritten werden.
  • Eine bis zu zwei Meter hohe Überdeckung des sanierten Bodens ist als Standard vorgesehen, so dass selbst Gebäude mit Keller in völlig unbelastetem Boden gebaut werden können.

Die Wasserstadt Limmer Gesellschaft sichert dieUmsetzung der in diesem Bodensanierungsplan vorgeschlagenen Maßnahmenzu. Dazu gehören unter anderem Dokumentation, Überwachung undsachverständige Begleitung der Maßnahmen. Eine Überwachung derSanierungsarbeiten auf dem Gelände wird durch den Einsatz einerexternen fachlichen Begleitung sichergestellt: Ein von der StadtHannover bestimmter externer Fachmann wird z. B. alle auf das Geländeeingehenden Bodentransporte überwachen. Dies gilt auch für alleBodenbewegungen auf dem Gelände selbst.

Die Finanzierung dieser externen Baubegleitungübernimmt die Wasserstadt Limmer GmbH. Darüber hinaus ist in demVertragsentwurf eine Vertragserfüllungsbürgschaft festgeschrieben.

Fortsetzung der Arbeiten

Im Laufe dieses Jahres wird die WasserstadtLimmer GmbH die Arbeiten zur Herrichtung des ehemaligen Werksgeländesder Continental AG in Hannover Limmer fortsetzen. Zunächst werden dieAbrissarbeiten wieder aufgenommen und ein Großteil der stark mitNitrosaminen kontaminierten Gebäude beseitigt. Das Abbruchmaterial wirddabei nach den vorgefundenen Belastungen sortiert und entsprechendentsorgt.

Die denkmalgeschützten Gebäude am Ufer desStichkanals bleiben noch erhalten. Ihre Zukunft ist noch nicht geklärt,da auch sie stark kontaminiert sind. Zudem fallen sie möglicherweisedem Ausbau des Kanals zum Opfer. Der Schornstein mit dem bekanntenSchriftzug der Continental AG steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Einegutachterliche Bewertung hat ergeben, dass er noch standsicher undsanierungsfähig ist und somit als "Wahrzeichen" für das Geländeerhalten bleiben kann.

Die Wasserstadt Limmer GmbH ist sich mit derStadt Hannover einig, im östlichen Bereich des ehemaligenConti-Geländes in direktem Anschluss an die bestehende Ortslage vonAlt-Limmer den ersten Bauabschnitt der Wasserstadt zu entwickeln. Hiersollen Baurechte für Wohnungen in Einfamilienhäusern und Geschossbautengeschaffen werden.

PM: Presseserver Hannover

 


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