Antikapitalistisches Forum

Die AG Internationales von DIE LINKE. Linden-Limmer lädt ein zum Antikapitalistischen Forum am Freitag, 7.5., ab 18h, im LiLi, Kötnerholzweg 47.

PROGRAMM

18 Uhr – 19:30 Uhr:
10 Jahre globalisierungskritische Bewegung.
Referent: Christian Vasenthien

Seit dem 30. November 1999 ist Seattle ein Symbol für die weltweite Bewegung gegen denKapitalismus, wie ihn Microsoft-Boss Gates – der zweitreichste Mann der Welt – verkörpert. Der damalige US-Präsident Clinton hatte die Konferenz der WelthandelsorganisationWTO nach Seattle eingeladen, um im Schatten der US-Konzernzentralen über neue Regeln für denWelthandel zu beraten.

Doch Clinton erlebt eine Überraschung. Die Kameras und Mikrofone richten sich nicht nur auf ihn und seine Gäste – sondern auch auf 50.000 Menschen, die gekommen sind, um gegen dieWTO und ihre Konferenz zu protestieren: Studenten und Gewerkschafter, Antikapitalisten und Grüne, Alt und Jung. "In Seattle brach über den Kapitalismus des 21. Jahrhunderts das erste große Gewitter herein", schreibt der Spiegel zutreffend.

Wir wollen die Entwicklungen, Aktionsformen und Erfahrungen der letzten Jahre Revue passieren lassen, um daraus neue Strategien und Perspektiven zu entwickeln.

19:30 Uhr – 21 Uhr
Krise und Widerstand in Griechenland:
Solidarität mit den Beschäftigten Griechenlands!
Referent: Oliver Klauke

Über der Akropolis wehen Fahnen, die Europa zum Widerstand aufrufen:
Mit Deutschland an der Spitze will die EU im Bündnis mit IWF und Weltbank Griechenland das schlimmste neoliberale Sparprogramm aufzwingen, das Europa bislang gesehen hat! Katastrophale humanitäre Folgen für die Beschäftigten und das Gros der griechischen Bevölkerung wären vorprogrammiert: Drastisches Lohndumping im öffentlichen Dienst, drastischer Stellenabbau, drastische Verlängerung der Lebensarbeitszeit, drastische Kürzungen der Rentenbezüge…

Die verantwortlichen Bosse, Banker & Spekulanten in Griechenland und auf internationaler Ebene, insbesondere in Deutschland deren Profitgier (nicht nur) die griechische Ökonomie in den Abgrund getrieben hat, werden überhaupt nicht bestraft: KeinWunder, handelt es sich doch um nichts anderes als den Versuch höriger Regierungen, die Kosten der Krise ihres Profitsystems auf uns alle abzuwälzen!

Das krasse Sozialabbauprogramm, dass den Menschen Griechenlands aufgezwungen werden soll, erinnert stark an die 'Strukturanpassungsprogramme' mit denen IWF undWeltbank zur Hochkonjunktur des marktradikalen Neoliberalismus in den 90er Jahren zahlreiche Länder der südlichen Hemisphäre in Hungerkatastrophen und endgültigen Ruin trieben. Dieselben neoliberalen Politiken, die schließlich 2008 in die große Finanzkrise und schlimmsteWeltwirtschaftskrise aller Zeiten führten, sollen nun aus dieser Krise herausführen? Im Gegenteil: Sie werden die Krise noch verschärfen – noch mehr Arbeitslosigkeit, noch mehr einbrechende Märkte, noch mehr Armut, Elend und Perspektivlosigkeit für Abermillionen Menschen in Europa; denn wenn die Scharfmacher dieses Klassenkrieges von Oben insbesondere aus Deutschland mit ihrem Angriff auf Griechenland durchkommen, werden sie ihn in Portugal, Spanien – in ganz Europa – auch in Deutschland selbst – weiterführen! Deswegen: Solidarität undWiderstand jetzt – Griechenland ist überall! Solidarität muss praktisch werden:

Um diese Fragen zu diskutieren und u.U. öffentliche Solidaritätsaktionen zu organisieren, laden wir ein zum ANTIKAPITALISTISCHEN FORUM kommenden Freitag, ab 18h im Lili.

ab 21 Uhr

Filme von den Protesten in Seattle, Prag, Genua

www.die-linke-linden-limmer.de


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