Symbol Antirassistisches Hannover-Linden

JuLis: Frei.Wild nicht zur Jagd freigeben

Mit großer Überraschung nehmen die Jungen Liberalen Region Hannover die einstimmig verabschiedete Resolution des Bezirksrats Linden-Limmer zur Kenntnis, in der das Capitol aufgefordert wurde, Möglichkeiten zu prüfen, das Konzert von Frei.Wild am 29.11.52013 abzusagen.

Auch wenn die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf Veranlassung der Thüringer Sozialministerin Heike Taubert (SPD) seit dieser Woche den Verdacht prüft, ob die Lieder jugendgefährdend sind, muss auch für Frei.Wild bis zu einer möglichen Feststellung die Unschuldvermutung gelten. Aus Sicht der Jungen Liberalen Region Hannover sollte sich der nicht einmischen, solange es sich nicht um verbotene oder jugendgefährdende Bands oder Texte handelt.

“Auch wenn Frei.Wild nicht meinen Musikgeschmack trifft oder gar meine Meinung wiederspiegelt, sehe ich die Resolution als massiven Eingriff in die künstlerische Freiheit und Meinungsfreiheit. Gerade ein Stadtteil wie Linden, der stark durch Künstler und Freigeister geprägt ist, muss diese Werte verteidigen. Der friedliche Umgang einer Gesellschaft mit Andersdenkenden zeigt, wie viel ihr diese Werte bedeuten und wie demokratisch und tolerant sie wirklich ist,” sagte der Kreisvorsitzende der JuLis Region Hannover, Thorben Lüdemann, dazu.

www.julis-hannover.de


Kommentar:

Es gibt gute Gründe warum die FDP in Linden-Limmer bei der letzten Wahl nur noch auf 1.9% der Stimmen gekommen ist. Im Prinzip wird in Linden jede Meinung toleriert nur rechtes Gedankengut gehört eben nicht dazu. Dies sollte eigentlich überall selbstverständlich sein. Gerade das Beispiel des Bezirksrates zeigt, das in dieser Frage Einigkeit besteht. Alle Parteien von CDU und SPD bis hin zu den Grünen und den Linken haben diese Resolution einstimmig verabschiedet. Die FDP ist in diesem Gremium schon länger nicht mehr vertreten.

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