Jägermeister Rock:Liga – Gruppe A mit The Films, Silversun Pickups, Amusement Parks On Fire

The Films

The Films

The Films (USA) – Die Auswärts-Spezialisten

Es gibt Teams, die auf des Gegners Platz besonders auftrumpfen, die sich in derFremde leichter tun, als bei den Heimspielen. Dass es so was auch in der Musikgibt, dafür stehen The Films aus Charleston/South Carolina. Schon zugemeinsamen Schulzeiten begeisterten sich die vier Buddies an Britpop-Melodienund der sogenannten New Yorker "The Bands"-Schnoddrigkeit und ließendie Bluegrass-Tradition ihrer Heimat konsequent links liegen. So punktet dasQuartett heute mit seinen stürmischen Drei-Minuten-Angriffen zu Hause zwar seltener,kann dafür aber auswärts umso mehr abräumen. In Japan sind sie Stars, in Europatourten sie schon zum Debüt "Don't Dance Rattlesnake" mit den Kooksund Sugarplum Fairy.

Anders gesagt: In Sachen Sixties-Beat und schmissiger Ohrwurm-Refrains spielenThe Films bereits in der Premier League. Mit dem zweiten Album "Oh,Scorpio" im Köcher blasen die Amis einmal mehr zur Punktejagd auf fremdemTerrain – heute in Hannover.

www.myspace.com/thefilms

Silversun Pickups

Silversun Pickups

(USA) – DieZaubermauer

Machen wir ein Spielchen: Welche Eigenschaften müsste der ideale Kickermitbringen? Geben wir ihm zuerst physische Präsenz. Er ist ein Schrank, an demdie Gegenspieler einfach abprallen. Aber er ist trotzdem auch ein flinker,feiner Techniker. Dann hat er auch einen zielgenauen, scharfen Schuss. Zuletzt:Er ist ein Künstler. Wenn der Gegner noch grätscht, hat er den Ball seinemMitspieler schon mit einem so federleichten Lupfer in den Lauf gezaubert, dasses wie Poesie auf dem Platz aussieht. Und was hat das mit den Silversun Pickupsaus Los Angelezu tun? Ganz einfach: Sie übersetzen tatsächlich federleichtdiese Idealfigur in knackigen US-Alternative-Rock.

Die Silversun Pickups sind die Band, die eben noch mit der Wucht einerAbrissbirne daher kam, kurzerhand darauf eine verspielte Sequenz einlegt,zeitgleich einen Hit-Refrain in Richtung Charts abfeuert und sich schließlichin himmlischen Atmosphären ergötzt. Und das war nur der erste Song vom neuen,zweiten Album "Swoon". Keine Frage: Das Quartett um Spielmacher BrianAubert gewinnt den Schönheitspreis. Und das mit Schmackes! Die SmashingPumpkins dürfen ruhig schonmal in Deckung gehen.

www.myspace.com/silversunpickups

Amusement Parks On Fire

Amusement Parks On Fire

 (GB) – Die Schönheit des Tacklings

Die Grätsche hat nicht den besten Ruf. DemBallzauberer wird immer mehr Bewunderungzugute kommen als dem Abwehrspieler, der ihn von den Beinen holt. Dabei gibt essie, die Defensivkünstler, bei denen die Grätsche zum ästhetischen Erlebniswird. Mit perfektem Timing und graziler Körperbeherrschung verstehen sie es,den Ball ohne Foul zu erobern.

Ähnlich gehtes in der Musik dem Feedback und dem weißen Rauschen. Für manche ist das nurKrach, doch spätestens seit Jimi Hendrix setzen Gitarristen es gezielt alsKunstgriff ein. Ab Ende der 80er waren es dann die "Shoegaze" (My BloodyValentine, Ride, etc.), die ganze Skulpturen und Landschaften aus Lärm zu bauenlernten.

Auch MichealFeerick aus Nottingham ist so ein Whiteout-Bildhauer. Als Kopf der BandAmusement Parks On Fire erschafft er Indie-Popsongs, die inmitten eineshimmlischen Radaugewitters donnern, blitzen, schwelen und funkeln. Mehr davongibt es bald auf ihrem dritten Album, das die Briten für den Herbst angekündigthaben.

www.myspace.com/amusementparksonfire

DerModerator:

AxelBosse – Der Stadionsprecher

Bosse wurdeim Jahr 1980 nur einen weiten Abstoß entfernt von Wolfenbüttel, der Heimat desJägermeisters, geboren. Er kennt die Kniffe und Tricks des Rocksports auseigener Erfahrung, denn er kämpfte in der Saison 2005/06 mit seiner Band selbstum die JägerMeisterschale. Im Februar 2009 veröffentlichte Bosse sein neuesAlbum "Taxi" und tourte damit durch Deutschland. Er ist bekannt für wuchtigesPassspiel und filigrane Technik. Er ist sympathisch und
echt, lebt seine Ecken und Kanten. Axel Bosse ist in dieser Rock:Liga-Saisonerneut der Stadionsprecher der Herzen und Schiedsrichter in Personalunion. Erschickt die Bands aufs "Feld" und misst jeweils per Applausometer, wer denAbend für sich entschieden hat.

Achtung:Eintritt nur für Besucher ab 18 Jahren!!!


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.