Die legendäre Fannystraße und die Butjerfeste

In den kleinen Wohnungen der Fannystraße lebten immer arme Leute. Sie wurden oft sogar vom Rest Lindens ausgegrenzt, entwickelten aber vielleicht gerade deshalb nach und nach eine eigene Kultur des Zusammenlebens. Dazu gehörten auch die Fannystraßen-Schützenfeste für die kleinen Butjer aus der Fanny- und Mathildenstraße. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Tradition weitergeführt und in den 70er Jahren vom dann als Butjerfest bis in die 90er Jahre als zentrales Lindener Stadtteilfest veranstaltet.

Die Häuser der Fannystraße wurden Ende der 1960er Jahre von einer großen Versicherung aufgekauft, gegen den Willen und z.T. Widerstand der Bewohner leer geräumt – die Bewohner wurden in die neuen Hochhausgebiete in Garbsen-Havelse umgesiedelt – und dann abgerissen. Die Straße ist völlig verschwunden. Hier stehen heute die sog. „Toblerone-Häuser“, die Hochhäuser an der zwischen Fortuna- und Mathildenstraße.

Unser nächster Jour fixe-Termin ist danach:

Montag, 7.12. um 18 Uhr:
Filmvorführung „Linden ein Arbeiterlied“ von Winfried Wallat und Wolfgang Jost mit einer Einführung von Egon Kuhn


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