Grüne kritisieren Capitol für Frei.Wild-Konzert

Braune Musik im Capitol!
Braune Musik im Capitol!
Gardemin: Frei.Wild-Konzert zeugt von Ignoranz gegenüber dem multikulturellen Stadtteil

Das Capitol in Hannover-Linden wird am 29. November 2013 ein Konzert der rechtsoffenen Band Frei.Wild veranstalten. „Spätestens seit der Debatte rund um den Widerruf der Echo-Nominierung dürfte dem Capitol bekannt sein, dass die Band mit ihren Texten völkische und nationalistische Klischees verbreitet und welches Publikum sie damit unter anderem anzieht“, so Tobias Leverenz, Vorsitzender des Grünen Stadtverbands Hannover.

„Dass der Veranstalter der Band ausgerechnet im alternativen und multikulturellen Linden ein Podium bietet, zeugt von Ignoranz gegenüber der Nachbarschaft. Wenn die Band textet, ohne ‚ehrbahres Brauchtum‘ und ‚Kreuze in Klassenzimmern‘ gehe unser Volk zu Grunde, macht sie keine harmlose Musik, sondern schürt Hass. Wir wollen diese Provokation in unserem Stadtteil nicht“, ergänzt Daniel Gardemin, Sprecher der Grünen Stadtteilgruppe Linden-Limmer.

Hintergrund:
Bei Frei.Wild handelt es sich um eine so genannte Grauzonenband: Öffentlich distanziert sich die Band zwar halbherzig von Neonazis, doch ihre Konzerte werden immer wieder von organisierten Neonazis besucht. Neuerscheinungen der Band werden von rechtsextremen Internetplattformen gelobt – Grund dafür dürften unter anderem die völkischen und nationalistischen Texte der Band sein.

www.gruene-hannover.de


Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe undemokratischen Grünen,

    also ich war beim frei.wild Konzert, habe wirklich ohne wenn und aber alles angeschaut.
    Von Fans bis zu den Ansagen der Bands und was vor der Bühne passierte.

    Während des gesamten Konzertes gab es keine nationalistische Parolen, keine Hitlergrüße,
    keine Stimmungsmache gegen Ausländer, keine verfassungsfeindliche Handlungen.
    Eine klare Ansage gegen Faschismus und Rassismus. Und die Bitterkeit über die Ignoranz der Linken, Grünen über nicht gewollte Kommunikation mit der Band beziehungsweise Management.

    Es wurde einer vor Konzertbeginn rausgeschmissen, der zweite nach versuchten Schlägerei.
    Die beiden Personen stammen anscheinend der rechten Szene.

    Übrigens Bushido ist noch gefährlicher als frei.wild und seine Texte sind sind gewaltverherrlichender und nicht akzeptabel zum Thema Integration. Das hat nicht mehr mit PR Masche zu tun, sondern ist eine klare Ansage. Aber der wurde ja mit vielen netten Echo Preise überworfen, ach ja und den Bambi für die super Integration bekam er auch. Dann ist er noch in einen Clan drin, die mafiamäßig Berlin kontrolliert.

    Egal ich will Euren Traum von Multikultur nicht zerstören. Warum verhalten sich die Ausländer in den USA ganz anders als in Deutschland? Es gibt in USA eine Kultur.. eine amerikanische freie Kultur,
    die jeder Mensch egal welche Hautfarbe, Religion gleichermaßen berechtigt sind zu leben.
    Wenn man nur um Deutsche Kultur sagt, dann ist das Faschismus und Rassismus.
    Aber das man auch sagen kann Deutsche freie Kultur, das schließt alles ein, egal welcher Herkunft.
    Es ist nicht verkehrt den gesunden demokratischen Patriotismus zu fördern, denn das ist die Rückgrat des Demokratiebewusstseins und Minimierung des rechtsfeindlichen Verhaltens.

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    • Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Energie die Freiwild Fans ihre Band verteidigen. Wenn alles so toll wäre, müsste man das doch gar nicht!

      Der Bezirksrat im Stadtteil Linden hat über alle Parteigrenzen (CDU, SPD, Grüne und Linke) hinweg eine Resolution gegen das Konzert auf den Weg gebracht. Soviel zum Thema Demokratie. Bei der Diskussionsveranstaltung am letzten Dienstag im Kulturzentrum Faust wären Vertreter der Band sicherlich nicht abgewiesen worden. Wurde auch hier auf der Seite angekündigt. Auch Herr Lohmann vom Capitol hätte sicherlich einen Dialog vermitteln können.

      Übrigens:
      In Linden wird der Begriff „Heimat“ etwas anders definiert. Hier braucht man nicht über mehrere Generationen ansässig zu sein um sagen zu können ich bin ein Lindener. Man muss sich nur zum Stadtteil und seinen kollektiven Werten bekennen und alle akzeptieren das man dazu gehört. Ganz oben auf der Werteskala in Linden rangiert eben auch eine große Ablehnung von rechtem Gedankengut. Daher auch der Widerstand gegen die Band Freiwild die mit ihrer Musik zumindest in einer Grauzone angesiedelt ist. Denn sonst würde man darüber nicht so viel diskutieren.

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